Willkommen auf den Seiten der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution
Die 2025 in Berlin und 2026 in Jerusalem ausgezeichnete European Wasatia Graduale School for Peace and Conflict Resolution zielt auf die Analyse von Konzeptionen und Bedingungen von Versöhnung in Nahost aus der Perspektive übergreifender Diskurse (Conflict Resolution, Versöhnungsforschung, Transitional Justice), unterschiedlicher Wissenschaften (u.a. Nahost und Politikwissenschaften, Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie, Literatur- und Medienwissenschaften) und unter Berücksichtigung des deutschen Kontexts (Aufarbeitung der doppelten Vergangenheit). Weitere internationale Konfliktfelder (u.a. Nordirland, Südafrika, der Balkan) sollen mit Blick auf Transfers auf den Nahost-Konflikt einbezogen werden und auf diese Weise unter den Promovierenden mutuale Lernprozesse initiieren. Die Analyse von sozialen, rechtlichen, politischen und (inter-)religiösen Bedingungen für Versöhnung wird dabei mit dem Erlernen praktischer Dialogkompetenzen (wie Holocaust-Education, Scriptural Reasoning) verbunden. So soll zur Ausbildung dialogfähigr Multiplikator*innen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen (besonders im Bezugsfeld Antisemitismus) auf akademischer wie zivilgesellschaftlicher Ebene beigetragen werden.
Aktuelles & Ankündigungen
Interdisziplinäres Kolloquium Herbstsemester 2026/27: Frieden in Zeiten der Kreigsertüchtigung?
Flensburg, 8.9.2026
Gemeinsam mit dem Seminar für Philosophie veranstaltet die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution das Interdisziplinäre Kolloquium der Europa-Universität Flensburg. Wie können wir Frieden denken und leben können in Zeiten der Kriegsertüchtigung. Mit der sogenannten „Zeitenwende" hat sich die öffentliche Debatte in westlichen Gesellschaften verschoben: von Fragen der Sicherheit angesichts kalkulierbarer Risiken hin zu Fragen des Schutzes vor als unmittelbar wahrgenommenen Gefahren. Resilienz, Abschreckung und Kriegsertüchtigung treten zunehmend an die Stelle diplomatischer Langzeitstrategien und ziviler Konfliktbearbeitung. Wir leben in einer Zeit, in der Kriege nicht nur geführt, sondern wie es scheint, mitunter perspektivlos geführt werden. Auf nationaler Ebene avanciert vielfach der Krieg zu einer annehmbaren Option der internationalen Beziehungen. „Wir müssen kriegstüchtig werden“, sagte der deutsche Verteidigungsminister vor wenigen Jahren. Damit ist nicht nur die militärische Fähigkeit der Verteidigung gemeint, sondern, wir erleben es tagtäglich, eine neue Einstellung im Denken, im Diskurs, im politischen Handeln. – Den Auftakt macht Pumla Gobodo-Madikizela von Universität Stellenbosch, ehemaliges Kommissionsmitglied der unter Nelson Mandela eingesetzten Wahrheits- und Versöhnungskommission. Herzliche Einladung!