FDM Neuigkeiten

FDM bei der 8. ZeBUSS Winter School 2026

Am 1. Tag der 8. ZeBUSS Winterschool (23.02.2026) findet der Workshop "FDM in der qualitativen Forschung" statt.

Wie bereits im Vorjahr gibt es auch in der diesjährigen 8. ZeBUSS Winter School einen Workshop zum Forschungsdatenmanagement. Christoph Leser (QualiBi - Goethe-Universität, Frankfurt) gibt Einblicke zum Forschungsdatenmanagement in der qualitativen Forschung. 

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick darüber, wie qualitative Forschungsdaten verantwortungsvoll dokumentiert, rechtlich abgesichert und für eine spätere Nachnutzung vorbereitet werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Data Sharing in der qualitativen Forschung zwischen wissenschaftlichen Anforderungen (z. B. Transparenz, Nachvollziehbarkeit, FAIR-Prinzipien) und dem Schutz von Forschungspartner*innen (z. B. Vertraulichkeit, Risiken, Vulnerabilität) umsetzen lässt.

Wir behandeln zentrale Bausteine eines guten Datenmanagements: Datendokumentation (Daten- und Prozessdokumentation, Kontextinformationen, Metadaten), datenschutzrechtliche Grundlagen (insbesondere personenbezogene Daten, Rechtsgrundlagen und Datensparsamkeit), sowie die informierte Einwilligung als Prozess im Feld – inklusive der Frage, wie Einwilligungen so gestaltet werden können, dass sie zur jeweiligen Forschungssituation passen und spätere Formen der Datenweitergabe realistisch abbilden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Strategien, um qualitative Daten sicher zugänglich zu machen: Anonymisierung und Pseudonymisierung, Grenzen der Anonymisierung sowie Möglichkeiten eines kontrollierten Zugriffsmanagements (z. B. abgestufte Zugangsmodelle, Nutzungsbedingungen, kontrollierte Bereitstellung). Dabei diskutieren wir anhand typischer Fallkonstellationen, welche Lösungen wann sinnvoll sind – und wie sich Entscheidungen gut begründen und dokumentieren lassen.

Ergänzend greifen wir auf, welche Anforderungen sich bereits bei der Beantragung von Drittmitteln ergeben: Wie lassen sich Datenmanagement, Einwilligungsprozess, Aufwände für Dokumentation/Anonymisierung sowie (geplante) Formen der Bereitstellung plausibel darstellen? Welche Informationen gehören in Datenmanagementpläne, und wie können Zuständigkeiten, Ressourcen und Risiken so beschrieben werden, dass sie zur Projektrealität passen?

Der Workshop ist interaktiv angelegt und enthält mehrere Gruppenarbeits- und Transferphasen, in denen die Teilnehmenden an eigenem Material, eigenen Projekten oder konkreten Fragestellungen arbeiten und eine Orientierung für das eigene Datenmanagement gewinnen und ggf. konkrete nächste Schritte planen können.