Nachlese zum 1. ResonanzRaum

Der erste ResonanzRaum des i2L zur Frage "Was macht einen guten Start und Spaß am Studium aus?" deckte spannende Gemeinsamkeiten bei der Wahrnehmung des Studienstarts auf.

Zwei Stunden Austausch zu einem Thema. Mit konkreten Erfahrungen und einem gemeinsamen Ziel. Unter der konkreten Fragestellung „Was macht einen guten Start und Spaß am Studium aus?“ kamen beim ersten ResonanzRaum des Innovation Learning Lab (i2L) Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Universität aus den verschiedensten Bereichen zusammen.

Einige kamen aus Neugier, manche wollten die Chance nutzen, sich mit weiteren Personen über Erfahrungen auszutauschen und wieder andere suchten Verbindung, um über den üblichen Tätigkeitsbereich hinweg zu konkreten Problemen neue Lösungsideen zu generieren.

Genau dafür ist der ResonanzRaum gedacht. Eine zentrale Idee hinter dem offenen Dialogformat ist es, das Engagement und die Perspektiven der Teilnehmenden wertzuschätzen, ernst zu nehmen und gemeinsam mit ihnen zum jeweiligen Thema weiterzudenken. Der erste Schritt ist getan: Der ResonanzRaum soll zu einem Angelpunkt werden, an dem alle Mitglieder der Universität Themen und Erfahrungen diskutieren, gegenseitiges Verständnis fördern und mögliche Handlungsansätze erörtern können, die uns alle betreffen.

Ausgehend von der für diesen Termin gewählten Frage tauschten sich die Teilnehmenden zunächst über ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen aus und reflektierten diese, um sie anschließend systematisch zu clustern. Dabei kamen verschiedene Schlüsselthemen und Erkenntnisse zum Vorschein. Inmitten des Spannungsfelds zwischen dem Bedürfnis nach Orientierung, Verbundenheit und Freude am Studium einerseits und den wahrgenommenen Herausforderungen andererseits hob die Diskussion die Bedeutung klarer Kommunikationskanäle und transparenter Zuständigkeiten hervor. Ebenso wurden die Notwendigkeit sowohl strukturierter als auch informeller Formate für sozialen Austausch und Begegnung sowie der Wunsch nach einem vielfältigen Wahlangebot bei der Seminaranmeldung und zur ansprechenden Gestaltung von Lehrveranstaltungen deutlich. Auch Momente der Unsicherheit und Überforderung wurden geteilt. Besonders bemerkenswert war die Beobachtung, dass die verschiedenen Personengruppen an der Universität weitgehend zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangten.

Im nächsten Schritt teilten sich die Teilnehmenden in zwei Gruppen auf, um die miteinander im Plenum in Zusammenhang gebrachten Bereiche, „Orientierung und Hürden“ sowie „Freude am Studium und Verbundenheit“ aus unterschiedlichen Perspektiven zu vertiefen. Formulierte Probleme, Themen und Bedürfnisse wurden dabei genauer in den Blick genommen, um zu ermitteln, welche Angebote hier bereits helfen oder wo noch Handlungsspielräume bestehen. Darauf aufbauend wurde über erste mögliche Schritte zur weiteren Verbesserung des Studienbeginns nachgedacht.

Zu den konkret diskutierten Themen gehörten: Klare Informationskanäle, Sichtbarkeit von Ansprechpartnern, niedrigschwellige Socializing-Veranstaltungen, die Bedeutung von Studierendenvertretungen und Peer-Support-Programmen beim Ankommen an der Universität, motivierende Lehr- und Lernumgebungen sowie wahrgenommene Herausforderungen hinsichtlich Fristen, Regeln und der schieren Informationsflut zu Studienbeginn.

Ziel der Diskussion war dabei nicht, direkte Lösungen eines Themas, sondern klare Richtungsweiser und Ansatzpunkte für das weitere Vorgehen herauszuarbeiten. Unter anderem äußerten die Teilnehmenden den Wunsch nach gut sichtbaren und leicht zu erfassenden Übersichten von Informations- und Orientierungsangeboten, nach geselligen Veranstaltungen, die Fach- und Fachbereichsgrenzen überschreiten, nach motivierenden Lehr- und Lernumgebungen sowie nach mehr Rahmenangeboten, in denen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gemeinsam über die akademischen Rahmenbedingungen, Motivation und Zugehörigkeitsgefühl diskutieren können.

Das Fazit einer Teilnehmerin: „Ich habe mich mit meinen Themen und Wahrnehmungen sehr gut aufgenommen gefühlt.“ unterstreicht den Erfolg des Austauschformates. Das i2L wird die gemeinsam erarbeiteten Impulse nun aufgreifen und schauen, was zusammen mit den verschiedenen Akteuren der Universität angegangen oder in zukünftigen ResonanzRäumen handlungsorientiert vertieft werden kann.

Der ResonanzRaum lebt von den Perspektiven und Beiträgen der Teilnehmenden. Alle, die ihre eigenen Erfahrungen, Fragen oder Ideen teilen möchten, sind herzlich eingeladen, bei nächsten ResonanzRaum ihre Gedanken einzubringen und mitzugestalten!