Dr. Florian Cristóbal Klenk in Spanien
Dr. Florian Cristóbal Klenk (Institut für Erziehungswissenschaften) war im Rahmen eines Erasmus+ Aufenthalts an der EMERGE-Partnerhochschule Universidade da Coruña.
Motivation für den Aufenthalt
A Coruña war für mich biografisch und akademisch ein besonders interessanter Zielort. Vergleichbar mit Flensburg ist die Stadt stark durch ihre Lage im Norden beziehungsweise Nordwesten des Landes und die unmittelbare Nähe zum Meer geprägt. Da ich selbst in Uruguay aufgewachsen bin, war auch die Rückkehr in einen spanischsprachigen Lebens- und Hochschulkontext für mich persönlich bedeutsam. Fachlich ausschlaggebend waren die Schwerpunkte der Universidade da Coruña auf Fragen sozialer Ungleichheit in Soziologie und Erziehungswissenschaft. Der Aufenthalt ermöglichte mir Einblicke in die Lehre eines lehramtsbezogenen Masterstudiengangs, in dem Heterogenität eine zentrale Rolle spielt, sowie den Austausch mit dem sozialwissenschaftlichen Forschungsteam ESOMI.
Vorbereitung
Da A Coruña im äußersten Nordwesten Spaniens liegt, sollte für die An- und Abreise jeweils mindestens ein Tag eingeplant werden. Eine Möglichkeit besteht darin, nur bis Madrid zu fliegen und von dort mit einem Fern- beziehungsweise Hochgeschwindigkeitszug der Renfe nach A Coruña weiterzureisen. Die Fahrt dauert nur etwa vier Stunden und geht damit schneller, als man denkt. So lässt sich zumindest der innerspanische Teil der Reise klimafreundlicher gestalten. Da der Campus Elviña etwas außerhalb liegt, aber mit dem Bus in ungefähr 20 Minuten erreichbar ist, bietet sich eine Unterkunft oder Ferienwohnung in der Innenstadt an. Auf diese Weise lassen sich der Weg zur Universität und das Leben in der Stadt gut miteinander verbinden.
Aufenthalt
Im Mittelpunkt standen meine Lehrinputs in soziologischen und erziehungswissenschaftlichen Studiengängen sowie der Austausch mit Wissenschaftler*innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen aus meinem Forschungsfeld. Besonders interessant war für mich die Vernetzung mit Rexenerando, einer gemeinnützigen Kooperative, die unter anderem zu Geschlecht, Identität und LSBTIQ-Themen arbeitet. Zum Programm gehörte aber auch das Kennenlernen der Stadt: Wir besuchten den Fischmarkt, und auch ein Blick in die Ausstellungen der MOP Foundation lohnt sich. Der Paseo Marítimo bietet darüber hinaus eine gute Gelegenheit, direkt am Atlantik spazieren zu gehen, zu laufen oder anderweitig sportlich aktiv zu sein. Dabei kann man sehr gut den Torre de Hércules bewundern, der zum UNESCO-Welterbe gehört und einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme der Welt ist.
Fazit
Der Erasmus+ Aufenthalt in A Coruña war für mich persönlich und fachlich ein großer Gewinn. Ich konnte mein Spanisch auffrischen und Lehr- und Forschungskontexte in Themenfeldern kennenlernen, die für meine eigene Arbeit zentral sind. Zugleich entstanden neue Kontakte und Impulse, die unmittelbar an meine Tätigkeit in Forschung und Lehre an der EUF anschließen und aus denen auch weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten hervorgehen können.