Trainingskurse für akademische Mitarbeiter*innen
Die EMERGE-Ausbildungs-, Anreiz- und Unterstützungsmaßnahmen ermöglichen es akademischen Mitarbeiter*innen, aktiv an der Entwicklung und Durchführung der EMERGE-Studiengänge sowie europäischer akademischer Wege mitzuwirken.
Aufbauend auf dem gemeinsamen Lehr- und Lernrahmen der Allianz zielt die Maßnahme darauf ab, die Zusammenarbeit im Bereich Lehre zwischen den Institutionen durch gemeinsame Fortbildungsangebote, innovative pädagogische Ansätze und nachhaltige Unterstützungsstrukturen zu stärken. Das Vorhaben soll die aktive Beteiligung akademischer Fachkräfte an Aktivitäten der europäischen Hochschulallianz erkennen und belohnen und so eine Kultur der Zusammenarbeit, Innovation und Internationalisierung in der Hochschulbildung fördern.
Pilotphase 2026 – Trainings / Workshops
Beschreibung
Dieser Workshop vermittelt Hochschulmitarbeiter*innen die Grundlagen von Challenge-Based Learning (CBL) als praxisorientierten, interdisziplinären Lernansatz und unterstützt sie dabei, eine praxisnahe, kritisch-reflexive und nachhaltige Challenge-Based Learning (CBL)-Lernumgebung für ihr eigenes Modul oder ihre Lehrveranstaltung zu gestalten.
Lehrgangsziele
Ziel ist es, Teilnehmende zu befähigen, reale, gesellschaftlich relevante Herausforderungen – z. B. im Kontext von Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit oder digitaler Teilhabe – gemeinsam mit externen Partnern zu bearbeiten. Anhand des CBL Compass und des Engage–Investigate–Act-Modells lernen sie, eine strukturierte CBL-Praxis zu entwickeln, die selbstgesteuertes Lernen, kritisches Denken, Zusammenarbeit und soziale Verantwortung fördert.
Dabei reflektieren sie ihre Rolle als Coach, gestalten AI-resiliente Bewertungskonzepte (Prozess vs. Produkt, individuell vs. teamorientiert), nutzen technologische und räumliche Ressourcen sinnvoll und stärken die Reziprozität und Inklusion im Lernprozess.
Der Fokus liegt auf der Entwicklung eines ersten, realistischen CBL-Vorschlags mit konkretem Umsetzungsschritt – im Einklang mit den Zielen des European Academic Pathways und der Europäischen Hochschulallianz EMERGE.
Der Workshop fördert eine zukunftsgerichtete, inklusive und gesellschaftlich verantwortungsvolle Hochschulbildung.
Kursleitung: Dr. Carolin Ermer
Datum: 13.11.26
Uhrzeit: 10-13 Uhr
Raum: OSL 642
Beschreibung
Dieser Workshop vermittelt Hochschulmitarbeiter*innen die Grundlagen von Service-Learning und unterstützt sie dabei, authentische, nachhaltige und ausgewogene Service-Learning-Praktiken in ihren Studiengängen zu gestalten.
Lehrgangsziele
Ziel ist es, Teilnehmende zu befähigen, gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften oder Organisationen (z. B. soziale Einrichtungen, NGOs, Nachbarschaftsprojekte) sinnstiftende Lernprojekte zu entwickeln, die gesellschaftliche Bedürfnisse adressieren und gleichzeitig die fachliche, soziale und reflexive Kompetenz von Studierenden zu fördern.
Die Teilnehmenden lernen, eine reale, authentische Gemeinschaftsbedürftigkeit zu identifizieren, ein strukturiertes Lernkonzept aufzubauen, reflexive Lernprozesse zu gestalten, Lernergebnisse zu dokumentieren und zu bewerten, und dabei Reziprozität, partizipative Planung und ethische Verantwortung zu berücksichtigen.
Der Fokus liegt auf der Entwicklung eines ersten, realistischen Service-Learning-Vorschlags für ein eigenes Modul – inklusive eines konkreten nächsten Schritts zur Umsetzung.
Der Workshop fördert eine gemeinsame Verantwortung für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe und stärkt die Rolle der Hochschule als aktiver, verantwortungsvoller Partner in der Gesellschaft – im Einklang mit den Zielen des European Academic Pathways und der Europäischen Hochschulallianz EMERGE.
Kursleitung: Larissa Binder
Datum: 03.12.26
Uhrzeit: 9-12 Uhr
Raum: MAD 099
Beschreibung
Dieser kurze Workshop unterstützt Hochschulmitarbeiter*innen bei der Entwicklung und Durchführung vom traumainformierten Unterricht. Er basiert auf interdisziplinärer Forschung und Erfahrungen von neun europäischen Partneruniversitäten im Rahmen der Europäischen Hochschulallianz EMERGE und adressiert eine dringende Notwendigkeit: Viele Studierende bringen schwierige Lebenserfahrungen mit, die sich negativ auf ihr Lernen und Wohlbefinden auswirken können – oft unbemerkt von den Lehrenden.
Lehrgangsziele
Der Workshop vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Trauma, insbesondere dessen Auswirkungen auf das Nervensystem, das Lernen und das Verhalten. Er stellt das Konzept des „Fensters der Toleranz“ vor, um zu erklären, wie Studierende in Krisen reagieren können – sei es übererregt (Kampf- oder Flucht) oder untererregt (Erstarrung, Rückzug).
Kursleitung: Dr. Gabriela Bitai, Anna Rüscher
Datum: 30.10.26
Uhrzeit: 10-12 Uhr
Raum: CreAItive Lounge, RIG 717
Beschreibung
Dieser Workshop unterstützt Hochschulmitarbeiter*innen dabei, interkulturelle Kompetenz in alltäglichen Interaktionen der Hochschulbildung zu entwickeln. Ausgehend von einem dynamischen Verständnis von Kultur und der Bedeutung von kulturellen Annahmen werden alltägliche Praktiken – wie Kommunikation, Rückmeldungen, Teilnahmeerwartungen oder Gruppenarbeit – kritisch reflektiert.
Lehrgangsziele
Ziel ist es, unbewusste Stereotype, ethnozentrische Normen und kulturelle Missverständnisse zu erkennen, die Studierende aus anderen kulturellen Kontexten ausgrenzen oder marginalisieren können. Durch die Analyse realer Szenarien in Kleingruppen und institutionelle Reflexion entwickeln Teilnehmende alternative, inklusive Kommunikations- und Handlungsmuster.
Die Lernziele umfassen das Verständnis interkultureller Kompetenz, die Identifikation kultureller Annahmen in der Hochschulpraxis, die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und die Entwicklung konkreter Maßnahmen für eine kultursensible, gerechtere Lehre.
Der Workshop fördert eine Hochschulbildung, die Vielfalt als Ressource begreift und alle Studierenden als gleichberechtigte Akteur*innen wertschätzt.
Kursleitung: Anna Lambert
Datum: 13.11.26
Uhrzeit: 10-12 Uhr
Raum: HEL 166
Beschreibung
Dieser Workshop unterstützt Hochschulmitarbeiter*innen dabei, behinderungsbezogene Mikroaggressionen in der akademischen Praxis zu erkennen und zu reflektieren. Ausgehend von konzeptionellen Grundlagen zu Ableismus, Mikroaggressionen und der Differenz von Absicht und Wirkung werden alltägliche Interaktionen in der Hochschulbildung kritisch betrachtet.
Seminarinhalte
Ziel ist es, bewusst zu machen, wie selbstverständliche Äußerungen oder Praktiken – auch ohne böse Absicht – Ausgrenzung, Entwertung oder geringe Zugehörigkeit vermitteln können. Durch die Analyse realer Szenarien in Kleingruppen und institutionelle Reflexionen entwickeln Teilnehmende alternative, inklusive Praktiken. Die Lernziele umfassen das Verständnis von Mikroaggressionen, die Identifikation von Beispielen im Hochschulkontext, die Reflexion zugrundeliegender Annahmen und die Entwicklung konkreter Handlungsoptionen. Der Workshop fördert eine kulturell und institutionell sensiblere Hochschulbildung, die Teilhabe, Anerkennung und Gleichberechtigung stärkt.
Kursleitung: Sophie Constanza Bleuel
Datum: 28.10.26
Uhrzeit: 10-12 Uhr
Raum: TRO 107