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Mittwoch, 18.11.2026, 15.15 Uhr-16.45 Uhr, RIG501
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Mittwoch, 18.11.2026, 15.15 Uhr-16.45 Uhr, RIG501
| Dr. Ina Biederbeck, EUF/Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Lars Hansen, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein Ulf Jesper, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein | |
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| Titel | "Schritt für Schritt zur Lehrkraft werden? Ziele und Bedeutung der einzelnen Phasen der Lehrkräftebildung" |
| Beschreibung | Viele Lehramtsstudierende stehen dem universitären Teil ihrer Ausbildung skeptisch gegenüber: Sie wünschen sich Praxis, wollen oftmals am liebsten direkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und hinterfragen, wozu der akademische Teil ihrer Ausbildung eigentlich gut sein soll. Diese Skepsis ist weit verbreitet - und sie wirft eine tiefere Frage auf: Was steckt eigentlich hinter dem mehrphasigen Aufbau der Lehrkräftebildung, und welche Erwartungen sind damit verbunden? Dieser Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde zeichnet nach, welche Ideen und Intentionen hinter der gestuften Struktur von Studium, Referendariat und berufsbegleitender Weiterbildung stehen. Dabei lohnt ein Blick in die Geschichte: Die heute vorfindliche Phasierung ist, wie Ewald Terhart zeigt, nicht das Ergebnis eines großen pädagogischen Plans, sondern das Resultat langer historischer Entwicklungsprozesse – geprägt von Statusinteressen, Abgrenzungsbedürfnissen und institutionellen Kompromissen. Wer die Phasen verstehen will, muss also auch fragen: Warum sind sie so geworden, wie sie sind? Eng damit verbunden ist eine grundlegendere Frage, die im Hintergrund der Theorie-Praxis Debatte steht: Wie verhält sich Wissen überhaupt zu Können? Sollen die Phasen Theorie und Praxis möglichst eng verzahnen – oder haben sie jeweils eine eigenständige Logik und erfüllen unterschiedliche Funktionen im Professionalisierungsprozess? Je nachdem, welches Verständnis man zugrunde legt, ergeben sich sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was das Studium leisten soll, welche Funktion das Referendariat erfüllt und wie die Phasen zueinander stehen. Diese Fragen stellen sich allen, die die Lehrkräftebildung aus unterschiedlichen Perspektiven erleben: Studierende, die ihren eigenen Ausbildungsweg verstehen und gestalten wollen; Dozierende, die zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Praxisorientierung vermitteln; Akteurinnen und Akteure der zweiten Phase, die eigene Erwartungen an gut ausgebildete Berufseinsteiger mitbringen; und nicht zuletzt bildungspolitische Perspektiven, die den Rahmen setzen, innerhalb dessen alle Beteiligten agieren. Im Anschluss soll Raum für eine offene Diskussion entstehen: Erfüllen die einzelnen Phasen die Erwartungen, für die sie gedacht waren – oder für die sie historisch gewachsen sind? Wo entstehen Spannungen zwischen formalen Zielen und gelebter Ausbildungsrealität? Und was folgt daraus für das Verhältnis von Theorie und Praxis – nicht als abstrakte Debatte, sondern ganz konkret für den eigenen Ausbildungs- und Berufsalltag? |
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