Neuigkeiten aus der Forschungsstelle

Ergebnisse des binationalen Studienprojektes „Deutsch-Dänische Erinnerung“ veröffentlicht

Im Mai 2026 veröffentlichte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. die im binationalen Studienprojekt entwickelten Lernmaterialien von rund 30 Studierenden aus Dänemark und Deutschland.

Im Rahmen von zwei Exkursionen zur Kriegsgräberstätte Oksbøl (Varde) nahe der dänischen Stadt Esbjerg setzten sich Studierende des dänischen University College Syd (Esbjerg und Haderslev) sowie des University College Lillebælt (Jelling und Odense) gemeinsam mit deutschen Studierenden aus Berlin (Potsdam) und Flensburg mit der Geschichte des ehemaligen Flüchtlingslagers auseinander.

In binationalen Kleingruppen erarbeiteten die Studierenden Biografien, historische Kontexte und vielfältige didaktische Konzepte, aus denen im Laufe des Wintersemesters 2024/25 Lernmaterialien für zukünftige Besucher*innen entwickelt wurden.

In der Broschüre „Lernmaterialien für die Kriegsgräberstätte Oksbøl (Varde). Deutsch-dänische Fragen der Geschichtsvermittlung“ wurden die Ergebnisse nun in Form von sieben Lernmodulen vom Kooperationspartner Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. veröffentlicht.

Sowohl inhaltlich als auch konzeptionell sind die Lernmodule breit aufgestellt, sodass Nutzer*innen zwischen fiktiven Ansätzen und faktenbasierten Auseinandersetzungen wählen können. Von Rundgängen über analoge Arbeitsmaterialien bis hin zu Audioguides eröffnet sich eine vielfältige Spannbreite an Zugängen zur Kriegsgräberstätte sowie zur zugehörigen Ausstellung „Der Lange Weg zum Frieden. Deutsche Flüchtlinge in Dänemark“. Die Inhalte stehen sowohl in deutscher als auch in dänischer Sprache zur Verfügung und richten sich vor allem an Schüler*innen, können aber durchaus auch von weiteren Besucher*innen gewinnbringend genutzt werden können.

Projektpartner waren der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), die Europa-Universität Flensburg, das University College Syd in Esbjerg und Haderslev und das University College Lillebælt in Jelling und Odense. Gefördert wurde das Projekt aus dem Bürgerprojektfonds „Interreg“ und dem Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“. Weitere Informationen finden Sie beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie beim Zentrum für Zeithistorische Forschungen.