Forschung am ZeBUSS

Ziel des ZeBUSS ist es, inter- und transdisziplinäre Forschung zu Bildung, Unterricht, Schule und Sozialisation zu etablieren, zu unterstützen und zu fördern. Drei Spannungsfelder bilden die thematischen Schwerpunkte der Forschungsarbeit:

Im Zentrum steht das komplementäre Zusammenspiel von pädagogischen und sozialen Handlungen sowie subjektiver und gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit mit den Prozessen individueller und struktureller De-Institutionalisierung und der gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit mit dem Ziel der Professionalisierung. Dabei werden beispielsweise subjektive Theorien aller am Bildungsprozess Beteiligten, strukturelle und individuelle Gelingensbedingungen Inklusiver Bildung, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Fragen evidenzbasierter Praxis im Kontext von Bildung über die Lebensspanne wissenschaftlich erforscht.

Sozialisation von Subjekten vollzieht sich als dialektischer Prozess von Individuierung und Vergesellschaftung. In modernen Gesellschaften wird dieser Prozess nahezu durchgängig pädagogisch gestaltet und überformt. Am ZeBUSS wird sowohl der dialektische Prozess der Subjektivierung in seiner gesellschaftlichen Kontextualisierung als auch dessen pädagogischer Ausgestaltung in den Blick genommen. Zentrale Fragen sind beispielsweise Erziehungsprozesse in pädagogischen Institutionen, (Re)Produktion von Bildungsungleichheiten sowie pädagogisch gerahmte Positionierungsprozesse von Subjekten.

Bildungs- und Sozialisationsprozesse sind durch räumliche Bedingungen beeinflusst, die sich in der reziproken Beziehung der/s Einzelne*n zur sozialen (Um)Welt eröffnet. ‚Räume werden also als Bildungs- und Sozialisationsräume ausgestaltet. Dies erfolgt auch durch Praktiken der Materialisierung. Materialitäten (auch in Form der Erstellung haptischer Dokumente) wie auch die Konzeptualisierung von Raum (bspw. als utopischen oder heterotopen Raum), ebnen eine theoriegeleitete Beschreibung jener politischer sowie ökonomischer Steuerungsprozesse, die Bedingungen für formale, non-formale und informelle Bildung sind. Dabei geraten unterschiedliche Maßstabsebenen vom ländlichen Raum (das Dorf, die Gemeinde) bis hin zu internationalen Kontexten (die EU, die UN) in den Blick.

Daneben werden weitere Themen bearbeitet.

Forschungsprojekte am ZeBUSS

Forschungsförderung am ZeBUSS