Landespräventionsstrategie Schleswig-Holstein

Evaluation und wissenschaftliche Begleitung eines landesweiten Gesundheitszieleprozesses

Die Europa-Universität Flensburg begleitet und evaluiert die Landespräventionsstrategie Schleswig-Holstein im Zeitraum von 2025 bis 2028 wissenschaftlich. Im Mittelpunkt steht der landesweite Gesundheitszieleprozess, mit dem eine gemeinsame inhaltliche Orientierung für Prävention und Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein geschaffen werden soll. Ziel ist es, relevante Akteure und bestehende Strukturen stärker miteinander zu verzahnen, gesundheitliche Handlungsfelder gemeinsam zu bearbeiten und Gesundheitsziele sowie darauf aufbauende Umsetzungsempfehlungen für Schleswig-Holstein zu entwickeln.

Schlüsselbegriffe

Landespräventionsstrategie, Gesundheitsziele, Prävention, Gesundheitsförderung, Health in All Policies, Evaluation

Laufzeit

01.11.2025 bis 31.12.2028

Beschreibung

Die Landespräventionsstrategie Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, Prävention und Gesundheitsförderung im Land systematisch weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken. Bestehende Strukturen und Aktivitäten sollen stärker miteinander verzahnt, Ressourcen gebündelt und die Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen, Sozialversicherung und weiteren relevanten Akteuren weiterentwickelt werden. Prävention und Gesundheitsförderung werden dabei entlang des Lebenslaufs und in unterschiedlichen Lebenswelten betrachtet. Eine wichtige Grundlage bildet der Health-in-All-Policies-Ansatz (HiAP). Gesundheit soll als gemeinsame Verantwortung verstanden und stärker in unterschiedlichen Politik- und Handlungsfeldern berücksichtigt werden. 

Gesundheitszieleprozess

Das zentrale Element der Landespräventionsstrategie ist der landesweite Gesundheitszieleprozess. Die Gesundheitsziele sollen eine gemeinsame inhaltliche Orientierung für Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein geben.

Im Rahmen eines partizipativen Prozesses bringen unterschiedliche Akteur*innen ihre fachliche Expertise, Erfahrungen und Einschätzungen ein. Gemeinsam werden gesundheitlich relevante Themenfelder vertieft bearbeitet und Gesundheitsziele entwickelt. Der Prozess soll dazu beitragen

  • gesundheitliche Handlungsbedarfe und Schwerpunkte gemeinsam zu bestimmen,
  • unterschiedliche fachliche und institutionelle Perspektiven einzubeziehen und
  • Synergien und Kooperationsmöglichkeiten sichtbar zu machen.

Aufbauend auf den Gesundheitszielen werden Umsetzungsempfehlungen für die weitere Ausgestaltung der Landespräventionsstrategie entwickelt.

Umsetzungsforen und Entwicklung von Umsetzungsempfehlungen

Aufbauend auf den entwickelten Gesundheitszielen werden in einem weiteren Schritt Umsetzungsforen durchgeführt. In diesen Foren sollen die Gesundheitsziele weiter konkretisiert und gemeinsam mit relevanten Akteur*innen mögliche Umsetzungsschritte und Empfehlungen für die Praxis entwickelt werden.

Ziel ist es, die formulierten Gesundheitsziele in handlungsorientierte Empfehlungen zu überführen und dabei bestehende Strukturen, Zuständigkeiten, Ressourcen und Kooperationsmöglichkeiten zu berücksichtigen. Die Umsetzungsforen schaffen damit die Verbindung zwischen der strategischen Zielentwicklung und der späteren Umsetzung der Landespräventionsstrategie.

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Die Europa-Universität Flensburg begleitet den gesamten Gesundheitszieleprozess wissenschaftlich. Die wissenschaftliche Begleitung verbindet Evaluation, fachliche Einordnung und die systematische Rückmeldung von Erkenntnissen in den laufenden Prozess. Ziel ist es, den Gesundheitszieleprozess evidenzbasiert zu unterstützen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Landespräventionsstrategie bereitzustellen.

Die Evaluation ist als prozessbegleitende Evaluation angelegt. Sie dient damit nicht ausschließlich einer abschließenden Bewertung, sondern stellt bereits während des laufenden Gesundheitszieleprozesses Erkenntnisse zur Verfügung, die für dessen weitere Gestaltung genutzt werden können. Betrachtet werden sowohl die Rahmenbedingungen und Strukturen des Prozesses als auch die Gestaltung der Beteiligungsformate, die Zusammenarbeit der beteiligten Akteur*innen, die Entwicklung der Themenfelder und Gesundheitsziele sowie die im Prozess entstehenden Ergebnisse. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Fragen nach Transparenz, Beteiligung, Zusammenarbeit, Akzeptanz und Umsetzbarkeit.

Projektleitung an der EUF

Projektmitarbeitende an der EUF