Policys

Hier finden Sie die zentralen Leitlinien der EUF im Umgang mit Forschungsdaten.

Forschungsdatenpolicy


Wofür eine Forschungsdaten-Policy?

Forschung erfordert einen gewissenhaften und planvollen Umgang mit Forschungsdaten, wenn sie den hohen wissenschaftlichen Ansprüchen an Transparenz, Sichtbarkeit, Nachhaltigkeit sowie Qualität genügen will.

Als Forschungsdaten werden alle im Rahmen eines Forschungsvorhabens anfallenden Daten bezeichnet, unabhängig von Typ, Format, Umfang und Version. Das Forschungsdatenmanagement umfasst alle Stufen des Datenlebenszyklus: Planung, Erhebung, Auswertung/Verarbeitung, Sicherung, Dokumentation, Archivierung, Verbreitung und Nachnutzung.

Um die im Besonderen Kodex Forschung sowie der Satzung zur guten wissenschaftlichen Praxis festgeschriebenen Grundsätze von Transparenz und Professionalisierung des Forschungsprozesses für den Bereich Forschungsdatenmanagement zu explizieren, hat der Senat am 27.09.2023 die folgende Policy zum Umgang mit Forschungsdaten beschlossen.


Forschungsdaten-Policy der Europa-Universität Flensburg

Präambel

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) erkennt an, dass Forschung, die den hohen wissenschaftlichen Ansprüchen an Transparenz, Sichtbarkeit, Nachhaltigkeit sowie Qualität genügen will, auf einem gewissenhaften und planvollen Umgang mit Forschungsdaten fußen muss.

Die Einhaltung aller rechtlichen und ethischen Gesichtspunkte sowie die Besonderheiten der einzelnen Fächerkulturen stehen dabei klar im Mittelpunkt. Dem Schutz personenbezogener Forschungsdaten gilt oberste Priorität.

Die EUF schafft geeignete Rahmenbedingungen, um ihre Wissenschaftler*innen bei der Umsetzung dieser Anforderungen ausreichend zu unterstützen. Die entsprechenden Kontaktstellen und Gremien zu Forschungsdatenmanagement, Datenschutz und Ethik stehen allen Angehörigen der Universität zur Verfügung.

Definition

Als Forschungsdaten werden alle im Rahmen eines Forschungsvorhabens anfallenden Daten bezeichnet, unabhängig von Typ, Format, Umfang und Version. Das Forschungsdatenmanagement umfasst alle Stufen des Datenlebenszyklus: Planung, Erhebung, Auswertung/Verarbeitung, Sicherung, Dokumentation, Archivierung, Verbreitung und Nachnutzung.

Geltungsbereich

Die Forschungsdaten-Policy gilt für alle Mitglieder und Angehörige der EUF. Sie schließt Gastforschende und -lehrende ein und erstreckt sich ebenfalls auf Kooperationen mit externen Partner*innen und Einrichtungen. Abweichende Anforderungen im Rahmen der Drittmittelförderung, sind vorrangig zu behandeln.

Anforderungen an die Verarbeitung von Forschungsdaten

Das Forschungsdatenmanagement erfolgt unter Einhaltung der aktuellen fachlichen Standards und Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Angaben zu den erhobenen Daten (Metadaten, rechtliche und ethische Erwägungen), Verantwortlichkeiten, Datenverbleib (Publikation, Archivierung), Nutzungsrechte und Nachnutzung werden in einem Datenmanagementplan dokumentiert.

Ein öffentlicher Zugang zu Forschungsdaten soll – sofern keine rechtlichen oder ethischen Einwände vorliegen – grundsätzlich gewährt werden und ist Grundlage für deren Nachnutzung. Zu diesem Zweck ist die Verwendung persistenter Identifikatoren (DOI u.a.) ausdrücklich empfohlen.

Verantwortlichkeiten, Rechte, Pflichten

Die Verantwortlichkeiten, Rechte und Pflichten liegen gleichermaßen bei den Forschenden und der Universität.

Forschung und Lehre

Das Forschungsdatenmanagement folgt allen organisatorischen, gesetzlichen, institutionellen und anderen vertraglichen und rechtlichen Vorgaben.

Die Expertise hinsichtlich fachspezifischer Bedarfe und Herangehensweisen kann ausschließlich bei den Fächern und ihren Forschenden liegen. Ihnen obliegt es daher, sich mit den für sie und in ihren Fachgesellschaften gültigen Datenmanagement-Standards auseinanderzusetzen und diese einzuhalten.

Universität

Die EUF nimmt ihre Verantwortung gegenüber ihren Angehörigen wahr, indem Sie eine zentrale, überfachliche Beratungsstruktur einrichtet, die den Zugang zu nationalen und internationalen Repositorien gewährleistet und von der Projektplanung bis zum Projektende in Fragen des Forschungsdatenmanagements berät.

Die Universität verschafft ihren Mitgliedern und Angehörigen Zugang zu Forschungsdaten und kooperiert mit wissenschaftlichen Partnereinrichtungen im Rahmen von Forschungsdatenmanagement und -infrastrukturen. Sie stellt einen zentralen Zugang zu den von ihren Forschenden veröffentlichten Forschungsdaten – auch in externen Repositorien – mittels eines Forschungsinformationssystems her, um die Forschungsleistungen der Universität zu dokumentieren und zu würdigen.

Sie bietet außerdem Informationsmaterialien und Schulungen an, um Grundkompetenzen im Datenmanagement (Data Literacy) auf allen Ausbildungsstufen zu gewährleisten. Sie ist bestrebt, den administrativen Aufwand durch organisatorische und technische Maßnahmen klein zu halten.

Ansprechpersonen zur Unterstützung werden gesondert bekannt gegeben.

Gültigkeit

Die vorliegende Policy wurde am 27.09.2023 vom Senat der EUF verabschiedet und tritt umgehend in Kraft.

Evaluation

Diese Policy wird dreijährig durch die beteiligten Zentraleinrichtungen und Gremien auf ihre Aktualität überprüft, um sie an aktuelle Anforderungen, infrastrukturelle Entwicklungen und Bedarfe der Forschenden anzupassen.

Kontaktperson

Open-Access-Policy


Was ist Open Access?

Open Access meint, dass wissenschaftliche Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, sodass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind.

Mit der Veröffentlichung der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" vom 22. Oktober 2003 und den sich daran anschließenden jährlichen Konferenzen wurde ein Prozess eingeleitet, der weltweit das Bewusstsein für das Thema Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Informationen geschärft hat. 2013 jährte sich die Veröffentlichung der Berliner Erklärung zum zehnten Mal.

Weitere Informationen zu "Open Access" finden Sie beim DFG-geförderten Open Access Network sowie beim Open Access Infopoint Schleswig Holstein.


Open-Access-Policy der Hochschule Flensburg (HSF) und der
Europa-Universität Flensburg (EUF)

Die Flensburger Hochschulen befürworten und fordern den offenen Zugang zu den
Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung und zu den Quellen des kulturellen
Erbes, so wie es in der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu
wissenschaftlichem Wissen
" gefordert wird.

Die Flensburger Hochschulen sehen sich im Rahmen ihrer gesellschaftlichen
Verantwortung verpflichtet, den freien und ungehinderten Zugang zu den
Forschungsergebnissen ihrer Wissenschaftlerinnen für alle Menschen zu
gewährleisten.

Sie empfehlen ihren Wissenschaftler*innen deshalb nachdrücklich, ihre
Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Arbeiten in digitaler frei
zugänglicher Form ("Open Access") entweder direkt über begutachtete Open-
Access-Zeitschriften ("Goldener Weg") oder parallel bzw. zeitversetzt in Open-
Access-Portalen oder institutionellen Repositorien ("Grüner Weg") zu publizieren.

Die Wissenschaftler*innen selbst entscheiden im Rahmen der Publikationskultur
ihrer Fächer weiterhin frei über die Form ihrer Publikation.

Die HSF und die EUF ermutigen ihre Wissenschaftler*innen dazu, ihre
Forschungsergebnisse auf dem Weg des Open Access der weltweiten
Wissenschaftscommunity sowie auch der allgemeinen Öffentlichkeit zu
präsentieren.

Allen Wissenschaftler*innen wird daher empfohlen, bei Drittmittelanträgen nach
Möglichkeit gesonderte Publikationsmittel für die Open-Access-Veröffentlichung zu
beantragen.

Ziel ist es, durch den offenen Zugang die Ergebnisse der Forschung an der HSF und
EUF zeitnah international bekannt zu machen, die Verbreitung wissenschaftlicher
Erkenntnisse zu befördern und zugleich die Sichtbarkeit und langfristige
Verfügbarkeit von Publikationen zu steigern.

Der / die Open-Access-Beauftragte der HSF und EUF unterstützt und berät alle
Wissenschaftler*innen bei der Publikation von Open-Access-Veröffentlichungen.


Flensburg, den 18. Dezember 2017

Europa-Universität Flensburg Hochschule Flensburg
(Signatur) (Signatur)
Prof. Dr. Werner Reinhart Prof. Dr. Thomas Severin
Präsident Präsident (m.d.W.d.G.b)