Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Sinti und Roma in Schleswig-Holstein

Die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History erforscht grundständig die Geschichte der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit.

Kurzübersicht

Stichworte
Sinti und Roma, NS-Aufarbeitung, Landtag
Laufzeit
01.12.23 - 30.11.25
Institution der EUF
Zentrum Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History (frzph)

Beschreibung

Im Januar 2022 hatte der Schleswig-Holsteinische Landtag einstimmig beschlossen, die Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein aufarbeiten zu lassen. Der Schwerpunkt des Projekts lag im 20. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt auf der NS-Zeit und deren Bewältigung nach 1945. Die Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History setzte sich in einer öffentlichen Ausschreibung durch. Das Forschungsprojekt wurde von einem Beirat des Landtags begleitet, in den jede Fraktion jeweils ein Mitglied entsandte. Die beiden in Schleswig-Holstein aktiven Verbände der Sinti und Roma waren jeweils mit zwei Sitzen in dem Gremium vertreten.

Der Fokus des Projekts lag auf der kompletten Erschließung aller Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahren, die in Schleswig-Holstein im Hinblick auf Sinti und Roma jemals geführt wurden. Diese Analyse ermöglicht nun erstmals für ein Bundesland einen zahlenmäßigen Überblick über die geleisteten Entschädigungsgelder. Weitere Arbeitsfelder des Projektes waren die Durchführung von narrativen Interviews mit Nachkommen der Überlebenden, die Erstellung einer Auflistung regionaler Überlieferungen in Schleswig-Holstein zur Anregung weiterer Forschungen und die Durchführung einer exemplarischen Zeitungsanalyse, um insbesondere die Kontinuitäten des Antiziganismus in der Bundesrepublik offenzulegen.

Am 13.01.2026 wurde die Studie im Rahmen einer Pressekonferenz im Schleswig-Holsteinischen Landtag vorgestellt.

Ergebnis

Verantwortlich

Finanzierung

Schleswig-Holsteinischer Landtag