Prof. Dr. Holger Jahnke in Frankreich (Université de Perpignan Via Domitia)

Prof. Dr. Holger Jahnke (Abteilung für Humangeographie und Geographische Bildung) hat ein Blended Intensive Programme (BIP) an der Université Perpignan Via Domitia in Frankreich durchgeführt. 

Motivation für den Aufenthalt

Mit dem Département de Géographie an der Université de Perpignan Via Domitia, insbesondere der Arbeitsgruppe von Prof. David Giband, bestehen seit vielen Jahren Kooperationsbeziehungen im Forschungsfeld der Bildungsgeographie. Neben der fachlichen Nähe spielte auch die geographische Lage als grenznahe Universität eine wichtige Rolle bei der Auswahl, da es eine Vielzahl von strukturellen Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Hochschulen gibt. Die umgebende Landschaft der „Pyrénées Orientales“ mit seinen gewachsenen landwirtschaftlichen Strukturen ist in besonderem Maße vom Klimawandel betroffen und daher in gewisser Weise ein „Zukunftslabor“.

Vorbereitung

Trotz der großen Distanz habe ich mich für die Hin- und Rückreise per Bahn entschieden, was durch den Nachtzug zwischen Paris und Perpignan erleichtert wird. Zudem gab es mir die Möglichkeit, einzelne Standorte für eine bevorstehende studentische Exkursion zu urbanen Transformationsprozessen in Paris vorzubereiten. 

Aufenthalt

Neben meinen Lehrveranstaltungen in den Bereichen der Bildungsgeographie, den aktuellen Entwicklungen der Humangeographie und der geographischen Bildung in Deutschland stand die Planung von gemeinsamen Projekten im Zentrum des Aufenthalts. So konnte die Planung zu einem gemeinsamen BIP zu „Geography (of) Education“ ebenso konkretisiert werden, wie erste Gedanken zu gemeinsamen Forschungsprojekten mit deutsch-französischer, aber auch europäischer Perspektive. Darüber hinaus waren aktuelle Entwicklungen der jeweiligen Hochschul- und Schullandschaften, insbesondere unter dem Aspekt aktueller Privatisierungstendenzen in Frankreich Gegenstand der Diskussionen.

Fazit

Abschließend möchte ich mich bei meinen Kolleg*innen der UPVD für die ausgesprochene Gastfreundschaft und den lebhaften und vielseitigen Austausch über wissenschaftliche, insbesondere bildungsgeographische Entwicklungen, aktuelle hochschulpolitische Tendenzen sowie die vertieften Einblicke in den gelebten Umgang mit den massiven Herausforderungen des Klimawandels bedanken: angefangen bei einer progressiven Fahrrad- und ÖPNV-Politik, über einen weit entwickelten Verbraucherschutz bis hin zur landwirtschaftlichen Transformation in Zeiten von Trockenheit und Dürre sowie zu einer restriktiven Politik der Flächenversiegelung. Diese Informationen werden gewiss Eingang in meine Lehrveranstaltungen zu den Geographien Europas finden.