Mercator Fellow

Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal ist seit 2024 Mercator Fellow der DFG-Forschungsgruppe „Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950)”. Er ist emeritierter Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld (2001–2017). Von 2017 bis 2021 war er Senior Research Professor sowie Chair der Bielefelder Norbert Elias-Lectures.

Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, die Gegenwartsliteratur, Literaturtheorie und Wissenschaftsgeschichte sowie die europäischen Dimensionen kulturhistorischer Prozesse. Er veröffentlicht regelmäßig in überregionalen Tageszeitungen, darunter Der Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung.

2013 wurde er für sein Buch Europa erfindet die Zigeuner mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet; das Werk liegt in mehreren Übersetzungen vor. Er war stellvertretender Vorsitzender des Advisory Boards von RomArchive, das 2019 mit dem Großen Preis der European Heritage Awards und 2020 mit dem Grimme Online Award geehrt wurde. Zudem war er Mitglied der Unabhängigen Expertenkommission Antiziganismus der Bundesregierung (2019–2021).

Aktuelle Publikationen

Unauffindbar und unbetretbar“ Von der Unmöglichkeit, Geschichte zu schreiben. In: Text und Kritik 241. Hg. Von Walter Erhart. München 2024, S.15-28. 

Ich wollte nicht, dass es nur schwer ist.“ Notwendige Differenzierungen des Opferbegriffs. In: Matthias N. Lorenz / Saskia Fischer und Deborah Fallis [Hg.]: Position und Stimme des Opfers. Verbrecher Verlag Berlin 2025, S.419-459. Die Verfolgung begann vor vielen Jahrhunderten. In: Stolpersteine für Sinti in Bielefeld, Bielefeld 2025, S. 12-21. 

„Es war vorbei. Düsseldorf war tot.“ Die Geschichte der Namenlosen erzählen. In: „Denn in der Zeit lebt immer auch eine andere Zeit“. Dieter Forte, ein Autor des Erinnerns, hrsg. von Enno Stahl. J. B. Metzler. Berlin 2026, S.3-14. 

Darum ziehen wir weiter, und es ist gut so.“ Kulturelle Kontaktzonen und wer sie beherrscht. In: Außenseiterschaft. Literatur- und kulturwissenschaftliche Reflexionen des Außer Ordentlichen, hrsg. von Wilhelm Amann und Eva Wiegmann. De Gruyter. Berlin/Boston 2026, S.17-29. 

Außenseiter – Soziologische Beschreibung oder ästhetisches Programm. In: Außenseiter:innen. Literarische Inszenierungen sozialer Exklusion, hrsg. von Stefan Hermes, Alexander Kosenina, Matthias N. Lorenz. Wehrhahn, Hannover 2026, S.7-17.