Willkommen auf den Seiten der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution
Die 2025 in Berlin und 2026 in Jerusalem ausgezeichnete European Wasatia Graduale School for Peace and Conflict Resolution zielt auf die Analyse von Konzeptionen und Bedingungen von Versöhnung in Nahost aus der Perspektive übergreifender Diskurse (Conflict Resolution, Versöhnungsforschung, Transitional Justice), unterschiedlicher Wissenschaften (u.a. Nahost und Politikwissenschaften, Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie, Literatur- und Medienwissenschaften) und unter Berücksichtigung des deutschen Kontexts (Aufarbeitung der doppelten Vergangenheit). Weitere internationale Konfliktfelder (u.a. Nordirland, Südafrika, der Balkan) sollen mit Blick auf Transfers auf den Nahost-Konflikt einbezogen werden und auf diese Weise unter den Promovierenden mutuale Lernprozesse initiieren. Die Analyse von sozialen, rechtlichen, politischen und (inter-)religiösen Bedingungen für Versöhnung wird dabei mit dem Erlernen praktischer Dialogkompetenzen (wie Holocaust-Education, Scriptural Reasoning) verbunden. So soll zur Ausbildung dialogfähigr Multiplikator*innen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen (besonders im Bezugsfeld Antisemitismus) auf akademischer wie zivilgesellschaftlicher Ebene beigetragen werden.
Aktuelles & Ankündigungen
EUF-Pressemeldung vom 1. Oktober 2026
Memorandum of Understanding zwischen European Wasatia Graduate School of Peace and Conflict Resolution der Europa-Universität Flensburg (EUF) und EPOKA University unterzeichnet
Prof. Dr. Ralf Wüstenberg, Leiter der European Wasatia Graduate School of Peace and Conflict Resolution, begrüßte die Delegation von der albanischen EPOKA University zur feierlichen Unterzeichnung des gemeinsamen Memorandum of Understanding. (weiterlesen)
Political Reconciliation and Interreligious Encounter: Joint Conference Held at Cambridge University
14–18 September 2026 | St Edmund’s College, University of Cambridge
European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution and the Von Hügel Institute for Critical Catholic Inquiry (VHI) at St Edmund’s College, University of Cambridge, brought together academics and doctoral researchers for a joint conference on “Political Reconciliation and Interreligious Encounter.”
Held at St Edmund’s College, the five-day programme provided a space for interdisciplinary academic exchange on reconciliation, interreligious dialogue, human dignity, religious traditions, and the challenges of building relationships across political, religious, historical divisions, and also explored avenues to strengthen institutional collaborations between Cambridge and Flensburg, including business meetings involving Prof. Florian Bruckmann, Dean of Faculty III, EUF and Dr. Vittorio Montemaggi, Director VHI, St. Edmund’s College, and also Dr. Cynthia Lumley, Principal of Westfield House, Cambridge. (read more)
Interdisziplinäres Kolloquium Herbstsemester 2026/27: Frieden in Zeiten der Kreigsertüchtigung?
Flensburg, 8.9.2026
Gemeinsam mit dem Seminar für Philosophie veranstaltet die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution das Interdisziplinäre Kolloquium der Europa-Universität Flensburg. Wie können wir Frieden denken und leben können in Zeiten der Kriegsertüchtigung. Mit der sogenannten „Zeitenwende" hat sich die öffentliche Debatte in westlichen Gesellschaften verschoben: von Fragen der Sicherheit angesichts kalkulierbarer Risiken hin zu Fragen des Schutzes vor als unmittelbar wahrgenommenen Gefahren. Resilienz, Abschreckung und Kriegsertüchtigung treten zunehmend an die Stelle diplomatischer Langzeitstrategien und ziviler Konfliktbearbeitung. Wir leben in einer Zeit, in der Kriege nicht nur geführt, sondern wie es scheint, mitunter perspektivlos geführt werden. Auf nationaler Ebene avanciert vielfach der Krieg zu einer annehmbaren Option der internationalen Beziehungen. „Wir müssen kriegstüchtig werden“, sagte der deutsche Verteidigungsminister vor wenigen Jahren. Damit ist nicht nur die militärische Fähigkeit der Verteidigung gemeint, sondern, wir erleben es tagtäglich, eine neue Einstellung im Denken, im Diskurs, im politischen Handeln. – Den Auftakt macht Pumla Gobodo-Madikizela von Universität Stellenbosch, ehemaliges Kommissionsmitglied der unter Nelson Mandela eingesetzten Wahrheits- und Versöhnungskommission. Herzliche Einladung!