Forschendes Lernen: Praxis & Projekte

Ästhetik & Gestaltung

Ästhetik & Gestaltung

Im Bachelorstudium entwickeln Sie ein eigenständiges ästhetisches Projekt und durchlaufen dabei einen vollständigen Gestaltungsprozess – von 

  • der ersten Idee
  • über Konzeption,
  • Erprobung und
  • Umsetzung
  • bis hin zur Präsentation und
  • Reflexion der Ergebnisse. 

Ausgangspunkt sind individuelle Interessen, Beobachtungen oder Fragestellungen, die in eine gestalterische Auseinandersetzung mit Textilien, Kleidung, Mode oder materieller Kultur überführt werden. Das Projekt mündet je nach Projektgruppe in gemeinsamen Ausstellungen oder Veranstaltungen.

Das Modul bietet Raum für experimentelles Arbeiten mit Materialien, Techniken und Medien sowie für die Entwicklung einer eigenen ästhetischen Position. Im Zentrum stehen die Verbindung von praktischer Gestaltung und reflektierender Auseinandersetzung, die Dokumentation von Arbeitsprozessen sowie die Fähigkeit, gestalterische Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Durch die Präsentation und Diskussion der Projekte werden die individuellen Arbeitsprozesse in einen fachlichen Austausch eingebunden und als Teil ästhetischer Erkenntnis- und Bildungsprozesse reflektiert.

Vermitteln & Erproben

Vermitteln & Erproben

Im Studium sind die Entwicklung, Durchführung und Reflexion eigener Vermittlungsprojekte zentral. Aufbauend auf fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und ästhetischen Grundlagen setzen Sie sich mit der Frage auseinander, wie Themen aus den Bereichen Textilien, Kleidung, Mode und materielle Kultur für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich gemacht werden können.

Die Projekte können in unterschiedlichen Bildungs- und Vermittlungskontexten realisiert werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • schulische Lernsettings,
  • Workshops im ColourLab,
  • Angebote für Kitas und Schulen,
  • Projekte in Kooperation mit Museen und Kulturinstitutionen,
  • Bildungsangebote im Bereich Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) oder
  • Formate für außerschulische Lernorte oder sozialpädagogische Einrichtungen. 

Im Zentrum steht die Verbindung von praktischer Umsetzung und reflexiver Auseinandersetzung mit Bildungsprozessen. Sie lernen im Bachelorstudium, erste eigene Vermittlungsangebote zielgruppenorientiert zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie Ihre Erfahrungen im Hinblick auf didaktische, ästhetische und gesellschaftliche Fragestellungen zu reflektieren, sodass sie im Master hierauf aufbauen können.

Transformation & Nachhaltigkeit

Transformation & Nachhaltigkeit

In Form eines Projektmoduls im B.A. setzen Sie sich mit den ökologischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen gegenwärtiger Textil- und Konsumkulturen auseinander. Im Mittelpunkt stehen Fragen nachhaltiger Entwicklung, der Dekolonialisierung und der gesellschaftliche Wunsch nach einer sozial-ökologischen Transformation sowie die Rolle von Textilien, Kleidung und Mode in globalen Produktions-, Nutzungs- und Entsorgungszusammenhängen.

Aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven werden Themen untersucht wie: 

  • Ressourcenverbrauch, Rohstoffe und globale Lieferketten,
  • soziale Gerechtigkeit, postkoloniale Strukturen und Machtverhältnisse,
  • Fashion zwischen “fast” und “slow” verbunden mit einem Kreislaufgedanken,
  • und Reparatur- und Wiederverwendungspraktiken sowie
  • alternative Formen des Produzierens und Konsumierens.

Dabei wird Nachhaltigkeit nicht nur als sozial-ökologische Herausforderung verstanden, sondern auch als gesellschaftlicher, kultureller und bildungsbezogener Aushandlungsprozess.

Vorlesungen und studentische Projekte verbinden theoretische Auseinandersetzungen mit praxisnahen und forschenden Zugängen. Das Projekt fördert die Fähigkeit, komplexe, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu analysieren und eigene Positionen zu Fragen der Zukunftsgestaltung zu entwickeln. 

Exkursionen

Mehrtägige regionale und internationale Exkursionen

Mehrtägige Exkursionen ergänzen das Studium um intensive Erfahrungen außerhalb der Universität und schaffen Räume für gemeinsames Lernen, Forschen und Entdecken.

Die Exkursionen führen Sie zu 

  • internationalen Museen,
  • Ausstellungen,
  • Kulturinstitutionen,
  • Hochschulen,
  • Archiven und weiteren Orten, 

an denen Fragen von Kleidung, Textilien, Mode und Nachhaltigkeit verhandelt werden. 

Zu den bisherigen Zielen gehörten beispielsweise Berlin mit seinen vielfältigen Museen und Sammlungen, internationale Exkursionen nach Kopenhagen, Paris sowie Amsterdam oder auch in Kultureinrichtungen in Schleswig-Holstein. Die Ziele variieren je nach aktuellem Lehr- und Forschungsschwerpunkt und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf Textilien, Mode, materielle Kultur und gesellschaftlichen Wandel.