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Matthias Schmelzer spricht auf der ICI Lecture Series AutoReduction zu „The Spectre of Stagnation and the Rise of Fascism. Towards a Theory of Growth“


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Erklärungen für den Aufstieg der extremen Rechten verweisen oft auf ausbleibendes Wachstum. Matthias Schmelzer hinterfragt in seinem Vortrag am ICI Berlin diese Prämisse und skizziert eine Theorie des Wachstums, die Ideologie, Gesellschaft und Materialität verbindet.

Von der Zwischenkriegszeit bis heute gilt wirtschaftliche Stagnation oft als Ursache für den Aufstieg der extremen Rechten. Schmelzer zeigt, was solche Erklärungen voraussetzen, und argumentiert, dass ihnen eine unhinterfragte Prämisse zugrunde liegt: dass Wachstum der Normalfall ist und dass Rückgang, etwa von Einkommen, Status oder industrieller Macht, ein Unfall ist, ein Mangel, gegen den man Groll hegt oder aufbegehrt. Das Wachstumsparadigma zu dekonstruieren ist unerlässlich, um zu verstehen, worum es in den Debatten über die ökologisch notwendige Verringerung des Material- und Energiedurchsatzes geht. Auf Grundlage der Politischen Ökonomie und der Politischen Ökologie stellt Matthias Schmelzer den Rahmen für eine Theorie des Wachstums vor, die sich über drei Dimensionen erstreckt.

Der Vortrag findet am 2. November 2026 um 19:30 Uhr am ICI Berlin statt (auf Englisch, Teil der AutoReduction Lecture Series 2026–27). Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung nötig, der Livestream ist öffentlich.

Weitere Infos auf der Webseite des ICI Berlin.