Neue vergleichende Studie zur intergenerationalen Bildungsmobilität erschienen in Sociology of Education
Ausgehend von der Beobachtung des Nobelpreisträgers James Heckman und Rasmus Landersø, dass sich intergenerationale Bildungschancen nicht zwischen den USA und den skandinavischen Ländern unterschieden, untersuchen wir in diesem Beitrag intergenerationale Bildungsmobilität in Dänemark, Norwegen, Schweden und den Vereinigten Staaten für Geburtsjahrgänge von 1958 bis 1987. Grundlage sind die jeweils besten verfügbaren Datensätze - administrative Registerdaten für Skandinavien und mehrere große Umfragen für die USA - sowie methodisch vergleichbare Operationalisierungen. Die Ergebnisse zeigen konsistent, dass die Ungleichheit in der intergenerationalen Bildungsmobilität in Skandinavien etwa 20-30 % geringer ist als in den Vereinigten Staaten. Eine umfassende Multiverse-Analyse, die zahlreiche alternative Modellspezifikationen systematisch prüft, bestätigt die Robustheit dieser Befunde. Der Artikel liefert damit neue empirische Evidenz für Unterschiede in den Chancenstrukturen verschiedener Wohlfahrtsstaaten.