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European Wasatia Graduate School wird für interreligiösen Friedensdialog geehrt
Im Rahmen eines Empfangs beim israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Herzog wurde Prof. Dr. Ralf Wüstenberg, Leiter der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution das Certificate of Honor der jüdisch-muslimischen Organisation „The Jewish-Muslim Beit Midrash“ verliehen. Wüstenberg wurde für sein Engagement für die Versöhnung und Friedensforschung ausgezeichnet. Er hat das trilaterale Graduiertenkolleg European Wasatia School gemeinsam mir Dr. Zeina Barakat in Flensburg gegründet, in dem derzeit 27 Promovierende aus 12 Nationen zu Frieden, Konfliktlösung und Versöhnung forschen.
„Mit unserer Graduiertenschule setzen wir uns intensiv im Bereich der Friedens- und Konfliktlösungsforschung ein und versuchen so einen friedvollen interreligiösen Dialog zu begleiten. Wir können in Flensburg einen Raum für Nachwuchswissenschaftler*innen aus Krisenregionen, insbesondere dem Nahen Osten schaffen. Dass diese Bemühungen um Dialog und Mut zur Versöhnung im Rahmen dieser Feierstunde auf höchster Ebene geehrt wurden, darüber freue ich mich sehr“, erklärt Prof. Dr. Ralf Wüstenberg.
Würdigung für interreligiösen zivilgesellschaftlichen Dialog
Die Feierstunde mit dem israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Herzog hatte die zivilgesellschaftliche jüdisch-muslimische Vereinigung „The Jewish-Muslim Beit Midrash“ unter der Leitung von Amir Tadmor, dem ehemaligen Regierungssprecher Yitzahak Rabins, organisiert. Sie steht für einen jüdisch-muslimischen Dialog im Nahen Osten. Im Rahmen des Besuchs bei Staatspräsidenten wurden verschiedene Projekte vorgestellt, die durch einen interreligiösen Dialog in der Region zum Brückenbau und der Versöhnung zwischen jüdischen und muslimischen Menschen beitragen wollen.
Neben Prof. Dr. Ralf Wüstenberg wurde auch Professor Dr. Dr. mult. Muhammad Dajani geehrt. Er ist der Gründer der „Wasatia“ Bildungsinitiative in Jerusalem. Die Wasatia-Bewegung (wasatia, arabisch für „Ausgleich“) implementiert Verständigung zivilgesellschaftlich als palästinensisch-israelisches Bildungsprogramm. Holocaust-Education ist ein Schlüssel des Programms.
Brückenbauen angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen
Die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution in Flensburg war in Anlehnung an Dajanis Bildungsinitiative entstanden. Das dreijährige Promotionsprogramm in Flensburg bietet den Doktorant*innen intensive Auseinandersetzungen mit den Themen Wahrheit, Recht und Versöhnung, unteranderem durch Bildungsangebote zum Holocaust. „Für uns ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie die Promovierenden in den drei Jahren miteinander ins Gespräch kommen. Durch das intensive Begleitprogramm, dass wir ihnen bieten, bilden wir Multiplikator*innen aus, die dialogfähig sind und zu Brückenbauern angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen werden können“, erklärt Prof. Dr. Ralf Wüstenberg das Programm.
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