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Zeugnis ablegen in Zeiten von Polarisierung

Podiumsdiskussion eröffnet Blick auf das Gespräch über Konflikte, Leid, Krieg und Frieden

Organisiert von der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution diskutierten gestern Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Südafrika und Israel dazu, wie in Zeiten gesellschaftlicher Polarisation ein Gespräch zu ermöglichen, das beide Seiten eines Konflikts im Blick behält. Zeugnis ablegen in Zeiten von Leid, Krieg und Konflikten ist eine herausfordernde Aufgabe. Vor rund 70 Teilnehmenden stellte sich die internationalen Gäste der Frage, wie es gelingen kann über Krieg, Leid und Konflikt so zu sprechen, dass Raum für beide Seiten und der Ausblick auf Versöhnungsmöglichkeiten und Frieden gegeben wird.

Prof. Dr. Pumla Gobodo-Madikizela, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Prof. Dr. Benjamin Gidron boten Einblicke aus ihren verschiedenen Arbeitsbereichen. Sie zeigten die unterschiedlichen ethischen, psychologischen, politischen und theologischen Dimensionen des Zeugnisablegens im Angesicht von Leid, Krieg und Konflikt.

Dass es gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung wichtig ist, einen Raum zu schaffen in dem das gegenseitige Anhören, das Wahrnehmen des Gegenübers als Mensch, als Person möglich wird, das betonten alle drei Diskutierenden. Hier kann das Zeugnisablegen eine wichtige Rolle spielen, um auch die Wahrnehmung des Leids auf beiden Seiten eines Konflikts zu ermöglichen. Einblicke in die unterschiedlichen Kontexte der drei Gäste ermöglichten auch ein Verständnis darüber, wie Erinnerung, Traumabewältigung und Dialog bei einem Brückenbau zwischen unterschiedlichen Seiten helfen können.

Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Ralf Wüstenberg, nachdem die Veranstaltung von Dr. Zeina Barakat und Dekan Prof. Dr. Florian Bruckmann eröffnet wurde und die internationalen Gäste von Uni-Präsidentin Prof. Dr. Hipp begrüßt wurden. Sie betonten, welche wichtige Rolle die Veranstaltung für die Friedensforschung und die demokratische Kultur an der Universität spielt.

Über die European Wasatia Graduate School

An der interdisziplinären, transnationalen und multireligiösen European Wasatia Graduate School arbeiten derzeit 27 Promotionsstudierende aus 12 Nationen. Das dreijährige Promotionsprogramm bietet den Doktorand*innen intensive Auseinandersetzungen mit den Themen Wahrheit, Recht und Versöhnung. Ziel ist es auf einer akademischen Basis Raum für Verständigung und Dialog zu schaffen.

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