Ausstellung Standing for Freedom - Poser pour la liberté
Was bedeutet es, als Wissenschaftler*in das eigene Land verlassen zu müssen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und das Wissenschaftsexil in Europa? Dies sind Themen der Ausstellung „Standing for Freedom - Poser pour la liberté“, in deren Mittelpunkt Forschende im Exil und das Thema des Wissenschaftsexils stehen. Zu sehen ist die Ausstellung vom 22. April bis zum 8. Mai an der Europa-Universität Flensburg (Gebäude HEL, EG Flur). Dem EUF-Zentrum CaNoFF (Campus Nord für Frankreich und Frankofonie) ist es mit finanzieller Unterstützung des Institut français d’Allemagne (Berlin) gelungen, diese wichtige Ausstellung nun auch in Flensburg zeigen zu können.
Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am 22. April um 12:00 Uhr (Gebäude HEL, EG Flur) in Anwesenheit des Fotografen und Co-Kurators Pierre-Jérôme Adjedj, der eine Einführung in das Thema und die ästhetische Gestaltung der Ausstellung geben wird, und von Véronique Charléty, Attachée für Hochschulkooperation der französischen Botschaft in Berlin.
Außerdem soll begleitend zur Ausstellung im Rahmen der Europawoche am 6. Mai ein Vortrag mit Gespräch zum Thema Wissenschaftsexil stattfinden, angefragt ist Prof.in Pascale Laborier (Co-Kuratorin der Ausstellung, Politikwissenschaftlerin und Expertin für Wissenschaftsexil und Migration, Universität Paris Nanterre).
Im Mittelpunkt der englisch- und französischsprachigen Ausstellung stehen fünfzehn Porträts von Wissenschaftler*innen, die ins Exil gezwungen wurden. Der thematische Bogen der Ausstellung ist weit gespannt, er reicht von der Geschichte des Wissenschaftsasyls über Forschende in Lebensgefahr, Wissenschaft im Exil bis hin zu aktiven Formen der Solidarität.
Die Ausstellung ist an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und Kunst entstanden: Ausgangspunkt war das Forschungs- und Kreativprojekt Blick auf das erzwungene wissenschaftliche Exil von gestern und heute (RESTRICA), das von Pascale Laborier, Professorin an der Universität Paris-Nanterre und am Institut für Sozialwissenschaften der Politik (ISP), und dem Fotografen Pierre-Jérôme Adjedj entwickelt wurde.
In Zusammenarbeit mit dem PAUSE-Programm (Programme national d’accueil en urgence des scientifiques en exil) und der Open Society Foundation wurden 55 Porträts von exilierten Akademikern und ihren Gastgebern erstellt. Die Ausstellung zeigt 15 dieser Porträts.
Seit ihrer Entstehung im März 2021 in der Cité du Design in Saint-Étienne wurde die Ausstellung 27 Mal in Frankreich, Deutschland, Belgien, Uruguay und den USA gezeigt (weitere Informationen finden Sie auf der Website www.standingforfreedom.eu).