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Zwischen den Sprachen – über die Kunst der literarischen Übersetzung

Autorin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Ilma Rakusa zu Gast an der Europa-Universität Flensburg (EUF)

Bereits zum vierten Mal lädt die EUF mit Ilma Rakusa eine renommierte Literaturwissenschaftlerin als Gastdozentin im Bereich Literaturübersetzung ein. Nach Angelica Ammar (2024), Patricia Klobusiczky (2023) und Matthias Strobel (2022) setzt die Universität ihre Reihe herausragender Literaturübersetzer*innen fort, die zentrale Impulse im Bereich des Kultur- und Wissenstransfers sowie des interkulturellen Dialogs setzen.

Lesung und Gespräch

Wie entstehen Übersetzungen? Welche Feinheiten müssen gerade bei literarischen Übersetzungen beachtet werden, um den Text und seine Formulierungen von einer Sprache in eine andere Sprache zu übertragen? Diese und weitere Fragen beantwortet Ilma Rakusa. Im Gespräch mit Iulia-Karin Patrut, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft im europäischen Kontext, gibt sie Einblicke in ihre literarische Produktion und ihre Tätigkeit als Übersetzerin. Sie liest aus eigenen Texten und ausgewählten Übersetzungen und berichtet über Begegnungen mit Autor*innen unterschiedlicher Sprachräume.

Am 09. Dezember um 16-18 Uhr 
an der Europa-Universität Flensburg, 
Gebäude HELSINKI 160
Auf dem Campus 1a, 
24943 Flensburg

Poetikvorlesung

In ihrem Vortrag spricht Ilma Rakusa über ihre poetologische Arbeit zwischen mehreren Sprachen, über die Kunst des literarischen Übersetzens und über ihr Selbstverständnis als Autorin und Übersetzerin.

Am 08. Dezember um 12-14 Uhr 
an der Europa-Universität Flensburg, 
Gebäude OSLO 247, 
Auf dem Campus 1, 
24943 Flensburg

Kultureller Austausch und gelebte Demokratie

Ilma Rakusa, 1946 in Rimavská Sobota (Slowakei) geboren und in den kulturell vielfältigen Städten Budapest, Ljubljana und Triest aufgewachsen, verkörpert in besonderer Weise die europäische Idee der Grenzüberschreitung, der Vielstimmigkeit und des Dialogs. Ihre Biografie wie auch ihr literarisches und übersetzerisches Werk stehen für ein Europa der Vielfalt, des kulturellen Austauschs und der gelebten Demokratie. Rakusa studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg und promovierte über die russische Literatur der Moderne. Als Übersetzerin aus dem Russischen, Serbokroatischen, Ungarischen und Französischen hat sie maßgebliche Stimmen Europas – darunter Marina Zwetajewa, Marguerite Duras, Danilo Kiš und Imre Kertész – dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Für ihr vielseitiges literarisches Werk wurde Ilma Rakusa mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis (2009) für ihr Erinnerungsbuch Mehr Meer sowie dem Kleist-Preis (2019). 2025 erhielt sie die Goldene Ehrenmedaille des Kantons Zürich sowie den Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

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