Projektleitung

Mitarbeitende

Projektpartner

UC Syd

Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein (LVGFSH)

RBZ Hannah-Ahrendt-Schule Flensburg (HAS)

Finanzierung

FRESH wird gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Erfahren Sie mehr über Interreg Deutschland-Danmark unter www.interreg5a.eu

FRESH - FOOD RESTORE ENVIRONMENT for SUSTAINABILITY & HEALTH

ERNÄHRUNG-BILDUNG-KLIMASCHUTZ-SOZIALES

Im Zentrum des Netzwerkprojektes steht die Entwicklung einer klimafreundlichen und gesundheitsförderlichen Ernährung im Kontext von Bildung und Ausbildung innerhalb der Grenzregion zwischen Deutschland und Dänemark. Eine besondere Berücksichtigung finden die Zielgruppen der bildungsfernen Bürger sowie lokale Schlüsselpersonen.

Laufzeit

01.04.2021 - 31.03.2022

Schlüsselbegriffe

Grenzregion, sektorübergreifendes und interdisziplinäres Netzwerkprojekt, FOOD HOUSE, deutsch-dänische Hochschulzusammenarbeit

Beschreibung

Das Netzwerkprojekt FRESH soll die Perspektive von praxisrelevanten Umsetzungsstrategien einer klimafreundlichen und gesundheitsfördernden Ernährung im Kontext von Bildung und Ausbildung innerhalb der Grenzregion entwickeln. Im Fokus steht die besondere Berücksichtigung der Erreichbarkeit bildungsferner Bürger (Jugendliche und Erwachsene) sowie lokaler Schlüsselpersonen. Das Netzwerkprojekt will ferner die innovative Konzeption eines FOOD HOUSE zur Bildung und zum Klimaschutz ermöglichen und die Entwicklung einer sektorübergreifenden und interdisziplinären Zusammenarbeit voranbringen. Im Rahmen des Projektes treten die Sektoren ERNÄHRUNG, BILDUNG, KLIMASCHUTZ und SOZIALES in eine direkte Zusammenarbeit, um neue Lösungsansätze zu entwickeln.

Durch eine deutsch-dänische Hochschulzusammenarbeit zwischen der EUF und der UC Syddanmark werden perspektivisch klimafreundliche Konzepte in Bezug zur Ernährungs- und Gesundheitsbildung, Ausbildung, Hochschulbildung sowie sozialen Arbeit entwickelt. Die Relevanz liegt vor allem in dem Fortbestehen eines Mangels an Aus- und Fortbildung für Laien, Studierende sowie Schlüsselpersonen, um den umweltbezogenen Herausforderungen zu begegnen.

Projektbeskrivelse på dansk

Netværksprojektet FRESH sigter mod at udvikle perspektivet på praksisrelevante implementeringsstrategier for klimavenlig og sundhedsfremmende ernæring i forbindelse med uddannelse og videreuddannelse inden for grænseregionen. Fokus er især på tilgængeligheden i forhold til unge og unge voksne, studerende og nøglepersoner i grænseregionen. Netværksprojektet sigter mod at muliggøre innovative koncepter for klimavenlig undervising indenfor ernæringsområdet og mod at fremme udviklingen af tværsektorielt og tværfagligt samarbejde. Følgende sektorer er involveret i grænseoverskridende samarbejde inden for projektet og udvikler nye løsninger: ERNÆRING - UDDANNELSE - KLIMABESKYTTELSE - SOCIALE ANLIGGENDER. Gennem tysk-dansk universitetssamarbejde (EUF og UC Syddanmark) udvikles klimavenlige koncepter i forhold til ernæring og sundhedsområdet, uddannelse, videregående uddannelse og socialt arbejde. Fordi der stadig er for lidt uddannelse og videreuddannelse for borgere, studerende og nøglepersoner til at imødegå de klimarelaterede udfordringer.  

Project discription in english

The network project FRESH aims to develop the perspective of practice-relevant implementation strategies of climate-friendly and health-promoting nutrition in the context of education and furyher training/education within the border region. The focus is on the special consideration of the accessibility of adolescents and young adults, students and key people within the border region. The network project aims to enable innovative concepts for climate-friendly nutrition education and to advance the development of cross-sector and interdisciplinary cooperation. The following sectors enter into a cross-border cooperation within the project and develop new solutions: NUTRITION - EDUCATION - CLIMATE PROTECTION - SOCIAL AFFAIRS. Through German-Danish university cooperation (Europe University Flensburg (EUF) and University College South Denmark (UC Syd)), climate-friendly concepts with regard to nutrition and health education, training, higher education and social work are being developed. Because there is still too little education and further training/education for laypeople/amateurs, students and key people to meet the climate-related challenges.  

Ziele

  • Entwicklung innovativer Bildungsansätze sowie Perspektiven für eine zukünftige Netzwerk- und Zusammenarbeit
  • Analyse vorhandener Bildungsansätze
  • Identifikation gemeinsamer Bedarfe und Fragestellungen des Netzwerkes
  • Entwicklung theorie- und praxisbezogener Klimakonzepte
  • Aufbau eines deutsch-dänischen, sektorübergreifenden Food-Netzwerks

Hintergrund

Unser weltweites Öko- und Klimasystem steht in wechselseitigen Beziehungen miteinander. Besonders ist der Aspekt der Biodiversität zu nennen, der einen wichtigen Faktor bezüglich der klimatischen Entwicklungen darstellt und der durch den Menschen – nicht zuletzt durch sein Ernährungs- und Konsumverhalten – beeinflussbar ist. Denn unser Ernährungssystem sowie die Bodennutzung der bestehenden Flächen tragen etwa zu einem Viertel zu den Emissionen sogenannter Treibhausgase bei und ist weltweit herausgefordert, sich nachhaltiger zu entwickeln. Deutschland und Dänemark sind in besonderem Maße in der Verantwortung, gangbare Lösungen zu konzipieren und einen nachhaltigen Transformationsprozess einzuleiten. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen und bilden für das Projekt die politischen Rahmenbedingen. Weitere Handlungsempfehlungen finden sich im aktuellen IPCC‐Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme. Diese stellen insbesondere die wechselseitigen Beziehungen zw. Klimawandel, Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft in den Mittelpunkt.  Dennoch gibt es deutliche Probleme bei der konkreten Umsetzung dieser ambitionierten Ziele. So gehen in Deutschland insgesamt über 12 Mio. Tonnen Nahrungsmittel pro Jahr verloren. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs. Zehn Mio. Tonnen Lebensmittelverluste sind bereits heute vermeidbar – etwa durch verbessertes Management entlang der Wertschöpfungskette, nachhaltigere Strategien, veränderte Konsumgewohnheiten sowie Integration des Bildungssystems. Da sich die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz für das persönliche Ess-, Trink-, Gesundheits- und Konsumverhalten aber stark verändert hat, fand in den letzten Jahren eine Verschiebung dieser Aufgaben in schulische und außerschulische Institutionen statt. Die Ernährungsbildung findet somit immer weniger im elterlichen Haushalt statt, sondern zu einem Großteil in außerhäuslichen Umgebungen. Dieser Lebensweltansatz ermöglicht formale und informelle Bildungsprozesse für Heranwachsende.