News des NEC

Jenseits der Exponentialkurve

Matthias Schmelzer rezensiert Deutschmann’s Buch Die Exponentialgesellschaft

Mit "Die Exponentialgesellschaft" legt Emanuel Deutschmann, Soziologe an der Europa-Universität Flensburg, eine der derzeit interessantesten soziologischen Zeitdiagnosen der spätmodernen Wachstumsgesellschaft vor. In einer aktuellen Rezension, die als Teil eines Symposiums in Soziologie und Nachhaltigkeit erscheint, diskutiert Schmelzer das Buch, neben Rezensionen von Katharina Hoppe und Bernd Sommer.

"Das Buch ist analytisch klarsichtig, empirisch beeindruckend dicht und zugleich begrifflich ambitioniert. Deutschmann entwickelt darin die These, dass zentrale gesellschaftliche Entwicklungen des 21. Jahrhunderts – von Wirtschaft und Mobilität über Digitalisierung, Demografie und Pandemie bis hin zur ökologischen Krise – durch exponentielle Wachstumsdynamiken geprägt sind, die sich wechselseitig verstärken und die Gesellschaft insgesamt an ihre Grenzen führen.“

Die hohe Abstraktion und die Konzentration auf Wachstumsformen, so die Argumentation der Besprechung, machen die analytische Besonderheit der Argumentation aus, werfen  aber auch Fragen nach der empirischen Reichweite, den historischen Voraussetzungen und den politischen Implikationen auf.

Schmelzer, M. (2026). Jenseits der Exponentialkurve: Stabilisierung auf nicht-nachhaltigem Niveau. Soziologie und Nachhaltigkeit, 12(3), 76–81.

Hier erhältlich.