ICES 2018 - 23 Evaluations Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 2 Inhalt Inhalt .................................................................................................................................................................... 2 Vorwort ................................................................................................................................................................ 3 1. ICES Profil und Ziele ......................................................................................................................................... 4 2. Forschungsbezogene Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen ................................................................... 7 2.1 ICES Forschungsprogramm ........................................................................................................... 7 2.2 Angesiedelte Projekte ................................................................................................................... 8 2.3 Journal Culture, Practice and Europeanization ........................................................................... 13 2.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen ............................................................................................ 14 3 Förderung von Forschung, Nachwuchs und interner Vernetzung ................................................................. 20 3.1 Forschungsförderung .................................................................................................................. 20 3.2 Nachwuchsförderung, Vernetzung und Community-Building .................................................... 23 4 Zielsetzung vor dem Hintergrund der Evaluation .......................................................................................... 27 4.1 Stärkung der Europaforschung an der EUF ................................................................................. 27 4.2 Weitere thematische Profilierung des ICES ................................................................................ 28 4.3 Steigerung der Anzahl und Sichtbarkeit drittmittelfinanzierter Forschungsprojekte ................. 30 Annex 1: Kurzdarstellung aktueller Forschungsprojekte und -output ............................................................I Annex 2: Kurzdarstellung abgeschlossener Forschungsprojekte ................................................................ VII Annex 3: Ausgewählte Publikationen............................................................................................................ X Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 3 Vorwort Am 16. März 2018 wurde das Interdisciplinary Centre for European Studies (ICES) feierlich eröffnet. Seither verfolgt ICES das Ziel, nach innen als zentrale Serviceeinrichtung für alle EUF-Forschenden im Bereich der Europaforschung zu agieren und zugleich nach außen international sichtbarer Ort für exzellente interdisziplinäre Europaforschung zu sein. In der fünfjährigen Aufbauphase, die mit dieser Evaluation offiziell abschließt, hat ICES diesen Profilbereich der EUF über seine Aktivitäten zur Förderung von Forschung, Nachwuchs und Vernetzung deutlich gestärkt. Nach Ablauf der Einrichtungsphase von fünf Jahren ist eine Evaluierung der profilgebenenden Forschungszentren vorgesehen (siehe STEP 2021). Ziel dieser Evaluation ist es, forschungsbezogene und strukturelle Optimierungsbedarfe und -potentiale zu identifizieren. Der vorliegende Bericht bildet die Grundlage für diese Evaluierung. Berichtszeitraum ist März 2018 bis März 2023. Ergänzend zu dem Bericht können auch die bereits bestehenden Monitoring- und Evaluierungsinstrumente des ICES einen Beitrag zur Evaluation leisten. Wie in der Satzung vorgesehen, hat das ICES Direktorium kurz nach unserer Gründung einen wissenschaftlichen Beirat ernannt. Seither stehen uns drei renommierte Beiratsmitglieder beratend zur Seite. Zudem veröffentlichen wir seit 2020 einen Jahresbericht und halten seit 2018 jährlich eine Mitgliederversammlung ab. Dies ermöglicht es der ICES Mitgliederschaft und dem EUF Präsidium, die Entwicklungen des ICES zu verfolgen, zu bewerten und Stellung zu nehmen. Der vorliegende Bericht gibt zunächst einen Überblick über das Profil und die Ziele des Zentrums. Danach werden die forschungsbezogenen Aktivitäten und Maßnahmen zur Förderung von Nachwuchs und Vernetzung am ICES im Berichtszeitraum beschrieben. Zuletzt werden die zukünftigen Chancen und Herausforderungen beschrieben und die strategische Ausrichtung für die nächsten fünf Jahre erläutern. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 4 1. ICES Profil und Ziele ICES, das interdisziplinäre Europaforschungszentrum der Europa-Universität Flensburg (EUF), erweitert und vertieft seit seiner Gründung im März 2018 die europawissenschaftliche Ausrichtung der EUF. Es ist neben ZeBUSS (Zentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung) eines von aktuell zwei, in Zukunft mit einem Zentrum im Bereich Nachhaltigkeit und Transformation voraussichtlich drei, profilgebenden Forschungszentren der EUF. Am ICES sind nicht disziplinäre Zugehörigkeiten, sondern die Forschung zu europabezogenen Themen das verbindende Element. Unter Europaforschung verstehen wir die multi- und interdisziplinäre Betrachtung historischer und aktueller Herausforderungen, die Europa und seine vielgestaltige sowie sich wandelnde Konstitution betreffen. Es zeichnet sich durch große inter- und multidisziplinäre Offenheit aus und bietet ein Forum für einen reflexiven Umgang mit diesen unterschiedlichen und facettenreichen Perspektiven. Dadurch ist ICES auf besondere Weise in der Lage, neue Impulse für die weitergehende Ausgestaltung der Europaforschung zu geben und Synergien der Zusammenarbeit von ICES Mitgliedern zu fördern, um damit aktuellen, konzeptionellen und forschungspraktischen Herausforderungen zu begegnen. Abbildung 1: ICES Ziele innerhalb und außerhalb der EUF Es ist uns ein besonders großes Anliegen, die Außendarstellung als profilierter Ort exzellenter Europaforschung in Einklang mit einer bestmöglichen Innenwirkung für alle Europaforschenden an der EUF zu bringen (siehe Abbildung 1). Dazu engagiert sich ICES in den drei Bereichen 1. Forschungsförderung: Wir begleiten unsere Mitglieder von der Projektidee bis hin zum fertigen Förderantrag und unterstützen sie in der Projektadministration. 2. Vernetzung: Wir fördern die Vernetzung von Forschenden und Projekten außerhalb und innerhalb der EUF über Instituts- und Disziplingrenzen hinweg. Zugleich sind wir zentraler Ansprechpartner rund um die Europaforschung für Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. 3. Nachwuchsförderung: Mit der ICES Research School schaffen wir ein Forum für Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Bereich der Europaforschung und bieten passende Qualifizierungs- und Beratungsangebote. Innenwirkung Zentrale Service- einrichtung der EUF, die Europaforschung und -forschende bestmöglich fördert Außenwirkung International renommiertes Europaforschungs- zentrum mit einem einzigartigen Profil Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 5 Im Zentrum von ICES stehen unsere Mitglieder. Mit ihrem Engagement und mit Unterstützung der wissenschaftliche Koordinator*innen ebenso wie des administrativen Personals sind wir gut aufgestellt, um unsere Ziele zu erreichen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet das Direktorium. Es berät und entscheidet in allen Angelegenheiten des ICES und besteht aus drei bis fünf hauptamtlichen Professor*innen und mindestens ein bis zwei wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Das Direktorium wird von den ICES Mitgliedern für 2 Jahre gewählt. Aus den Reihen der Direktoriumsmitglieder wird die geschäftsführende Direktorin oder der geschäftsführende Direktor gewählt. Das Direktorium wurde 2020 erstmals im Amt bestätigt und um ein Mitglied aus dem wissenschaftlichen Mittelbau erweitert. Abbildung 2: ICES Direktorium (2018-22) 1 bei der Eröffnung im März 2018: C. Roos, U. Glassmann, M. Eigmüller, H. Wagner, D. Schweikard Die zweite Wahl fand im November 2022 statt. Zwei Direktoriumsmitglieder, Monika Eigmüller und Ulrich Glassmann, haben sich erneut zur Wahl gestellt und wurden im Amt bestätigt. Hinzu kamen drei neue professorale Direktoriumsmitglieder und ein Vertreter aus dem Mittelbau (siehe Abbildung 3). Die Direktorien waren stets interdisziplinär besetzt mit Vertretern aus den Bereichen Soziologie, Politikwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Germanistik, Geschichte, Medienwissenschaften. 1 nicht abgebildet ist I. Theele, der 2020-2022 Direktoriumsmitglied war https://www.uni-flensburg.de/?28202 https://www.uni-flensburg.de/?51344 https://www.uni-flensburg.de/ices/wer-wir-sind/personen/sekretariat/ https://www.uni-flensburg.de/ices/wer-wir-sind/personen/direktorium/ Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 6 Abbildung 3: ICES Direktorium seit Januar 2023: C. Gräbner-Radkowitsch, T. Nanz, U. Glassmann, M. Eigmüller, C. Reinecke, U. Puetter (von links) Wissenschaftliche Koordinatorin ist Dr. Maria Schwab. Im Sekretariat tätig ist Sarah Gueye. Von Juli 2019 bis September 2020 wurde Maria Schwab von Marcel Sebastian vertreten. Seit November 2018 hat ICES einen wissenschaftlichen Beirat, der das ICES Direktorium berät und jährlich zusammenkommt, um über die Entwicklungen des vergangenen Jahres, Ziele, Perspektiven und Planungen zu sprechen. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus (siehe Abbildung 4): - Prof. Dr. Marius Busemeyer, Universität Konstanz, Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft - Prof. Dr. Lorenz Engell, Bauhaus-Universität Weimar, Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) - Prof. Dr. Peter Starke, Syddansk Universitet, Fachbereich Politikwissenschaft und Public Management Abbildung 4: ICES Beirat (2018 – 2023): M. Busemeyer, L. Engell, P. Starke https://www.uni-flensburg.de/ices/wer-wir-sind/personen/wissenschaftlicher-beirat/ https://www.uni-flensburg.de/ices/wer-wir-sind/personen/wissenschaftlicher-beirat/ https://www.polver.uni-konstanz.de/busemeyer/team/prof-dr-marius-r-busemeyer/ https://www.ikkm-weimar.de/kolleg/personen/lorenz-engell/ https://portal.findresearcher.sdu.dk/en/persons/starke Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 7 2. Forschungsbezogene Aktivitäten, Projekt und Veranstaltungen 2.1 ICES Forschungsprogramm Seit 2019 arbeitet das ICES Direktorium an der Entwicklung eines gemeinsamen Forschungsprofils, mit dem es in der internationalen Forschungslandschaft wahrgenommen wird. Ausgehend von den an der EUF und im Direktorium vertretenen Schwerpunkten und den ursprünglich definierten Forschungsachsen, wurde der Themenkomplex „Zentrum-Peripherie Dynamiken“ identifiziert. Diese thematische Fokussierung steht den vier im Zuge der Gründung definierten Forschungsachsen Evidence & Communication, Culture & Identity, Justice & Democracy und Welfare & Work gegenüber und ergänzt sie durch konkrete Fragestellungen. Eine kollektive, interdisziplinäre Betrachtung der vielfältigen Dimensionen von Zentrum und Peripherie kann dazu beitragen, die Begriffe Zentrum und Peripherie und v.a. damit einhergehende Konflikte und Prozesse der Spaltung besser zu verstehen und zu erklären. Konzeptionelle Ideen sollen hier nicht aus der Perspektive von Zentren heraus entwickelt werden, sondern aus der Perspektive von Peripherien. Der ICES Forschungsschwerpunkt widmet sich demnach insbesondere der Frage, inwiefern eine Erneuerung Europas von den Rändern her möglich ist – in dem Bewusstsein, dass die Bestimmung eines zentralen oder peripheren Status als Ergebnis einer relativen machtpolitischen, soziokulturellen oder ökonomischen Zuschreibung betrachtet werden kann. Die räumliche Spaltung zwischen Zentren und Peripherien erscheint in ganz unterschiedlichen Konfliktmustern beschreibbar: als ein Konflikt zwischen wirtschaftlich starken und schwachen territorialen Einheiten, zwischen kosmopolitischen und traditionellen Wertegemeinschaften, zwischen hegemonialen Machtblöcken und politisch abhängigen Trabanten. In welchen Raumgrenzen ein Konflikt verortet werden kann, ob er sich zwischen eher funktionalen, politischen, wirtschaftlichen, administrativen, kulturell ähnlichen oder unähnlichen Einheiten entfaltet, erklärt sich nicht von selbst und soll Thema der Forschung am ICES sein2. Die Fragestellungen rund um Zentrum-Peripherie knüpfen an bestehenden Forschungsschwerpunkte der Direktoriumsmitglieder an. Das Direktorium hat daher seine individuellen Forschungsvorhaben vor dem Hintergrund des gemeinsamen Forschungsprogramms diskutiert und auf ihr Forschungspotenzial hin betrachtet. Vor diesem Hintergrund wurden beispielsweise 2020 interdisziplinäre Autorentandems gebildet (siehe Tabelle 1: Forschungsprojekte der Autorentandems). Gemeinsame Forschungsthemen wurden identifiziert und seither weiterentwickelt. Um einen regelmäßigen inhaltlichen Austausch sicherzustellen, fand zudem im Frühjahrssemester 2021 ein gemeinsamer themenübergreifender zweiwöchentlicher Lesekreis zu Zentrum-Peripherie Dynamiken und Konflikten statt; 2022 wurden die von den Autorentandems bearbeiteten 2 Die Darstellung der inhaltlichen Ausrichtung des „Zentrum-Peripherie“ Forschungsschwerpunkts basiert auf einem Konzeptpapier des Direktoriums von Ende 2019. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 8 Themen und insbesondere die individuellen Forschungsschwerpunkte der Direktoriumsmitglieder vor dem Hintergrund der These produktiver Zentren beleuchtet. Tabelle 1: Forschungsprojekte der Autorentandems Autor*innen Abteilung für Thema Monika Eigmüller Soziologie, Schwerpunkt Europaforschung The significance of national borders for political attitudes in border regions: new centre-periphery structures due to European integration? & Ulrich Glassmann Comparative Political Economy Hedwig Wagner Europäische Medienwissenschaft Spatial representations, Medial negotiations, and Aesthetical re- configurations of centers and peripheries & Iulia-Karin Patrut3 Germanistische Literaturwissenschaft im europäischen Kontext Christof Roos European and Global Governance Coping with Peripheralization in the EU & David Schweikard Politische Philosophie Europas Auf dieser Grundlage und in Verbindung mit Forschungsaktivitäten und wissenschaftlichen Veranstaltungen in der Ausbauphase ist geplant, Publikationen und einen Drittmittelantrag zu entwickeln, um Forschungsstärke und Sichtbarkeit in der Forschungslandschaft weiter zu befördern. Das Forschungsthema „Zentrum-Peripherie“ wurde 2022 auch vom EMERGE (European Margins Engaging for Regional and Global Empowerment) Konsortium als zentrale inhaltliche Fokussierung gewählt. EMERGE ist eine strategische Allianz von neun verschiedenen Hochschulen in der europäischen Peripherie, die sich aus dem gemeinsamen Wunsch heraus zusammengeschlossen haben, die besonderen Herausforderungen der Auseinandersetzung mit Europa und der Schaffung des Europäischen Bildungsraums in diesen Randgebieten anzunehmen. Zur Umsetzung dieses Ziels hat das Konsortium Fördermittel im Rahmen der EU-Initiative European University Alliances beantragt. Der Forschungsschwerpunkt nimmt damit nicht nur eine wichtige Bedeutung für ICES ein, sondern für die gesamte EUF im Sinne ihrer Internationalisierung, Lehrschwerpunkte und strategischen Partnerschaften. 2.2 Angesiedelte Projekte Im März 2023 sind 16 Projekte angesiedelt, wobei vier erst im Laufe der nächsten Monate starten. Neun weitere Projekte sind bereits abgeschlossen. Wir unterstützen die angesiedelten Projekte bei der Administration und Bewirtschaftung eingeworbener Mittel, helfen bei der Prüfung der Bestimmungen von Fördermittelgebern und EUF Richtlinien und stehen den Projektmitarbeiter*innen bei der Organisation von Projekttreffen, Workshops, Gastwissenschaftleraufenthalten und Fachtagungen unterstützend zur Seite. Projektmitarbeiter*innen können Büroarbeitsplätze und -ausstattung in RIGA 6, dem Modulbau, der ICES zur Verfügung steht, nutzen. 3 Iulia Patrut (Professorin für germanistische Literaturwissenschaft im europäischen Kontext) wurde auf Grund ihrer Forschungsinteressen und –expertise in die Entwicklung der Konzeptpapiere eingebunden Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 9 Tabelle 2: ICES Forschungsprojekte, die im März 2023 bewilligt und angesiedelt waren (sortiert nach Projektstart) Titel Förderer Projekttyp Projektleitung Mitarbeiter*innen Institut/ Abteilung Laufzeit Förderung 1 ValCon: Value conflicts in a differentiated Europe Volkswagen Stiftung Verbund- forschung Prof. M. Eigmüller Dr. S. Wallaschek M. Verbalyte Soziologie 01.09.2020 - 31.08.2023 430.000 € 2 EuKiD Erasmus+, Jean Monnet Verbundforsc hung/ Lehre Dr. I. Theele Germanistik 01.09.2020 - 31.08.2023 60.000 € 3 European Wasatia Graduate (1. Phase) BMBF Graduierten- kolleg Prof. R. Wüstenberg Dr. Z. Barakat Evangelische Theologie 01.11.2020 – 31.10.2023 124.000 € 4 ACCESS+: Zugang zu sozialen Rechten DFG-ANR Verbund- forschung Prof. M. Eigmüller Dr. C. Barwick-Gross A. Valdivia Soziologie 01.08.2021 - 31.07.2024 324.930 € 5 Lockdown of the public sphere Volkswagen Stiftung Verbund- forschung Prof. M. Eigmüller N. Hesse Soziologie 01.09.2021 - 31.03.2023 120.000 € 6 Paradoxien der EU- Personenfreizügigkeit DFG Verbund- forschung Prof. C. Roos H. Kieschnick K. Cherniak Politik- wissenschaft 01.10.2021 - 30.09.2024 398.669 € 8 Philipp-Schwarz Fellowship Humboldt Stiftung Fellowship Prof. H. Wagner Dr. N. Zasanska Medienwissensch aft 01.08.2022 – 31.01.2024 120.000 € 7 REGROUP Horizon Europe Verbund Prof. M. Eigmüller Soziologie 01.09.2022 - 31.08.2025 90.000 € 9 TICS – Urban Platform Economies DFG Verbund- forschung Prof. S. Bauriedl Dr. M. Riemann Geographie 01.10.2022 – 30.09.2025 308.695 € 10 Sensing „race“, whiteness and the nation Volkswagen Stiftung Verbund- forschung Dr. C. Barwick- Gross Eigene Stelle Soziologie 01.12.2022 – 31.05.2024 104.600 € 11 Visibilizing Normative Regional Historical Multilingualism DFG Projekt/ Eigene Stelle Dr. S. Litty Eigene Stelle Friesisches Seminar 20.01.2023 – 19.01.2026 357.342 € 12 ACCESS - Institutionelle Hürden bei Studienentscheidungen BMBF Nachwuchs- gruppe Prof. F. Hertel Dr. V. Sommer T. Cassing Zentrale Methodenlehre 01.02.2023 – 31.05.2026 1.114.521 € 13 Hope and Despair Interreg Verbund- forschung Prof. H. Wagner Dr. Tobias Nanz N.N. Medien- wissenschaft 01.05.2023 – 30.04.2026 97.000 € Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 10 14 Die grüne Transformation und ökon. Polarisierung in Europa DFG OPUS Verbund- forschung Prof. C. Gräbner- Radkowitsch Ein*e Promovierende/r Plurale Ökonomik 01.06.2023 – 31.05.2026 217.410 € 15 Geschlechterpolitik und (Anti)- Gender- Diskurse Henkel Stiftung Nachwuchs- gruppe Dr. S. Wallaschek Eigene Stelle 2 Promovierende Soziologie 01.10.2023 – 30.09.2026 276.362 € 16 European Wasatia Graduate School (2. + 3. Phase) BMBF Graduierten- kolleg Prof. R. Wüstenberg Dr. Z. Barakat 20 Promovierende Evangelische Theologie 01.11.2023 – 31.10.2029 2.276.800 € GESAMT 6.420.329 € Tabelle 3: ICES Forschungsprojekte, die im März 2023 abgeschlossen waren (sortiert nach Projektstart) Titel Förderer Projekttyp Projektleitung Projektmit- arbeitende Institut/ Abteilung Laufzeit Förderung 1 DIREPA Deutsch-Französ. Hochschule Vernetzung Prof. H. Wagner Medienwissenschaft 01.01.2017 - 31.12.2019 15.700 € 2 CODES Erasmus+ Vernetzung Prof. H. Wagner Medienwissenschaft 01.09.2017 - 01.09.2021 47.255 € 3 Humboldt Preis Humboldt - Stiftung Forschungs- preis Prof. Dr. M. Eigmüller Prof. Dr. H. Brunkhorst Soziologie 01.01.2019 - 31.12.2021 60.000 € 4 Brandan Tagung Thyssen Stiftung Tagung Jörn Bockmann Germanistik 05.09.2019 10.000 € 5 DIREPA DICOME Auswärtiges Amt Vernetzung Prof. H. Wagner Medienwissenschaft 15.09.2020 - 31.12.2021 19.500 € 6 MEWEB BMBF Vernetzung Prof. H. Wagner Dr. Tobias Nanz Medienwissenschaft 01.07.2019- 31.12.2020 120.000 € 7 Border Complexities Deutsch-Französ. Hochschule Tagungs- organisation Prof. Eigmüller, Prof. H. Wagner, Prof. Iulia Patrut Soziologie, Medien- wissenschaft, Germanistik 01.12.2019 - 31.12.2021 6.300 € 8 Comete Europe DAAD/ Procope Plus Tagung Prof. H. Wagner Medienwissenschaft 31.05.2022 3.800 € 9 Levinas DFG Tagung Dr. Pascal Delhom Philosophie 31.07.2022 15.000 € GESAMT 297.555 € Weitere Informationen zu den Projekten und Publikationen sind in Annex zu finden. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 11 Im Laufe der Jahre konnte die Einwerbung von Drittmitteln substantiell gesteigert werden. Insbesondere Bundes- und DFG Mittel werden zunehmend erfolgreich beantragt. Insgesamt hat ICES inzwischen ca. 6,7 Mio. Euro eingeworben. Abbildung 5: Drittmitteleinnahmen pro Jahr nach Drittmittelgeber (kalkuliert als Durchschnittswert pro Jahr ausgehend von der bewilligten Fördersumme und Projektlaufzeit) Abbildung 6: Insgesamt eingeworbene Drittmittel in Euro nach Fördermittelgeber zwischen 01.01.2018 und 01.03.2023 0 € 500.000 € 1.000.000 € 1.500.000 € 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Drittmitteleinnahmen (in Euro, nach Fördermittelgeber) DFG Bundesmittel EU (Horizon Europe, Interreg) Stiftungen Sonstige (DFH, Erasmus, DAAD) 1.622.046 €; 25% 3.530.821 €; 53% 187.000 €; 3% 1.120.962 €; 17% 133.055 €; 2% Insgesamt eingeworbene Drittmittel (in Prozent, nach Drittmittelgeber) DFG Bundesmittel EU (Horizon Europe, Interreg) Stiftungen Sonstige (DFH, Erasmus, DAAD) Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 12 In der Aufbauphase der profilgebenden Forschungszentren ICES und ZeBUSS gingen 50% aller Overhead-Mittel für die Deckung indirekter Kosten als Bonifikation an die Projektleitungen und weitere 50% an die Forschungszentren, welche die angebundenen Projekte betreuen. ICES setzt seine Overhead-Mittel nicht nur zur Verbesserung der Forschungsumgebung für angebunden Projekte ein, sondern nutzt sie auch zur generellen Stärkung von Forschungsförderung, Nachwuchsförderung und Vernetzung. Zudem werden diese Mittel eingesetzt, um die EUF-weite Forschungsförderung in Zusammenarbeit mit dem Forschungsreferat und ZeBUSS zu stärken z.B. durch die Ko-Finanzierung von Literaturpaketen und den ZWW Nachwuchsförderprogrammen. In den ersten 3 Jahren wurden keine Overheads eingenommen, da die Fördermittelgeber der in dieser Zeit eingeworbenen Projekte generell keine Programmpauschale bzw. Overheads vorsehen. Seit 2021 sind DFG und BMBF Projekte angesiedelt, die 22% bzw. 20% der direkten Projektmittel für die Deckung indirekter Kosten fördern. Insgesamt hat ICES Overheads in Höhe von über 900.000 Euro eingeworben. Hiervon fließen bzw. werden insgesamt ca. 450.000 Euro ans ICES fließen, da diese Overheads noch nach der alten Regel vergeben wurden, die besagt, dass 50% der Overheads an die Projektleitung und die anderen 50% an das jeweilige Forschungszentrum gehen. Nach der Evaluation der Aufbauphase, gelten für ICES die aktualisierten EUF- Regularien, nach denen 45% der Overheads an die zentrale Verwaltung, 25% an das Forschungszentrum und 30% als Bonifikation an die jeweilige Projektleitung fließen. Abbildung 7: Drittmitteleinnahmen für die Deckung indirekter Kosten (Overheads) zwischen 2018 und 2023 in Euro (kalkuliert als Durchschnittswert pro Jahr ausgehend von der bewilligten Fördersumme und Projektlaufzeit) 0 20000 40000 60000 80000 100000 120000 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Jährliche Overheadeinnahmen 2018 - 2024 (in Euro; nach Projekt sortiert) DFG Projekt Roos (09/21-08/24) DFG-ANR Eigmüller (10/21-07/24) DFG Tagung Delhom (07/2022) DFG-DACH Bauriedl (10/22-09/25) DFG Projekt Litty (01/23 - 12/25) DFG-OPUS Gräbner-Radkowitsch (06/23 - 05/26) BMBF GraKo Wüstenberg (01/22 - 10/23) BMBF GraKo Wüstenberg (11/23 - 10/29) BMBF NWG Hertel (02/22 - 04/25) Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 13 2.3 Journal Culture, Practice and Europeanization An ICES angebunden und finanziell, ebenso wie personell unterstützt, ist das Journal „Culture, Practice & Europeanization (CPE; “ISSN 2566-7742). Es ist eine von Expert*innen begutachtete Fachzeitschrift für die Veröffentlichung von Forschungsartikeln, die sich vorwiegend mit der Analyse sozialer Prozesse, Interaktionen und Politiken im Zusammenhang mit der Europäisierung befasst. CPE ist eine Open-Access-Zeitschrift. Die erste Ausgabe erschien im September 2016. Seither wurden 12 Ausgaben veröffentlicht; sechs davon als Special Issue (siehe Tabelle 4). Abbildung 8: Die aktuellste Ausgabe 2/22 mit einer Übersicht an darin veröffentlichten Artikeln Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 14 Als etabliertes Fachorgan trägt CPE dazu bei, Europaforschung zu stärken und sichtbarer zu machen. Seit 2022 erscheint CPE im NOMOS-Verlag, sowohl als Printversion, als auch digital. So können wir die Sichtbarkeit des Journals in der Forschungslandschaft erhöhen. Um sicherzustellen, dass alle Artikel weiterhin im Open Access Format verfügbar sind, wird ICES gemeinsam mit dem Europaausschuss der EUF die Kosten für zunächst drei Jahre übernehmen. Tabelle 4: Special Issues von Culture, Practice and Europeanization Ausgabe Special Issues Titel Herausgeber*innen 02/2022 Global moonshots, European responsibilities: Governance and contestation of eco-social transformation Vincent Gengnagel (EUF), Katharina Zimmermann (Universität Hamburg) 01/2021 Practices of Solidarity in the COVID-19 Pandemic Stefanie Börner (Universität Magdeburg) 01/2020 Narrative and Europeanization Klarissa Lueg (Syddansk Universitet), Sören Carlson (EUF) 02/2019 Knowledge, discourses and practices of EU critique Marlon Barbehön (Universität Heidelberg) Wolf Schünemann (Universität Hildesheim) 01/2019 Countermovements in Europe? A Polanyian perspective Martin Seeliger (EUF), Bernd Sommer (EUF) 03/2018 Europe in turbulent times Sebastian Büttner (Universität Duisburg- Essen), Stefan Bernhard (Institute for Employment Research) 2.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen ICES Research Colloquium Das ICES Research Colloquium bietet allen ICES-Mitgliedern und interessierten Gästen die Gelegenheit, Forschungsprojekte vorzustellen. ICES Mitglieder aus unterschiedlichsten Instituten und Disziplinen haben in den vergangenen Jahren ihre Forschungsvorhaben, Dissertationsprojekte oder Publikationen vorgestellt und mit dem interdisziplinären Publikum diskutiert. Insgesamt haben bisher 41 Personen einen Vortrag gehalten. 34 davon kamen von der EUF, bei 7 handelte es sich um externe Wissenschaftler*innen. Im Herbstsemester 2022/23 wurde es in Kooperation mit dem Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Kolloquium organisiert (siehe Abbildung 9). https://www.uni-flensburg.de/?29815 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 15 Abbildung 9: Programm des ICES Research Colloquiums im Herbstsemester 22/23 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 16 Lectures ICES Lectures bieten renommierten Forschenden außerhalb der EUF die Möglichkeit, ihre Forschung vorzustellen und mit Kolleg*innen an der EUF interdisziplinär zu diskutieren. Bisher haben folgende Lectures stattgefunden. Vortragende*r Institutionelle Anbindung / Fachbereich Titel Semester Prof. Dr. Elin Haf Grufydd Jones University of Wales Trinity Saint David Mediascapes for minority languages FrSe 2022 Prof. Dr. Thomas Wegener Friis Center for Cold War Studies, Syddansk Universitet Deutsch-Dänisches Grenzland im Auge der Nachrichtendienste FrSe 2022 Prof. Dr. Vello Pettai European Center for Minority Issues Minoroties and E-Governance (Antrittsvorlesung) FrSe 2022 Prof. Dr. Maurizio Bach Universität Passau/ EUF, Soziologie Vifredo Paretos Grundlegung der politischen Soziologie der Emotionen (Antrittsvorlesung) FrSe 2022 Prof. Dr. Julie Allen Brigham Young University, USA Cosmopolitan Identities in the German-Danish-Border Region (in Kooperation mit dem Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Kolloquium) FrSe 2021 Dr. Simone Varriale University of Lincoln, UK The coloniality of distinction: class, race and whiteness among post-crisis Italian migrants FrSe 2021 Dr. Fabio Portela Brazil University (ICES Fellow) Constitutionalism as a societal structure: An evolutionary approach to Brexit FrSe 2019 Prof. Dr. Christopher Thornhill University of Manchester Brexit and its consequences for Europe FrSe 2019 Prof. Dr. Anja Weiß Universität Duisburg-Essen Soziologie Globaler Ungleichheiten FrSe 2019 Dr. Maria Gregorio International Council of Museums Italy Reading a literary mind map through European exhibitions and museums HeSe 2019 Dr. Paolo Cuttitta Vrije Universiteit Amsterdam EU-Externalization of migration policies through non-state actors? HeSe 2018/19 Dr. Dana Popescu University Lumiére Lyon 2 CODES; Communication, cultural diversity and solidarity HeSe 2018/19 Dr. Christian Schmidt- Wellenburg Universität Potsdam Europa und seine Krise als umkämpfte Objekte volkswirt. Deutungen im Feld deutschsprach. Volkswirt*innen HeSe 2018/19 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 17 Wasatia School Lectures Die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution kooperiert mit ICES. Im Rahmen des Wasatia Programms finden seit Anfang 2022 regelmäßig Vorträge von international renommierten Wissenschaftler*innen statt, die nicht nur die Promovierenden, sondern alle anderen Mitglieder der EUF ansprechen. Vortragende*r Institutionelle Anbindung / Fachbereich Titel Semester Prof. Dr. Stephan Plant Cambridge University, Facultiy of Divinity The bitterest conflict? An artistic and theological exploration of conflict between brothers in the Bible and the promise of ultimate reconciliation HeSe 2022/23 Rev. Dr. Gary Mason Methodist minister, Belfast Exploring Justice and Reconciliation in the context of the Northern Irish peace process. HeSe 2022/23 Dr. Gerd Hankel Hamburg Institut für Sozialforschung Atonement under Duress – The Dubious Process of Dealing with Rwanda’s Past HeSe 2022/23 Prof. Dr. Robert Vosloo Stellenbosch University, Theology Justice and Reconciliation – Challenges in Post-Apartheid South Africa FrSe 2022 Tagungen & Workshops Mit Unterstützung von ICES und häufig im Kontext affiliierter Projekte fanden seit 2018 folgende Tagungen und Workshops statt. Tagungstitel Organisator*innen Drittmittelgeber und/oder Projektkontext Semester Tagung: "Levinas and the Real: Politics, Community, Religion" Pascal Delhom (EUF) und Annabel Herzog (University Haifa, Israel) DFG Tagungsförderung FrSe 2022 Tagung: Contemporary Challenges for Minority Language Media Craig Willis (European Centre for Minority Issues/ ICES) ECMI, ICES, Erasmus+ FrSe 2022 Feierliche Eröffnung der European Wasatia Graduate School Prof. Dr. Ralf Wüstenberg (EUF, Evangelische Theologie) Wasatia GraKo (BMBF) HeSe 2021/22 https://www.uni-flensburg.de/?50018 https://www.uni-flensburg.de/?50018 https://www.uni-flensburg.de/?30407 https://www.uni-flensburg.de/?30407 https://www.uni-flensburg.de/?id=49516 https://www.uni-flensburg.de/?id=49516 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 18 Workshop ´Conflict and Intercultural Communication’ Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften) Projekt DIREPA-DICOME (Auswärtiges Amt) HeSe 2021/22 Workshops Block courses in Democracy by Hauke Brunkhorst and Chris Thornhill Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (EUF, Soziologie); Prof. Dr. Chris Thornhill (University of Manchester, Law) Humboldt-Forschungspreis (AvH) HeSe 2021/22 FrSe 2021 Workshop Transnational class formation in Europe and beyond Sören Carlson (Soziologie, EUF) Karolina Barglowski (TU Dortmund) ICES FrSe 2021 Tagung Materialitäten und Körperlichkeiten von Border Complexities Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften), Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) Prof. Dr. Iulia Patrut (EUF, Literaturwissenschaft) Border Complexities-Reihe (Deutsch-Französische Hochschule) HeSe 2021/22 Tagung Brandan: Wandel textueller und bildlicher Repräsentationen eines Heiligen im Kontext Prof. Dr. Jörn Bockmann (EUF, Germanistik) ICES Call for Conference Proposals 2019, Thyssen Stiftung HeSe 2019 Tagung „Empörung – Enthusiasmus – Hoffnung. Europäische Revolutionen und gegenwärtige Protestbewegungen“ Prof. Dr. Anne Reichold, in Kooperation mit Prof. Dr. Hauke Brunkhorst EUF-interne Förderung HeSe 2018 Tagung Europäische Grenzräume: Innovationen und Innovatives Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften), Prof. Dr. Iulia Patrut (EUF, Literaturwissenschaft) ICES Call Conference Proposal 2018 HeSe 2018 Tagung Interdisziplinäre Neuperspektivierung von ‚Grenze‘: aktuelle europäische Prozesse Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften), Prof. Dr. Iulia Patrut (EUF, Literaturwissenschaft) ICES Call Conference Proposal 2018 FrSe 2018 Feierliche Eröffnung ICES ICES Direktorium ICES, Europaausschuss FrSe 2018 https://www.uni-flensburg.de/?31278 https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/courses-brunkhorst-thornhill https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/courses-brunkhorst-thornhill https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/workshop-transnational-class-formation-in-europe-and-beyond https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/workshop-transnational-class-formation-in-europe-and-beyond https://bordercomplexities.uni.lu/de/workshops-de/#1573131373877-1371c6ba-e3a5 https://bordercomplexities.uni.lu/de/workshops-de/#1573131373877-1371c6ba-e3a5 https://www.uni-flensburg.de/?27253 https://www.uni-flensburg.de/?27253 https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-conferences/tagung-empoerung-enthusiasmus-hoffnung-europaeische-revolutionen-und-gegenwaertige-protestbewegungen https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-conferences/tagung-empoerung-enthusiasmus-hoffnung-europaeische-revolutionen-und-gegenwaertige-protestbewegungen https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-conferences/tagung-empoerung-enthusiasmus-hoffnung-europaeische-revolutionen-und-gegenwaertige-protestbewegungen https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-conferences/tagung-interdisziplinaere-neuperspektivierung-von-grenze https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-conferences/tagung-interdisziplinaere-neuperspektivierung-von-grenze https://www.uni-flensburg.de/?24797 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 20 3 Förderung von Forschung, Nachwuchs und interner Vernetzung 3.1 Forschungsförderung Die Forschungsförderung am ICES hat einen servicebezogenen Charakter und soll die Forschungsumgebung für ICES Mitglieder verbessern sowie die Drittmitteleinwerbungen stärken. Fördermittel- und Antragsberatung ICES begleitet die Mitarbeiter*innen der EUF im Bereich der Europaforschung von der Projektidee bis hin zum fertigen Förderantrag4. Abbildung 10: Anzahl beratener und über ICES eingereichter Anträge nach Fördermittelgeber Die Antragsberatung wird von ICES Mitgliedern aus verschiedensten Fachbereichen in Anspruch genommen. In den Jahren 2019 und 2020 wurden deutlich weniger Antragssteller*innen beraten als in den Jahren zuvor. Der Rückgang in 2019 und 2020 ist vermutlich durch die Corona-bedingten Veränderungen sowie den personellen Wechsel im Bereich der Antragsberatung begründet. Insgesamt wurden 42% der beantragten Projekte bewilligt. 4 Antrags- und Förderberatungen findet seit Oktober 2017 statt und wird von Dr. Maria Schwab durchgeführt (07/19 – 09/20 vertreten durch Marcel Sebastian). 0 5 10 15 20 25 2018 2019 2020 2021 2022 2023 (vor März) Antragsberatungen (nach Fördermittelgeber) EU DFG Bundesmittel Stiftungen Sonstige durchschnittliche Erfolgsquote: 42% Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 21 Dies spricht für die hohe Qualität der geplanten Forschungsvorhaben gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele Anträge im Rahmen hoch kompetitiver DFG bzw. EU-Ausschreibungen mit Erfolgsquoten von z.T. nicht mehr als 20 bzw. 5% gestellt wurden. Neben Antragsberatungen werden auch Fördermittelberatungen durchgeführt, um die Forschenden bei der Suche nach geeigneten Förderlinien zu beraten. Tabelle 5: Anzahl der Fördermittelberatungen zwischen Januar 2018 und März 2023 Fördermittel- beratungen 2018 2019 2020 2021 2022 2023 (vor März) 32 28 9 19 15 3 Post-Doc Stelle zur Entwicklung eines DFG Antrags Zur weiteren Stärkung der Forschungsleistungen an der EUF wird jährlich eine Stelle zur Entwicklung eines DFG Antrags auf Eigene Stelle ausgeschrieben. Die Stelle geht im Wechsel an die profilgebenden Forschungszentren ZeBUSS und ICES. Alle drei Jahre wird sie themenoffen über das Forschungsreferat ausgeschrieben. Im Jahr 2019 wurde die Stelle am ICES ausgeschrieben und besetzt. Das Vorhaben wurde allerdings nach sieben Monaten aus persönlichen Gründen von der Stelleninhaberin abgebrochen. Die verbliebenen fünf Monate Förderung gingen an Samantha Litty, die Zweitplatzierte bei der 2020 veröffentlichten themenoffen Ausschreibung über das Forschungsreferat. Ihr DFG Antrag zum Thema „Predicting linguistic behaviors via digital mapping: A study of historical multilingualism in the German-Danish border region“ wurde im April 2022 eingereicht und Ende 2022 bewilligt. Das Projekt startete im Januar 2023. Die Post-Doc Stelle zur Entwicklung eines DFG Antrags wurde 2022 um die Möglichkeit, EU-Horizon Europe Anträge zu stellen, erweitert und erneut über ICES ausgeschrieben und besetzt. Im Mai 2023 startet Petek Onur, aktuell Marie-Sklodowska Curie Fellow an der Universität Copenhagen im Fachbereich Soziologie. Sie plant einen ERC- oder DFG Antrag zum Thema „Sewing feminity, contesting honour and modesty: the influence of dress patterns and fashion magazines in the post-war period on Mediterranean women”. Lektoratsangebot Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie bietet die EUF in Kooperation mit ICES und ZeBUSS einen professionellen Lektoratsservice für herausragende wissenschaftliche Publikationen und Forschungsanträge in englischer Sprache an. Dieser Service wird von der EUF-internen Übersetzerin und Redakteurin Laura Cunniff angeboten und steht allen EUF-Professor*innen, Wissenschaftler*innen und Promovierenden kostenlos zur Verfügung. ICES Calls ICES hat in den vergangenen Jahren verschiedene Ausschreibungen zur Förderung von Forschung, Vernetzung und Nachwuchswissenschaftler*innen veröffentlicht. Summer Visiting Fellowship: 2018 wurde ein Summer Visiting Fellowship zur Finanzierung eines dreimonatigen Aufenthalts am ICES für renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Europaforschung ausgeschrieben. Das Fellowship wurde an Dr. Paolo Cuttita vergeben. Neben einem voll ausgestatteten Arbeitsplatz erhielt der Gastwissenschaftler ein Stipendium zur Deckung der Unterkunfts- und Reisekosten (ko- finanziert durch den Europaausschuss). Den Aufenthalt am ICES nutzte Paolo Cuttita, um einen DFG- Antrag zur EU-Migrationspolitik durch nichtstaatliche Akteure vorzubereiten, im Erfolgsfall wäre das Projekt ans ICES angebunden worden. http://www.uni-flensburg.de/ices/aktuelle-ausschreibungen/ices-calls Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 22 Call for Conference Proposals: Mit dem Call for Conference Proposals ruft ICES seit 2018 regelmäßig EUF Mitarbeiter*innen dazu auf, einen Drittmittelantrag für eine internationale und interdisziplinäre Konferenz im Bereich der Europaforschung zu stellen. ICES unterstützt die Organisator*innen bei der Antragsstellung und - einreichung. Für den Fall, dass der Antrag nicht erfolgreich ist, übernimmt ICES Konferenzkosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro. - Im Jahr 2018 wurde der Workshop „Interdisziplinäre Neuperspektivierung von ‚Grenze‘“ von Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaft) und Prof. Dr. Iulia Patrut (EUF, Neuere deutsche Literaturwissenschaft im europäischen Kontext) ausgewählt und gefördert. Er fand in Kooperation mit dem UNI-GR Center for Border Studies der Universität Luxemburg statt. Daraus resultierte die von der Deutsch- Französischen Hochschule geförderte Tagungsreihe Border Complexities. - 2019 hat ICES die Tagung „Brandan: Wandel textueller und bildlicher Repräsentationen eines Heiligen im Kontext“ im Rahmen dieses Calls ausgewählt und unterstützt. Der Drittmittelantrag zur Tagungsförderung durch die Thyssen-Stiftung war erfolgreich, womit die Tagung ohne weitere finanzielle Unterstützung erfolgreich durchgeführt werden konnte. Der Call wurde 2020-2022 nicht ausgeschrieben, da insbesondere auf Grund der Covid-19-bedingten Einschränkungen nur geringe Planungssicherheit bestand. Ab 2023 soll der Call alle zwei Jahre jeweils im Wechsel mit einem Open Call ausgeschrieben werden. Open Call: 2020 hat ICES erstmals einen Open Call zur Unterstützung von geplanten Drittmittelanträgen veröffentlicht. Im Rahmen dieses Calls bietet ICES persönliche Beratung während des gesamten Förderantragsverfahrens und übernimmt Kosten von bis zu 10.000 Euro für Maßnahmen wie Personenmonate für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, ein professionelles Coaching oder andere Aktivitäten, die geeignet sind, einen wettbewerbsfähigen Forschungsantrag vorzubereiten. Erhalten hat die Förderung Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften). Es konnten hierdurch zwei Personenmonate für die Vorbereitung eines internationalen Graduiertenkollegs zum Thema „The Formation of Europe within a Space of Communication“ (Verlängerung des MEWEB Projekts) finanziert werden. Diese Förderung hat einen wichtigen Beitrag zur Einreichung eines Doctoral Network Antrags im November 2022 im Rahmen des renommierten Marie Skłodowska Curie Programms (EU-Horizon Europe) geleistet. Im Jahr 2022 hat sich das Direktorium dafür entschieden, statt des Call for Conference Proposals und des Open Call zusätzliche Mittel für Nachwuchswissenschaftler*innen bereitzustellen, da diese in den vorhergehenden Jahren kaum Feldforschung und Archivreisen planen konnten und dadurch erhöhter Förderbedarf bestand. ICES Call for Field Research Proposals: Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der EUF veröffentlicht ICES seit 2019 regelmäßig einen Call for Field Research Proposals. Im Rahmen des Calls werden Feldforschungs- und Archivaufenthalte finanziert. Seit 2022 wird er um die Möglichkeit an Methodenschulungen teilzunehmen erweitert. Insgesamt wurden 23 Anträge bewilligt. Die Gesamtfördersumme, die im Rahmen dieses Calls bisher bewilligt wurde, beträgt ca. 30.000 Euro. Weitere Angebote und Aktivitäten im Rahmen der ICES Forschungsförderung ICES bietet seit 2018 auf seiner Homepage eine umfangreiche Datenbank für Fördermöglichkeiten im Bereich der Europaforschung, die monatlich aktualisiert wird. Seit 2018 werden einmal im Monat die neu http://www.uni-flensburg.de/ices/aktuelle-ausschreibungen/ices-calls https://www.uni-flensburg.de/?28570 https://www.uni-flensburg.de/?27253 https://www.uni-flensburg.de/?27253 http://www.uni-flensburg.de/ices/aktuelle-ausschreibungen/ices-calls http://www.uni-flensburg.de/ices/aktuelle-ausschreibungen/ices-calls https://www.uni-flensburg.de/ices/aktuelle-ausschreibungen/ Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 23 veröffentlichten Ausschreibungen im Rahmen des ICES Newsletters angekündigt, der zunächst an alle ICES Mitglieder und seit November 2020 auch an alle wissenschaftlichen EUF Mitarbeiter*innen geschickt wird. ICES arbeitet weiterhin eng mit dem Forschungsreferat der EUF sowie dem Zentrum für Bildungs- Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung (ZeBUSS) im Bereich Forschungsförderung und Forschungspolitik an der EUF zusammen. ICES organisiert regelmäßig und in den meisten Fällen gemeinsam mit ZeBUSS und dem Forschungsreferat Informationsveranstaltungen. Diese Veranstaltungen bieten eine gute Möglichkeit, um über Angebote im Bereich Forschungs- und Nachwuchsförderung an der EUF zu informieren und schafft eine Plattform für Austausch und Kennenlernen. Sehr gut angenommen wurde das seit 2021 jährlich stattfindende Welcome Forum Forschung, das zusammen mit dem ZeBUSS organisiert wird. Neue Mitarbeiter*innen waren eingeladen, sich an Thementischen über die Angebote der Forschungszentren und anderen zentralen Einrichtungen der Forschungsförderung zu informieren und in einen persönlichen Austausch zu treten. ICES beteiligte sich auch an dem jährlich stattfindenden Tag der Forschungsförderung, an dem ebenfalls EUF-interne Forschungsförderung vorgestellt wird. Zudem informiert ICES, regelmäßig zusammen mit ZeBUSS, über aktuelle Ausschreibung relevanter Fördereinrichtungen wie BMBF und Volkswagen Stiftung. Jährlich findet auch eine Informationsveranstaltung für promotionsinteressierte M.A. Studierende mit dem ZeBUSS statt (einmal im Jahr seit HeSe 2020), eine Infoveranstaltung für Studierende im M.A.. European Studies (einmal im Jahr seit 2022), eine Infoveranstaltung für Promovierende (einmal im Jahr seit HeSe 2020), ebenso wie eine Infoveranstaltung zur Aufnahme von Scholars at Risk (März 2022) und eine Infoveranstaltung für Post-Docs (geplant jährlich ab April 2023). Hinzukommen Informationsveranstaltungen von Beratungsstellen wie KOWI (FrSe 2019, HeSe 2018) und ELFI (FrSe 2018), ebenso wie ein Workshop zur Professionalisierung in der Antragsstellung (HeSe 2018). 3.2 Nachwuchsförderung, Vernetzung und Community-Building ICES Mitglieder ICES Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf verschiedenste Weise einzubringen und damit das Zentrum mitzugestalten bspw. über Projekte, Vorträge, Einladungen von Gastwissenschaftler*innen, Organisation von Konferenzen oder Angebote im Bereich der Nachwuchsförderung. Sie erhalten Unterstützung im Sinne der Forschungsförderung, Vernetzung und Nachwuchsförderung. Die ICES Mitglieder wählen seit 2020 alle zwei Jahre das Direktorium und können sich hierfür zur Wahl stellen. Aktuell hat ICES 117 Mitglieder. 84 sind Mitglieder der EUF und stammen aus 9 Instituten und 24 Abteilungen bzw. Seminaren sowie 7 weiteren Bereichen der EUF. Die Abteilungen und Institute, die sich mit Europaforschung befassen, sind demnach weitestgehend in der Mitgliederschaft vertreten. 34 Mitglieder sind außerhalb der EUF angesiedelt und stammen aus 7 Ländern (Deutschland, USA, Spanien, Dänemark, Großbritannien, Brasilien, Russland, Ukraine). ICES Research School Im Januar 2019 wurde die ICES Research School gegründet. Zurzeit sind 16 Doktorand*innen und 7 Post-Docs aus insgesamt 9 verschiedenen Fachbereichen angebunden. Die von ICES und den Mitgliedern der Research School definierten Hauptziele sind: 1) die Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Nachwuchsforscher*innen an der EUF/ICES zu verbessern und 2) Gelegenheiten zur Vernetzung und zum Austausch zwischen Nachwuchsforscher*innen zu schaffen. Vor dem Hintergrund des ersten Ziels hat ICES in Kooperation mit dem Forschungsreferat der EUF, dem ZeBUSS und dem ZWW das Qualification Program for early stage Researchers (QP) an der EUF etabliert. Die Fortbildungsmaßnahmen umfassen beispielsweise die https://www.uni-flensburg.de/?31197 https://www.uni-flensburg.de/?52081 https://www.uni-flensburg.de/?30182 https://www.uni-flensburg.de/?50822 https://www.uni-flensburg.de/?49872 https://www.uni-flensburg.de/?50723 https://www.uni-flensburg.de/?50723 https://www.uni-flensburg.de/?30181 https://www.uni-flensburg.de/ices/wer-wir-sind/personen/ices-mitglieder-europaprofessoren/ https://www.uni-flensburg.de/?30726 https://www.uni-flensburg.de/?52105 https://www.uni-flensburg.de/?52105 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 24 Weiterentwicklung methodischer Kompetenzen, Workshops zur Stellung von Drittmittelanträgen und zur Durchführung von Forschungsprojekten. Bis ca. 2020 fanden die Veranstaltungen überwiegend auf Deutsch statt. Das englischsprachige Angebot wurde allerdings seither substantiell ausgeweitet, so dass nun auch internationale Nachwuchswissenschaftler*innen bessere Qualifizierungsmöglichkeiten haben. Mit der Research School ergänzt ICES das QP mit fachspezifischen Angeboten für ICES Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich der sozial- und geisteswissenschaftlichen Europaforschung. Das ICES Research Colloquium bietet bspw. seit 2018 eine Plattform für die Nachwuchswissenschaftler*innen, um ihre Forschung vorzustellen und interdisziplinär zu diskutieren. Seit dem FrSe 2022 wurde das Research Colloquium um regelmäßige ICES Research Atelier Sitzungen. Hier können die Promovierenden und Post-Docs „work-in-progress“ vorstellen und peer-to-peer diskutieren. Erfahrene Professor*innen aus der ICES Mitgliederschaft leiten im regelmäßigen Wechsel die Research School und damit auch die Research Atelier Sitzungen. Im FrSe 22 und HeSe 22/23 übernahmen Prof. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) und Prof. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften) die Leitung der Research School. Seit dem FrSe 22 wird die Research School von Prof. Monika Eigmüller und Prof. Claudius Gräbner-Radkowitsch (EUF, Plurale Ökonomik) geleitet. Ergänzt wird das Qualifizierungsprogramm von spezifischen Workshops, Methodenschulungen und Kolloquien (siehe Tabelle 6). Die meisten dieser Veranstaltungen finden im Kontext aktueller Projekte oder auf Initiative von ICES Mitgliedern hin statt. Tabelle 6: Kolloquien und Summer/Winter Schools, die in Kooperation mit ICES stattfanden Thema Verantwortliche Wissenschaftler*innen Semester Digital ValCon Spring School on “Visual Content Analysis on Social Media” Prof. Dr. M. Eigmüller, N. Hesse, Dr. Stefan Wallaschek (alle EUF, ValCon/ Soziologie) in Kooperation mit der Scuola Normale Superiore Florenz (H.J. Trenz) FrSe 22 Sommerschule "Grenzforschung am Schnittpunkt von Fächergrenzen" Dr. Nikola Tietze (Soziologie) in Kooperation und durchgeführt von dem Centre Marc Bloch und der HU Berlin HeSe 21/22 Block courses "Democracy" (transnational human rights and a social-welfare state & militarization, nationalism and disciplining) Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (EUF, Soziologie) Prof. Dr. Chris Thornhill (Manchester, Law) FrSe21 PhD Kolloquium "Research Design in Social Science" Prof. Dr. Ulrich Glassmann (Comparative Political Economy) FrSe 22 Kolloquium Michel Foucault: Die Geburt der Biopolitik Prof. Dr. Maurizio Bach (Soziologie) FrSe 22 Kolloquium Michel Foucault Prof. Dr. Maurizio Bach (Soziologie) HeSe 21/22 Kolloquium N. Elias Prof. Dr. Maurizio Bach (Soziologie) FrSe 21 Colloquium Democratic crisis, its causes, and its potential remedies Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (EUF, Soziologie) Prof. Dr. Chris Thornhill (Manchester, Law) HeSe 20/21 Summer School "Islam und Demokratie" Prof. Dr. Ralf Wüstenberg (EUF, Ev. Theologie) FrSe 19 Summer School DIREPA DICOME (´Conflict and Intercultural Communication’) Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften) FrSe 19 Summer School CODES Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Medienwissenschaften) FrSe 19 https://www.uni-flensburg.de/?53586 https://www.sns.it/it/evento/visual-content-analysis-social-media https://www.sns.it/it/evento/visual-content-analysis-social-media https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/summer-school-grenzforschung https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/summer-school-grenzforschung https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/courses-brunkhorst-thornhill https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/phd-colloquium-research-design-in-social-science https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/phd-colloquium-research-design-in-social-science https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/kolloquium-michelle-foucault-geburt-der-biopolitik https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/kolloquium-michelle-foucault-geburt-der-biopolitik https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/kolloquium-michelle-foucault-geburt-der-biopolitik https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/weitere-kolloquien/kolloquium-n-elias-mit-prof-dr-m-bach https://www.uni-flensburg.de/?29387 https://www.uni-flensburg.de/?29387 https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/summer-school-islam-and-democracy https://www.uni-flensburg.de/ices/termine/abgeschlossene-veranstaltungen/ices-workshops-summer-schools/summer-school-direpa-dicome Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 25 Im Jahr 2022 wurde die ICES Research School um die aktuell zwölf Mitglieder der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution erweitert. Die Graduiertenschule will einen Prozess der Versöhnung über Grenzen hinweg anstoßen und wird von der Idee des interkulturellen und interreligiösen Austauschs getragen. Ihr Ziel ist es, kompetente Multiplikatoren aus Israel, Palästina und anderen Ländern der Welt auszubilden. Im Rahmen der Wasatia Graduiertenschule findet jedes Semester ein themenspezifisches Qualifizierungsprogramm statt. Die Angebote können auch von anderen Mitgliedern der Research School genutzt werden. Die Graduiertenschule hat Ende 2022 vom BMBF die Förderzusage für weitere sechs Jahre erhalten. Dies umfasst die Finanzierung einer Koordinationsstelle und insgesamt 20 Stipendien für Promovierende. Mit der Kooperation schaffen wir für die Research School und die Wasatia Graduiertenschule wichtige Synergieeffekte im Sinne der Qualifizierung und Vernetzung (Weitere Informationen zur Graduiertenschule im Annex). Corona-Chats und Lesekreise Im Zuge der Corona-Einschränkungen entstanden fast wöchentlich stattfindende Online-Corona- Diskussionskreise. ICES Mitglieder haben diese aus dem Wunsch heraus, aktuelle politische Entwicklungen (z.B. BGH-Urteil zu Staatsanleihen) aus den unterschiedlichen disziplinären Perspektiven zu diskutieren, ins Leben gerufen. Aus den Chats hervorgegangen ist ein Lesekreis. Dieser startete im Oktober 2020 mit Achille Mbembe’s Buch „Kritik der Schwarzen Vernunft. Im Herbstsemester 21/22 wurde Andreas Reckwitz (2020), "The society of singularities" gelesen und diskutiert, im Frühjahrssemester 21 Katharina Pistor (2020) The Code of Capital - How the Law Creates Wealth and Inequality. Aus dem Lesekreis hervorgegangen ist eine Einladung von Katarina Pistor zum Interdisziplinären Kolloquium. Weitere ICES Förderangebote Seit November 2020 ko-finanziert ICES die institutionelle ECPR (European Consortium For Political Research) Vollmitgliedschaft. Mitglieder der EUF können damit u.a. die ECPR-Veranstaltungen wie Futures Lab, Winter School und Summer School, Joint Sessions of Workshops und General Conference zu einem stark ermäßigten Preis besuchen und erhalten Zugang zu einer Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten für Wissenschaftler*innen. Seit 2021 wird die Mitgliedschaft ko-finanziert durch Abteilungsmittel von Ulrich Glassmann, Uwe Pütter, Christof Roos und Monika Eigmüller. ICES ko-finanziert zusammen mit der ZHB und aus zentralen Haushaltsmitteln Online-Literaturpakete im Bereich der Europaforschung. Dies umfasst Oxford Scholarship Pakete (Business and Management, Economics and Finance), Journal of European Public Policy und Common Market Law Review, ebenso wie Beck Online Premium. Ko-Finanziert hat ICES zudem Einzellizenzen für die Financial Times und ein Abonnement der Süddeutschen Zeitung für die gesamte Universität. Insgesamt belaufen sich die von ICES getragenen jährlichen Kosten für Literatur auf ca. 8.000 Euro. Gastaufenthalte Zur weiteren internationalen Sichtbarmachung und zur Anbahnung gemeinsamer Forschungsprojekte laden ICES-Mitglieder regelmäßig Forschende zu Gastaufenthalten ein. Folgende Gastwissenschaftler*innen waren bisher als Gäste am ICES: - Prof. Dr. Ferdinand von Mengden (Prof. IZ Sprachen Europas an der Freien Universität Berlin) wurde eingeladen von Prof. Dr. Nils Langer (Friesisches Seminar) (September – Oktober 2022). - Prof. Dr. Stefan Immerfall (Prof. in der Soziologie der PH Schwäbisch Gmünd) wurde eingeladen von Prof. Dr. Monika Eigmüller und Dr. Vincent Gengnagel (beide Soziologie) (November 2022) https://www.uni-flensburg.de/?30731 https://www.uni-flensburg.de/?30731 https://www.uni-flensburg.de/?50006 https://www.uni-flensburg.de/?30163 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 26 - Dr. Christian Wille (UniGR Luxemburg - Center for Border Studies) ist Partner im Projekt “Border Complexities” und hat seinen Aufenthalt genutzt, um gemeinsame Publikationen auf den Weg zu bringen (Juni bis August 2021). - Emanuel Lerch (Institut für Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies der Universität Wien) arbeitete im Zuge seines Aufenthalts zusammen mit Prof. Dr. Anna K. Mangold (Europarecht) an der Frage "Privatheit als demokratisches Gut?" (Juni 2021). - Prof. Dr. Christopher Thornhill (University of Manchester, Professor of Law) ist Humboldt Forschungspreisträger am ICES seit Mai 2019. 2021 hat er zusammen mit Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (Soziologie) Blockseminare zu verschiedenen Fragen rund um „Demokratie“ für Nachwuchswissenschaftler*Innen angeboten (Mai und Dezember 2021). - Prof. Dr. Thomas Wegener Friis (Prof. für Geschichte und Leiter des Center for Cold War Studies, Syddansk Universitet) arbeitet im Rahmen seines Aufenthalts u.a. zusammen mit Hedwig Wagner und Tobias Nanz (Europäische Medienwissenschaften) an einem MSCA Doctoral Network Antrag. Im März 2022 hielt er eine ICES Lecture (seit Mai 2021). - Dr. Martin Welsch (Stipendiat der Fritz-Thyssen Stiftung) hat im Rahmen seines Aufenthalts an einem DFG Antrag auf Eigene Stelle zu Kant, Rousseau und Nietzsche gearbeitet und diesen über ICES eingereicht. Betreut wurde er von Hauke Brunkhorst (Soziologie), Anne Reichold (Philosophie) und Anna Katharina Mangold (Europarecht) (Februar bis Juni 2021). - Giulia Lasagni (Department of Philosphy, University of Parma) wurde eingeladen und arbeitete zusammen mit Prof. Dr. David Schweikard (EUF, Philosophie) (FrSe 2020) - Prof. Dr. Darrell Conklin (University of the Basque Country UPV/EHU) arbeitet im Themenfeld Music Informatics (2019 - 2022). - Dr. Fabio Portela Lopes de Almeida (University of Brasilia) wurde eingeladen von Hauke Brunkhorst und hielt u.a. eine ICES Lecture (Mai – Juli 2019) - Dr. Paolo Cuttita (University of Amsterdam, Geography) war am ICES im Rahmen des Visiting Summer Fellowships und schrieb an einem DFG Antrag, der über ICES eingereicht werden sollte (Oktober – Dezember 2018) Weitere Anfragen und Angebote Im Juli 2021 erhielt das Präsidium der EUF eine Anfrage des Schleswig-Holsteinischen Landtages, 20 Fragen für die Konferenz zur Zukunft Europas zu beantworten. ICES hat Wissenschaftler*Innen im Bereich der Europaforschung angefragt und die Antworten gesammelt. Die Stellungnahme hat uns eine Möglichkeit geboten, die Sichtbarkeit von ICES für die Landespolitik zu stärken und einen Beitrag zur künftigen Ausrichtung der Europapolitik des Landes zu leisten. Im April 2023 wurde ICES zusammen mit den „Europaprofessuren“ dem Europaausschuss des Landtags auf dessen Einladung hin vorgestellt. Weitere Anfragen umfassten bspw. eine Darstellung von ICES-Projekten und Forschungsschwerpunkten für den Wissenschaftsempfang des Landes Schleswig-Holstein und eine Recherche zu möglichen afghanischen Partneruniversitäten und Forschenden, um kurzfristig Kontakte zu knüpfen und eine*n Forscher*in hier aufnehmen zu können. Zudem hat ICES 2022 in Abstimmung mit dem Präsidium und dem Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten (ProRef) der EUF ein Konzept zur Aufnahme geflüchteter Wissenschaftler*innen entwickelt. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 27 4 Zielsetzung vor dem Hintergrund der Evaluation Wir sehen die Evaluation als Chance, ICES in der darauffolgenden vierjährigen Auf- und Ausbauphase erfolgreich weiter zu entwickeln. Im folgenden Kapitel werden wir die von uns gesetzten Ziele vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Aufbauphase und deren Implikationen für die Auf- und Ausbauphase diskutieren: (1) Stärkung der Europaforschung an der EUF (2) Weitere thematische Profilierung des ICES durch die Weiterentwicklung des gemeinsamen Forschungsprofils (3) Steigerung der Anzahl und Sichtbarkeit drittmittelfinanzierter Forschung 4.1 Stärkung der Europaforschung an der EUF Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen während der Aufbauphase Dieses Ziel spiegelt das Anliegen wider, als interne Serviceeinrichtung für die gesamte EUF zu agieren, und umfasst neben der Stärkung von Forschungsberatung und -unterstützung (siehe Ziel 3) die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Vernetzung an der EUF. Die Nachwuchsförderung im Bereich der Europaforschung wurde substantiell gestärkt. Promovierende in diesem Forschungsbereich hatten zuvor an der EUF außerhalb des DokNet und der fachübergreifenden Fortbildungen des ZWW nur wenig Möglichkeiten, sich zu vernetzen und zu qualifizieren. Mit der Etablierung der Research School ist es ICES gelungen, durch themenspezifische Angebote einen Ort für Feedback und Austausch zu schaffen und Feldforschungs- und Archivaufenthalte ebenso wie externe Methodenschulungen zu finanzieren (ICES Call for Field Research and Qualification Grants) und als Ansprechpartner in vielen Belangen zur Seite zu stehen. ICES hat sich im Sinne der Stärkung der Europaforschung an der EUF auch das Ziel gesteckt, die Vernetzung von Wissenschaftler*innen über Disziplinen, Institute und Abteilungen hinweg zu fördern. Veranstaltungen wie das Research Colloquium bringen den wissenschaftlichen Nachwuchs und erfahrene Wissenschaftler*Innen aus verschiedenen Fachbereichen zusammen und befördern einen produktiven und bereichernden Austausch. Tagungen wie die Border Complexities Konferenz und zahlreiche disziplinübergreifende Projektanträge verdeutlichen die Kooperation von Forschenden aus oft sehr unterschiedlichen Fachdisziplinen an der EUF. Es zeigt sich weiterhin, dass die Europaexpertise der Universität von der Landespolitik stärker wahrgenommen und in Anspruch genommen wird. Der Erfolg der profilgebenden Forschungszentren ICES und ZeBUSS spiegelt sich auch in der Entscheidung der Universitätsleitung wider, den Weg der dezentralen Forschungsförderung über diese Zentren weiter zu verfolgen und ein drittes Zentrum im Themenfeld „Transformation und Nachhaltigkeit“ zu etablieren. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre bedeuten allerdings auch, dass mit immer mehr großen Projekten, Mitarbeiter*innen, Veranstaltungen und Anfragen eine immer größer werdende Arbeitslast der Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 28 wissenschaftlichen Koordination und im Bereich der Verwaltung einhergeht. Im Sekretariatsbereich wurde deshalb 2021 eine Aufstockung über ICES Mittel in die Wege geleitet. Bei der Beantragung größerer Projekte werden, wo möglich, auch Stellenanteile für Projektmanagement und Koordination beantragt. Perspektiven und Prioritäten für die folgende Ausbauphase Als zentrale Serviceeinrichtung der EUF möchten wir weiterhin Europaforschung aus allen Disziplinen fördern und Interdisziplinarität stärken. Damit einhergehend wird die Bedeutung und das Verhältnis von Interdisziplinarität und Disziplinarität ebenso wie das Verhältnis von Themenoffenheit und Profilschärfung eine Chance und gleichzeitig auch eine große Herausforderung der nächsten Jahre sein. Unser Ziel ist es, auf der einen Seite bestmöglich Qualifizierung und Vernetzung innerhalb der eigenen Disziplin zu befördern und gleichzeitig die Kompetenzen im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit zu stärken. Insbesondere in der Nachwuchsförderung spielt dies eine große Rolle. Um Interdisziplinarität zu befördern, werden wir proaktiv und unabhängig von Projekten spezifische Workshops zum interdisziplinären Arbeiten und den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen anbieten (u.a. publishing strategies). Zudem möchten wir, dass auch weiterhin ein Team aus bis zu zwei Professor*innen verschiedener Disziplinen die Leitung des Research Ateliers turnusmäßig übernimmt und eine interdisziplinär ausgerichtetes Research Colloquium Programm gewährleistet ist. Zur Stärkung disziplinärer Vernetzung und Qualifizierung, möchten wir auch weiterhin darauf setzen, die Teilnahme an EUF-externen Methodenschulungen und Seminaren finanziell zu fördern. EUF-extern stattfindende disziplin- und themenspezifische Fortbildungen bieten nicht nur eine Chance, sich bestmöglich zu qualifizieren, sondern sich auch innerhalb der jeweiligen Fach-Community gut zu vernetzen. In diesem Sinne möchten wir auch weiterhin Mitgliedschaften wie die ECPR Mitgliedschaft finanzieren und die Förderung je nach Bedarfen der Mitglieder auf andere Fachgesellschaften ausweiten. Zur disziplin- und themenspezifischen Qualifizierung werden auch die angebundenen Projekte und institutionellen Partnerschaften beitragen. Sie schaffen Ressourcen, um als Forschungszentrum disziplinspezifische Tagungen, Workshops und Fortbildungen auszurichten bzw. zu unterstützen. 4.2 Weitere thematische Profilierung des ICES Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen während der Aufbauphase Profilbildung ist für ICES zentral, da Interdisziplinarität nicht nur zahlreiche Chancen, sondern auch vielfältige Herausforderungen mit sich bringt. Dies zeigt sich nicht nur im Bezug auf von Methoden, Theorien und Definitionen, sondern auch bei der Sichtbarmachung von Forschungserfolgen. Die nationale und internationale Forschungslandschaft ist in weiten Teilen stark disziplinär organisiert und vernetzt und die typischen Indikatoren zur Messung von Forschungsqualität und -erfolg unterscheiden sich zwischen Disziplinen teils drastisch. Man muss sich entsprechend in verschiedensten Communities auf unterschiedliche Art und Weise „einen Namen machen“. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, spielte die Weiterentwicklung des Forschungsprofils in der Aufbauphase eine zentrale Rolle für ICES. Neben der Ausarbeitung eines Forschungsschwerpunktes ‚interdisziplinäre Europaforschung‘, identifizierte das ICES Direktorium 2019 „Zentrum-Peripherie“ als verbindendes, interdisziplinäres Forschungsthema. Die Themen und Fragestellungen rund um Zentrum- Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 29 Peripherie knüpfen an bestehenden Forschungsschwerpunkte an, innovative Impulse wurden im Laufe der letzten Jahre gesetzt und Synergien mit der Internationalisierungsstrategie der EUF wurden deutlich. Dem gegenüber steht, dass das große Engagement der einzelnen ICES Mitglieder ein sehr facettenreiches, sich immer wieder veränderndes thematisches Profil schafft. Themenschwerpunkte entwickeln sich dynamisch aus der vorhandenen Expertise, den angebundenen Forschungsprojekten und den Forschungserfolgen von ICES Mitgliedern. Zusammen mit unserem Anspruch, alle ICES Mitglieder themenoffen im Bereich der Europaforschung zu beraten und unterstützen, war es herausfordernd, mit einem übergeordneten Forschungsthema in Erscheinung zu treten und das Profil dahingehend deutlich zu schärfen. Perspektiven und Prioritäten für die folgende Ausbauphase Das verbindende Element am ICES ist und soll nicht eine einzelne Disziplin oder ein einzelnes Forschungsthema sein, sondern ein gemeinsames Interesse an Europaforschung und eine große interdisziplinäre Offenheit. Neben dem gängigen Kanon der Europaforschung, geprägt durch sozial-, rechts- und politikwissenschaftliche Arbeiten, wollen wir weiterhin systematisch Kultur- und Geisteswissenschaften einbinden und dadurch einen echten interdisziplinären Dialog stärken. Wir möchten einen Raum für die Diskussion und Triangulation vielfältiger Methoden und Theorien bieten. ICES soll auch zukünftig ein Ort für Forschung mit unterschiedlichen Europaverständnissen und ein Ort für eine konstruktive Begegnung zwischen diesen Perspektiven sein. Die multi- und interdisziplinäre Betrachtung Europas, die dabei über die EU hinausgeht, verdeutlicht, dass Europa stets neu ausgehandelt wird. Die Projekte, Publikationen und die Diskussionen am ICES befördern Forschung mit einem solchem Blick auf Europa als moving target. Wir streben auch in Zukunft an, Gremien wie das ICES Direktorium und die Leitung der Research School interdisziplinär zu besetzen. Disziplinschwerpunkte entwickeln sich aber dynamisch, v.a. aus dem Engagement der Mitglieder und den damit verbundenen Forschungsaktivitäten. Aktuell fördert ICES viele Projekte, Forschungsaktivitäten und Veranstaltungen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch zunehmend aus den Sprach- und Wirtschaftswissenschaften. Mit der für 2023 geplanten Anbindung von KURS (Zentrum für kleine und regionale Sprachen, geleitet von Prof. Dr. Karoline Kühl, dänische Sprachwissenschaft) und dem sich derzeit in Gründung befindenden Centre for Irish Studies (geleitet von Prof. Dr. Michelle Witen, English and Irish Literature) werden die aktuell nur wenig vertretenen sprach- und literaturwissenschaftlichen Forschungsperspektiven gestärkt. Am ICES versammeln wir damit im Bereich der interdisziplinären Europaforschung die notwendige Expertise, um gemeinsam innovative Forschung zu aktuellen und historischen Herausforderungen, die Europa betreffen, zu fördern. Ausgehend von den Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre möchten wir von einer thematischen Fokussierung absehen und wollen stattdessen einen methodischen und theoretischen Ansatz interdisziplinärer Europaforschung entwickeln. So möchten wir ein gemeinsames Forschungsprogramm gestalten, das für die Forschung der ICES Mitglieder und grundlegend auch für die interdisziplinären europawissenschaftlichen Studiengänge an der EUF Impulse setzen kann. Durch dieses gemeinsame Forschungsprogramm erzeugen wir Synergien, entfalten Innovationskraft und stärken die Sichtbarkeit in der internationalen Forschungslandschaft mit einem erkennbaren Profil. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 30 4.3 Steigerung der Anzahl und Sichtbarkeit drittmittelfinanzierter Forschungsprojekte Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolge während der Aufbauphase Es sind vor allem das große Engagement der ICES Mitglieder und ihre Forschungserfahrung und -erfolge, die den Umfang und die Sichtbarkeit der Europaforschung an der EUF deutlich erweitert haben. Am ICES haben wir in den letzten Jahren unsere Mitglieder bei der Einwerbung drittmittelgeförderter Forschungsprojekte durch Antragsberatung und -begleitung dabei unterstützt. Hinzu kamen verschiedene Möglichkeiten der (Anschub- )finanzierung und Qualifizierung für ICES Mitglieder. Es ist uns gelungen, im Laufe der Jahre EUF- Mitarbeiter*innen aus allen Fachbereichen und Karrierestufen anzusprechen und zu beraten. Eine Mitarbeiter*innenbefragung in 2019 zeigte, dass die Angebote an den Zentren, insbesondere die Antragsunterstützung, nicht nur häufig in Anspruch genommen wurde, sondern auch das am positivsten bewertete Instrument in der Forschungsförderung der EUF ist. Die Infrastruktur und Beratung haben bspw. viele Forschende darin bestärkt, die Funktion des bzw. der Koordinator*in für große Forschungsanträge und - vorhaben zu übernehmen. Gerade die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die Bemühungen im Bereich der Forschungsförderung mit der erfolgreichen Einwerbung und Anbindung vieler Forschungsprojekte Früchte getragen haben. Es sind aktuell 16 Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen in Höhe von 6,4 Mio. Euro angebunden. Seit 2021 wurden auch Projekte eingeworben, die Programmpauschalen zur Deckung indirekter Kosten beinhalten. Dies schafft zusätzliche finanzielle Möglichkeiten zur Ausweitung unseres Förderprogramms. ICES Projekte sind zum größten Teil der Grundlagenforschung zuzuordnen. Auch angebunden sind Projekte mit dem Ziel der Vernetzung, Nachwuchsförderung, Tagungsfinanzierung und Outreach in die nichtakademische Community (bspw. Schulen, Landespolitik und Medienvertreter*innen). Die Projekte werden gefördert aus DFG-, Bundes- und Stiftungsmitteln, womit wir ein diversifiziertes Portfolio an Fördermittelgebern erreicht haben. Bisher kaum eingeworben wurden Projekte, die im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020/ Horizon Europe gefördert werden. Es werden allerdings zunehmend EU-Anträge gestellt. Allein in 2022 wurden 4 ERC Anträge und ein MSCA Doctoral Network Antrag gestellt. Der Anspruch, ein multi- und interdisziplinäres Forschungszentrum zu sein, spiegelt sich in den Projekten wider. Gerade größere Verbundprojekte sind häufig interdisziplinär angelegt bzw. beziehen verschiedene Disziplinen in die Forschung ein. Auch EUF-intern ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit über die Institutsgrenzen hinweg deutlich zu erkennen. So vereint bspw. das DFG/ANR-Projekt ACCESS-Plus Expertise aus den Bereichen Soziologie, Politikwissenschaften und Europarecht an der EUF und das Wasatia Graduiertenkolleg bindet zwölf verschiedene Professor*innen ein. Perspektiven und Prioritäten für die folgende Ausbauphase Es ist uns weiterhin wichtig, in allen für die Europaforschung relevanten Förderlinien zu beraten und sowohl Nachwuchswissenschaftler*innen, als auch Professor*innen bestmöglich über den gesamten Antragsprozess hinweg zu unterstützen. Um eine optimale Beratungsinfrastruktur bei einer steigenden Anzahl an Antragberatungen für großvolumige Forschungsprojekte weiterhin gewährleisten zu können, würden wir die Einrichtung eines EU-Büros re-finanziert aus eingeworbenen Forschungsmitteln, wie es auch im STEP Rise vorgeschlagen wird, sehr begrüßen. Ein EU-Büro, das in enger Kooperation mit den Forschungszentren alle Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 31 Verwaltungsaufgaben übernimmt, kann Antragsstellungen für alle Mitglieder der EUF umfassend unterstützen und erfolgreich eingeworbene Projekte auf Seiten der Administration entlasten. In der Förderlandschaft spielt die Erreichung nicht-akademischer Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend eine Rolle. Für ein längerfristiges, drittmittelunabhängiges Engagement im Bereich Outreach und Communication sind umfangreiche Ressourcen erforderlich, welche die aktuelle Ausstattung in weiten Teilen überschreiten. In Abhängigkeit von den Forschungsinteressen und -aktivitäten der ICES Mitglieder können allerdings Drittmittel mittelfristig und projektbezogen einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer in die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft leisten. Gerade größere EU-Horizon Verbundprojekte stellen umfangreiche Mittel hierfür bereit. Die steigenden Einnahmen durch die eingeworbenen Overheads schaffen für ICES zusätzlichen finanziellen Spielraum, um mittelfristig über die etablierten Maßnahmen hinaus, Neues zu entwickeln und auf größere Investitionen anzusparen. Möglich wäre in diesem Zusammenhang bspw. die Einstellung oder Aufstockung einer bzw. eines Post-Docs zur Antragsstellung für ein größeres Drittmittelprojekt. Gerade strukturbildende und mit größerer Sichtbarkeit verbundene Projekte erfordern große Personalressourcen in der Beantragung. Wichtig ist auch, mit den Programmpauschalen Vorhaben im Bereich der Nachwuchsförderung und Vernetzung auszuweiten. Mit den ICES Overheads möchten wir zudem auch in Zukunft nicht nur die Projekte mit Programm- bzw. Projektpauschalen bestmöglich unterstützen, sondern auch diejenigen Projekte, die ohne Overheads und mit zu knappen Projektmitteln ausgestattet sind. Mit einer steigenden Anzahl an Projekten und dem Ziel mehr großvolumige EU-Projekte einzuwerben, steigt auch die Notwendigkeit, die personellen Ressourcen auszuweiten. Administrative Unterstützung ist erforderlich bei einer zunehmenden Anzahl an projektbezogenen wissenschaftlichen Veranstaltungen, bei der Abrechnung von steigenden projektbezogenen Ausgaben, ebenso wie für die Bereitstellung von Forschungsinfrastruktur, Betreuung und Beratung für eine größere Anzahl an wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Um unsere Mitglieder bei steigender Arbeitslast, weiterhin bestmöglich unterstützen zu können, ist es notwendig, die personellen Ressourcen im Sekretariatsbereich und durch Hilfskräfte auszuweiten. Insgesamt hat es ICES in den vergangenen Jahren geschafft, als international anerkanntes Europaforschungszentrum aufzutreten und zugleich unserem Anspruch gerecht zu werden, nach innen eine zentrale Serviceeinrichtung für alle EUF-Forschende zu sein. Die Evaluation wird uns dabei unterstützen, diesen Weg weiter zu beschreiten und den Herausforderungen zu begegnen. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht 32 ICES Interdisciplinary Centre for European Studies Auf dem Campus 1b, RIG601 24943 Flensburg ices@uni-flensburg.de +49 461 805 2499 mailto:ices@uni-flensburg.de Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex I Annex 1: Kurzdarstellung aktueller Forschungsprojekte und - output5 ValCon: Value conflicts in a differentiated Europe Das Projekt untersucht die Rolle digitaler sozialer und Nachrichtenmedien bei der Schaffung politischer Wertepolarisierung unter den Bürgern und bei der Begünstigung des zunehmenden Populismus in Europa. Es umfasst eine vergleichende Umfrage in 6 Ländern und eine qualitative Analyse von Debatten, die über soziale Medien geführt werden. Das übergeordnete Ziel unserer Forschung ist es, die wachsende Tendenz in Europa zu erklären, die Kernwerte, die dem Projekt Europa zugrunde liegen, in Frage zu stellen, und zu klären, wie dieser neue Trend mit der Nutzung digitaler Medien zusammenhängt. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Volkswagen Stiftung ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) ▪ Mitarbeiter*innen: Dr. Stefan Wallaschek, Monika Verbalyte ▪ Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Jörg Trenz and Prof. Dr. Donatella della Porta (Scuola Normale Superior (SNS), Florenz) ▪ Laufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023 EuKiD – Europabezogene Kompetenzen im Deutschunterricht EuKiD erweitert den didaktischen Ansatz im Unterrichtsfach Deutsch von einer bisher nationalen um eine europäische Herangehensweise und beabsichtigt damit, hinsichtlich der Weiterentwicklung curricularer Vorgaben innovative Impulse zu setzen. Im Dialog mit Projektpartnern aus der Unterrichtspraxis, der fachdidaktischen Forschung und Institutionen der Bildungspolitik sollen europabezogene Kompetenzen formuliert, Lehrmaterialien entwickelt und Modellversuche in Primar- und Sekundarstufen von Regelschulen durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.eukid.de ▪ Gefördert durch: Jean-Monnet Programm (Erasmus+) ▪ Projektleitung: Dr. Ivo Theele (EUF, Seminar für Germanistik) ▪ Partner: Prof. Dr. Jennifer Pavlik (Ethische und ästhetische Bildung, Universität Luxemburg) ▪ Laufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023 5 Die Projekte sind nach Beginn der Projektlaufzeit gelistet https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/valcon/ http://www.eukid.de/ Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex II European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution Die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution schafft einen interdisziplinären Rahmen für ein dialogisches Verständnis des strukturellen Charakters von Konflikten und die Entwicklung von nachhaltigen Konfliktlösungsstrategien. Die Kombination von praktischen Elementen mit hohen Standards in der universitären Ausbildung zeichnet die Graduate School aus. Mit der Graduiertenschule soll auch ein Prozess der Versöhnung eingeleitet werden ("Wasatia" ist ein arabischer Begriff für "Ausgewogenheit und Mäßigung"), u.a. indem Multiplikator*Innen aus Israel und Palästina ausgebildet werden. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Ralf K. Wüstenberg (EUF, Ev. Theologie/ Dialog der Religionen) ▪ Mitarbeiterin: Dr. Zeina Barakat ▪ Kooperationspartner: Maecenata Stiftung, Berlin/ Munich (MENA Study Centre) ▪ Laufzeit: 01.11.2020 – 01.01.2029 AccessPlus: Zugang zu sozialen Rechten in Deutschland und Frankreich: Ungleichheiten und Diskriminierungen, Geschlecht und Migration im jeux d’échelles des europäischen Raums Das Projekt arbeitet die Veränderungen, Anpassungen und Schwierigkeiten in der juristischen Kodifizierung und in der Entwicklung von Politikinstrumenten heraus, auf deren Basis in Deutschland und Frankreich Ungleichheiten kompensiert und Diskriminierungen bekämpft werden. Frankreich und Deutschland sind als Vergleichskontexte gewählt worden, deren kontrastreichen Traditionen sozialer citizenship unterschiedliche Verflechtungen mit der Europäisierung eingehen. Beteiligte Wissenschaftler*innen an der EUF: Prof. Dr. Anna Katharina Mangold (Europarecht), Prof. Dr. Christof Roos (European and Global Governance). Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG/ ANR ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) ▪ Mitarbeiter*innen: Dr. Christine Barwick-Gross, Alejandro Valdivia ▪ Projektpartner: Dr. Oliver Giraud (LISE/CNRS, Paris), Dr. Nikola Tietze (CNAM, Paris) ▪ Laufzeit: 01.08.2021 - 31.07.2024 Lockdown of the Public Sphere? Value Contestation and Digital Mobilization during the COVID-19 Pandemic Dieses ValCon-Zusatzmodul untersucht die aufkommenden sozialen und politischen Konflikte im Zusammenhang mit COVID-19 und die Rolle der sozialen Medien bei der Entstehung, Verbreitung und Ausgestaltung von Konflikten sowie die Dynamik der Wertediskussion und der politischen Mobilisierung in europäischen sozialen Medien. Es zielt darauf ab, die Anziehungskraft der Proteste gegen den Lockdown zu verstehen. Mithilfe eines innovativen visuellen Analyseansatzes wird in dem Projekt eine Social-Media-Analyse (Instagram) für sechs Länder im Zeitverlauf durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Volkswagen Stiftung (Covid-19 Zusatzmodul) ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) ▪ Mitarbeiter*innen: Nadine Hesse https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte#foldable-element-118772 http://www.uni-flensburg.de/trilateral-graduate-school https://www.uni-flensburg.de/evangelische-theologie/abteilungen/abteilung-dialog-der-religionen-systematische-und-historische-theologie/team/prof-dr-ralf-k-wuestenberg https://www.europeanstudies.info/de/das-programm/wer-wir-sind/team/prof-dr-anna-katharina-mangold-llm-cambridge/ https://www.europeanstudies.info/de/das-programm/wer-wir-sind/team/prof-dr-anna-katharina-mangold-llm-cambridge/ https://www.uni-flensburg.de/powi/wer-wir-sind/seminarsprecher-juniorprofessor/prof-dr-christof-roos-juniorprofessor-fuer-european-and-global-governance/ https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/accessplus https://www.uni-flensburg.de/index.php?id=30256&no_cache=1 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex III ▪ Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Jörg Trenz (Scuola Normale Superior, Florenz) ▪ Laufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023 Paradoxien der EU-Personenfreizügigkeit. Präferenzbildungsprozesse für und gegen Europäische Integration Ziel des geplanten Projekts ist es, über Präferenzen von kollektiven Akteuren in EU-Herkunftsländern herauszufinden, ob und wie die Personenfreizügigkeit und deren Effekte den Prozess der europäischen Integration tatsächlich vorantreibt oder eher schwächt. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt die folgenden Forschungsfragen bearbeiten: 1) Wie nehmen kollektive Akteure in EU- Herkunftsstaaten die Effekte der Personenfreizügigkeit wahr? 2) Wie beeinflusst die Praxis der Freizügigkeit Einstellungen zur EU-Integration? Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG (Sachbeihilfe) ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Christof Roos (EUF, European and Global Governance) ▪ Mitarbeiter*innen: Hanna Kieschnick, Kseniia Cherniak ▪ Projektpartner: Dr. Martin Seeliger (Universität Bremen, Institut für Arbeit und Wirtschaft) ▪ Laufzeit: 01.09.2021 - 31.03.2024 Philipp-Schwartz Fellowship Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Fellowships aufzunehmen. Der EUF wurden neben Mittel für die Aufnahme einer gefährdeten Wissenenschaftlerin, Mittel für den Aufbau von universitätsweiten Strukturen, die die Aufnahme von geflüchteten Forschenden stärken, zur Verfügung gestellt. Das Fellowship erhielt Dr. Nadia Zasanska. Im Rahmen ihres Aufenthalts widmet sie sich dem Projekt „War as spiritual mission: Russia’s invasion of Ukraine in the digital space of the Russian Orthodox Church“. Zusammen mit Prof. Dr. Hedwig Wagner, Kseniia Cherniak und Tobias Nanz organisierte sich u.a. eine Lecture Ser ies zum Thema: "Russia’s war, Ukraine’s resistance: historical, cultural, religious and media aspects". Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Alexander-von-Humbodt Stiftung (Philipp- Schwartz Initiative) ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaft) ▪ Mitarbeiter*innen: Dr. Nadia Zasanska, Kseniia Cherniak ▪ Laufzeit: 01.08.2022 - 31.01.2024 REGROUP - Rebuilding governance and resilience out of the pandemic Die COVID-19-Pandemie brach am Ende eines Jahrzehnts mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krisen in Europa aus. Das EU-finanzierte Projekt REGROUP untersucht, wie Governance und öffentliche Politik nach der Pandemie wirksam und demokratisch wieder gestärkt werden können. Mit einem Konsortium aus 14 Einrichtungen plant das Projekt, ein hohes Maß an politischer, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Wirkung zu erzielen. Weitere Informationen finden Sie hier. https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte#foldable-element-118685 https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/paradoxien-der-eu-personenfreizuegigkeit https://www.uni-flensburg.de/?53847 https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/regroup Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex IV ▪ Gefördert durch: Horizon Europe - Culture, creativity and inclusive society ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie) ▪ Projektpartner: University of Groningen (coordinator; the Netherlands), European University Institute (Italy), LUISS Guido Carli (Italy), Jacques Delors Institute (France), Barcelona Centre for International Affairs (Spain), Dublin City University (Ireland), European Policy Centre (Belgium), University of Cyprus (Cyprus), Jagiellonian University (Poland), Istituto Affari Internazionali (Italy), University of Innsbruck (Austria), Europa-Kolleg Hamburg (Germany), Arena-University of Oslo (Norway) ▪ Laufzeit: 01.09.2022 - 31.08.2025 TICS – Urban Platform Economies Das Forschungsprojekt TICS ist eine Zusammenarbeit zwischen drei Arbeitsgruppen an der Universität Zürich, der Universität Graz und der Europa-Universität Flensburg. Das Projekt erforscht den zunehmenden Einfluss von Plattformen auf die räumliche und soziale Organisation von Stadtgesellschaften. Es untersucht, wie die Zunahme digital vermittelter Pflegedienstleistungen den Alltag und die Ungleichheiten in den drei europäischen Städten Hamburg, Wien und Zürich verändert. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG, Österreichischer Wissenschaftsfond (FWF) and Schweizerischer Nationalfonds (SNF). ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Sybille Bauriedl (EUF, Geographie) ▪ Mitarbeiterin: Dr. Me-Linh Riemann ▪ Projektpartner: Prof. Dr. Karin Schwiter (University of Zurich), Prof. Dr. Anke Strüver (University of Graz) ▪ Laufzeit: 01.10.2022-30.09.2025 Sensing ‘race’, whiteness and the nation: sonic and olfactory experiments through text and spaces of Berlin Dieses Projekt wird neue Perspektiven für die kulturwissenschaftliche Forschung eröffnen, indem es mit einem neuartigen methodischen Ansatz untersucht, wie "Rasse" durch Klang, Geruch und Raum erzeugt wird. Der Raum und die Sinne werden selten explizit herangezogen, um zu verstehen, wie Prozesse der Rassifizierung und der damit einhergehende Kampf um Zugehörigkeit ablaufen. Die Vernachlässigung dieser affektiven Dimensionen der Grenzziehung schränkt unsere Möglichkeiten ein, diese Phänomene zu theoretisieren und zu verstehen. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Volkswagen Stiftung ▪ Projektleitung: Dr. Christine Barwick-Gross (EUF, Soziologie) ▪ Projektpartner: Dr. Christy Kulz (TU Berlin, Soziologie) ▪ Projektlaufzeit: 01.12.2022-31.05.2024 Visibilizing Normative Regional Historical Multilingualism (ViNoRHM): Ideology, Policy, and Practice Das ViNoRHM-Projekt kombiniert Fallstudien auf Mikroebene zu Sprachideologie, -politik und -praxis unter Verwendung von Primärtexten aus offiziellen Aufzeichnungen und bisher wenig untersuchten Archivalien, wodurch zuvor unsichtbare oder unsichtbar gemachte Sprachen und Einzelpersonen (insbesondere Frauen und https://www.uni-flensburg.de/geographie/integrative-geographie/forschung/tics https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/sensing-race?sword_list%5B0%5D=Sensing&sword_list%5B1%5D=‘race’%2C&sword_list%5B2%5D=whiteness&sword_list%5B3%5D=and&sword_list%5B4%5D=the&sword_list%5B5%5D=nation%3A&sword_list%5B6%5D=sonic&sword_list%5B7%5D=and&sword_list%5B8%5D=olfactory&sword_list%5B9%5D=experiments&sword_list%5B10%5D=through&sword_list%5B11%5D=text&sword_list%5B12%5D=and&sword_list%5B13%5D=spaces&sword_list%5B14%5D=of&sword_list%5B15%5D=Berlin&no_cache=1 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex V Un-/weniger Gebildete) in einer innovativen Darstellung der Sprachengeschichte der deutsch-dänischen Grenzregion im 19. Jahrhundert in den Vordergrund gerückt werden. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG (Sachbeihilfe) ▪ Projektleitung: Dr. Samantha M. Litty (EUF, Frisistik) ▪ Partner: Zentrum für kleine und regionale Sprachen (KURS), Nordfriisk Institut (NFI), Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig (DCB), European Centre for Minority Issues (ECMI) ▪ Laufzeit: 20.01.2023 – 19.01.2026 ACCESS - Institutionelle Hürden bei Studienentscheidungen Das Projekt untersucht die Rolle von Zulassungsverfahren für die Entstehung sozialer Ungleichheit bei Hochschulzugang und Studiengangwahl. Dabei geht es innovative Wege bei der theoretischen Einbindung, empirischen Messung und statistischen Analyse von Zulassungsverfahren sowie deren Rolle bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Die Analyse wird von einem internationalen Vergleich der gemeinsamen Variation von Zulassungsregimen und Ungleichheit beim Hochschulübergang in 30 Europäischen und außereuropäischen Ländern gerahmt. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Florian Hertel (EUF, Zentrale Methodenlehre) ▪ Mitarbeiter*innen: Dr. Vivien Sommer, Talke Cassing, N.N. ▪ Projektlaufzeit: 01.02.2023 - 31.03.2026 Hope and Despair Das deutsch-dänische Kooperationsprojekt "Hope & Despair" bringt sieben Museen, Gedenkstätten und Tourismusorganisationen des Zweiten Weltkriegs sowie drei Universitäten (Kolding, Kiel und Flensburg) zusammen, um die Öffentlichkeitsarbeit abzustimmen und nationale und internationale Besucher anzuziehen. Das EUF-Forscherteam wird zu thematischen "Erlebnispaketen" beitragen, indem es die Geschichten von sieben geographisch nahe gelegenen Museen miteinander verknüpft. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Interreg Deutschland - Danmark ▪ Projektleitung: Prof Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften), Prof. Dr. Christian Filk (EUF, Medienbildung) ▪ Mitarbeiter*innen: Dr. Tobias Nanz, N.N. ▪ Partner: Design School Kolding (leading partner), Museum Kolding, Frøslevlejrens Museum, KZ Gedenks- und Begegnungsstätte Ladelund, KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing, The Jewish Museum in Rendsborg, Billund Municipality Museums, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Destination Triangle Area, Destination Sønderjylland, Tourist office Flensburger Förde, Fachhochschule Kiel, Europa-Universität Flensburg, und UC SYD. ▪ Laufzeit: 01.05.2023-30.04.2026 Die grüne Transformation und ökonomische Polarisierung in Europa Dieses Projekt, das von einem Team aus deutschen und polnischen Forschern durchgeführt wird, untersucht, wie sich die politischen Maßnahmen der europäischen grünen Transformation auf Regionen und Mitgliedstaaten auswirken können und ob https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/vinorhm https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/nwg-access https://www.interreg-de-dk.eu/news-events/news/detail/3-neue-projekte-fuer-eine-attraktive-region/ Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex VI heterogene Auswirkungen das Risiko bergen, die sozioökonomische Polarisierung innerhalb der EU zu verstärken. Eine Besonderheit des Projekts ist sein Mehrebenenansatz: Auf der Makroebene wird sich das Forschungsteam hauptsächlich auf Makroökonometrie und Input-Output-Modellierung stützen; auf der Mesoebene wird es Patente und Wissensnetzwerke mit quantitativen Instrumenten des maschinellen Lernens und der Netzwerktheorie untersuchen; und auf der Mikroebene wird es Befragungen durchführen, höchstwahrscheinlich in Konin und der Lausitz. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG & National Science Centre Poland (NCN) ▪ Projektleitung: Prof. Dr.Claudius Gräbner-Radkowitsch (EUF, Plurale Ökonomik) ▪ Mitarbeiter*in: N.N. (Promovierende*r) ▪ Partner: Dr. Zofia Łapniewska, Judyta Lubacha & Maciej Grodzicki (University of Krakow) ▪ Laufzeit: 01.06.2023-31.05.2026 Nachwuchsgruppe: Geschlechterpolitik und (Anti)-Gender- Diskurse In dem Forschungsprojekt werden verschiedene Akteursgruppen und ihr Mobilisierungspotential in vier ausgewählten Ländern untersucht. Die leitende Forschungsfrage für ihre vergleichende Diskurs- und Politikfeldanalyse in Deutschland, Irland, Polen und Spanien lautet: Unter welchen Bedingungen vollzieht sich der cultural backlash in europäischen Ländern (nicht)?. Durch das Forschungsdesign beziehen sie die einsetzende Transformation der liberalen Demokratie einerseits auf aktuell zu beobachtende Wertekonflikte und andererseits auf die Digitalisierung politischer Kommunikation. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite. ▪ Gefördert durch: Gerda Henkel Stiftung ▪ Projektleitung: Dr. Stephan. Wallaschek und Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie/ICES) ▪ Mitarbeiter*innen: Zwei Doktorand*innen ▪ Laufzeit: 01.10.2023-30.09.2026 https://www.uni-flensburg.de/?53204 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex VII Annex 2: Kurzdarstellung abgeschlossener Forschungsprojekte6 DIREPA – Diskurs und Repräsentation der konfliktreichen Vergangenheit Europas Das Projekt DIREPA-Europaverhandlungen zielt auf die Erforschung der Rolle der Online-Medien hinsichtlich der Kommunikation und/oder Nichtkommunikation über die konfliktreiche Vergangenheit Europas ab. Das Forschungsprojekt setzt sich das Ziel, den Platz der Online-Medien (soziale Medien inbegriffen) in der Verbreitung von Erinnerungs- und Vergangenheits-Diskursen zu erforschen, mit besonderem Nachdruck auf den Diskurs der Zivilgesellschaft und die politischen Diskurse. Es bestehen zwei allgemeine Ziele des Forschungsprojekts: einerseits gilt es, die Art und Weise zu erforschen, auf welche die oben erwähnten Medien die verschiedenen Formen der Vergangenheit Europas darstellen; andererseits soll der Gegendiskurs identifiziert werden, die Widersprüche und Kontroversen in Bezug auf das Thema der Vergangenheit in der Bildung des europäischen öffentlichen Raums. ▪ Gefördert durch: Deutsch-Französische Hochschule ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften) ▪ Laufzeit: 01.01.2017-31.12.2019 CODES: Communication, Cultural Diversity and Solidarity Das Projekt befasst sich mit interkulturellen Diskursen in verschiedenen europäischen Ländern und stellt sich der Kernfrage: Wie können Studierende für kulturelle Vielfalt in Übereinstimmung mit den aktuellen Diskursen und Praktiken in diesem Bereich geschult werden, um ein besseres Verständnis der verschiedenen Kulturen in der Europäischen Union zu ermöglichen und in der Folge eine stärkere Integration von kultureller Vielfalt in den beruflichen Tätigkeitsfeldern zu erreichen? Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Erasmus+ (EU) ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften) ▪ Partner: Universitè Lumière Lyon 2 (France), Panteion University (Greece), University of Bucharest (Romania), Universidade de Coimbra (Spain), Sapienza Università di Roma (Italy), Open DSI (France) ▪ Laufzeit: 01.09.2017 - 01.09.2021 Humboldt Forschung Preis für Christopher Thornhill Verbunden mit der Vergabe dieses Forschungspreises wird sich Christopher Thornhill in mehreren Forschungsaufenthalten an der EUF mit der Entwicklung eines neuen Verfassungsmodells beziehungsweise neuer Formen demokratischer Institutionenbildung unter dem Eindruck sich rasch verändernder gesellschaftlicher Bedingungen befassen. Gefragt werden soll, wie und unter welchen Bedingungen sich Verfassungen in Gesellschaften mit autoritären Neigungen (sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas), 6 Die Projekte sind nach Beginn der Projektlaufzeit gelistet https://www.uni-flensburg.de/?id=27889 Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex VIII ebenso wie in Gesellschaften, die deutlich vom kolonialen Vermächtnis geprägt sind, entwickeln. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Alexander-von-Humbodt Stiftung ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Monika Eigmüller & Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (EUF, Soziologie) ▪ Laufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021 Tagung: „Brandan - Wandel textueller und bildlicher Repräsentationen eines Heiligen im Kontext „ Das Ziel der ersten jemals in Deutschland stattfindenden Brandan-Tagung ist es, den Überlieferungskomplex um den irischen Seefahrerheiligen unter inter- und transdisziplinärer Perspektive und aktuellen theoretischen Vorzeichen zu behandeln. Das Hauptaugenmerk gilt dabei dem in neuerer Zeit in der Mediävistik und Frühneuzeitforschung bedeutsamen Forschungsparadigma der (Re-)Kontextualisierung sowie der Intermedialität vormoderner Kulturen. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Fritz Thyssen Stiftung (Tagungsförderung) ▪ Projektleitung: Dr. Jörn Bockmann (EUF, Germanistik) ▪ Termin: 05.09.2019 MEWEB: Media of East/West European Border Traffic during the Cold War Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Vorbereitung eines internationalen Horizon Europe Projektantrags zur Stärkung der Forschungsexzellenz und Förderung der interdisziplinären Forschungszusammenarbeit zwischen Westeuropa und Ost-, Mittelost- und Südosteuropa. Es untersucht insbesondere das Verhältnis der Länder und Satellitenstaaten der ehemaligen Sowjetunion im Kalten Krieg zur europäischen Integration und den Werten der Europäischen Union. Dies bildet die Grundlage für eine umfassende Analyse integrativer, innovativer und reflexiver Gesellschaften im Wandel. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung ▪ Projektleitung: Prof Dr Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften) ▪ Mitarbeiter: Dr. Tobias Nanz ▪ Partner: Copenhagen Business School (Denmark), CY Cergy Paris (France), Nicolaus Copernicus University Torun (Poland), Syddansk Universitet Odense (Denmark), Ukrainian Catholic University Lviv (Ukraine), Universitè Lumière Lyon 2 (France), University of Bucharest (Romania), University of Luxembourg (Luxembourg), University of Warsaw (Poland), Vera and Donald Blinken Open Society Archives (Hungary) ▪ Laufzeit: 01.07.19-31.12.2020 Workshopreihe “Border Complexities” Border Complexities ist eine deutsch-französisch-luxemburgische Workshopreihe. Sie besteht aus fünf thematisch verbundenen Workshops, an denen Nachwuchswissenschaftler*innen und etablierte Forschende aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg teilnehmen. Jeder der Workshops konzentriert sich auf einen bestimmten Aspekt der Analyse von https://www.uni-flensburg.de/?27892 https://www.uni-flensburg.de/?27253 https://www.uni-flensburg.de/meweb/ Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex IX Grenzkomplexitäten. Die Ateliers werden in den Jahren 2019-2022 an den Standorten der Partneruniversitäten stattfinden, von denen vier an einer geografischen Grenze gelegen sind. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: Deutsch-Französische Hochschule ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften), Prof. Dr. Monika Eigmüller (EUF, Soziologie), Prof. Dr. Iulia Patrut (EUF, Germanistik) ▪ Laufzeit: 01.12.2019 - 31.12.2022 DIREPA DICOME: discourses of commemoration in media Das Projekt DIREPA DICOME discourses of commemoration in media widmet sich dem Gedenken an Europas konfliktreicher Vergangenheit in (sozialen) Online-Medien. Durch die Teilnahme von Dozierenden, Studierenden, Journalist_innen und Vertreter_innen der Zivilgesellschaft an den Projektaktivitäten werden Medienkompetenzen erworben, nationale / europäische Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken reflektiert sowie kritisches analytisches Denken in Bezug auf Vergangenheitsdiskurse befördert. Weitere informationen finden Sie hier. ▪ Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner (EUF, Europäische Medienwissenschaften) ▪ Gefördert durch: Auswärtiges Amt ▪ Partner: Dr. Tatiana Razuvaeva (Staatliche Universität Pensa), Dr. Luciana Radut-Gaghi (Université de Cergy-Pontoise) ▪ Laufzeit: 15.09.2020 - 31.12.2022 Konferenz “Levinas and the Real Levinas and the Real: Politics, Community, Religion” Die internationale Konferenz brachte Levinas-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler zusammen, die in verschiedenen Sprachräumen und akademischen Disziplinen arbeiten und schreiben. Damit wurden neue Interpretationen der Philosophie von Emmanuel Levinas befördert, die ihre Relevanz in sozial-politischen empirischen Situationen betonen. Die Tagung hebt die Bedeutung für einen philosophischen Diskurs hervor, der sich mit praktischen Situationen befasst, unter anderem durch ein spezifisches Verständnis der Idee von Europa, Judentum und Frieden. Weitere Informationen finden Sie hier. ▪ Gefördert durch: DFG (Internationale Wissenschaftliche Veranstaltungen) ▪ Projektleitung: Dr. Pascal Delhom (EUF, Philosophie) ▪ Projektpartner: Prof. Dr. Annabel Herzog (Universität Haifa) ▪ Termin: 31.07.2022 https://www.uni-flensburg.de/index.php?id=28570&no_cache=1 https://www.uni-flensburg.de/en/ices/research/projects/past-projects/direpa-dicome https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/seminare/philosophie/dokumente/aktuelles/levinas-and-the-real/program-july-2022-last.pdf Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex X Annex 3: Ausgewählte Publikationen7 Autoren Jahr Titel Typ Journal/ Verlag Vo- lume Projektkontext Aleshina, Ekaterina; Wager, Hedwig 2022 Political conflict and discourse of memory Sammelband Pensa State University Press LEMEL Barakat, Zeina 2022 Envisioning Reconciliation: Signs of Hope for the Middle East Conflict (Reconciliation and Conflict Resolution Vol. 1) Monographie WBG Academic European Wasatia Graduate School Barakat, Zeina; Mün- chow, Thies; Wüsten- berg, Ralf K. 2022 Islam & Democracy: Law, Gender and the West Sammelband Reconciliation and Con- flict Resolution Series; WBG Academic 2 European Wasatia Graduate School Barwick-Gross, Chris- tine 2022 Labor or lifestyle? Understanding urban incorpora- tion of European middling migrants Journal Arti- kel Global Networks 22(3) ACCESS Plus Bauriedl, Sybille; Strüver, Anke 2022 Platformization of Urban Life: Towards a tech- nocapitalist transformation of European cities Sammelband Transcript Verlag TICS Bockmann, Jörn; Holt- zhauer, Sebastian 2022 Sankt Brandan in europäischer Perspektive St. Brendan in European perspective Sammelband Nova mediaevalia, Göt- tingen V&R unipress 24 Brandan Tagung Brunkhorst, Hauke 2021 The Capitalist State in the Crisis of Global Capital- ism Beitrag in ei- nem Sammel- band in: de Brito et al..: Law as Pas- sion: Systems Theory and Con- stitutional Theory in Peripheral Modernity (2021): 3-24. Humboldt Preis Brunkhorst, Hauke 2019 Demokratischer Universalismus – Von der evolutio- nären Gewohnheit zur emanzipatorischen Praxis Journal Arti- kel Leviathan 47(3) Humboldt Preis 7 Gelistet werden nur Publikationen, die im Kontext laufender und abgeschlossener Projekte entstanden sind. Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex XI Eigmüller, Monika; Trenz, Hans-Jörg 2020 Werte und Wertekonflikte in einer differenzierten EU Beitrag in ei- nem Sammel- band In: Grimmel, A. (Hrsg.): Die neue Europäische Union. Nomos Ver- lagsgesellschaft ValCon Eigmüller, Monika; Verbalyte, Monika 2021 Die transformierte Öffentlichkeit. Die Rolle von Social Media in der Corona-Pandemie in den EU- Mitgliedstaaten Journal Arti- kel Konfliktdynamik 10(4) Lockdown of the Public Sphere Eigmüller, Monika; Wallaschek, Stefan 2023 Soziale Medien als Polarisierungsverstärker Medienbei- trag/ Blog Podcast-Reihe "Auf Au- genhöhe" 7 ValCon Gardesse, Ca- milla;Lelévrier, Chris- tine; Barwick-Gross, Christine 2022 L’organisation des systèmes d’accueil des exilés en France et en Allemagne Journal Arti- kel Migrations et Société 2/18 8 ACCESS Plus Kneuer, Marianne; Wallaschek, Stefan 2022 Framing Covid-19: Public leadership and crisis communication by Chancellor Angela Merkel dur- ing the pandemic 2020 Journal Arti- kel German Politics Lockdown of the Public Sphere Le, Elisabeth; Radut- Gaghi, Luciana; Silletti, Alida Maria; Wagner, Hedwig 2022 Media Discourse of Commemoration - The Cen- tenary of World War One in Europe Sammelband Palgrave Macmillan DIREPA DICOME Nanz, Tobias; Wagner, Hedwig 2023 Europe a Space of Communication Sammelband de Gruyter MEWEB Palme, Maria 2022 Aussoehnungpolitik als Handlungstheorie: Zum Umgang mit Schuld in Suedkorea und Ostdeutsch- land nach Ende des Kalten Krieges Monographie WBG Academic European Wasatia Graduate School Pavlik, Jennifer; Theele, Ivo 2021 Themenheft ‚Europa‘. „Der Deutschunterricht. Bei- träge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung. Special Issue (Journal) Der Deutschunter- richt/Friedrich Verlag 02/ 2021 EuKiD Reinl, Ann-Kathrin; Wallaschek, Stefan 2023 All for one, and one for all? Analysing party posi- tions on EU solidarity in Germany in challenging times Journal Arti- kel Government & Opposi- tion ValCon Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex XII Roos, Christof 2023 Compensating for the Effects of Emigration. East- ern Europe and Policy Response to EU Freedom of Movement Journal Arti- kel Journal of European Public Policy 30(1) Paradoxien der Per- sonenfreizügigkeit Ryno Louis van der Riet 2023 Avowing Truth, Embodying Justice, A Theological Analysis of Truth-Telling and Transitional Justice in South Africa Monographie Vrije Universiteit Ams- terdam European Wasatia Graduate School Thornhill, Christopher 2021 Democratic Crisis and Global Constitutional Law Monographie Cambridge University Press Humboldt Preis Verbalyte, Monika 2021 Scham und Schuld. Review of A Sociology of Shame and Blame. Insiders Versus Outsiders by Graham Scrambler Journal Arti- kel Kölner Zeitschrift für So- ziologie und Sozialpsy- chologie 73(2) ValCon Verbalyte, Monika; Eigmüller, Monika 2022 COVID-19 related social media use and attitudes towards pandemic control measures in Europe Journal Arti- kel Culture, Practice & Eu- ropeanization 7(1) Lockdown of the Public Sphere Verbalyte, Monika; Bonansinga, Dona- tella; Exadaktylos, Theofanis 2022 When emotions run high: Affective responses to crises in Europe. Introduction to the special issue. Special Issue (Journal) Innovation: The Euro- pean Journal of Social Science Research 35(1) ValCon Verbalyte, Monika; Keitel, Christoph; Ho- ward, Krista 2022 Online Trolls: Unaffectionate Psychopaths or Just Lonely Outcasts and Angry Partisans? Journal Arti- kel Politics and Governance 10(4) ValCon Waitkus, Nora; Walla- schek, Stefan 2022 Legitimate Wealth? How Wealthy Business Owners are Portrayed in the Press Journal Arti- kel Social Justice Research 35(4) ValCon Wallaschek, Stefan 2021 Über Parteien, soziale Bewegungen und Solidarität in Chantal Mouffes Demokratietheorie Beitrag in ei- nem Sammel- band In: Westphal, M. (Ed.). Agonale Demokratie und Staat. Nomos Verlag ValCon Wallaschek, Stefan 2022 Wie lange hält die Solidarität mit ukrainischen Ge- flüchteten an? Medienbei- trag/ Blog MDR Aktuell ValCon Wallaschek, Stefan 2021 Who shows solidarity with whom in the EU during the COVID-19 pandemic in 2020? Lessons for teaching solidarity to students Journal Arti- kel On Education: Journal for Research and De- bate 4(10) ValCon Interdisciplinary Centre for European Studies – ICES Evaluationsbericht Annex XIII Wallaschek, Stefan; Kaushik, Kavyanjali; Verbalyte, Monika; Sojka, Aleksandra; Sorci, Giuliana; Trenz, Hans-Jörg; Eigmüller, Monika 2022 Same Same but Different? Gender Politics and (Trans-)National Value Contestation in Europe on Twitter Journal Arti- kel Politics and Governance 10(4) ValCon Wallaschek, Stefan; Ziegler, Franziska 2021 Making sense of the ‘new normal’: The COVID-19 crisis in the communication of the prime ministers of Ireland and New Zealand Journal Arti- kel Culture, Practice & Eu- ropeanization 6(1) Lockdown of the Public Sphere Wallaschek, Stefan; Eigmüller, Monika 2020 Never waste a good crisis. Solidarity conflicts in the EU Beitrag in ei- nem Sammel- band In: Donoghue, M. and Kuisma, M. "Whither Social Rights in (Post-) Brexit Europe?; SE Fried- rich Ebert Stiftung ValCon Wille, Christian; Leut- loff-Grandits, Carolin; Bretschneider, Falk; Grimm-Hamen, Sylvie; Wagner, Hedwig 2023 Border Complexities and Logics of Dis/Order Sammelband Nomos Verlag Border Complexities
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