Kleidung neu denken
Autositz, Wundverband oder Jeansjacke – Textilien begleiten uns durch den Alltag. Sie schützen, schmücken, erinnern und verbinden Menschen miteinander. Gleichzeitig erzählen sie Geschichten über Zugehörigkeit und Selbstbestimmung, aber auch über Ungleichheit, Konflikte und gesellschaftliche Herausforderungen.
Wir betrachten Textilien, Kleidung und Mode daher als materielle, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene. Auch Schmuck, Kosmetik, Tätowierungen oder digitale Formen der Selbstdarstellung sind Teil unserer Kleidung und tragen dazu bei, wie Menschen sich darstellen, wahrgenommen werden und mit ihrem Umfeld in Beziehung treten.
Alltagswelten erforschen
Unsere Forschung verbindet ethnografische Zugänge mit textiler und gestalterischer Praxis. Wir beobachten, wie Menschen mit Kleidung, Textilien und anderen Dingen leben, sie nutzen, gestalten und mit Bedeutung versehen. Gleichzeitig wird in
- Werkstätten,
- Projekten und
- Laboren nicht
nur über Textilien geforscht, sondern auch mit ihnen gearbeitet. Textile Techniken, Materialien und Herstellungsprozesse werden praktisch erprobt, reflektiert und zum Ausgangspunkt neuer Fragestellungen. So entstehen vielfältige Perspektiven auf materielle Kultur, Bildung und gesellschaftlichen Wandel.
Wir verbinden unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge – von ethnografischen Studien des Alltags über die Analyse von Kleidungsstücken, Textilien und Sammlungsobjekten bis hin zu Fragen von Bildung, Vermittlung und Digitalisierung.
Textile Zukünfte gestalten
Nachhaltigkeit und Transformation bilden einen übergreifenden Schwerpunkt der Abteilung.
Im Colour Lab mit seinem Färbergarten werden beispielsweise Fragen zwischen alternativen Färbeverfahren und Vermittlung erforscht und praktisch erprobt.
Kooperationen mit Museen und Sammlungen schaffen darüber hinaus Räume für objektorientierte Forschung, kulturelle Vermittlung und den Dialog zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und gestalterischer Praxis.