Offizielle Pressemitteilungen der Europa-Universität Flensburg (EUF)
„Freiheit und Desinformation“
Vom 4. bis 8. Mai findet die Europawoche der Europa-Universität Flensburg (EUF) statt. In diesem Jahr steht das Thema „Freiheit und Desinformation“ im Zentrum – ein drängendes und aktuelles Thema, fordert es die Grundlagen unserer Demokratie heraus. In einer Zeit, in der digitale Technologien, künstliche Intelligenz und gezielte Informationskampagnen die öffentliche Debatte beeinflussen, wird die Balance zwischen freier Meinungsäußerung und Schutz vor Manipulation immer schwieriger. Dieses Spannungsfeld macht die Europawoche mit verschiedenen Formaten sichtbar, lädt zur kritischen Reflektion ein und sucht gemeinsam nach Lösungen.
„Die Freiheit der Meinungsäußerung ist ein Eckpfeiler unserer liberalen Gesellschaften. Doch sie steht heute unter Druck – von übermäßiger staatlicher Kontrolle ebenso wie von digitalen Algorithmen und gezielten Desinformationskampagnen“, sagt die Präsidentin der Europa-Universität, Prof. Dr. Christiane Hipp. „Mit der Europawoche wollen wir an der EUF das Spannungsfeld sichtbar machen, zur kritischen Reflexion einladen und gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen.“
European Future Talks: Lokal zu Themen der EU diskutieren
Ein zentrales Element der Europawoche sind die European Future Talks, die am Montag, 4. Mai, von 09:15 bis 12:15 Uhr im Gebäude Tallinn, Raum 007 stattfinden. Die Veranstaltung wird auf Einladung der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution organisiert und findet auf Englisch statt. Die European Future Talks beleuchten die zentrale Frage: Wie kann Europa seine Demokratie schützen, ohne dabei die Freiheit der Meinungsäußerung zu untergraben? Die Future Talks sind ein Format der Europäischen Union, bei dem dezentral Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen zu aktuellen europäischen Fragestellungen diskutieren. Zu Gast an der EUF werden u.a. Delara Burkhardt, Mitglied des Europäischen Parlaments, Franziska Leupelt, Präsidentin der IHK Flensburg, Uta Wentzel, Mitglied des Landtags und Bischöfin Nora Steen sein. Es bietet sich die Möglichkeit, direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Von KI und Mathematik bis zu Wissenschaftsexil im Nationalsozialismus und heute
Am Mittwoch, den 6. Mai, bieten gleich drei spannende Vorträge Anknüpfungspunkte an Freiheit und Desinformation: Den Auftakt machen Prof. Dr. Hinrich Lorenzen und PD Dr. Merlin Carl von Institut für Mathematik (12:15 Uhr, Gebäude Tallinn Raum 007). Sie beschäftigen sich mit der Frage, welche Zukunft die menschliche Mathematik in einer KI-geprägten Welt haben wird.
Etwas philosophischer wird es beim Vortrag „Mit Kompass, Karte und Immanuel Kant: Was heißt, sich im Denken zu orientieren?“. Angeboten wird ein Crashkurs dazu, wie kritisches Denken als Orientierung dient, in einer Welt, in der Desinformation eine große Rolle spielt. Treffpunkt am Eingang zum Gebäude Tallinn um 14 Uhr.
Dr. Stefan Wolff von Deutschen Museum ist zu Gast an der EUF. Er wirft einen Blick auf das historische Wissenschaftsexil und die Entscheidungen, die Naturwissenschaftler*innen im Nationalsozialismus zur Emigration oder dem Bleiben getroffen haben (16:15 Uhr im Gebäude Tallinn, Raum 007).
Einen aktuellen Blick auf das Wissenschaftsexil und Forschende im Wissenschaftsexil wirft die Ausstellung„Standing for Freedom – Poser pour la liberté“. Mit 15 Porträts von Wissenschaftler*innen, die aufgrund politischer Verfolgung gezwungen waren, ihr Heimatland zu verlassen, spannt die Ausstellung einen Bogen von der Geschichte des Wissenschaftsasyls bis hin zu aktuellen Formen der Unterstützung und des Widerstands.
Aus der Europa-Universität in die Stadt: Kunst im öffentlichen Raum – Vielfalt und europäische Perspektiven
Am Dienstag, 5. Mai, um 16:00 Uhr startet eine interaktive Stadtführung durch Flensburg. Mit dem Studierenden Gregor Dittmann startet die Gruppe am Museumsberg (Eingang Heinrich-Sauermann-Haus). Für 1,5 Stunden geht es dann 2,5 km durch die Stadt mit dem Thema: „Vielfalt der Kunst im öffentlichen Raum Flensburgs – lokale und europäische Dimensionen“. Gemeinsam werden Werke entdeckt, die von lokalen Künstler*innen stammen, aber auch Perspektiven aus ganz Europa und der Welt zeigen. Um Anmeldung wird gebeten.
Europawoche als Teil der europäischen Identität der Universität
Die Europawoche wurde 2014 ins Leben gerufen. An der Europa-Universität gibt es zahlreiche und vielfältige europabezogene (Forschungs-)Projekte, Kooperationen und Programme. Mit der Europawoche wird mit verschiedenen Veranstaltungen ein Fokus auf die Identität als Europa-Universität gelegt. Weitere Veranstaltungen auf dem Campus und in der Stadt sowie die Möglichkeiten zur Anmeldung für einzelne Veranstaltungen finden Interessierte auf der Seite der Europawoche