,,Selbstartikulation und europäische Verfolgungsgeschichte“

9. – 11. November 2026 | Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg

Die DFG-Forschungsgruppe „Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950)“`
lädt vom 9. bis 11. November 2026 zu ihrer zweiten internationalen Tagung nach Heidelberg ein.
Unter dem Titel „Selbstartikulation und Europäische Verfolgungsgeschichte“ widmet sich die
Tagung dem Spannungsverhältnis zwischen Formen der Selbstrepräsentation von Sinti*zze 
und Rom*nja und den europäischen Verfolgungs- und Ausschlussmechanismen 
vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Ausgerichtet wird die Tagung gemeinsam von dem Teilprojekt 5 „Publizistik von Rom*nja 
in der Zwischenkriegszeit (1918–1939)“ unter der Leitung von Prof. Dr. Iulia-Karin Patrut 
an der Europa-Universität Flensburg sowie dem Teilprojekt 6 „Transformationen des polizeilichen 
antiziganistischen Diskurses:Vom ‚rassischen‘ Paradigma zur genozidalen Praxis (1850–1950)“
unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Penter und Dr. Frank Reuter an der Forschungsstelle 
Antiziganismus der Universität Heidelberg. Im Zentrum stehen Fragen nach publizistischen, 
politischen und kulturellen Formen der Selbstartikulation, nach Gegenwissen und Widerständigkeit sowie
 nach der Verschränkung antiziganistischer Wissensordnungen mit institutionellen Machtstrukturen.

Das Tagungsprogramm bringt die Perspektiven verschiedener Teilprojekte der Forschungsgruppe
miteinander ins Gespräch.
Drei thematische Schwerpunkte strukturieren dabei die Diskussionen: 
1. Medien, Formen und Kontexte der Selbstartikulation, 2. Prozesse der Narrativierung und 
Wissensproduktion sowie 3. institutionalisierte Machtverhältnisse und Formen des Widerstands

Neben den Mitgliedern der DFG-Forschungsgruppe werden internationale Gäste aus der Forschung 
und Kulturarbeit ihre Expertise in die Tagung einbringen.Durch diese unterschiedlichen Perspektiven werden 
aktuelle Forschungsfragen zum Verhältnis von Selbst- und Fremdrepräsentation interdisziplinär diskutiert 
und in einen breiteren wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog eingebettet.

Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist ein Empowerment-Workshop, der am 11. November 2026 unter 
der Leitung von Radoslav Ganev und Atide Jasarova im Anschluss an die wissenschaftlichen Panels stattfindet. 
Das Format zielt darauf, den Austausch zwischen Forschung, Community-Perspektiven und akademischer 
Nachwuchsförderung zu stärken. Vor dem Hintergrund der nach wie vor bestehenden Unterrepräsentation
von Sinti*zze und Rom*nja im Wissenschaftssystem richtet sich der Workshop insbesondere an Studierende
und Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Community, die sich in einer Orientierungsphase zwischen 
Studium und Promotion befinden. Die Teilnehmenden des Workshops sind ausdrücklich eingeladen, 
bereits zuvor an den Panels und Diskussionen der Tagung teilzunehmen.

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen, an der Tagung teilzunehmen.
Um eine vorherige Anmeldung zur Tagung und / oder zu dem Empowerment-Workshop wird gebeten, 
per Mail an: s.taubert-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de 

Nähere Informationen sowie das vollständige Tagungsprogramm folgen zeitnah.