Gallery-Walk: Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehre

Mittwoch, 18.11.2026, 15.15 Uhr-16.45 Uhr, TAL007

Im Gallery Walk stellen Lehrende Seminarkonzepte vor, in denen Theorie und Praxis im Lehramtsstudium konkret miteinander verzahnt werden. In einem moderierten Rundgang stellen die Lehrenden ihr Konzept jeweils in fünf bis acht Minuten vor, sodass die Teilnehmenden Ansätze aus unterschiedlichen Fächern und Studiengängen kennenlernen.

Anschließend wechselt die Veranstaltung ins Worldcafé-Format: An Tischen werden übergreifende Fragen diskutiert, die sich aus den vier Konzepten ergeben, etwa was gelungene Theorie-Praxis-Verzahnung ausmacht, welche Herausforderungen dabei auftreten und was sich auf andere Lehrveranstaltungen übertragen lässt. Der Gallery Walk bietet damit Einblick in die Lehrpraxis und lädt dazu ein, Erfahrungen und Perspektiven von Studierenden, Lehrenden und Akteur:innen der Schulpraxis miteinander ins Gespräch zu bringen.

Dr. Sascha Zielinski, EUF/Institut für Germanistik
TitelNicht die, sondern eine Praxis – Perspektiven auf den Gegenstand (des Unterrichts/des Seminars)
BeschreibungVorgestellt wird ein Seminarkonzept, in dem sich die Studierenden in einem Webexgespräch mit Praktiker*innen (in diesem Fall in der Grundschule tätigen Lehrkräften mit dem Fach Deutsch) zu dem im Seminar verhandelten Gegenstand (Apps für den Anfangsunterricht Deutsch) im Rahmen eines Beratungsgesprächs austauschen. Vordergründig beraten die Studierenden die Lehrkräfte über die Einsatzmöglichkeiten der App im Rahmen des konkreten Unterrichts. Auf einer weiteren Ebene erhalten die Studierenden während der Reflexionsgespräche im Seminar Einblicke in ganz unterschiedliche Realisationsformen der Praxis. Statt also die Praxis als Erlebnis- oder Zukunftsraum zu begreifen, und damit als Kontrastfolie zu der Theorie, manifestieren sich in diesem Seminarkonzept stärker unterschiedliche Perspektiven, aus der auf einen Gegenstand geblickt wird. Dabei gehen diese Perspektiven von einer konkreten, vor Ort erlebten, Praxis aus und nicht von einer wie auch immer verstandenen allgemeinen. In der Beratung werden die Studierenden mit dieser konkreten aber auch ihrer eigenen Perspektive konfrontiert und müssen sich dazu verhalten. Zu diskutieren ist, inwiefern dieser Ansatz für weitere Seminarkonzepte anschlussfähig ist.
Dr. Svenja Jessen, EUF/Abteilung Textil & Mode
TitelKritisch-reflexive Perspektiven auf BNE – und trotzdem Praxisbezug?
Beschreibung

Das Poster stellt ein Lehrprojekt im Modul „Sozial-ökologische Transformation der Textilindustrie“ (B.A. Textillehre) vor, das in Kooperation mit dem Projekt „Eine Welt in der Schule“ des Grundschulverbands e. V. umgesetzt wurde. In Vorlesung und Projektveranstaltung befassten sich die Studierenden mit globalen Produktions-, Konsum- und Entsorgungszusammenhängen von Wohntextilien sowie mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Kritische Perspektiven auf Ungleichheit und Zuschreibungspraktiken im Kontext der BNE wurden dabei einbezogen.

Auf dieser fachwissenschaftlichen Grundlage entwickelten die Studierenden Vermittlungselemente für eine ausleihbare Materialkiste für den schulischen Einsatz. Die Herausforderung bestand darin, wissenschaftliche Inhalte kritisch-analytisch zu erarbeiten und zugleich konkrete Bildungsangebote zu gestalten.

Das Poster zeigt das Seminarkonzept und die Materialkiste und reflektiert Potenziale, Herausforderungen sowie Vor- und Nachteile einer Verknüpfung von fachwissenschaftlicher Auseinandersetzung, kritisch-reflexiver BNE und Vermittlungspraxis innerhalb eines Semesters. Grundlage bilden auch autoethnografische Reflexionen der Studierenden.

Das Lehrprojekt wurde aus Mitteln des Lehrfonds der Fakultät II gefördert. Es steht in Bezug zum Dissertationsprojekt „Textile Bildung in Schulkulturen der Nachhaltigkeit“.

Dr. Karen Rieck, EUF/Institut für Sachunterricht
Dr. Leena Brütt, EUF/Institut für Sachunterricht
TitelForschendes Lernen in der Sachunterrichtsdidaktik: Das Konzept der Lehrveranstaltung „Sachunterricht in Theorie und Praxis“
Beschreibung

Das Poster stellt das Konzept der Lehrveranstaltung „Sachunterricht in Theorie und Praxis“ vor. Studierende arbeiten darin in Zweiergruppen an der Vorbereitung und Umsetzung eines Projekts, das Theorie und Praxis der Sachunterrichtsdidaktik miteinander verknüpft.

Zu Beginn wählen die Studierenden selbstbestimmt ein natur- oder gesellschaftswissenschaftliches Thema mit Relevanz für den Sachunterricht. Im Sinne des Forschenden Lernens führen sie eine eigene, überschaubare Erhebung zu Schülervorstellungen mit Grundschulkindern durch. Aufbauend auf dem Forschungsstand erarbeiten sie selbstständig eine wissenschaftliche Fragestellung aus der Unterrichtspraxis, wählen eine angemessene Erhebungsmethode, setzen die Studie mit einer kleinen Stichprobe um und dokumentieren und reflektieren die Ergebnisse.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse gestalten die Projektgruppen mithilfe von Versuchen und Lernaktivitäten, die Teil einer Unterrichtsreihe sein könnten, eine Lernumgebung. Diese wird im Plenum präsentiert: Die Mitstudierenden führen die Versuche und Lernaktivitäten durch, und sie werden im Hinblick auf die Verknüpfung mit Schülervorstellungen sowie weitere Prinzipien des Sachunterrichts diskutiert und reflektiert, z. B. Handlungsorientierung, Lebensweltbezug, Elementarisierung, Kinderfragen und Vielperspektivität.

Das Konzept verbindet theoretische Ansätze des Forschenden Lernens, des Conceptual Change und der Didaktischen Rekonstruktion mit konkreten Inhalten des natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Sachunterrichts zu einer praxisnahen Lernumgebung.

Dr. Kristina Clausen-Suhr, EUF/Abteilung Sonderpädagogik
TitelPraxisförderungen im Lesen, Schreiben und Mathematik 
– Seminarkonzept im MA Ed. Sonderpädagogik des Lernens
BeschreibungBeschreibung folgt

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