Die Europawoche 2026

Die Europawoche 2026 findet vom 4. bis 8. Mai in Kooperation mit den European Future Talks auf Einladung der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution statt. 

Unter dem diesjährigen Motto „Freiheit und Desinformation“ beschäftigt sich die Europawoche mit Aspekten (akademischer) Freiheit angesichts zunehmender Desinformationen durch Social Media und KI.

Programm (im Aufbau)

Zur zeitlichen Abstimmung Ihrer Beiträge während der Europawoche orientieren Sie sich gerne an den unten gegebenen Zeitslots. Um Parallelveranstaltung möglichst zu vermeiden, beachten Sie gerne die bereits feststehenden Programmpunkte. 

Sobald der Zeitpunkt für die Ihren Programmpunkt feststeht, kommunizieren Sie diesen gerne zeitnah an die Koordinatorin der Europawoche, sodass dieser für alle sichtbar im Programm erscheinen kann. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Raumbuchung und weiteren Angelegenheiten: europawoche@uni-flensburg.de 

Ganztägig | Ausstellung "Standing for Freedom - Poser pour la liberté"

Was: Ausstellung
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Wann: 22. April - 8. Mai | ganztägig
Wo: HEL Foyer
Sprache: Englisch, Französisch
Organisation: Campus Nord für Frankreich und Frankophonie (CaNOFF)
Kooperationspartner: Institut français d’Allemagne (Berlin)

Was bedeutet es, als Wissenschaftler*in das eigene Land verlassen zu müssen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und das Wissenschaftsexil in Europa? Dies sind Themen der englisch- und französischsprachigen Ausstellung „Standing for Freedom - Poser pour la liberté“, in deren Mittelpunkt fünfzehn Porträts von Wissenschaftler*innen stehen, die ins Exil gezwungen wurden. Der thematische Bogen der Ausstellung ist jedoch weit(er) gespannt, er reicht von der Geschichte des Wissenschaftsasyls über Forschende in Lebensgefahr, Wissenschaft im Exil bis hin zu aktiven Formen der Solidarität. Die Ausstellung ist an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und Kunst entstanden und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Pascale Laborier, Pierre-Jérôme Adjedj und den porträtierten Personen, die maßgeblich an der Gestaltung beteiligt waren.

Am 6. Mai von organisiert das Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte zudem einen Gastvortrag zum Thema “Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?” von Dr. Stefan Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte).

09:15 Uhr | European Future Talks

Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Wann: Montag, 4.5. | 09:15-12:15 Uhr
Wo: TAL 007
Sprache: Englisch/Deutsch
Organisation: European Future Talks, zusammen mit dem EUF Referat Europa und Internationales & European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution

Europe Week 2026 will host this year's European Future Talks, an initiative of Dr. Christian Gsodam, Principal Advisor for Strategic Communication and Planning in the European Union’s External Action Service. The European Future Talks promote European dialogue between politics, academia, and society:

Freedom of expression and information in Europe - Building democracy based on human dignity

There is a delicate balance at the heart of every liberal democracy: how to protect free speech and information while safeguarding human dignity and democratic stability. Across Europe, debates have intensified as hate speech and polarization test the limits of lawful expression. Powerful tech companies increasingly shape public discourse through opaque algorithms driving social media. The use and impact of artificial intelligence is growing exponentially. At the same time, there are concerns about overly intrusive state regulation that, in seeking to curb harms, may inadvertently restrict legitimate dissent and critical voices.

Europe’s democracy is under pressure. More than that, it is actively attacked by foreign information manipulation and interference, as well as coordinated disinformation campaigns of authoritarian systems using technology and practices designed to undermine trust, distort public debate, and weaken democratic institutions. 

The European Future Talk in Flensburg will reflect on how European democracy can protect itself and human dignity against manipulation and abuse while upholding fundamental rights and ensuring that freedom of expression and information remains both robust and responsibly exercised in the digital age.

9:15-9:30Opening
Prof. Dr. Christiane Hipp (President of EUF)
Prof. Dr. Ralf Wüstenberg (Director European Wasatia Graduate School, EUF)
Dr. Christian Gsodam (Principal Advisor in the EU’s External Action Service)
Video message by Sabine Verheyen (First Vice President of the European Parliament)
9:30-10:15Perspectives from Economics & Politics
Delara Burkhardt (Member of the European Parliament, SPD)
Franziska Leupelt (President IHK Flensburg)
Uta Wenzel (Member of the Parliament of Schleswig-Holstein, CDU)
10:15-11:00Perspectives from Civil Society 
Ulf Ramminger (former ZDF journalist)
Nora Steen (Bishop of the Protestant Church in the Schleswig and Holstein district)
Dr. Rupert Graf Strachwitz (Maecenata Stiftung Berlin/München)
11:00-12:15Meet & Exchange

14:00 Uhr | Der Fake-News-Workshop. Falschnachrichten mit KI entwickeln leicht gemacht

Was: Workshop
Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit
Referenten: Lennard Friedrichs, Tristan Thietz
Wann: Montag, 4. Mai | 14:00-15:30 Uhr
Wo: RIG 717
Sprache: Deutsch
Organisation: Seminar für Medienbildung, Projekt Digital Learning Campus
Anmeldung erforderlich: https://dlc.sh/lernangebot/6724

Der Workshop richtet sich an Studierende und Kolleg*innen aus Forschung, Lehre und Verwaltung, die mehr über Fake News lernen möchten, insbesondere darüber, wie Fake News heutzutage mithilfe von KI erstellt werden und wie man sie erkennt. Eine Auswahl von Fake-News mit Bezug zu Europa bzw. zur EU kontextualisiert den Workshop und macht die Relevanz des Themas für politische und gesellschaftliche Europa-Diskurse nachvollziehbar. Darüber hinaus werden Faktenchecker-Tools der EU vorgestellt.

16:15 Uhr | EUCS Seminar: Politics of Truth in the Age of AI

Was: Seminar
Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit
Referent: Prof. Dr. Thomas Szanto
Wann: Montag, 4. Mai | 16:15-17:45 Uhr
Wo: HEL 067
Sprache: Englisch

Digital lifeworlds, and AI in particular, create historically unprecedent possibilities for spreading disinformation and misinformation. But is there really a moral right to truth in the realm of politics? Drawing on Kirkegaard, Nietzsche, and Arendt, among others, Harvard philosopher Mathias Risse challenges this idea and argues that although there actually is no comprehensive right to truth, truthfulness in the public sphere still bears significant value. In this seminar, we will reconstruct and critically discuss Risse’s argument. Except reading the chapter (see below), no prior or specialized knowledge is required for participation.

Risse, Mathias (2023): Political Theory of the Digital Age. Where Artificial Intelligence Might Take Us. Chap. 4: Truth Will Not Set You Free: Is There a Right to It Anyway? Elaborating on the Work Public Reason Does In Life 2.0 Cambridge: Cambridge University Press, S. 73-95.

Alle Hochschulangehörigen, auch ohne vorherige Lektüre, sind herzlich willkommen (bei Interesse an der Literatur, bitte europawoche@uni-flensburg.de kontaktieren).

19:00 Uhr | Filmvorführung: Hamnet

Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit
Wann: Montag, 4. Mai | 19:00 Uhr 
Wo: OSL 239
Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln
Organisation: EUF Centre for Irish Studies

Ganztägig | Ausstellung "Standing for Freedom - Poser pour la liberté"

Was: Ausstellung
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Wann: 22. April - 8. Mai | ganztägig
Wo: HEL Foyer
Sprache: Englisch, Französisch
Organisation: Campus Nord für Frankreich und Frankophonie (CaNOFF)
Kooperationspartner: Institut français d’Allemagne (Berlin)

Was bedeutet es, als Wissenschaftler*in das eigene Land verlassen zu müssen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und das Wissenschaftsexil in Europa? Dies sind Themen der englisch- und französischsprachigen Ausstellung „Standing for Freedom - Poser pour la liberté“, in deren Mittelpunkt fünfzehn Porträts von Wissenschaftler*innen stehen, die ins Exil gezwungen wurden. Der thematische Bogen der Ausstellung ist jedoch weit(er) gespannt, er reicht von der Geschichte des Wissenschaftsasyls über Forschende in Lebensgefahr, Wissenschaft im Exil bis hin zu aktiven Formen der Solidarität. Die Ausstellung ist an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und Kunst entstanden und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Pascale Laborier, Pierre-Jérôme Adjedj und den porträtierten Personen, die maßgeblich an der Gestaltung beteiligt waren.

Am 6. Mai von organisiert das Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte zudem einen Gastvortrag zum Thema “Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?” von Dr. Stefan Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte).

10:00 Uhr | Workshop: Antisemitismus auf TikTok - Herausforderungen und Handlungsperspektiven im pädagogischen Raum

Was: Workshop
Titel: Antisemitismus auf TikTok - Herausforderungen und Handlungsperspektiven im pädagogischen Raum
Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit
Referent: Anne Frank Bildungsstätte
Wann: Dienstag, 5. Mai | 10:00-14:00 Uhr
Wo: online
Sprache: Deutsch
Organisation: Kompetenzzentrum Studium und Lehre - Hochschuldidaktik
Anmeldung erforderlich

Der Workshop legt den Schwerpunkt auf rechtsextreme und verschwörungsideologische TikTok-Formate und richtet sich primär an pädagogische Fachkräfte und bietet einen fundierten Einstieg in das Thema Antisemitismus auf TikTok. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Erscheinungsformen antisemitischer Narrative und Bildwelten auf der Plattform – und den Herausforderungen, die sich daraus für pädagogisches Handeln ergeben.

Neben einer Einführung in Funktionsweise, Struktur und Spezifika von TikTok werden zentrale Mechanismen digitaler Radikalisierung und antisemitischer Kommunikation im Social-Media-Kontext beleuchtet. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie pädagogische Fachkräfte sowohl im digitalen als auch im analogen Raum handlungssicher agieren und Jugendlichen reflektierte Zugänge zu TikTok-Inhalten ermöglichen können.

16:00 Uhr | Stadtführung: Vielfalt der Kunst im öffentlichen Raum Flensburgs - lokale und europäische Dimensionen

Was: Stadtführung
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Referent: Gregor Dittmann
Wann: Dienstag, 5. Mai | 16:00 - 17:30 Uhr
Wo: Startpunkt ex-Sultanmarkt (circa 2,5km)            
Sprache: Deutsch
Anmeldung: gregor.dittmann-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@studierende.uni-flensburg.de

Wer sich mit offenen Augen durch die Flensburger Innenstadt bewegt entdeckt sie überall: Kunst im öffentlichen Raum; an einigen Stellen subtil und versteckt, an anderen Orten als großflächige Wandmalerei nicht zu übersehen. Doch welche Kunstschaffenden, Initiativen und Projekte stecken dahinter? Begebt Euch mit mir auf einen interaktiven Stadtspaziergang von circa 2,5km durch die Flensburger Innenstadt: Wir entdecken und diskutieren gemeinsam ausgewählte Kunstwerke im öffentlichen Raum. Es sind Arbeiten von lokalen Kunstschaffenden dabei sowie Perspektiven aus verschiedenen Teilen Europas und der Welt.

Gregor Dittmann (er/ihm, they/them) studiert im Bachelor „Transkulturelle Europastudien“ an der Europa-Universität in Flensburg, der Université de Strasbourg und der Universidad de Málaga. Sein großes Interesse gilt der bildenden Kunst, ihrer wissenschaftlichen Erforschung und musealen Präsentation. Im Rahmen des Studiums setzt er sich mit alternativen Möglichkeiten der kunstgeschichtlichen Forschung sowie experimentellen Vermittlungsformaten auseinander.

Ganztägig | Ausstellung "Standing for Freedom - Poser pour la liberté"

Was: Ausstellung
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Wann: 22. April - 8. Mai | ganztägig
Wo: HEL Foyer
Sprache: Englisch, Französisch
Organisation: Campus Nord für Frankreich und Frankophonie (CaNOFF)
Kooperationspartner: Institut français d’Allemagne (Berlin)

Was bedeutet es, als Wissenschaftler*in das eigene Land verlassen zu müssen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und das Wissenschaftsexil in Europa? Dies sind Themen der englisch- und französischsprachigen Ausstellung „Standing for Freedom - Poser pour la liberté“, in deren Mittelpunkt fünfzehn Porträts von Wissenschaftler*innen stehen, die ins Exil gezwungen wurden. Der thematische Bogen der Ausstellung ist jedoch weit(er) gespannt, er reicht von der Geschichte des Wissenschaftsasyls über Forschende in Lebensgefahr, Wissenschaft im Exil bis hin zu aktiven Formen der Solidarität. Die Ausstellung ist an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und Kunst entstanden und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Pascale Laborier, Pierre-Jérôme Adjedj und den porträtierten Personen, die maßgeblich an der Gestaltung beteiligt waren.

Am 6. Mai von organisiert das Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte zudem einen Gastvortrag zum Thema “Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?” von Dr. Stefan Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte).

11:30 Uhr | "EMERGE Living Library: Geschichten ohne Grenzen" - Geschichten von Freiheit und internationalen Erfahrungen

Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit
Wann: Mittwoch, 6. Mai | 11:30-13:30 Uhr 
Wo: HEL 065
Sprache: Deutsch, Englisch
Organisation: Europäische Hochschulallianz EMERGE

In der "EMERGE Living Library:" der Hochschulallianz EMERGE könnt ihr Geschichten unserer Studierenden lauschen: Statt ein Buch auszuleihen, könnt ihr euch die Zeit einer oder eines Studierenden leihen und mehr über ihre verschiedenen Geschichten von Freiheit und internationalen Erfahrungen, Diversität und Resilienz erfahren.

Diese Veranstaltung ist vom Konzept der Human Library inspiriert. Wir haben eine offizielle Partnerschaft beantragt und warten derzeit auf die Genehmigung.

12:00 Uhr | KI und Mathematik

Was: Vortrag
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Referent: Prof. Dr. Hinrich Lorenzen, PD Dr. Merlin Carl
Wann: Mittwoch, 6. Mai | 12:00 - 13:00 Uhr
Wo: TAL 007
Sprache: Deutsch
Organisation: Institut für Mathematik

Künstliche Intelligenz, insbesondere große Sprachmodelle, erzielen inzwischen beeindruckende Leistungen in Domänen, die bisher menschlichen Spezialist:Innen vorbehalten waren. Das gilt auch für die Mathematik, und zwar sowohl in der Wettbewerbs- wie auch in der Forschungsmathematik. Im Vortrag werden wir zum einen Überblick über die neueren Entwicklungen auf diesem Gebiet geben und zudem die Frage in den Blick nehmen, worin der Beitrag menschlicher Mathematik in Zukunft noch bestehen könnte. 

14:00 Uhr | Mit Kompass, Karte und Immanuel Kant: Was heißt, sich im Denken zu orientieren?

Was: Vortrag/Crashkurs
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Referent: Dr. Leiv Eirik Voigtländer, Dr. phil., Studium der Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft mit einem Schwerpunkt auf politischer Theorie und Ideengeschichte.
Wann: Mittwoch, 6. Mai | 14:00 - 16:00 Uhr
Wo: EUF Campus, Treffpunkt Eingang zu Tallinn 1 (wetterfeste Kleidung ggf. erforderlich)
Sprache: Deutsch

Wie können wir angesichts von Desinformation, vermeintlich alternativen Fakten und pseudowissenschaftlicher Mythenbildung in einer Welt in Veränderung die Orientierung behalten? Inwiefern kann uns unsere Vernunft dabei sozusagen als Kompass dienen? Inwiefern sind wir auf fremde Hilfe angewiesen? Antworten auf solche Fragen finden sich beispielsweise in einem berühmten Aufsatz des Philosophen Immanuel Kant: "Was heißt: Sich im Denken orientieren?" (1786) 

In diesem praktisch-diskursiv-theoretischen Crashkurs gehen wir mit Kompass, Karte und Kant einen kleinen Schritt weiter und fragen: Was heißt überhaupt, sich zu orientieren? Und welchen Wert hat unser räumliches Orientierungsvermögen für unser kritisches Denken? Taugt die Orientierungsmetapher noch für heutige Kämpfe um Emanzipation, Aufklärung und Wissenschaft?

16:00 Uhr | Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?

Was: Vortrag & Diskussion
Titel: Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Referent: Dr. Stefan Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte)
Wann: Mittwoch, 6. Mai | 16:00 - 17:30 Uhr
Wo: TAL 007
Sprache: Deutsch
Organisation: Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte

Im Nationalsozialismus wurden nicht nur politische Gegner verfolgt, sondern selbst im Fall bekundeter Loyalität auch Menschen, die nach einer willkürlichen Definition der „jüdischen Rasse“ zugerechnet wurden. Diese durften - bis auf Ausnahmen - bereits seit April 1933 nicht mehr im öffentlichen Bereich beschäftigt werden. Dazu zählten alle Universitäten sowie fast alle Forschungseinrichtungen außerhalb der Industrie. Insoweit kam es 1933 zu einer ersten großen Entlassungswelle, die sich in den folgenden Jahren fortsetzte und nach dem Pogrom vom November 1938 nochmals einen Höhepunkt erreichte. Seit 1933 stellte sich den Betroffenen (und vielleicht nicht nur ihnen) die Frage, ob es möglich und sinnvoll war zu bleiben, also abzuwarten oder besser zu emigrieren, wobei sie sich dann mit der Frage nach dem Wohin auseinandersetzen mussten. Wir wollen dies anhand einiger biographischer Beispiele aus der Physik diskutieren.

Ganztägig | Ausstellung "Standing for Freedom - Poser pour la liberté"

Was: Ausstellung
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Wann: 22. April - 8. Mai | ganztägig
Wo: HEL Foyer
Sprache: Englisch, Französisch
Organisation: Campus Nord für Frankreich und Frankophonie (CaNOFF)
Kooperationspartner: Institut français d’Allemagne (Berlin)

Was bedeutet es, als Wissenschaftler*in das eigene Land verlassen zu müssen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und das Wissenschaftsexil in Europa? Dies sind Themen der englisch- und französischsprachigen Ausstellung „Standing for Freedom - Poser pour la liberté“, in deren Mittelpunkt fünfzehn Porträts von Wissenschaftler*innen stehen, die ins Exil gezwungen wurden. Der thematische Bogen der Ausstellung ist jedoch weit(er) gespannt, er reicht von der Geschichte des Wissenschaftsasyls über Forschende in Lebensgefahr, Wissenschaft im Exil bis hin zu aktiven Formen der Solidarität. Die Ausstellung ist an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und Kunst entstanden und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Pascale Laborier, Pierre-Jérôme Adjedj und den porträtierten Personen, die maßgeblich an der Gestaltung beteiligt waren.

Am 6. Mai von organisiert das Institut für Physik und ihre Didaktik und Geschichte zudem einen Gastvortrag zum Thema “Naturwissenschaftler im Nationalsozialismus – Bleiben oder der Weg in die Emigration?” von Dr. Stefan Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte).

15:00 Uhr | Workshop: Meine Daten gehören mir! – Tipps für mehr Datenschutz am Android-Smartphone

Was: Workshop
Titel: Meine Daten gehören mir – Tipps für mehr Datenschutz am Android-Smartphone
Für wen: Hochschulinterne und allgemeine Öffentlichkeit
Referent: Tim Lüdeke 
Wann: Donnerstag, 7. Mai | 14:00 - 15:30 Uhr
Wo: StudioPlus/Camelot
Sprache: Deutsch
Organisation: i2l (Innovation Learning Lab)
Anmeldung: Spontan vorbeikommen möglich, zwecks Planbarkeit aber gerne eine Mail an i2l-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de

Der Workshop soll Teilnehmende für das Thema Datenschutz und seine Wichtigkeit im täglichen Umgang mit dem Android-Smartphone sensibilisieren und handlungspraktische Tipps zu folgenden Themen geben:

  • Wie kann ich Datensammelei erkennen und mich gegen aufdringliche Apps oder Tracking wehren?
  • Welche Apps kann ich kostenfrei auf dem Smartphone nutzen, ohne (zu sehr) mit meinen Daten zu bezahlen? Welche Alternativen zu Angeboten von Google & Co. gibt es dafür?
  • Was kann ich noch an meinem Smartphone einstellen, um möglichst eine gute Balance zwischen Datenschutz und Komfort zu erreichen?

Neben einigen erfahrungsbasierten Empfehlungen ist außerdem angedacht, am Ende einen kleinen Austausch unter den Teilnehmenden anzuregen und natürlich die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen.

Workshop: Immun gegen rechts? Prebunking Interventionen zu Kommunikationsstrategien der Akteure der neuen Rechten für den Unterricht

Was: Workshop „Immun gegen rechts? Prebunking Interventionen zu Kommunikationsstrategien der Akteure der neuen Rechten für den Unterricht“
Für wen: Hochschulinterne Öffentlichkeit und (angehende) Lehrkräfte
Referent: Jan Hinnerk Thür
Wann: Dienstag, 12. Mai 2026 | 15:00-18:00 Uhr
Wo: RIG 815 und online (Hybridveranstaltung)
Sprache: Deutsch
Organisation: Seminar für Medienbildung, Landesprogramm Zukunft Schule im digitalen Zeitalter und ZfL
Anmeldung erforderlich bis zum 07.05.2026 über Formix unter der Veranstaltungsnummer EUL0492

Social Media, insbesondere TikTok, sind voll von rechten Inhalten zwischen Tradwife und extremistischer Manosphere; und sie erreichen eine Menge Menschen, insbesondere Jugendliche. Die Inhalte rechtspopulistischer Akteure folgen dabei bestimmten Mustern und Strategien, um Fakten zu verzerren, große Reichweiten zu generieren und Meinungen zu manipulieren und zu verschieben. Wenn man diese Strategien aber kennt, verlieren sie ihre Effektivität. Der Ansatz Prebunking zielt darauf ab, nicht konkrete Falschmeldungen HINTERHER zu korrigieren (DEbunking), sondern Kommunikations- und Argumentationsstrategien zu erproben und zu vermitteln, sodass bei Kontakt mit rechtspopulistischen Inhalten schon eine gewisse „Immunisierung/Impfung“ (eng. Innoculation) vorhanden ist.

Partner

Die Europawoche 2026 findet in Kooperation mit den European Future Talks auf Einladung der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution statt.

Impressionen

Koordination und Kontakt