News der Transformationsstudien

Nach der Nachhaltigkeit? CfP zur DGS 2026

Eine Ad-hoc-Gruppe auf dem DGS-Kongress 2026 fragt nach Zukünften sozial-ökologischer Gerechtigkeit jenseits des Nachhaltigkeitsparadigmas.

Für den 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Zukünfte der Gesellschaft" (28. September bis 2. Oktober 2026, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) organisiert Matthias Schmelzer mit Kolleg*innen eine Ad-hoc-Gruppe mit dem Titel „Nach der Nachhaltigkeit? Zukünfte sozial-ökologischer Gerechtigkeit“. Der Call for Papers ist gerade erschienen.

Die Ausschreibung nimmt eine zentrale Gegenwartsdiagnose zum Ausgangspunkt: Das Nachhaltigkeitsnarrativ hat nach einer gesellschaftlichen Hochphase von 2015 bis 2021 deutlich an Integrationskraft verloren. Sinkende Zustimmungswerte zu Klimapolitik, nachlassendes Umweltbewusstsein und das Erstarken fossil-affiner Positionen markieren laut Call for Papers „ein nicht nur erdsystemisches, sondern auch gesellschaftliches Kippen des Klimas". Die Gruppe fragt, wie sozial-ökologische Gerechtigkeit unter diesen Bedingungen neu konzipiert, politisiert und praktisch verhandelt wird.

Erwünscht sind Beiträge zu Transformationskonflikten, Greenlash-Phänomenen, postkolonialen Konfliktlagen, neuen Verlustpraktiken sowie Praktiken und Institutionalisierungen gerechter Naturbeziehungen jenseits des Nachhaltigkeitsrahmens. Matthias Schmelzer (Europa-Universität Flensburg) gehört zum Organisationsteam der Ad-hoc-Gruppe, gemeinsam mit Maria Backhouse (Universität Augsburg), Dennis Eversberg (Goethe-Universität Frankfurt) und Bernd Sommer (Technische Universität Dortmund).

Abstracts von maximal 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) können bis zum 3. Mai 2026 eingereicht werden an: umweltsoziologie-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-frankfurt.de

Weitere Hinweise finden Sie hier.