Workshops und Fortbildungen
Winter School "Antigypsyism and Critical Whiteness" 2025
5–7. Dezember 2025 | Europa-Universität Flensburg
Die Winter School zielte darauf ab, sich auf ethische Weise mit kritischen Fragen von Agency und Reparation von Sinti*zze und Rom*nja auseinanderzusetzen, einschließlich Selbstrepräsentation, Selbstartikulation und Emanzipation, die häufig strukturellem Antiziganismus in Wissenschaft und öffentlicher Wahrnehmung begegneten. Dieses transhistorische und transnationale Phänomen äußerte sich in strukturellem Rassismus, kultureller Aneignung sowie in der wissenschaftlichen Negierung der Lebensrealitäten, Wissensproduktion und kollektiven Erinnerungen von Sinti und Roma.
Im Rahmen der Winter School lernten die Teilnehmenden von international anerkannten Wissenschaftler*innen aus Europa und den USA über Themen wie Eugenik, Rassismus, Orientalismus, Gypsyology sowie über Theorien zu Whiteness, Intersektionalität und queerem Feminismus. Durch die Überbrückung zeitlicher und epistemischer Lücken verfolgte die Winter School einen interdisziplinären Ansatz, der Geschichte, Soziologie, Anthropologie, Pädagogik und Kulturwissenschaften einbezog.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Untersuchung von Repräsentationen von Sinti*zze und Rom*nja wobei dominante kulturelle Narrative, die schädliche Stereotype reproduzierten, kritisch hinterfragt wurden. Dabei diente Critical Whiteness als analytische Perspektive, um zu untersuchen, wie eurozentrische Sichtweisen und nicht reflektierte Privilegien historisches Wissen, soziale Hierarchien und öffentliche Wahrnehmung prägten.
Indem die Winter School die Agency und die gelebten Erfahrungen von Sinti*zze und Rom*nja in den Mittelpunkt stellte, trug sie dazu bei, verdrängte Erinnerungen, vernachlässigte historische Ereignisse und emanzipatorische Handlungen sichtbar zu machen, die einen integralen Bestandteil des europäischen kulturellen Erbes, der Werte und des kollektiven Gedächtnisses darstellten.