Hospitationswoche im CLIL-Unterricht der AVS
Mitte Mai 2026 hatten wir, ein Seminarkurs der Englisch-Lehramtsstudierenden der EUF, im Rahmen einer Hospitationswoche an der AVS, die Gelegenheit, verschiedene Klassen zu besuchen, in denen Geografie auf Englisch unterrichtet wird. Diese konzeptionelle Form und Ausgestaltung von Unterricht wird in akademischen Kreisen auch als Content and LanguageIntegrated Learning (CLIL) bezeichnet, ist allerdings in gebräuchlicheren Settings ebenfalls als bilingualer Sachfachunterricht bekannt. Nachdem wir uns im Verlauf des Semesters mit den
einzelnen Bausteinen dieses Ansatzes auseinandersetzten, bot uns die AVS die besondere Gelegenheit, praktische Implementationen aus erster Nähe zu erfahren. Für uns Studierende war nicht nur das theoretische Fundament über den bilingualen Sachfachunterricht entscheidend, sondern die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, um rahmenbedingte Schlussfolgerungen ableiten zu können.
Bereits im Vorfeld kamen wir in einer digitalen Videokonferenz mit Schüler*innen und Lehrkräften in Kontakt und konnten erste Fragen klären wie: „Welche Erfahrung habt ihr mitdem bilingualen Unterricht gemacht? oder „Welche Vorteile seht ihr am bilingualen Unterricht?“. Die befragten Schüler*innen wurden auf die Greifbarkeit ihrer Erfahrungen mit CLIL aufmerksam gemacht und erweckten in uns einen tendenziell positiven Eindruck. Häufig wurde gehört, dass Sprachbarrieren mit der Zeit dekonstruiert werden würden, dass Englisch die Weltsprache schlechthin ist, die einem gegenwärtig ein Tor in der internationalen Mobilität eröffne und dass sprachlich-emotionale Sicherheit hinsichtlich der Sprachproduktion graduell zunehme.
Anknüpfend an unsere vorab konsolidierten Untersuchungsziele tauchten wir entschlossen in die Hospitationswoche ein und durften direkte Einblicke in den bilingualen Geografieunterricht der Jahrgangsstufen 7-11 miterleben. Dort konnten wir beobachten, wie fachliche Inhalte und die Fremdsprache Englisch miteinander verschmolzen und welche didaktisch-methodischen Überlegungen dabei zum Einsatz kamen.
Für diese wertvollen Erfahrungen sowie die freundliche und warme Aufnahme möchten wir uns allerseits herzlich bei den Lehrkräften und den Schüler*innen der AVS bedanken. Die Hospitationswoche hat uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch in unserer beruflichen Orientierung bestärkt. Wir freuen uns über den gelungenen Austausch und hoffen weiterhin auf diese enge Kooperation zwischen der AVS und der EUF.
(J. Janson & S. Saygin, Studierende im M.Ed. Lehramt für Gemeinschaftsschulen)