i2L – Was macht das Innovation Learning Lab aus?
Projektziele des i2L
Projektziele des i2L
Das Innovation Learning Lab (i2L) begleitet und unterstützt Lehrende, Studierende und Mitarbeitende der EUF dabei, neue Lehr- und Lerninnovationen für Studium und Lehre zu entwickeln, zu erproben und weiterzuführen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Herausforderungen aus dem Hochschulalltag und die gemeinsame Arbeit an tragfähigen Lösungen.
Innerhalb des i2L arbeiten wir daran, verschiedene Bereiche und Anforderungen zusammenzubringen:
- Wir bieten wissenschaftliche Fundierung, hochschuldidaktische Konzeption und methodische Begleitung der Learning Communities.
- Wir begleiten Prozesse der Nachhaltigkeit, der formalen Verankerung und des Transfers in bestehende Strukturen der Hochschule.
- Wir gestalten die sozialen, räumlichen, digitalen und organisatorischen Rahmenbedingungen mit, unter denen Lehrinnovationen entwickelt und erprobt werden können.
Mit unseren Inputs können wir als Schnittstellen zwischen Projektideen und Hochschulrealität fungieren. Wir bringen Projektanliegen mit den zuständigen Organisationseinheiten, vorhandenen Expertisen und relevanten Entscheidungsstrukturen zusammen und unterstützen damit Innovationen.
Das i2L bietet einen verlässlichen Rahmen, in dem Lehrinnovationen gemeinsam geplant, erprobt, reflektiert und – wo sinnvoll – dauerhaft verankert werden können. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, Lehre nachhaltig weiterzuentwickeln und gute Praxis sichtbar und nutzbar zu machen.
Was sind eufLCs?
Was sind eufLCs?
Angelehnt an die Methode der Faculty Learning Communities (FLC) entstehen uni-weite euf Learning Communities (eufLCs). eufLCs sind feste Arbeitsgruppen, die interdisziplinär und statusgruppenübergreifend zusammengesetzt sind. Sie werden vom i2L-Team moderiert und unterstützt.
Als jeweils einjährige, strukturierte Projekte bieten sie einen agilen Experimentierraum für spezifische Herausforderungen in Studium und Lehre, entwickeln und erproben systematisch innovative Lösungen. Das i2L stellt den eufLCs methodisch-didaktisch und technisch geschultes Personal als kontinuierliche Begleitung zur Seite und fungiert als Schnittstelle zu den universitären Einheiten, die Innovationsprozesse gezielt unterstützen bzw. bewerkstelligen können. Dies gewährleistet, dass die Innovationen nicht zu einem späteren Zeitpunkt an rechtlichen oder technischen Rahmenbedingungen scheitern.
Das Phasenmodell
Jede eufLC startet damit, dass sich die Gruppe das erste Mal zusammensetzt. Die Mitglieder lernen sich und ihre unterschiedlichen Sichtweisen kennen und klären ihre Rollen, z.B. das Einbringen einer studentischen Perspektive.
In Phase 1 analysiert die Learning Community das Problem, mit dem sie sich beschäftigt. Sie tauschen Erfahrungen aus, recherchieren Best Practice Strategien aus anderen Kontexten oder von anderen Akteuren, und definieren schließlich ein Vorgehen sowie ein Ziel. Dabei können auch EUF-interne oder externe Experten eingeladen werden, um das Problem bestmöglich zu bearbeiten.
Die darauffolgende Phase 2 beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lösungen. Die eufLC einigt sich auf konkrete Inhalte und deren Umsetzung, definiert Meilensteine und entwirft einen Plan, wie sie weiter vorgehen möchten.
In der Phase 3 geht es an die Umsetzung. Je nach Problemstellung, mit der sich die Gruppe beschäftigt, wird ein Prototyp oder erstes Design entworfen, mit Zielgruppen getestet und weiter adaptiert, sodass schließlich ein Produkt oder Format fertiggestellt oder ein Prozess finalisiert wird.
Als letzter Schritt schließt sich nun noch Phase 4, das Etablieren der entwickelten Lösung, an. Das i2L-Team sorgt zusammen mit der Gruppe dafür, dass die Ergebnisse in nachhaltige Strukturen der EUF überführt werden, beispielsweise in die Prüfungsordnung, und somit langfristig zur Innovation der EUF beitragen. Zum Abschluss des eufLC-Zyklus stellen die Mitglieder ihre Arbeit und ihre Lösungen auf dem i2L-Symposium vor und tauschen sich dabei mit der Universitätsöffentlichkeit, aber auch mit externen Experten, dazu aus.
Die wichtigsten Merkmale unserer eufLCs
- Ko-konstruktiv und statusübergreifend
Lehrende, Studierende und Mitarbeitende der EUF arbeiten gemeinsam auf Augenhöhe. - Problembasiert und praxisnah
Ausgangspunkt sind reale Fragestellungen und konkrete Herausforderungen aus dem Studien- und Lehralltag der EUF. - Interdisziplinär angelegt
Die Projektteams setzen sich aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Statusgruppen zusammen und ermöglichen vielfältige Perspektiven. - Gezielte Entlastung und verlässlicher Rahmen
Die Mitarbeit in eufLCs wird durch definierte Zeitrahmen, klare Prozesse und Entlastungsangebote abgesichert. - Erproben, reflektieren, weiterentwickeln
Neue Konzepte werden in der Lehre getestet und anhand klarer Kriterien gemeinsam ausgewertet. - Nachhaltig gedacht
Erfolgreiche Ansätze werden dokumentiert, als gute Praxis geteilt und – wo sinnvoll – strukturell in Studium und Lehre verankert.
Was habe ich davon – Lehrende
Ich lehre an der EUF – was habe ich vom i2L?
Mit den eufLCs bietet das i2L euch einen geschützten Experimentierraum, in dem ihr gemeinsam mit Kolleg*innen und Studierenden neue Lehrideen entwickeln, ein ganzes Jahr lang erproben und mit wissenschaftlicher Begleitung evaluieren können.
Ihr erhaltet methodisch-didaktisches Coaching, technische Unterstützung sowie Entlastungs- und Förderressourcen. So könnt ihr Methoden und Verfahren erproben, deren Umsetzung bislang nicht möglich war. Ergebnisse, Materialien und Good-Practice-Beispiele werden im i2L-Repositorium dauerhaft sichtbar – das steigert eure Reichweite und Anerkennung innerhalb und außerhalb der EUF.
Daneben könnt ihr durch Open-Space-Dialoge, das jährliche Symposium und das Community-Netzwerk zusätzliche Impulse gewinnen, sowie Feedback und wertvolle Kontakte für eure weitere Lehrentwicklung bekommen.
Was habe ich davon – Studierende
Ich studiere an der EUF – was habe ich vom i2L?
Für Studierende bedeutet das i2L vor allem Räume zur Mitgestaltung – ob als Mitglied eines eufLC-Teams, im Steering Board oder auf dem Symposium. Eure Perspektiven fließen direkt in die Weiterentwicklung von Studium und Lehre ein.
Das fördert spannende und partizipative Lehrveranstaltungen: innovative Methoden, digitale Tools und praxisnahe Settings werden zunächst in euf-weiten Learning Communitys (eufLC) ausprobiert und können anschließend im Erfolgsfall breit ausgerollt werden.
Im Rahmen der eufLCs fördern wir eure Mitarbeit an lehrbezogenen Materialien. Über das i2L-Repository können auch Nichtbeteiligte am Ende darauf zugreifen und von diesen im eigenen Studium profitieren. Zudem bleibt ihr mit dem i2Log stets über die i2L-Projekte, Lehrinnovationen sowie hilfreiche Workshop- und Austauschangebote auf dem Laufenden.