Offizielle Pressemitteilungen der Europa-Universität Flensburg (EUF)

Ehrendoktorwürde für Anke Spoorendonk

Wegen ihres großen Einsatzes für die deutsch-dänische Grenzregion und die Förderung des Europa-Gedankens durch ihre Arbeit für die nationalen Minderheiten in Schleswig-Holstein wurde Anke Spoorendonk an der Europa-Universität Flensburg (EUF) die Ehrendoktorwürde verliehen.

Als Landesministerin für Justiz, Kultur und Europa lagen Anke Spoorendonks Schwerpunkte auf der deutsch-dänischen, skandinavischen und europäischen Zusammenarbeit sowie Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur. Im Rahmen ihrer Zeit als Landespolitikerin hat sie sich intensiv für die Europa-Universität und ihre inhaltliche Ausrichtung eingesetzt. Ihren Schwerpunkt insbesondere im Bereich der Forschung zu Regional- und Minderheitenfragen, sowie die Weiterentwicklung in den Bereichen Friesisch und Dänisch hat sie mitgeprägt. Dieses Engagement wurde nun durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät II der EUF gewürdigt . 

„Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Anke Spoorendonk würdigen wir eine herausragende Persönlichkeit, die sich mit unermüdlichem Engagement und großer Leidenschaft für die Minderheiten auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze eingesetzt hat. Anke Spoorendonk verkörpert in besonderer Weise, wofür auch unsere Universität steht: gelebte europäische Verständigung, gesellschaftliche Verantwortung und einen lebendigen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Genau dieser Transfer ist ein zentraler Bestandteil unseres universitären Leitbildes“, freut sich Prof. Dr. Christiane Hipp anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde.

Große Unterstützung für Regional- und Minderheitenforschung

„Im Rahmen ihrer Arbeit in der Landespolitik setzte Anke Spoorendonk sich unermüdlich und erfolgreich für die autochthonen Minderheiten ein, was auch mittelbar dazu führte, dass es an der EUF klar artikulierte Schwerpunkte hierzu gibt, die sich etwa in der Einrichtung einer Professur für Friesisch und Minderheitenforschung und in der Erweiterung der Lehrkräftebildung im Fach Dänisch zeigen.“, erklärt Prof. Dr. Karsten Mackensen, Dekan der Fakultät II der EUF.

Anke Spoorendonk setzte sich in der Vergangenheit intensiv für die gemeinsame deutsch-dänische Erinnerungsarbeit im Grenzraum ein, unter anderem als Historikerin mit herausragender Leistung in der Erinnerung an den Harrisleer Grenzbahnhof. 

Für ihr intensives gesellschaftliches Engagement für die deutsch-dänische Zusammenarbeit sowie für den Schutz der Minderheiten mit einem klaren europäischen Fokus verleiht die Fakultät II der Europa-Universität Anke Spoorendonk nun die Ehrendoktorwürde.

 „Hochschulen sind von existentieller Bedeutung für Minderheiten. Für Minderheiten ohne Mutterland, wie die Friesen, kann nur so die fachlich qualifizierte Weitergabe der Sprache an die jungen Generationen gesichert werden. Für ein Grenzland wie unseres ist die Kenntnis der Nachbarsprache zudem unverzichtbar, wenn das friedliche Zusammenleben, die kulturelle Gemeinschaft und das wirtschaftliche Wachstum gesichert werden soll. Auch hier hat die EUF mit den grenzüberschreitenden Studiengängen Pionierarbeit geleistet. Es erfüllt mich mit Freude, dass die Universität mich heute auf diese Weise ehrt.“, erklärt Anke Spoorendonk. 

Hintergrund zur Ehrenpromotion

Der Titel Dr. phil. honoris causa (Dr.h.c.) wird erstmalig von der Europa-Universität Flensburg vergeben. An der Fakultät II werden damit Personen für ihre hervorragenden wissenschaftlichen, künstlerischen oder gesellschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Verliehen wird die Ehrenpromotion an Persönlichkeiten, die sich durch Engagement und gesellschaftliches Wirken besonders auszeichnen. Es handelt sich um einen Ehrentitel, der offiziell als akademischer Grad geführt werden darf.

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