IDEENKISTE Startklar für eine nachhaltige Ernährungsbildung für alle Über die KlimaFood-Ideenkiste: Mit dieser vielseitigen Ideenkiste bringen Sie die Themen Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit kreativ in Ihre Einrichtung. Die Ideenkiste richtet sich an alle, die sich für Ernährung interessieren, und kann in Bildungs- einrichtungen, Vereinen, sozialen Einrichtungen mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen eingesetzt wer- den. Die KlimaFood-Ideenkiste enthält: • Hintergrundinformationen zu den Themen Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit • Konzepte, Aktionsideen, Materialien, Spiele und Rezepte • Beispiele aus der Praxis • Tipps, Tricks und Inspirationen für die Planung und Durchführung diverser Ernährungsbildungsaktio- nen Die Karten bieten sowohl kurze Aktionen und Spiele, die sich schnell und einfach in bestehende Abläufe integ- rieren lassen, als auch umfangreichere Programmvorschläge für eine komplette Veranstaltung. Sie können nach den Interessen und Gegebenheiten in Ihrer Einrichtung ausgewählt und miteinander kombiniert werden. In den KlimaFood-Praxisbeispielen finden Sie Inspiration, wie andere Einrichtungen die Materialien und Kon- zepte genutzt haben. Starten Sie jetzt durch und gestalten Sie individuelle ernährungsbezogene Bildungsveranstaltungen für Ihre Teilnehmenden. Ob spielerisch, als praktische Kochaktion oder im Rahmen eines Festes – mit der KlimaFood- Ideenkiste ist alles möglich! https://www.uni-flensburg.de?55325 Herzlich willkommen! Moin! Wir freuen uns sehr, dass die KlimaFood-Ideenkiste ihren Weg von uns an der Europa-Universität Flensburg zu Ihnen gefunden hat. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren in der Praxis. Das Thema „gesunde und nachhaltige Ernährung“ liegt uns sehr am Herzen. Unsere Vision ist: Alle Menschen in Deutschland sollen die Möglichkeit haben, alles Notwendige zu lernen, damit sie sich selbst gut, gesund und klimafreundlich ernähren können. Wir träumen davon, dass dieses Thema in sozialen Einrichtungen, Ver- einen, Bildungseinrichtungen und Treffpunkten in ganz Deutschland präsent ist. Wir freuen uns, dass Sie die- ses Anliegen mit uns teilen und uns auf dieser Reise begleiten! Mit der Ideenkiste möchten wir Ihnen den Einstieg leicht machen: Sie finden zunächst verständliche Hinter- grundinformationen, übersichtlich strukturiert in sieben Tipps für eine gesundheitsfördernde, klimafreundliche Ernährung. Dahinter stehen vier Konzepte: „Mitmach-Küche“, „Lecker Deutsch“, die „Kreativ-Werkstatt“ und „Lernen durch Anleiten“. Sie geben Ihnen einen Fahrplan für die Gestaltung von Ernährungsbildungs-Aktionen für unterschiedliche Personengruppen. Anschließend finden Sie eine bunte Sammlung von komplett ausgearbeiteten Aktionsvorschlägen, Spielen, Lernmaterialien und Rezepten — Bausteinen für Ihre Veranstaltungen, die sich flexibel kombinieren lassen. Sie können sie unverändert direkt umsetzen oder nach Belieben anpassen. 2 Von simpel bis komplex ist in der Sammlung alles vertreten — hier ist für jede*n etwas dabei. Praxistipps für Kochaktionen und organisatorische Hinweise helfen Ihnen außerdem bei der Durchführung. Unsere Empfehlung für den Anfang: Suchen Sie sich erst einmal einen der sieben Tipps aus, der Sie und Ihre Teilnehmenden am meisten interessiert. Setzen Sie Ziele, was Sie vermitteln möchten und fangen Sie mit klei- nen Schritten an. Nach einer Weile kommt dann das nächste Thema dazu usw. Es hat sich bewährt, sich den Themen mit Spielen oder gemeinsamem Kochen anzunähern und darüber ins Gespräch zu kommen. Die KlimaFood-Ideenkiste ist unzähligen Menschen in ganz Deutschland zu verdanken, die in ganz verschie- denen Einrichtungen mit den unterschiedlichsten Menschen arbeiten. Sie haben sich mit uns auf den Weg gemacht, um Konzepte und Materialien zu entwickeln, die in der Praxis wirklich funktionieren. Nach mehreren Runden des gemeinsamen Ausprobierens, Auswertens und Überarbeitens ist die KlimaFood-Ideenkiste das Ergebnis dieser Team-Arbeit. Jetzt wünschen wir Ihnen und Ihrer Einrichtung oder Gruppe viel Spaß beim Ausprobieren, beim Spielen, Kochen, Essen, Aktiv-Sein, Kreativ-Sein… und (Voneinander-) Lernen! Ulrike Johannsen und das KlimaFood-Team Sie haben Anregungen, Fragen oder Erfahrungsberichte? Dann melden Sie sich bei uns unter evb@uni-flensburg.de. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören! Die Ideenkiste umfasst viele verschiedene Inhalte. Damit Sie die Übersicht behalten, haben Karten zu verschiede- nen Themen unterschiedliche Farben und sind mit Sym- bolen gekennzeichnet. Karten, auf denen Praxistipps für Kochaktionen zu finden sind, sind z. B. dunkelblau und mit dem Pfannenwender-Symbol markiert. Konzepte Es gibt vier KlimaFood-Bildungskonzepte. Das sind vier verschiedene grundlegende Rahmen für Ernährungsbil- dung. • „Lernen durch Anleiten“: v. a. geeignet für Kinder und Jugendliche • „Kreativ-Werkstatt“: v. a. geeignet für Kinder und Ju- gendliche • „Lecker Deutsch“: geeignet für gering Literalisierte und Personen mit Einwanderungs-/Fluchtgeschichte • „Mitmach-Küche“: geeignet für alle Zielgruppen Übersicht: Konzepte, Praxistipps und Rezepte KlimaFood-Konzepte Tipps rund ums Kochen Rezeptvorschläge Mobile Küchen Organisatorisches Hintergründe KlimaFood Nachhaltige Ernährung 3 Was gibt es? Die KlimaFood-Materialien beinhalten ausgearbeitete Akti- onsvorschläge, Spiele und verschiedene Lernmaterialien. Mit ihnen können die vier KlimaFood-Konzepte konkret umge- setzt werden. Manche Aktionen und Spiele sind kurz und lassen sich gut in Veranstaltungen integrieren, andere sind lang und können ein eigenes Event für sich sein. Welche Themen gibt es? „Gesundheitsfördernde, klimafreundliche Ernährung“ ist ein breitgefächertes Thema. Bei KlimaFood ist es auf sieben Tipps für eine gesundheitsförderliche und klimafreundliche Ernährung heruntergebrochen. Die zugehörigen Materialien sind an der Farbe und dem Symbol des Themas zu erkennen. Materialien zum Themen- bereich „Verschwendung vermeiden“ sind z. B. dunkel-gelb und mit dem Mülltonnen-Symbol gekennzeichnet. Manche Materialien passen zu mehreren dieser sieben Be- reiche oder zu anderen Themen. Sie sind grau und mit einem Überraschungspaket gekennzeichnet. Mit kleinen Änderungen lassen sich aber die meisten Materi- alien leicht an verschiedene Themen anpassen. 4. Faire Produktion für Mensch und Tier 1. Lebensmittel aus der Region und in der Saison 2. Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen 3. Wenig verarbeitete Lebensmittel 5. Möglichst wenig Verpackung 7. Verschwendung vermeiden 6. Energie und Wasser sparen Verschiedene/andere Themen Wie finde ich das Richtige für mich? 1. Infobanner Auf der Vorderseite jeder Materialkarte befindet sich ein Banner: Es zeigt an, wie viel Zeit die Durchführung in Anspruch nimmt, was für Räumlichkeiten oder welches Gelände benötigt werden, für welche Altersgruppe und Gruppengröße das Material geeignet ist, wie viele Betreuende benötigt werden und welche Vorkenntnisse die Zielgruppe haben sollte. Die Anzahl Anleitender ist nur bei Aktionen zu finden, die für das Konzept „Lernen durch Anleiten“ entwickelt wurden. Hier können Personen aus der Zielgruppe (z. B. Jugendliche) die Aktion aktiv mitgestalten: planen, durchführen und andere Menschen anleiten. Die Aktionen können auch ohne „Lernen durch Anleiten“ um- gesetzt werden. Dann wird die Anzahl Anleitender einfach nicht beachtet. Umgekehrt können auch alle anderen Materialien für „Lernen durch Anleiten“ genutzt werden, indem Aufga- ben an Personen der Zielgruppe weitergegeben werden. Übersicht: Spiele, Aktionen und Lernmaterialien 4 Dauer (ggf. auch der Vor- bereitung/ des Abbaus) Räumlich- keiten/ Ge- lände Altersgruppe Anzahl Teil- nehmender Anzahl Anleitender Anzahl Betreuender Notwendige Vor- kenntnisse der Anleitenden und/ oder Teilnehmenden 2. Hashtags Auf den Kartenrückseiten befinden sich Hashtags (Schlüsselwörter), denen das Material zugeordnet ist. Sie geben Informationen über das Thema und die Art des Materials. Hier ist z. B. konkreter benannt, ob es sich um ein Spiel für drinnen oder draußen, mit Bewegung oder am Tisch handelt. Im Hashtagverzeichnis sind alle Schlüsselwörter und die zugeordneten Materialien aufgelistet (bzw. in der digitalen Version direkt verlinkt). 3. Zurechtfinden im Downloadbereich Im Downloadbereich können Sie aus vier verschiedenen Bereichen wählen: • Konzepte und Bildungsmaterialien • Spiele • Rezepte • Weiterführende Informationen In diesen vier Bereichen sind die Materialien oder verschiedene Themenbereiche alphabetisch aufgelistet. Unter dem Namen des Materials oder Themas finden Sie alle dazugehörigen Dateien. Wenn Sie bspw. die Download-Dateien zum Spiel „Rätselgeschichten“ suchen, klicken Sie auf den Bereich „Spiele“. Dort scrollen sie entweder nach unten, bis sie zum Buchstaben „R“ wie Rätselgeschichten kommen. Oder sie geben den Be- fehl „Strg+F“ ein. Dann öffnet sich ein Suchfeld und sie können den Suchbegriff „Rätselgeschichten“ eingeben. So werden Sie am schnellsten fündig. https://www.uni-flensburg.de?54310 Inhaltsverzeichnis Herzlich Willkommen! (Vorwort) 2 Übersicht: Konzepte, Praxistipps und Re- zepte 3 Übersicht: Spiele, Aktionen und Lernmate- rialien 4 Inhaltsverzeichnis 5 Abkürzungsverzeichnis 8 #Hashtags 9 Hintergründe Das Projekt KlimaFood Das Projekt KlimaFood 19 Ernährungsbildung in Lebenswelten 20 Vulnerable Bevölkerungsgruppen 21 Food Literacy 22 Gesundheitsfördernde, nachhaltige Ernährung Was ist eigentlich „nachhaltige Ernäh- rung“? 23 Ernährung und Gesundheit 24 Ernährung und Klima 25 Ernährung und Umwelt 26 Ernährung und Gerechtigkeit 27 7 Tipps für eine gesundheitsfördernde, kli- mafreundliche Ernährung 28 Lebensmittel aus der Region und in der Saison 29 Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen 30 Wenig verarbeitete Lebensmittel 33 5 Faire Produktion für Mensch und Tier 34 Möglichst wenig Verpackung 35 Energie und Wasser sparen 36 Verschwendung vermeiden 37 KlimaFood-Konzepte und Materialien KlimaFood-Konzepte Konzept: Mitmach-Küche 40 Konzept: Lecker Deutsch 42 Konzept: Kreativ-Werkstatt 44 Konzept: Lernen durch Anleiten 47 Materialien zum Thema „Lebensmittel aus der Region und in der Saison“ Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Spiel: Einmal um die Welt 55 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) 57 Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) 58 Spiel: Saison-Domino 59 Spiel: Jahreszeitenuhr 60 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Wochenmarkt 62 Arbeitsblatt: Wo kommen unsere Lebens- mittel her? 64 Materialien zum Thema „Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen“ Aktion: Hip Hop & Food 65 Spiel: Energie-Puzzle 67 Spiel: Wasser-Puzzle 68 Spiel: Flächenverzehr 69 Spiel: CO2-Waage 70 Spiel: Memory 71 Inhaltsverzeichnis Materialien zum Thema „Wenig verarbei- tete Lebensmittel nutzen“ Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Video-Dreh „Snack-Check“ 77 Aktion: Café-Projekt 78 Spiel: Supermarkt-Rallye 79 Spiel: Salzgehalte zuordnen 80 Spiel: Schätzspiel Zucker 81 Spiel: Snacks laufen 82 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 Spiel: Getreidesorten und ihre Ähren 84 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Wer ist es? 88 Spiel: Finde die Lieferkette (Staffel-Spiel) 90 Spiel: Sinnesparcours 91 Materialien zum Thema „Auf faire Produk- tion für Mensch und Tier achten“ Spiel: Rettet die Schokolade 93 Spiel: Stadt, Land, Lieferkette 97 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) 99 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 Materialien zum Thema „Möglichst wenig Verpackung verwenden“ Spiel: Müllparcours 101 Spiel: Für die Tonne 102 6 Materialien zum Thema „Energie und Wasser sparen“ Spiel: Energiespar-Quiz 104 Materialien zum Thema „Verschwendung vermeiden“ Aktion: Kreative Reste-Challenge 105 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 Aktion: Lebensmittel-Rettung 109 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 Spiel: Roll-Duell (Lebensmittelverschwendung) 113 Spiel: Lagerungs-Puzzle 114 Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl 115 Themenübergreifende Materialien Aktion: Familienfest 116 Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 Aktion: Actionbound 119 Aktion: Escape-Spiel 120 Aktion: App-Gestaltung 122 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Malen nach Zahlen 125 Spiel: Rätselgeschichten 126 Spiel: Fruchtalarm 127 Küchenpraxis Tipps rund ums Kochen Kochen mit Gruppen 130 Wie finde ich gute Rezepte? 131 Planung für kostengünstiges Kochen 132 Snacks für unterwegs: gut und kosten- günstig 133 Kostengünstiges Einkaufen 134 Lebensmittellagerung 136 Sicherheit und Hygiene 137 Inhaltsverzeichnis Mobile Küchen Mobile Küchen: Fahrradküche 139 Mobile Küchen: Mobiler Küchenblock 140 Mobile Küchen: Baukasten-Küche 141 Mobile Küchen: Übersicht und Vergleich 142 Gesundheitsfördernde und nach- haltige Rezepte Paprika-Frischkäse 144 Kräuter-Frischkäse 144 Frischkäse-Sandwiches 145 Hummus 146 Hummus-Sandwiches 147 Tomatiger Linsenbrotaufstrich 148 Möhrengrün-Pesto 149 Schüttel-Brot 150 Pfannenbrot 151 Fladenbrot 152 Burger-Brötchen 153 Falafel-Burger-Patties 154 Kidneybohnen-Burger-Patties 155 Gemüsespieße 156 Hafer-Gemüse-Bällchen 157 Kürbissuppe 158 Türkische Linsensuppe 159 Couscous-Schicht-Salat 160 Herzhafter Porridge 161 Gemüserösti 162 7 Pfannkuchen-Wraps 163 Chili sin Carne 164 Linsen-Bolognese 165 Pancakes mit Apfelmus 166 Apple Crumble 167 Schüttel-Pancakes 168 Organisatorisches Möglichkeiten der Finanzierung 170 Öffentlichkeitsarbeit 171 Quellenverzeichnis 172 Impressum 182 Abkürzungsverzeichnis ALG II Arbeitslosengeld II BMEL Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft DaZ Deutsch als Zweitsprache EUF Europa-Universität Flensburg FAO Ernährungs– und Landwirtschafts- organisation der Vereinten Natio- nen MHD Mindesthaltbarkeitsdatum VHS Volkshochschule WBAE Wissenschaftlicher Beirat für Agrar- politik, Ernährung und gesundheitli- chen Verbraucherschutz 8 #Hashtags #Arbeitsblatt Arbeitsblätter, die Sie in Veranstaltungen einbin- den können Arbeitsblatt: Wo kommen unsere Lebens- mittel her? 64 #Aktion Vorschläge für Veranstaltungen, Ausflüge, Projek- te, Gruppenstunden etc. Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Aktion: Hip Hop & Food 65 Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Video-Dreh „Snack-Check“ 77 Aktion: Café-Projekt 78 Aktion: Kreative Reste-Challenge 105 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 Aktion: Lebensmittel-Rettung 109 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 Aktion: Familienfest 116 Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 Aktion: Actionbound 119 Aktion: Escape-Spiel 120 Aktion: App-Gestaltung 122 9 #Bevorzugt_pflanzlich Aktionen und Spiele passend zum Handlungsfeld „Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen“ Aktion: Hip Hop & Food 65 Spiel: Energie-Puzzle 67 Spiel: Wasser-Puzzle 68 Spiel: Flächenverzehr 69 Spiel: CO2-Waage 70 Spiel: Memory 71 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 #Bewegungsspiel Spiele, die mit Bewegung verbunden sind Spiel: Einmal um die Welt 55 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) 57 Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) 58 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Snacks laufen 82 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Finde die Lieferkette 90 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 Spiel: Müllparcours 101 Aktion: Lebensmittelzirkus 111 Spiel: Roll-Duell (Lebensmittelverschwendung) 113 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Hashtags Spiel: Finde die Lieferkette 90 Spiel: Müllparcours 101 Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl 115 Aktion: Actionbound 119 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Einkaufen Tipps zum nachhaltigen und kostengünstigen Le- bensmittel-Einkauf Warum Kochen mit Gruppen? 130 Planung für kostengünstiges Kochen 132 Kostengünstiges Einkaufen 134 #Bio Spiele und Aktionen zum Thema ökologische Pro- duktion und Bio-Siegel Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) 99 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 #Draußen Spiele und Aktionen, die für draußen ge- eignet sind Spiel: Einmal um die Welt 55 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Flächenverzehr 69 Spiel: Supermarkt-Rallye 79 10 #Eisbrecher Kurze aktive Spiele, die zum Einstieg, zum Auflo- ckern oder Kennenlernen geeignet sind Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Rätselgeschichten 126 #Energiesparen Spiele zum Thema Energiesparen Spiel: Energiespar-Quiz 104 #Fair Aktionen und Spiele passend zum Handlungsfeld „Auf faire Produktion für Mensch und Tier achten“ Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Rettet die Schokolade! 93 Spiel: Stadt, Land, Lieferkette 97 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) 99 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 #Finanzen Tipps zur Finanzierung von Ernährungsbildungs- angeboten Möglichkeiten der Finanzierung 169 #Flächennutzung Spiele, die thematisieren, wie viel Fläche für die Herstellung von Lebensmitteln gebraucht wird Spiel: Flächenverzehr 69 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Hashtags #Food Literacy Spiele und Aktionen, die für die Bereiche DaZ und Alphabetisierung geeignet sind und das Thema Ernährung mit dem Spracherwerb verbinden Aktion: Lecker Deutsch 49 Spiel: Jahreszeitenuhr 60 Arbeitsblatt: Wo kommen unsere Lebens- mittel her? 64 Spiel: Memory 71 #Gesellschaftsspiel Spiele, die auf bekannten Gesellschaftsspielen basieren und in kleineren Gruppen meist am Tisch gespielt werden Spiel: Saison-Domino 59 Spiel: Wochenmarkt 62 Spiel: Memory 71 Spiel: Wer ist es? 88 Spiel: Rettet die Schokolade! 93 Spiel: Stadt, Land, Lieferkette 97 Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) 99 Spiel: Für die Tonne 102 Spiel: Fruchtalarm 127 #Gesundheit Aktionen und Spiele zum Thema gesundheitsför- dernde Ernährung Aktion: Video-Dreh „Snack Check“ 77 Spiel: Salzgehalt zuordnen 80 Spiel: Schätzspiel Zucker 81 11 Spiel: Snacks laufen 82 Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Großgruppenspiel Spiele, die für mehr als zehn Teilnehmende geeig- net sind Spiel: Einmal um die Welt 55 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Aktion: Koch-Duell 72 Spiel: Supermarkt-Rallye 79 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Finde die Lieferkette 90 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Müllparcours 101 Spiel: Energiespar-Quiz 104 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Malen nach Zahlen 125 Spiel: Fruchtalarm 127 #Hygiene Tipps zur Küchenhygiene Sicherheit und Hygiene 137 #Infoveranstaltung Vorschläge für Informationsveranstaltungen über nachhaltige und gesundheitsfördernde Ernährung Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 #Hashtags Spiel: Getreidearten und ihre Ähren 84 Spiel: Lagerungs-Puzzle 114 Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl 115 #Klima Spiele und Aktionen zum Thema Klimawandel und Klimaschutz Aktion: Hip-Hop & Food 65 Spiel: Energie-Puzzle 67 Spiel: CO2-Waage 70 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 #Interaktive_Lernmaterialien Spielpädagogische Materialien, deren Fokus stär- ker auf dem Lernen liegt — gut geeignet für expli- zite Bildungsveranstaltungen wie z. B. Sprachkurse Spiel: Jahreszeitenuhr 60 Spiel: Energie-Puzzle 67 Spiel: Wasser-Puzzle 68 Spiel: Flächenverzehr 69 Spiel: CO2-Waage 70 Spiel: Salzgehalt zuordnen 80 Spiel: Schätzspiel Zucker 81 Spiel: Snacks laufen 82 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 12 Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 117 Kochen mit Gruppen 130 Wie finde ich gute Rezepte? 131 Planung für kostengünstiges Kochen 132 Snacks für unterwegs: gut und kosten- günstig 133 Kostengünstiges Einkaufen 134 Lebensmittellagerung 136 Sicherheit & Hygiene 137 Mobile Küche: Fahrradküche 139 Mobile Küche: Mobiler Küchenblock 140 Mobile Küche: Baukasten-Küche 141 Mobile Küchen: Übersicht und Vergleich 142 #Konzept Übergeordnete Konzepte für Ernährungsbildung Konzept: Mitmach-Küche 40 Konzept: Lecker Deutsch 42 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Kochen Konzepte und Vorschläge für Koch-Aktionen, Tipps zum Kochen mit Zielgruppen Konzept: Mitmach-Küche 40 Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Aktion: Hip-Hop & Food 65 Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Café-Projekt 78 Aktion: Kreative Reste-Challenge 105 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 Aktion: Lebensmittel-Rettung 109 Aktion: Familienfest 116 #Hashtags #Lagerung Ein Spiel und Informationen dazu, wie Lebensmittel am besten gelagert werden, um Lebensmittelver- schwendung vorzubeugen Spiel: Lagerungs-Puzzle 114 Lebensmittellagerung 136 #Lebensmittelverschwendung Spiele und Aktionen zum Handlungsfeld „Ver- schwendung vermeiden“ Spiel: Kometenkartoffel 86 Aktion: Kreative Reste-Challenge 105 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 Aktion: Lebensmittel-Rettung 109 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 Konzept: Kreativ-Werkstatt 44 Konzept: Lernen durch Anleiten 47 #Kreativ-Werkstatt Aktions-Beispiele für die Gestaltung einer Kreativ- Werkstatt Konzept: Kreativ-Werkstatt 44 Aktion: Hip-Hop & Food 65 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 Aktion: Actionbound 119 Aktion: Escape-Spiel 120 Aktion: App-Gestaltung 122 13 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Wer ist es? 88 Spiel: Sinnesparcours 91 #Lecker_Deutsch Aktionen, die sich für die Umsetzung des Konzepts „Lecker Deutsch“ eignen Konzept: Lecker Deutsch 42 Aktion: Lecker Deutsch 49 #Lernen_durch_Anleiten Aktionen, die sich für die Umsetzung des Konzepts „Lernen durch Anleiten“ eignen Konzept: Lernen durch Anleiten 47 Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Video-Dreh „Snack-Check“ 77 Aktion: Café-Projekt 78 Spiel: Roll-Duell (Lebensmittel- verschwendung) 113 Spiel: Lagerungs-Puzzle 114 Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl 115 Lebensmittellagerung 136 #Lebensmittel_kennenlernen Spiele und Aktionen, die eine Möglichkeit schaffen, um Lebensmittel kennenzulernen Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Wochenmarkt 62 Spiel: Memory 71 Spiel: Supermarkt-Rallye 79 Spiel: Getreidesorten und ihre Ähren 84 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 #Hashtags #Mehrere_Themen Aktionen und Spiele, in denen der Fokus nicht auf einem Thema liegt, sondern auf mehreren The- men Aktion: Koch-Duell 72 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Rätselgeschichten 126 Spiel: Fruchtalarm 127 #Mini_Spiel Kurze Aktionen und Spiele zu verschiedenen The- men Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) 57 Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) 58 Spiel: Saison-Domino 59 Aktion: Kreative Reste-Challenge 105 Aktion: Lebensmittel-Rettung 109 Aktion: Actionbound 119 Aktion: Escape-Spiel 120 #Low_Budget Informationen und Alltags-Tipps, wie kostengüns- tig eingekauft und gekocht werden kann Kochen mit Gruppen 130 Planung für kostengünstiges Kochen 132 Snacks für unterwegs: gut und günstig 133 Kostengünstig Einkaufen 134 14 Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl 115 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Rätselgeschichten 126 #Mitmach-Küche Konzeptbeschreibung und Aktionsvorschläge zur Durchführung einer Mitmach-Koch-Aktion Konzept: Mitmach-Küche 40 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 #Mobile_Küche Aktionsvorschläge und Informationen rund um verschiedene mobile Küchen Konzept: Mitmach-Küche 40 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen 107 Mobile Küchen: Fahrradküche 139 Spiel: Jahreszeitenuhr 60 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Memory 71 Spiel: Salzgehalt zuordnen 80 Spiel: Schätzspiel Zucker 81 Spiel: Snack laufen 82 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Finde die Lieferkette (Staffel-Spiel) 90 Spiel: Sinnesparcours 91 Spiel: Stadt, Land, Lieferkette 97 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) 99 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 Spiel: Müllparcours 101 Spiel: Energiespar-Quiz 104 Spiel: Roll-Duell (Lebensmittelverschwendung) 113 Spiel: Lagerungs-Puzzle 114 #Hashtags #Quiz Spiele und Aktionen im Quiz-Format Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) 57 Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) 58 Aktion: Koch-Duell 72 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 Spiel: Energiespar-Quiz 104 Spiel: Fruchtalarm 127 #Regional Spiele und Aktionen zum Handlungsfeld „Lebensmittel aus der Region und in der Saison wählen“ Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Kochabend der Saison 51 Mobile Küchen: Mobiler Küchenblock 140 Mobile Küchen: Baukasten-Küche 141 Mobile Küchen: Überblick und Vergleich 142 #Öffentlichkeitsarbeit Tipps für die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit bei Aktionen Öffentlichkeitsarbeit 170 #Online Aktionen, die auch digital durchgeführt werden können Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Actionbound 119 15 Wie finde ich gute Rezepte? 131 Planung für kostengünstiges Kochen 132 #Saisonal Spiele und Aktionen zum Handlungsfeld „Lebensmittel aus der Region und in der Saison wählen“ Aktion: Lecker Deutsch 49 Aktion: Kochabend der Saison 51 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) 57 Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) 58 Spiel: Saison-Domino 59 Spiel: Jahreszeitenuhr 60 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Wochenmarkt 62 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger 53 Spiel: Einmal um die Welt 55 Spiel: Zutatensammelei 56 Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Spiel: Wochenmarkt 62 Arbeitsblatt: Wo kommen unsere Lebens- mittel her? 64 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Wer ist es? 88 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 #Rezepte Tipps und Vorschläge für klimafreundliche Rezep- te #Hashtags #Themenflexibel Spiele und Aktionen, die einen Rahmen bieten und für die Umsetzung mit verschiedenen Themen ge- eignet sind Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) 61 Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Video-Dreh „Snack Check“ 77 Aktion: Café-Projekt 78 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Energiespar-Quiz 104 Aktion: Familienfest 116 Aktion: Actionbound 119 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Wer ist es? 88 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 #Sinne Spiele und Aktionen, um Lebensmittel mit allen Sinnen zu erkunden Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Sinnesparcours 91 Aktion: Lebensmittel-Zirkus 111 16 Spiel: CO2-Waage 70 Spiel: Treibhauseffekt-Spiel 123 Spiel: Malen nach Zahlen 125 #Verpackung Spiele und Aktionen, die sich dem Handlungsfeld „Möglichst wenig Verpackung“ zuordnen lassen Spiel: Müllparcours 101 Spiel: Für die Tonne 102 #Versicherung Hinweise zum Thema Versicherungen bei Aktionen Möglichkeiten der Finanzierung 169 #Wasserverbrauch Spiele, die den Wasserverbrauch entlang der Le- bensmittelwertschöpfungskette thematisieren Spiel: Wasser-Puzzle 68 Spiel: Malen nach Zahlen 125 Aktion: Escape-Spiel 120 Aktion: App-Gestaltung 122 Spiel: Chaos-Spiel 124 Spiel: Rätselgeschichten 126 Spiel: Fruchtalarm 127 #Tierwohl Spiele und Aktionen, die sich mit dem Thema Tier- haltung beschäftigen Spiel: Stadt, Land, Lieferkette 97 Spiel: Positionierungsspiel 98 Spiel: Tier-Suche 99 Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) 100 #Treibhausgas Spiele, die Treibhausgas-Emissionen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette thematisieren Spiel: Energie-Puzzle 67 #Hashtags Spiel: Salzgehalte zuordnen 80 Spiel: Schätzspiel Zucker 81 Spiel: Snacks laufen 82 Spiel: Vom Acker auf den Teller 83 Spiel: Getreidesorten und ihre Ähren 84 Spiel: Obstsalat 85 Spiel: Kometenkartoffel 86 Spiel: Raumlaufen 87 Spiel: Wer ist es? 88 Spiel: Finde die Lieferkette (Staffel-Spiel) 90 Spiel: Sinnesparcours 91 #Wenig-verarbeitet Spiele und Aktionen, die sich dem Handlungsfeld „Wenig verarbeitete Lebensmittel nutzen“ zuord- nen lassen Spiel: Memory 71 Aktion: Koch-Duell 72 Aktion: Snack-Station 74 Aktion: Bildung für alle 75 Aktion: Video-Dreh „Snack Check“ 77 Aktion: Café-Projekt 78 Spiel: Supermarkt-Rallye 79 17 www.in-form.de Hintergründe Das Projekt KlimaFood und gesundheitsfördernde, nachhaltige Ernährung Das Projekt KlimaFood KlimaFood Lebensweltorientierte, klimafreundliche und gesundheitsfördernde Ernährungsbildung vulnerabler Bevölkerungsgruppen • IN FORM-Projekt • Finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft • Laufzeit: 11/2020—03/2024 Im Projekt KlimaFood arbeitet die Europa-Universität Flensburg mit verschiedenen Partner-Institutionen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Ernährungs- bildungsansätze, die besonders „vulnerable Bevöl- kerungsgruppen“ erreichen. Damit sind Personen- gruppen gemeint, die bisher wenig von Ernährungs- bildung profitieren, weil sie nicht gut mit ihrem Alltag zusammenpasst. Konkret liegt unser Fokus auf: • Kindern und Familien (z. B. in Familienzentren), • Jugendlichen und jungen Erwachsenen (z. B. in Ju- gendzentren), • „Deutsch-Lernenden“ (z. B. in Kursen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Alphabetisierungskur- sen in Volkshochschulen (VHS)), • von Armut bedrohten/betroffenen Menschen (z. B. Tafelkund*innen bei der Tafelausgabe). 19 Das Ziel des KlimaFood-Projektes ist, Ernährungsbildung in den Strukturen von Einrichtungen zu integrieren. Dabei geht es um Einrichtungen, in denen sich die Personengruppen aufhalten, auf denen unser Fokus liegt — ihre Le- benswelten. Die Bildungsangebote sollen so gestaltet sein, dass sie den Menschen wirk- lich nützen. Deshalb haben an der Entwicklung Menschen mitgewirkt, die diesen Personengruppen nahe stehen und sich ebenfalls in diesen Einrich- tungen bewegen — so wie Sie. Zu Beginn des Projektes wurden dafür Veranstaltungen und Materialien in Schleswig-Holstein entwickelt, getestet und überarbeitet. Daraus entstan- den vier grundlegende Konzepte für Ernährungsbildung. Um diese konkret umzusetzen, wurden zahlreiche Aktionsvorschläge, Spiele, Lernmaterialien und Praxistipps entwickelt. Danach wurden die Ergebnisse in ganz Deutschland eingesetzt. Den Weg in die Praxis finden die KlimaFood-Konzepte vor allem auf diese Weise: • Bei Schulungen lernen Menschen, wie z. B. Mitarbeitende in sozialen Ein- richtungen, Dozent*innen in der VHS, Gruppenleitungen etc., die Klima- Food-Konzepte kennen. Sie erfahren, wie sie die Inhalte und Materialien bestmöglich mit ihren Zielgruppen nutzen können. • Austauschrunden mit anderen Einrichtungen und individuelle Beratung durch das Projektteam unterstützen bei der Umsetzung der Konzepte. • Einzelne Einrichtungen und Regionen probieren die KlimaFood-Konzepte langfristig als Modellstandorte aus. Hier wird die Integration von Klima- Food in die alltägliche Arbeit der Einrichtung getestet. Ideen in der Praxis entwickeln, erproben und anpassen Konzepte, Materialien und Praxisbeispiele erstellen Konzepte bundesweit umsetzen Ernährungsbildung in Lebenswelten Im Projekt KlimaFood findet (außerschulische) Er- nährungsbildung in den Lebenswelten der Zielgrup- pen statt. „In den Lebenswelten“ bedeutet: Menschen werden dort aufgesucht, wo sie sich „aufhalten, […] leben, lernen, arbeiten und konsumieren“.1 Der Ansatz, diese Orte zu nutzen, stammt ursprüng- lich aus der Gesundheitsförderung. Sie eignen sich gut, um Menschen mit Informations-, Bildungs– und Beratungsangeboten zu erreichen. Denn in ihren Le- benswelten halten sich Menschen sowieso auf, des- halb sind sie hier leicht anzutreffen. Sie kennen sich hier gut aus und müssen keine zusätzlichen Hürden überwinden, um an Angeboten teilzunehmen.1 1 Hartung et al. 2022 20 In Lebenswelten können besonders die Zielgruppen erreicht werden, die sonst wenig von Ernährungsbil- dung profitieren — weil die vorhandenen Ernäh- rungsbildungsangebote für sie unattraktiv oder schwer zu erreichen bzw. zu nutzen sind.1 Das heißt: Durch diesen Ansatz will KlimaFood dazu beitragen, dass alle Menschen Zugang zu einer kli- mafreundlichen und gesundheitsfördernden Ernäh- rungsbildung erhalten. Damit werden Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen für alle gefördert. 1 Hartung et al. 2022 2Brandes et al. 2021 Außerdem ist der Lebensweltenansatz eine gute Grundlage für Bildungsangebote, die inklusiv sind und Chancenungleichheiten abbauen. So schaffen sie Raum für von Ausgrenzung betroffene Men- schen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuha- ben.1 © Elena Heymann Ein weiterer Vorteil des Lebensweltenansatzes: Auf diese Weise findet Ernährungsbildung direkt in der Alltagsrealität der Menschen statt. So wird es den Teilnehmenden leicht gemacht, das Gelernte in ihr „echtes Leben“ zu übertragen. Wichtig ist deshalb die Vermittlung von alltagspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im täglichen Lebens nützlich und anwendbar sind. Besonders, wenn diese Fähigkeiten und Fertigkeiten bei Ernährungsbildungsangeboten praktisch geübt werden, wird die Selbstwirksam- keitserwartung der Teilnehmenden gestärkt. Der Kompetenzerwerb hilft ihnen dabei, ihr Leben selbst- bestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten.2 Vulnerable Bevölkerungsgruppen 1BMZ, o. J. Die Materialien und Konzepte im Projekt KlimaFood richten sich an Menschen, die mit „vulnerablen Zielgruppen“ arbeiten. Bei KlimaFood sind damit Personengruppen gemeint, • die bisher wenig von Ernährungsbildung profitieren, • für die eine gesundheitsfördernde und/oder klimafreundliche Ernährung im Alltag schwierig umzusetzen ist, • die überdurchschnittlich stark von den Folgen von nicht- gesundheitsfördernder und nicht-klimafreundlicher Ernährung betroffen sind — z. B., weil sie statistisch häufiger chronische, ernährungsmitbedingte Erkrankungen entwickeln. Diese höhere „Gefährdung“ nennen wir „Vulnerabilität“. Die Gründe für Vulnerabilität sind vielseitig: Armut, politische oder gesellschaftliche Benachteiligungen, ein unzureichender Zugang zu Bildung, gesundheitliche Einschränkungen, keine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe (z. B. Ausgrenzung, Einsamkeit)...1 Das Projekt fokussiert sich auf einige Personengruppen, bei denen Gründe für Vulnerabilität statistisch häufig vorkommen. Das sind z. B. Tafel-Kund*innen, armutsgefährdete Kinder, Jugendliche und Familien, gering Li- teralisierte und Menschen mit Einwanderungs– oder Fluchtgeschichte. Menschen, die von Armut betroffen sind oder sich aus anderen Gründen in schwierigen Lebenssituationen befinden, haben weniger Möglichkei- ten, ihre Ernährung frei und selbstbestimmt zu gestalten. Eine gesundheitsfördernde und klimafreundliche Ernährung ist in ihrem Alltag oft schwer umzusetzen. Deshalb ist es wichtig, Ernährungsbildungskonzepte zu entwickeln, die in diesen Situationen wirklich unterstützen. 21 2Statista 2022 3Beermann & Grahl 2021 4 VZ NRW 2024 5Tafel Deutschland 2022 6FAO et al. 2022 7Tafel Deutschland 2019, S. 1 8Tafel Deutschland 2024 9Gose et al. 2021 Die Gruppe der Menschen, die von Armut betroffen sind, wird in Deutschland immer größer: Derzeit trifft dies auf jede fünfte Person in Deutschland zu.2 Dies ist unter anderem bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie und der Inflation, z. B. durch steigende Energie– und Lebensmittelpreise.3,4, Auch sind ca. drei Millionen Menschen in Deutsch- land von Ernährungsarmut betroffen. Das bedeu- tet, dass diese Personen nicht in der Lage sind, für eine gesunde Ernährung zu sorgen.6 2019 gab es 1,65 Millionen Tafel-Kund*innen.4 Be- sonders während der Corona-Pandemie ist die Anzahl der von Ernährungsarmut betroffenen Per- sonen u. a. durch die damit einhergehenden Job- verluste und Kurzarbeit gestiegen.7 2024 wurden zwischen 1,6 und 2 Millionen Menschen mit Lebens- mittelspenden von der Tafel unterstützt. Studien zeigen, dass Menschen mit niedrigem so- zioökonomischem Status nicht nur einen er- schwerten Zugang zu gesunder Ernährung haben, sondern statistisch auch geringe Kompetenzen für gesundheitsfördernde, klimafreundliche Ernährung aufweisen.6 Das bedeutet, sie haben oft weniger Wissen über Ernährung, aber auch weniger praktische Fertig- keiten (z. B. für die Lebensmittelzubereitung). Des- wegen ist Ernährungsbildung ein wichtiger Beitrag, um die Lebenssituation dieser Bevölkerungsgrup- pen zu verbessern. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind auch unabhängig von ihrem Hintergrund eine wichtige Zielgruppe für KlimaFood. Das Projekt will sie dazu zu befähigen, sich als Erwachsene auch in herausfordernden Situationen bestmöglich zu ver- sorgen. Food Literacy 1 Daum et al. 2018 2Johannsen et al. 2019, S. 277 3BZfE 2018a Um die Kompetenzorientierung der KlimaFood-Materialien und –Aktionen zu gewährleisten, wird auf den Food & Move Literacy-Ansatz zurückgegriffen. Doch was bedeutet das? Laut Daum et al. bezeichnet „Food & Move Literacy“ „die Fähigkeit, seinen Ernährungs- und Bewegungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbe- wusst und gesundheitsfördernd zu gestalten“.1 Neben der Lese- und Schreibkompetenz wird auch das Ge- sundheitsverständnis der Zielgruppe implizit beeinflusst. Ebenso können die Teilnehmenden ihre (küchen-) praktischen Fertigkeiten und ihre Entscheidungskompetenzen, z. B. bei der Lebensmittelauswahl, in ihrem All- tag stärken.2 22 https://www.uni-flensburg.de?23863 https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/k/Kompetenzmodell_Food_Move_Literacy.pdf Warum ist der Food & Move Literacy Ansatz relevant? Weil die Anforderungen zur Bewältigung des eigenen Ernährungsalltags steigen, bspw. durch: • sich verändernde Familienstrukturen und Arbeitsformen, • wenig Zeit für die eigene Verpflegung, • eine große Vielfalt an Lebensmitteln (z. B. Verzehr von Insekten) und • Ernährungsinformationen, die teilweise widersprüchlich und verwirrend sind. Mithilfe des Food & Move Literacy Ansatzes kann es gelingen, besonders schwer erreichbare Lern- und Ziel- gruppen zu motivieren, ihre Alltags- und Gesundheitskompetenz selbstverantwortlich zu erweitern. Bei der Planung von Ernährungsbildungsak- tionen kann das Kompetenzraster Ernährung für die Grundbildung1 zu Rate gezogen wer- den. Das Raster hilft dabei, zu reflektieren, welche Kompetenzen die Teilnehmenden erwerben sollen. 1 BZfE 2018b So kann Food Literacy in die Erwachsenen- bildung integriert werden. https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/1/1735_2018_Kompetenzraster.pdf Was ist eigentlich „nachhaltige Ernährung“? In den letzten Jahren hat der WBAE (Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpoli- tik, Ernährung und gesundheitlichen Ver- braucherschutz) daran gearbeitet, diese Frage zu beantworten. Der WBAE ist ein Gremium aus Wissen- schaftler*innen mit unterschiedlichen Expertengebieten, die das Bundesminis- terium für Ernährung und Landwirtschaft ehrenamtlich beraten.1 Als Antwort auf die Frage „Wie muss Er- nährung sein, damit wir sie als ‚nachhaltig‘ bezeichnen können?“ hat der WBAE vier wichtige Bereiche be- stimmt: Gesundheit, Soziales, Tierwohl und Umwelt. Für die vier Bereiche wur- den die folgenden Kriterien für nachhal- tige Ernährung festgelegt...2, 3 1 BMEL 2022a 2Spiller o. J. 3WBAE 2020 23 Die FAO (Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) hat „nachhaltige Ernährung“ übrigens so definiert: 4FAO 2012 Auf den nächsten Karten sind mehr Informa- tionen zu den Zusammenhängen zwischen unserer Ernährung und den vier Bereichen — Umwelt, Soziales, Gesundheit und Tierwohl — zu finden. Hier erfahren Sie außerdem, was das für den Alltag bedeutet. Mehr dazu, was Nachhaltigkeit und nachhal- tige Ernährung bedeutet, erfahren Sie z. B. hier: • Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. • Bundeszentrum für Ernährung https://www.nachhaltigeernaehrung.de/Was-ist-Nachhaltige-Ernaehrung.3.0.html https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/ Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat ei- nen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Einige Lebensmittel tragen dazu bei, dass wir uns wohlfühlen, und schützen unsere Gesundheit. Andere Lebensmittel machen uns eher anfällig für unterschiedliche Krankheiten. Dabei geht es um kurzfristige Erkrankungen, um chronische Krankheiten (wie z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Krebs) sowie um Überge- wicht/Adipositas und damit verbundene ge- sundheitliche Einschränkungen. Das gilt auch für das spätere Leben. Zuverlässige Studien zeigen: Unsere jetzige Nahrungsmittel- auswahl hängt direkt damit zusammen, wie fit wir im Alter sein werden. Tipps für ein langes gesundes Leben sind des- halb:1,2 Ernährung und Gesundheit 1Willet et al. 2019 2GBD 2017 Diet Collaborators 2019 24 Gemüse Hülsen- früchte Nüsse, Samen Vollkorn Obst viel + wenig - Salz Zucker stark verarbei- tete Produkte Fleisch 3DGE o. J.a 4DGE o. J.b Mit dem Ernährungskreis empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), dass gutes Essen und Trinken ungefähr so zusammengesetzt sein sollte:3,4 Ca. 1,5 l Getränke pro Tag: am besten Wasser 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag: so bunt wie möglich Mind. einmal pro Woche Hülsenfrüchte, täglich Nüsse und Samen 5 Portionen Getreide, Brot und Nudeln pro Tag: davon mind. 1/3 Vollkorn Bevorzugt pflanzliche Öle (z. B. Rapsöl und daraus hergestellte Margarine) 2 Portionen Milch- produkte pro Tag Max. 300 g Fleisch und Wurst pro Woche: weniger ist mehr Das bedeutet: Mindestens 3/4 unseres Speisenplans sollte aus pflanzlichen Lebensmitteln bestehen. Tieri- sche Lebensmittel sollten entsprechend höchstens 1/4 ausmachen. Außerdem empfiehlt die DGE, Süßes, Sal- ziges und Fettiges lieber stehen zu lassen, Mahlzeiten bewusst zu genießen und in Bewegung zu bleiben.3,4 DGE-Ernährungskreis4 Wie funktioniert eigentlich der Klimawandel? Wenn Sonnenstrahlen auf die Erde treffen, durchqueren sie zuerst die Erdatmosphäre. Das ist eine Art Hülle aus verschiedenen Gasen, die die Erde umgibt. Dann treffen die Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche. Der Planet nimmt einen Teil der Energie aus dem Sonnenlicht auf. Dadurch erwärmen sich die Erde und die Ozeane. Ein an- derer Teil der Strahlen wird von der Erde zurückgestrahlt und gelangt durch die Atmosphäre wieder „nach drau- ßen“ ins Weltall. Teilweise werden die Strahlen, die von der Erde kommen, allerdings von Gasen in der Atmosphäre umgeleitet und zurück zur Erde geschickt. Diese Gase nennt man Treib- hausgase. Je mehr sich davon in der Atmosphäre befin- den, desto mehr Strahlen werden zur Erde zurückreflek- tiert. Auf der Erde wird es immer wärmer — das nennt man „Treibhauseffekt“ — und das Klima verändert sich.1, 2,3 Ernährung und Klima Der Treibhauseffekt4 1 Umweltbundesamt 2020a 2,3 Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. o. J.a,b 4Zoo Osnabrück o.J. 25 https://www.helmholtz-klima.de/klimawissen https://klimawandel-gesundheit.de/wp-content/uploads/2022/12/2022_Factsheet-Planetary-Health-Diet.jpg Was hat das mit Ernährung zu tun? Unsere Ernährung verstärkt den Klimawan- del: 21 % der in Deutschland verursachten Treibhausgase entstehen durch die Ernäh- rung.4 Gründe sind z. B.: • Lebensmitteltransporte mit Flugzeug und LKW (z. B. Südfrüchte) • Lebensmittelherstellung mit hohem Ener- gieaufwand (z. B. tierische Lebensmittel)5 Aber unsere Ernährung hat nicht nur Einfluss auf den Klima- wandel, sondern auch umgekehrt: • Durch die Erderwärmung schmilzt Gletschereis. Der Mee- resspiegel steigt und es kommt zu Überflutungen.6 Acker- land, das wir bisher zur Lebensmittelherstellung verwendet haben, ist dann nicht mehr nutzbar. • In manchen Regionen wird es heißer und trockener. Pflan- zen wachsen dadurch schlechter, die Ernten werden kleiner und es wird weniger Nahrung hergestellt. Schon in den nächsten dreißig Jahren wird es immer schwieriger, genügend Lebensmittel für alle Menschen auf der Erde zu produzieren.7, 8 Das können wir ändern, wenn wir den Klimawandel aufhalten. CO2-Emissionen verschiedener Lebensmittel11 4WWF 2012 5KLUG o. J. 6IPCC 2021 7Fischer & Miglietta 2020 8Godfray et al. 2010 9WWF 2012 10NAHhaft e.V. o. J. 11Reinhardt et al. 2020 CO2-Emissionen in Deutschland 9, 10 In der Natur hängt alles zusammen. Neben dem Klima gibt es viele weitere Umweltbereiche, die von Ernährung beeinflusst werden. Ernährung und Umwelt Wasser Durch zunehmende Trockenheit müssen Felder immer stärker bewässert werden. Wenn der Bewässerungsbedarf weiter in diesem Maß ansteigt, führt das dazu, dass die Süßwasservorkommen der Erde schneller verbraucht werden, als die Erde sie ersetzen kann.1 Nährstoffe im Boden Um möglichst große Erträge beim Nahrungsmittelanbau zu erreichen, werden immer mehr Düngemittel eingesetzt. Sie helfen zwar, die Erträge zu steigern und große Mengen an Nahrungsmitteln zu produzieren, stören aber das na- türliche Nährstoffgleichgewicht in der Erde und in Gewäs- sern. Auch das schädigt wertvolle Ökosysteme.1, 2 1Markl et al. 2019 2Hauck et al. 2019 26 Artenvielfalt Um Platz für die Herstellung von Lebensmitteln zu schaffen, werden Naturräume zerstört. 80 % der weltweiten Waldrodung findet aus diesem Grund statt.5 Dadurch, dass Naturräume wie Wälder, Wiesen, Sumpfgebiete, Steppen, Savannen usw. verschwinden, verlieren Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum. Sie müssen an andere Orte ausweichen oder sie werden immer weniger und sterben aus.5 Umweltschutz ist Menschenschutz: Kein Essen ohne gesunde Umwelt. 2Hauck et al. 2019 3Rockström et al. 2009 4Bundesamt für Naturschutz 5BMEL 2022b Ernährung und Gerechtigkeit 1Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V., o. J. 2BLE 2021a 3Umweltbundesamt 2020b 4Willet et al. 2019 5Koerber et al. 2009 6Welthungerhilfe 2022 27 Mehr Informationen zu nachhaltiger Ernährung und Gerechtigkeit gibt es hier: • Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e. V. • Welthungerhilfe • Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten http://www.nachhaltigeernaehrung.de/Was-ist-Nachhaltige-Ernaehrung.3.0.html http://www.welthungerhilfe.de/hunger/ http://www.stmelf.bayern.de/ernaehrung/007974/index.php 7 Tipps für gesundheitsfördernde, klimafreundliche Ernährung 1. Lebensmittel aus der Region und in der Saison wählen 2. Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen 3. Wenig verarbeitete Lebensmittel nutzen 4. Auf faire Produktion für Mensch und Tier achten 5. Möglichst wenig Verpackung verwenden 6. Energie und Wasser sparen 7. Verschwendung vermeiden Wollen Sie mehr über diese Themen wis- sen? Schauen Sie sich unsere digitale Selbstlernschulung an! Sie hilft z. B. bei der Aktions-Planung und der Vorberei- tung auf Fragen Ihrer Teilnehmenden. 28 https://www.uni-flensburg.de?52647 https://www.uni-flensburg.de?52647 Verschwendung vermeiden: In den Haushalten in Deutschland landet viel Essen im Müll, das eigentlich noch gut ist. Das ist teuer für uns, macht eine gute Versorgung für alle schwieriger und belastet die Umwelt, weil Lebensmittel unnötig produziert und transportiert wer- den. Dagegen hilft z. B., Einkäufe zu planen, Reste zu ver- werten und nur schlechtgewordenes Essen wegzuwerfen. Lebensmittel aus der Region und in der Saison wählen: „Aus der Region“ sind Le- bensmittel, die in unserer Nähe angebaut/ hergestellt werden und kurze Transportwege ha- ben. „In der Saison“ sind Obst und Gemüse, die zur aktuellen Jahreszeit im Freiland geerntet werden können. Beides spart Energie und Treib- hausgase. Das ist wichtig für das Klima. Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen be- deutet, vor allem viel Gemüse, Hülsen- früchte, Obst und Vollkorngetreide zu essen und dafür Fleisch, Milchprodukte und Eier nur in Ma- ßen zu verzehren. Das ist wichtig für unsere Ge- sundheit, aber auch für die Umwelt, das Klima und damit auf der Erde genügend Lebensmittel verfügbar sein können, um alle zu versorgen. Wenig verarbeitete Lebensmittel nutzen heißt, öfter etwas selbst zuzubereiten und möglichst naturbelassene Zutaten zu benutzen (z. B. Tomaten statt fertige Tomatensoße). Das ist gut für unsere Gesundheit. Dabei gilt, Salz und Zucker sparsam zu nutzen und wertvolle Fette zu verwenden. Die sind z. B. in pflanzlichem Öl (wie Rapsöl), Nüssen, Samen und Saaten zu finden. Auf faire Produktion für Mensch und Tier achten: „Fair“ sind Lebensmittel, wenn die Arbeitskräfte, die an Herstellung, Verarbeitung, Transport und Verkauf betei- ligt sind, unter gesunden Bedingungen leben und arbeiten, gerechte Löhne bekommen und gut versorgt sind. Tieri- sche Lebensmittel sind fairer, wenn die Tiere möglichst wenig leiden und artgerecht gehalten werden. Möglichst wenig Verpackung zu verwenden und da- mit Müll zu sparen, ist wichtig für die Umwelt und das Klima. Dazu gehört auch die richtige Mülltrennung, damit die Materialien wiederverwendet werden können. Energie und Wasser sparen: Einkauf, Kochen, Abwa- schen… für unsere Ernährung verbrauchen wir viel Treibstoff, Strom und Wasser. Hier zu sparen, ist nicht nur wichtig für die Umwelt und das Klima, sondern senkt auch ganz praktisch Kosten im Haushalt. Tomaten, Kiwi, Ananas – egal, welches Gemüse oder Obst wir gerade haben wollen, wir finden es jederzeit im Supermarkt. Dadurch verlieren wir oft aus dem Blick, dass Obst und Gemüse eigentlich feste Erntezeiten haben. Erdbeeren werden in unserer Gegend z. B. im Sommer geerntet. Zu anderen Jahreszeiten kommen sie aus weit entfernten Ländern oder werden in Deutschland in beheizten Gewächs- häusern angepflanzt, weil es ihnen draußen viel zu kalt ist. Klingt doch eigentlich super, dass wir nie auf Erdbeeren verzichten müssen, oder? Das Problem ist: Wenn Lebensmittel über weite Strecken transportiert werden und Ge- wächshäuser beheizt werden, entstehen viele Treibhausgase.1 Das schadet dem Klima.2 Es lohnt sich also, regionale und saisonale Le- bensmittel zu essen. Lebensmittel aus der Region und in der Saison Saisonkalender zeigen, welche Lebensmittel gerade saisonal und regional sind. Viele Siegel erwecken den Anschein von Regionalität, obwohl das Lebensmittel weit gereist ist. Verlässliche Infos liefert z. B. das Label „Regional-Fenster“. Regionalfenster3 „Saisonal“: kann zur aktuellen Jahreszeit im Freilandanbau (ohne Gewächshaus oder ähnliches) wachsen und geerntet werden „Regional“: wurde in unserer Nähe geerntet „Regional-Saisonal“: kann jetzt in unserer Nähe im Freien wachsen und geerntet werden 1NAHhaft e.V. o. J. 2BLE 2020a 3Regionalfenster Service GmbH o. J.) 29 2BLE 2020b Saisonkalender gibt es hier: Mehr Informationen und Materialien gibt es hier: • Bundeszentrum für Ernährung: - Regional einkaufen - Saisonzeiten bei Obst und Gemüse - Saisonkalender BzfE App: https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/regional-einkaufen/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/der-saisonkalender/saisonzeiten-bei-obst-und-gemuese/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/der-saisonkalender/ Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen (Teil 1) Die einen sagen, Fleisch ist nicht gesund und schlecht für das Klima. Die anderen sagen, ohne tierische Lebensmittel ist unser Körper nicht ausreichend versorgt. Wer hat jetzt Recht? Tatsächlich spricht alles dafür, vorwiegend pflanzliche Lebensmittel zu essen und Fleisch, Milchprodukte und Eier nur in Maßen zu verzehren. Woran das liegt, sehen wir uns kurz an. Aber vorab: Es ist nicht notwendig, sofort auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Es geht darum, weniger tierische Lebensmittel zu es- sen und dafür der Vielfalt von Gemüse, Hül- senfrüchten und Obst öfter eine Chance zu geben. 1GBD 2017 Diet Collaborators 2019 2WCRF 2018 3DGE o. J.b 4Gose et al. 2016 5Koch et al. 2019 6MRI 2008 7BLE 2020c 30 8WWF Deutschland 2012 9Willet et al. 2019 Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen (Teil 2) 1Umweltbundesamt 2022a 2Umweltbundesamt 2020c 3BLE 2022a 4BLE o. J. a 31 Mehr Informationen gibt es hier: • Bundeszentrum für Ernährung: − Pflanzliche Alternativen zu Fleisch − Planetary Health Diet − Ernährung und Klimaschutz • WWF: − „Die Zukunft liegt auf unserem Teller“ • „Klasse Wasser“: − Virtuelles Wasser − Produktgalerie • Water Footprint Network: − Produktgalerie zum Wasserfußabdruck • Klimateller: − Was hat unser Essen mit dem Klima zu tun? 5WWF Deutschland 2012 6WWF Deutschland 2021 7Hauck et al. 2019 8Markl et al. 2019 Treibhausgas-Emission In der Regel werden durch die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten mehr Treibhausgase freigesetzt als durch Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreide. 70 % der durch Lebensmittel verursachten Treibhausgase entstehen durch tierische Lebensmittel. Das liegt z. B. daran, dass Rinder das Treibhausgas Me- than ausstoßen und dass die Herstellung tierischer Le- bensmittel viel Energie benötigt.5 Davon abgesehen erfor- dert ihre Produktion viel Platz – für die Tiere und für den Futteranbau. Dafür wird oft Wald gerodet.6 Wald hat auf der Erde die Aufgabe, das Treibhausgas CO2 sicher zu speichern. Wenn Wald gerodet wird und die Bäume ver- brannt werden, wird das gespeicherte Gas freigesetzt, ge- langt in die Atmosphäre und treibt den Klimawandel voran.7, 8 Wenn nur halb so viele tierische Lebensmittel gegessen würden wie jetzt, würde unsere Ernährung 34 % weniger Treibhausgase verursachen.6 https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/fleischersatzprodukte/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/ernaehrung-und-klimaschutz/ https://www.wwf.de/2021/april/die-zukunft-liegt-auf-unserem-teller klassewasser.de/content/language1/html/924.php klassewasser.de/content/language1/downloads/klassewasser_Info%20virtuelles%20wasser_produktgalerie.pdf https://waterfootprint.org/en/resources/interactive-tools/product-gallery/ https://www.klimateller.de/essen-klima/ https://www.klimateller.de/essen-klima/ Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen (Teil 3) 1 BLE 2021b Hülsenfrüchte enthalten nicht nur viele Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, sondern haben auch positive Auswirkungen auf Mensch, Tier, Bodenfruchtbarkeit und Klima. Denn: Sie sind die einzigen Pflanzen, die den Stickstoff aus den Böden binden und verwerten können. So müs- sen keine zusätzlichen Stickstoff-Dünger aus- gebracht werden. Zudem lockern sie den Boden durch ihre tiefen Wurzeln ordentlich auf, ein weiterer Vorteil für die Landwirtschaft.1 Auch hier in Deutschland wachsen verschiede- ne Hülsenfrüchte: Bohnensorten, Linsen und Lu- pinen. Mittlerweile gibt es sogar Soja aus Deutschland, sodass lange Transportwege ver- mieden werden können. So steht heimisches, proteinhaltiges Futtermittel für die Tiere bereit. Und auch wir Menschen können uns an der gro- ßen Vielfalt kulinarisch erfreuen.1 32 Wussten Sie, dass es so viele verschiedene Boh- nensorten gibt? Welche haben Sie selbst schon- mal verwendet? Vielleicht finden Sie hier Inspira- tion, um eine Ihnen unbekannte Bohne in Ihrer Einrichtung zu verarbeiten und zu probieren. Z. B. für einen Bohneneintopf Z. B. für „Mung Dal“, ein Gericht aus der indischen und pakis- tanischen Küche. Z. B. als Salat oder in Toma- tensoße Z. B. angebra- ten als Beilage Wenig verarbeitete Lebensmittel Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln gibt es viele verschiedene Abstufungen. „Hoch verar- beitet“ ist z. B. eine fertige Tiefkühlpizza. „Unverarbeitet“ oder „wenig verarbeitet“ sind Zutaten in möglichst natürlicher Form – z. B. frisches Gemüse, Mehl und Käse. Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten, mehr oder weniger verarbeitete Zutaten zu wählen. Um beim Beispiel der Pizza zu bleiben: Man kann z. B. Teig und Tomatensoße fertig kaufen und für den Rest unverarbeitete Zutaten nutzen. Immer alles frisch aus unverarbeiteten Zutaten zu machen, ist für uns im Alltag häufig unrea- listisch. Es lohnt sich aber, in kleinen Schritten zu versuchen, mit weniger verarbeiteten Zuta- ten zum gewünschten Gericht zu kommen. Denn damit tun wir sowohl unserem Körper als auch unserer Umwelt etwas Gutes. 1NAHhaft e.V. o. J. 2Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. o.J. 33 Mehr Informationen gibt es hier: • Klimateller • Bundeszentrum für Ernährung • Deutsche Gesellschaft für Ernährung 3BLE 2021c https://www.klimateller.de/essen-klima/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/ernaehrung-und-klimaschutz/ https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/ Faire Produktion für Mensch und Tier Gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung bedeutet, dass unsere Er- nährungsweise möglichst wenig Scha- den verursachen soll – nicht nur für uns und unsere Umwelt, sondern auch für unsere Mitmenschen und Tiere.1 Aber wie können wir das umsetzen? Gerechtigkeit für Arbeitskräfte: Lebensmittel bevorzugen, die un- ter gerechten Arbeitsbedingungen und mit fairer Bezahlung her- gestellt werden2 Dabei hilft z. B. das Fairtrade-Logo.3 Gute Bedingungen für Tiere: Lebensmittel bevorzugen, für die Tie- re möglichst wenig leiden und artgerecht gehalten werden1 Bei Fleisch und Eiern gibt die Kennzeichnung der Tierhaltungsform Orientierung.4,5 Bio-Lebensmittel (Lebensmittel aus ökologischer Produktion) können von Vorteil sein. Durchblick bei Labels — Diese Internetseiten zeigen, was hinter den vielen verschiedenen Tierwohl– und Fairness-Siegeln steckt: • Labelchecker • Einordnung verschiedener Tierwohlsiegel in das System der Haltungsformen-Kennzeichnung Fairtrade-Logo6 Haltungsform-Logo7 34 1Spiller o. J. 2Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung o. J. 3Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. 2021 4Verbraucherzentra- le Bundesverband 2022 5BMEL 2021 6Fairtrade Deutschland e.V. o. J. 7Haltungsform.de 2022 http://www.labelchecker.de/ http://www.haltungsform.de/im-ueberblick/ Mehr Informationen gibt es hier: • Bundeszentrum für Ernährung − Bio-Lebensmittel − Lebensmittel aus fairem Handel Ist „Bio“ besser? Die Frage lässt sich nicht pauschal und eindeutig beant- worten. Für das Tierwohl kann Bio-Produktion von Vorteil sein. Die Grundidee von ökologischer Landwirtschaft ist, dass der Bauernhof als möglichst geschlossener Kreis- lauf funktioniert. Deshalb werden die Tiere in erster Linie mit dem gefüttert, was auf dem Hof zur Verfügung steht. Es können also nur so viele Tiere gehalten werden, wie es Platz und Futter auf den Weiden gibt. Dadurch können Bio-Höfe weniger Lebensmittel produzieren als konventi- onelle Höfe. Deshalb sind Bio-Lebensmittel meistens auch teurer. Es gibt unterschiedliche Bio-Siegel. Betriebe, die sie nutzen, müssen klare Regeln einhalten. Beim Bio-Logo der EU und beim deutschen Bio-Siegel sind diese Kriterien gesetzlich geregelt. Andere Siegel, wie das Bioland-, Naturland- oder Demeter- Siegel, werden von Anbauverbänden vergeben, die dafür eige- ne Regeln aufstellen. Sie sind oft strenger als beim deutschen und europäischen Siegel. Ob Bio-Lebensmittel immer tierfreundlicher hergestellt sind als konventionelle, hängt aber von vielen einzelnen Umständen ab, die von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein können.8 8BLE 2020d 9BMEL 2021b https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/bio-lebensmittel/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/lebensmittel-aus-fairem-handel/ Möglichst wenig Verpackung Fast 19 Mio. Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland im Jahr an.1 Dadurch werden die Umwelt und un- sere Gesundheit geschädigt. Mülldeponien können z. B. Treibhausgase und Schadstoffe absondern, die in die Natur gelangen.2 Besonders der Plastikmüll wird zum Problem. Wenn er ins Meer gelangt, ist er nicht nur eine Gefahr für Meerestiere, sondern zerfällt dort auch zu immer kleiner werdenden Teilchen, dem Mikroplastik. Das wird von Fischen versehentlich gefressen und gelangt so auch auf unsere Teller. Papierverpackungen er- scheinen auf den ersten Blick als gute Alternative – ihre Herstellung verbraucht aber sehr viel Energie.3 Insgesamt heißt das für den Alltag also: je weniger Ver- packung, desto besser. Um Müll zu vermeiden, kann man wiederverwendbare Taschen zum Einkaufen nutzen und Lebensmittel möglichst unverpackt kaufen.3 Mehr Informationen gibt es hier: • Bundeszentrum für Ernährung • Umweltbundesamt Verpackungen in Deutschland 20191 1Umweltbundesamt 2022b 2Reichert 2022 3BLE 2020e 35 https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/verpackungsmuell-vermeiden/ https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/verpackungsabfaelle#verpackungen-uberall Wichtig: Müll trennen! Wenn Müll richtig getrennt wird, können die Materialien wiederver- wendet werden. Das spart wertvolle Rohstoffe, die für die Herstellung von Plastik, Glas, Konservendosen etc. gebraucht werden, und verrin- gert den Müll, der in der Umwelt landet.3,4 Recycling ist außerdem kli- mafreundlich, denn dabei entstehen weniger Treibhausgase als bei der Herstellung neuer Verpackungsmaterialien.2 Biomüll ist wertvoll! Bioabfälle können z. B. für Bio- gasanlagen verwendet werden und uns mit Energie versorgen. Deshalb sollte er richtig getrennt werden und nicht im Restmüll landen!2,4 Wohin gehört mein Abfall?4 2Reichert 2022 3BLE 2020e 4GWA o. J. Energie und Wasser sparen Für unsere alltägliche Ernährung benötigen wir Energie. Fast 30 % des Stromverbrauchs in deutschen Haus- halten entstehen dadurch, dass wir Lebensmittel lagern, zubereiten und essen.1 Dazu kommt der Lebensmit- teleinkauf. Je nachdem, wie oft eingekauft wird und wie die Wege zurückgelegt werden, ist auch hier Energie notwendig und es werden Treibstoffe verbraucht. Energie in diesen Bereichen einzusparen hat Vorteile: Es werden Kosten gespart und weniger Treibhausgase verursacht, was Geldbeutel und Umwelt schont. Auch beim Wasserverbrauch zahlt es sich aus, sich über Spar-Tricks Gedanken zu machen. Immerhin 10 % des im Haushalt verbrauchten Wassers wird für Essen, Trinken und Geschirrspülen genutzt.2 Aber welche Möglichkeiten gibt es konkret? 1BDEW 2021 2Umweltbundesamt 2022a 3Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung o. J. 36 Mehr Informationen gibt es hier: • „Energiewechsel“ • WWF (2022) 4WWF 2022 5BMWK 2022a 6BMWK 2022b https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Navigation/DE/Home/home.html https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/haushalt-und-gesundheit/kochen-backen Verschwendung vermeiden Wer wirft wie viel weg? In Deutschland werfen wir jedes Jahr mehr Lebensmittel weg, als man braucht, um ei- ne Stadt in der Größe von Berlin zu versor- gen.1, 2 Rund 12 Mio. Tonnen Lebensmittel landen bei uns pro Jahr im Müll. Einiges wird schon bei der Herstellung oder Verarbeitung weggeworfen, ein weiterer Teil im Handel (z. B. im Supermarkt), in Restaurants und Kantinen.3 Der Großteil der Abfälle (52 %) entsteht aber in unseren privaten Haushalten. Ca. 40 % davon sind vermeidbar – das heißt, sie waren eigentlich noch essbar oder sie hätten rechtzeitig gegessen wer- den können, bevor sie schlecht geworden und im Müll gelandet sind.3 Wer wirft wie viel weg?4 1BMEL o. J. 2Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 3Schmidt et al. 2019 4BLE 2022b 37 Warum ist das ein Problem? • Verschwendung ist ärgerlich und teuer für uns — schließlich haben wir die Lebensmittel ja gekauft. • Wertvolle Nahrungsmittel gehen verloren, die man gebrauchen könnte, um Menschen zu versorgen. • Ressourcen werden verschwendet. Für die Herstellung von Essen ist viel Arbeit, Zeit, Energie, Wasser usw. notwendig. Dadurch, dass Obst, Gemüse, Brot etc. im Müll landen, war z. B. die Arbeit der Landwirt*innen umsonst, Wasser zum Gießen der Pflanzen wurde unnötig eingesetzt usw. • Dadurch ist Verschwendung auch klimaschädlich: Bei der unnötigen Produktion von Lebensmitteln, die spä- ter weggeworfen werden, entstehen viele Treibhausgase. Was werfen wir weg? Pro Person werden jedes Jahr 75 kg Lebensmittel in den Haushalten in Deutschland weggewor- fen. Am häufigsten lan- det Obst und Gemüse im Müll — gefolgt von zuberei- teten Gerichten (z. B. Reste vom gekochten Mittages- sen) sowie Brot und Back- waren.5 Was werfen wir weg?5 5BLE 2022c Verschwendung vermeiden: Vier praktische Tipps 1BLE o. J. b 2BLE o. J. c 38 https://www.verbraucherzentrale.de/portionsplaner https://www.verbraucherzentrale.de/portionsplaner Mehr Informationen gibt es hier: • „Zu gut für die Tonne“ • Tafel Deutschland e.V. • Welthungerhilfe 3Tafel Deutschland o. J. 4BLE o. J.d 5NDR 2021 http://www.zugutfuerdietonne.de http://www.tafel.de/themen/nachhaltigkeit/mhd/ http://www.welthungerhilfe.de/lebensmittelverschwendung/ https://www.zugutfuerdietonne.de/tipps-fuer-zu-hause/reste-rezepte/restereloaded-tutorials https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Lebensmittel-einfrieren-Gemuese-Fleisch-Fisch-Brot,einfrieren101.html www.in-form.de KlimaFood-Konzepte und Materialien Bei der Mitmach-Küche steht das gemeinsame Ko- chen mit Genuss, Austausch und Freude im Mittel- punkt. Bei den Aktionen werden möglichst einfache Gerichte zubereitet, die kaum oder keine Rezepte be- nötigen, zusammen. Dies erleichtert es den Teilneh- menden, sich später an die Zubereitung zu erinnern und das Gericht zu Hause nachzukochen. Häufig kommen dabei mobile Küchen zum Einsatz. Mit ihnen kann in jedem Setting direkt vor Ort ge- kocht werden — dort, wo sich die Zielgruppe aufhält. Das Besondere an der Mitmach-Küche ist, dass die Aktionen spontan stattfinden können und eine An- meldung der Teilnehmenden nicht notwendig ist. Sie können an Ort und Stelle entscheiden, ob sie teilneh- men und mitkochen möchten. Alternativ können aber auch gezielt Personen zur Aktion eingeladen und damit eine Verbindlichkeit für die Teilnahme ge- schaffen werden. Konzept: Mitmach-Küche (Teil 1) 40 Das sind die positiven Effekte der Mitmach-Küche: Das praktische Ausprobieren motiviert und inspiriert die Teilnehmenden zur Umsetzung des Gelernten und befähigt sie dazu, ihren Ernährungsalltag selbstbestimmt, gesundheitsfördernder und klimafreundlicher zu gestalten. Die Beziehungen zwischen den Teilneh- menden werden gestärkt und ein „Wir-Gefühl“ entsteht. Dadurch erhalten die Teilnehmen- den zusätzlichen Rückhalt und Selbstvertrau- en, das Gelernte in ihren Alltag zu integrieren. Anpassungsmöglichkeiten Die KlimaFood-Materialien und Hintergrundinformationen können als Bausteine verwendet werden. So kön- nen Sie Ihre eigene Mitmach-Küche gestalten, die zu den Bedarfen und Bedürfnissen von Einrichtung und Teilnehmenden passt. Möglichkeiten der individuellen Anpassung sind z. B.: • Gerichte und Lebensmittel: Es kann ein komplettes Gericht gekocht oder ein einzelnes Lebensmittel gemein- sam entdeckt und verarbeitet werden (z. B. Pellkartoffeln, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln). Beispiele hierfür hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als Infoblätter aufbereitet. Im KlimaFood- Downloadbereich finden Sie Rezepte zur Inspiration und Vorlagen zum Ausfüllen für eigene Rezeptflyer. • Teilnehmendenzahl: Die Mitmach-Küche kann als Teil einer Stationsarbeit genutzt und immer mit 2 bis 3 Personen gleichzeitig durchlaufen werden oder die ganze Gruppe (max. 8 Personen) kocht gemeinsam. • Dauer: Eine geschlossene Gruppe kann die Aktion in ca. 1,5 Stunden durchlaufen oder die Mitmach-Küche kann den ganzen Tag z. B. bei einem Straßenfest oder auf einem öffentlichen Platz stehen und Pas- sant*innen erreichen. • Themen: Jedes Ernährungsthema kann in der Mitmach-Küche behandelt werden, z. B. Resteverwertung und Haltbarmachung oder die Nutzung regional-saisonaler Lebensmittel. • Ergänzungen: Mit passenden Spielen und Experimenten können die Teilnehmenden das gewählte Thema vertiefen. Konzept: Mitmach-Küche (Teil 2) 41 https://www.ble-medienservice.de/search?sSearch=Infoblatt&p=1 Hashtags #Konzept #Mitmach-Küche #Kochen #Mobile_Küche Konzept: Lecker Deutsch (Teil 1) Bei „Lecker Deutsch“ geht es um den Wortschatzaufbau anhand des alltäglichen Themas Essen und Trinken und um das Einüben von küchenpraktischen Fertigkeiten und Alltagssituationen. Das Konzept basiert auf der Grundlage des Food & Move Literacy Ansatzes und ist ausgelegt für Alphabetisierungskurse und Kurse im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in verschiedenen Lebenswelten, wie z. B. Volkshochschulen, Famili- enzentren. Der Schwerpunkt liegt auf der Wissensvermittlung und Reflexion auf der Basis des alltäglichen praktischen Handelns im Kontext der Lebensmittelzubereitung und der Motivation sowie Inspiration der Teilnehmenden. Durch den offenen Austausch und die Kommunikation zwischen Teilnehmenden und Betreuenden entstehen z. B. Gruppenprozesse. Gemeinsam wird mithilfe ei- nes Foto-Rezeptes gekocht und einer der 7 Tipps für eine gesundheitsfördernde und klimafreundliche Ernährung vertiefend mit den Teilneh- menden eines Kurses bear- beitet. 42 https://www.uni-flensburg.de/?id=23863 https://www.uni-flensburg.de/?id=23863 Weiterführende Ideen: Konzept: Lecker Deutsch (Teil 2) Mit dem Konzept können verschiedene Aktionen durchgeführt werden, orientiert an den Bedürf- nissen der Teilnehmenden und den Gegebenhei- ten des Kursraumes. Es können einzelne Termine durchgeführt oder eine mehrwöchige Einheit konzipiert werden. Kern des Konzeptes sind vier Foto-Rezepte (pro Saison 1), welche durch spiel- pädagogische Materialien, wie ein Memory mit Küchenutensilien oder eine Saison-Uhr, ergänzt werden. Ausgehend von den Foto-Rezepten kön- nen verschiedene Aspekte nachhaltiger Ernäh- rung besprochen werden. Zur Vorbereitung der Kurseinheiten eignen sich z. B. die Materialien „Buchstäblich fit“1, „Häppchenweise Deutsch“2 oder die Spielebox „Aufgetischt! – Spielend Deutsch lernen mit dem Thema Essen und Trinken“3. 1BLE 2019a 2BLE 2019b 3Europa-Universität Flensburg 2023 Wichtig: Bleiben Sie flexibel und holen Sie die Teilnehmenden da ab, wo sie stehen — besonders bei offenen Sprachangeboten. 43 https://www.youtube.com/watch?v=X3ZEjEU94NQ https://www.youtube.com/watch?v=X3ZEjEU94NQ https://www.uni-flensburg.de?28810 https://www.ble-medienservice.de/1735-2-buchstaeblich-fit-besser-lesen-und-schreiben-mit-den-themen-ernaehrung-und-bewegung.html https://www.ble-medienservice.de/1777-1-haeppchenweise-deutsch.html https://www.ble-medienservice.de/1777-1-haeppchenweise-deutsch.html Beispiele für „Lecker Deutsch“-Aktionen Hashtags #Konzept #Lecker_Deutsch Konzept: Kreativ-Werkstatt (Teil 1) Eine KlimaFood-Kreativ-Werkstatt ist eine Projekt- zeit (z. B. Projektwoche im Ferienprogramm, Wo- chenendfreizeit…), in der eine Gruppe von Kindern/ Jugendlichen einer kreativen Aktivität nachgeht, die sie interessiert. Dabei schafft die Gruppe ein ge- meinsames Produkt, das sie abschließend präsen- tieren kann. In das kreative Projekt werden Ernährungsthemen einbezogen (z. B. durch gemeinsames Kochen oder ernährungsbezogene Spiele). So bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, Neues in ihrem In- teressensgebiet zu lernen und sich darin weiterzu- entwickeln, während gleichzeitig ihre Ernährungs- kompetenzen gefördert werden. Angeleitet wird die Kreativ-Werkstatt von Expert*innen im Bereich der kreativen Aktivität. Sie sind zusätzlich dafür geschult, Ernährungsinhal- te in ihre Angebote einzubinden. 44 Beispiel: „App-Gestaltung“ Kreatives Projekt: Gestaltung eines ernährungsbezogenen Moduls für die eigene Jugendgruppe innerhalb einer App, die bei der klimafreundlicheren All- tagsgestaltung unterstützt Ernährungsbildung: Eigenständige Recherche von Themen rund um klimafreundliche Ernährung nach eigenem Inte- resse der Teilnehmenden, Erstellen von Inhalten, wie praktischen Herausforderungen, Quizfragen und Rezepten für App-Nutzer*innen Abschluss: Gemeinsames Ausprobieren des App-Moduls in der Jugendgruppe Anleitung: App-Entwickler*innen Die vollständigen Konzepte zu den Beispielen sind als Aktionsvorschläge in dieser Handreichung zu finden. Konzept: Kreativ-Werkstatt (Teil 2) Der Weg zur eigenen Kreativ-Werkstatt Schritt 1: Die Idee Die Möglichkeiten, eine Kreativ-Werkstatt zu ge- stalten, sind unbegrenzt. Diese Fragen können helfen, um ein passendes Projekt zu finden: • Mit welcher kreativen Aktivität kenne ich mich aus, sodass Kinder/Jugendliche dabei etwas Neues von mir lernen können? • Welche Aktivität macht mir Freude, sodass ich andere authentisch dafür begeistern kann? • Wenn man nicht selbst anleiten möchte: Welche Personen kenne ich, die sich mit ihrem Talent/Beruf/Hobby als Anleitende einer Kreativ-Werkstatt eignen? • Welche Aktivitäten machen den Kindern/ Jugendlichen Freude, mit denen ich arbeite? 45 Schritt 2: Das Thema Das Ernährungsthema, das mit dem kreativen Projekt verbunden wird,… … sollte den Anleitenden ein ehrliches Herzensanliegen sein — dann kön- nen auch Kinder und Jugendliche dafür begeistert werden. … sollte für die Teilnehmenden anschaulich dargestellt und mit ihrer Le- bensrealität in Verbindung gebracht werden können. … sollte sich in das kreative Produkt der Kreativ-Werkstatt (z. B. den Song, das Kunstwerk, die Vorführung…) einbinden lassen. Schritt 3: Die Umsetzung Um die Gruppe für die Kreativ-Werkstatt zu motivieren, hilft es,… … die Beziehungen zu den Anleitenden und in der Gruppe zu stärken. Hier entstehen Freundschaften über die Projektzeit hinaus. … der Gruppe ein gemeinsames Abenteuer zu ermöglichen, bei dem sie über sich hinauswachsen kann. … einen Zuwachs an Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bieten, durch den die Teilnehmenden ihren Vorbildern (z. B. „echten“ Musi- kern/Schauspielern/Designern…) ähnlicher werden können. Konzept: Kreativ-Werkstatt (Teil 3) Schritt 4: Das kreative Projekt Am besten eignet sich ein kreatives Projekt,… … an dem alle gemeinsam mitwirken, in- dem jede*r einen Teil mit seinen/ihren Ta- lenten und Fertigkeiten beiträgt. … das ein Endprodukt ergibt, auf das die Gruppe stolz sein kann. … bei dem die Teilnehmenden mitbestim- men und frei gestalten können. … bei dem es erlaubt ist, auch mal nicht mitzumachen. Niemand sollte dazu ge- drängt werden, etwas zu tun, bei dem er*sie sich nicht wohlfühlt. 46 Schritt 5: Die Ernährungsbildung Für die Vermittlung von Ernährungsthemen ist zu empfehlen,... … Spiele zu nutzen, um in den Austausch über Ernährungsthemen zu kommen. … Ernährungswissen praktisch werden zu las- sen, indem man zusammen einkauft, kocht und isst. … Raum für Fragen, Diskussionen und andere Meinungen zuzulassen. … die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, Möglichkeiten für eine gesundheitsfördernde- re und nachhaltigere Ernährung zu finden, die mit ihrer persönlichen Alltagssituation verein- bar sind, statt dogmatische Ernährungsregeln zu vermitteln. … hinter den vermittelten Ernährungstipps zu stehen und sie während der Projektzeit selbst konsequent umzusetzen. Hashtags #Konzept #Kreativ-Werkstatt Konzept: Lernen durch Anleiten (Teil 1) Wenn man etwas vorbereitet, um es einer Gruppe zu vermit- teln – z. B. eine Gruppenstunde plant oder überlegt, wie man eine Matheaufgabe erklären kann - dann lernt die Gruppe et- was. In der Abb. zeigen das die kleinen Glühbirnen über den Köpfen. Als Anleiter*in, Erklärer*in, Planer*in etc. lernt man da- bei aber selbst oft am meisten: Man durchdenkt und reflektiert Inhalte tiefgehender, wenn man sie anderen verständlich ma- chen möchte — deshalb die große Glühbirne. Diesen Effekt nutzen wir beim „Lernen durch Anleiten“: Jugendliche (oder andere Zielgruppen) übernehmen bei Ernährungsaktionen, Spielen etc. mit Begleitung ihrer Betreuenden die Planung und/oder Durchfüh- rung, leiten Gleichaltrige/andere Personen an und vermitteln Ernährungswissen. Dabei bestimmen sie selbst die Schwerpunkte, die sie interessant finden, befassen sich tiefgehender mit dem Thema und neh- men mehr für ihren eigenen Alltag mit. 47 Ideen für „Lernen durch Anleiten“-Aufträge Die Aktionen und Spiele in der Materialsamm- lung sind als „Lernen durch Anleiten“-Projekte geeignet. Bei vielen Aktionen befindet sich im Info- banner eine Empfehlung, für wie viele „Anleitende“ sie als gemeinsames Projekt geeignet ist. Konzept: Lernen durch Anleiten (Teil 2) Mit „Lernen durch Anleiten“-Aktionen können (nicht nur) junge Menschen begeistert und zum Handeln aktiviert werden, wenn… … sie ein Gemeinschaftserlebnis sind: besser ei- ne gemeinsame Challenge im Team als Einzel- aufträge. … sie eine neue Erfahrung oder ein Abenteuer ermöglichen. … dabei Interessen und Talente der Mitwirken- den eingebracht und sichtbar gemacht werden können (z. B. mit künstlerischen Projekten, mit dem Erfinden und Programmieren von Spielen, Videodrehs…). … sie einen spürbaren Nutzen haben und Spaß machen. 48 Hashtags #Konzept #Lernen_durch_Anleiten So können Betreuende „Lernen durch Anleiten“ am besten unterstützen: Aktion: Lecker Deutsch (Teil 1) Aktion In den Wochen vor der Aktion wird je nach Sprachlevel das gemeinsame Kochen vorbereitet, indem die Teil- nehmenden mit dem Wortschatz vertraut gemacht werden. Der Saison entsprechend wird eins der vier Fotorezepte ausgewählt, um am Tag vor der Aktion die Lebensmit- tel einzukaufen. Zu Beginn der Aktion wird das Rezept gemeinsam durchgegangen. Es wird kurz über die Themen Saisonalität und Regionalität gesprochen. Die Jahreszeitenuhr wird genutzt, um zu verdeutlichen, dass alle im Rezept ver- wendeten Lebensmittel derzeit in Deutschland wachsen. In einer Leerlaufphase versuchen die Teilnehmen- den, Lebensmittel in die passende Saison zu sortieren. Gemeinsam wird das Rezept zubereitet. Abschließend wird gemeinsam gegessen und über das Gelernte ge- sprochen. Im Nachgang kann mit dem Foto-Puzzle eine Lernkontrolle durchgeführt werden. Dafür werden die Bilder und die Zubereitungshinweise in die passende Reihenfolge gebracht. 0,5 h Aufbau 2 h Umsetzung 0,5–1 h Abbau Kursraum, Kochgele- genheit DaZ, gering Literalisierte 10 Personen 1-2 Betreuende Betreuende: grundle- gende Küchenfertig- keiten 49 Ziele • Der Wortschatz der Teilnehmenden wird in den folgenden Bereichen aufgebaut: regionale und saisonale Lebensmittel, Küchenutensilien, Zubereitungstechniken. • Die Teilnehmenden lernen, ein konkretes Rezept mit regionalen, saisonalen Zutaten zuzubereiten. • Die Teilnehmenden verstehen, dass verschiedene Lebensmittel zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr wach- sen und welche Bedeutung dies hat. • Die Teilnehmenden üben alltägliche Gesprächssituationen ein. Materialien • Küchenausstattung: − 1 Messer und 1 Schneidebrett pro Person − 1 Kochmöglichkeit − Großer Topf, Messbecher, Pürierstab, Suppenkelle, Kochlöffel, Schüsseln − Geschirr und Besteck zum Essen − Geschirrhandtücher, Lappen − Ggf. Zopfgummis, Einmalhandschuhe • Behälter für übriggebliebenes Essen • Materialien: − Foto-Rezepte und -Puzzle − Wortlisten, Memory − Arbeitsblatt „Wo kommen unsere Lebensmittel her?“ − Jahreszeiten-Uhr Vorbereitung Im Vorfeld: • Wichtige Wörter im Sprachkurs einführen • Abfrage von Lebensmittelunverträglichkeiten -allergien • Fotorezept für alle ausdrucken und ein (laminiertes) Exemplar für die Küche vorbereiten • Rezept-Puzzle und Zusatzmaterialien drucken/ laminieren • Beschaffung der Zutaten Direkt vorher: • Küche vorbereiten: Küchenausstattung, Zutaten und Rezepte bereitstellen • Ggf. Spielmaterial aufbauen https://www.uni-flensburg.de?54607 https://www.uni-flensburg.de?54358 https://www.uni-flensburg.de?54609 Aktion: Lecker Deutsch (Teil 2) Varianten: • In Präsenz oder als Video-Konferenz • Mit anderem Schwerpunkt, z. B. zum Thema „pflanzliche Lebensmittel“ ve- getarische/vegane Gerichte auspro- bieren • Erweiterung durch thematisch pas- sende Spiele und/oder kurze Inputs durch die anleitenden Jugendlichen (Tipp: Input-Teile sollten in Ruhe ge- plant und durchgesprochen werden. Beim Kochen geraten sie sonst schnell in Vergessenheit.) Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:30 (30 min) • Begrüßung, Überblick über Thema und Ablauf • Anhand des Fotorezepts die Arbeitsschritte an der Tafel durchgehen, Lebensmittel ggf. auf die Tische stellen, auf Saisonalität und Regionalität eingehen • Optional: Wortlisten mit neuen Begriffen Foto-Rezepte Zutaten Wortlisten 0:30-1:30 (60 min) • Hygieneunterweisung • Aufteilung der Zubereitungsschritte • Das gemeinsame Kochen für Gespräche nutzen, bspw. Lieblingsgerichte, Esskultur, Erfahrungen mit den ver- wendeten Lebensmitteln • Optional: Jahreszeiten-Uhr. Hier können Gespräche über eigene (Koch-)Erfahrungen entstehen. Zutaten Küchenutensilien Essgeschirr Jahreszeiten-Uhr 1:30-2:00 (30 min) • Gemeinsames Essen und Abschluss Geschirr Besteck 50 https://www.uni-flensburg.de?54358 https://www.uni-flensburg.de?54607 https://www.uni-flensburg.de?54609 Varianten: • In Präsenz oder als Video-Konferenz Gespräch Diese Aktion bietet die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Bspw. kann pro Saison ein Foto-Rezept erarbeitet und der Fokus jedes Mal auf ein anderes vertiefendes Thema gelegt werden. Wäh- rend des Kochens sowie in der Vor– und Nachbereitung gibt es die Möglichkeit, Wissen zu vermitteln. Gesprächsanlässe vor und während des Kochens: • Welches ist dein Lieblingsgericht? • Welches Obst/Gemüse wächst momentan in Deutschland im Freiland? • Hast du dieses Gericht schon mal zubereitet? Wie kochst du es normalerweise? (Hier kann über klima- freundliche Alternativen gesprochen werden.) • Wie verarbeitest du zu Hause Reste, die beim Kochen übrig bleiben? Gesprächsanlässe nach dem Kochen: • Hat dir das Kochen Spaß gemacht? Was hat dir besonders viel Spaß gemacht? • Hat dir das Gericht geschmeckt? Würdest du etwas verändern? • Hast du etwas Neues gelernt? Hashtags #Aktion #Lecker_Deutsch #Regional #Saisonal #Kochen #Lebensmittel_kennenlernen #Food_Literacy Aktion: Kochabend der Saison (Teil 1) Aktion Die Anleitenden gestalten einen Kochabend für ihre Gruppe/ihr Ju- gendzentrum/…. Soweit möglich, kümmern sie sich selbst um die Vorbereitung: Sie suchen ein saisonales Rezept aus (mithilfe eines Saisonkalenders), planen die Arbeitsschritte, kaufen ein und über- legen, was sie der Gruppe mit welchen Methoden vermitteln möchten. Dabei können sie ihre eigenen Erfahrungen einbringen, zusätzlich Spannendes über die Zutaten und über Saisonalität/ Regionalität recherchieren und das weitergeben, was sie persön- lich interessiert. Beim Kochabend leiten sie die Gruppe an, erklären das Rezept und helfen bei den einzelnen Arbeitsschritten. Dazu können Kleingruppen für verschiedene Mahlzeitenkomponenten gebildet werden (z. B. eine Vorspeisen-Gruppe usw.), für die jeweils eine anleitende Person verantwortlich ist. Varianten: • In Präsenz oder als Video-Konferenz • Mit anderem Schwerpunkt, z. B. zum Thema „pflanzliche Lebensmittel“ ve- getarische/vegane Gerichte auspro- bieren • Erweiterung durch thematisch pas- sende Spiele und/oder kurze Inputs durch die Anleitenden Tipp: Input, Erklärungen etc. sollten in Ruhe geplant und durchgesprochen werden. Beim Kochen geraten sie sonst schnell in Vergessenheit. 30 min Aufbau 90-150 min Aktion 30 min Abbau Platz an Tischen, Koch- möglichkeit Ab 14 Jahren Bis 25 Teilneh- mende 2-5 Anleitende 1 Betreuer*in Anleitende: grundlegende Küchen- fertigkeiten 51 Vorbereitung Im Vorfeld: • Rezeptauswahl • Einkauf • Ablauf-Planung des Kochabends und der „Moderation“ • Bei einem Online-Kochabend: Rechtzeitige Weitergabe der Einkaufsliste oder Zusammenstellen und Verteilen von Zu- taten-Paketen an die Teilnehmenden Direkt vorher: • Tische als Arbeitsfläche aufbauen • Küchenausstattung, Zutaten und Rezepte bereitstellen • Ggf. Spielmaterial aufbauen • Bei einem Online-Kochabend: Aufbau und Test von Laptop, Kamera und Mikrofon Ziele • Zum Selber-Kochen inspirieren und aktivieren: Kochen macht Spaß und ist nicht schwer. • Küchenfertigkeiten fördern: Die Anleitenden reflektieren und vertiefen ihre Fertigkeiten, indem sie sie ande- ren verständlich vermitteln. Die Teilnehmenden erweitern ihre Fertigkeiten durch das Lernen voneinander und durch Ausprobieren. • Ernährungswissen erweitern und vertiefen: Wissen über saisonale und regionale Lebensmittel wird prak- tisch vermittelt. Die Anleitenden vertiefen und reflektieren das dazugewonnene Wissen durch die Vorberei- tung und Recherche besonders. Materialien • Rezepte • Küchenausstattung − Bestenfalls 1 Messer und 1 Schneide- brett pro Person − Ausreichende Koch-/ Backmöglichkeiten − Weitere Ausstattung je nach Rezept − Behälter für übrig gebliebenes Essen • Geschirr und Besteck zum Essen • Ggf. Spielmaterialien Für einen Online-Kochabend zusätzlich: • Laptop, Webcam, Mikrofon • Stabile Internetverbindung Aktion: Kochabend der Saison (Teil 2) Varian- ten: • In Präsenz oder Gespräch Mit den Anleitenden werden die Vorbereitung und Durchführung des Kochabends besprochen, um das Ge- lernte zu reflektieren – sowohl die praktischen Tätigkeiten als auch dazugewonnenes Wissen. Mögliche Gesprächsthemen in der Vorbereitung sind z. B.: • Welches Gericht wollen wir kochen? Warum gerade dieses Gericht – wie seid ihr auf die Idee gekommen? • Kennt ihr das Gericht von zu Hause? Wie wird es in eurer Familie gegessen/gekocht? • Über welche Zutaten möchtet ihr den anderen etwas erzählen? Was wisst ihr darüber? Was habt ihr Neues herausgefunden? Was findet ihr spannend? • Wie erging es euch damit, ein saisonales Rezept auszusuchen? Was war daran herausfordernd? • Wie hat der Einkauf geklappt? Was kann man beim nächsten Mal beachten? Mögliche Gesprächsthemen nach dem Kochabend sind z. B.: • Was hat Spaß gemacht? Was hat gut geklappt? • Was war herausfordernd? Wie seid ihr damit umgegangen? • Was hat die Gruppe von euch gelernt? 52 Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:05 (5 min) Begrüßung, Vorstellung des Ablaufs 0:05-0:20 (15 min) Bewegungsspiel als Einstieg in das Thema, z. B. „1, 2 oder 3 - Jahreszeiten“ oder „Roll-Duell (Jahreszeiten)“ Spielmaterialien 0:20-0:30 (10 min) Vorstellung des Rezepts und der Zutaten, kurzen Input zu den Vorteilen saisonaler Lebensmittel und dazu, wie ein Saisonkalender funktioniert Rezepte, Zutaten, Sai- sonkalender 0:30-1:30 (60 min) Vorbereiten der Zutaten und Kochen in Kleingruppen Küchenausstattung 1:30-2:00 (30 min) Gemeinsames Essen Geschirr, Besteck 2:00-2:30 (30 min) Aufräumen und gemeinsamer Abschluss Behälter für übrig ge- bliebenes Essen Hashtags #Aktion #Lernen_durch_Anleiten #Kochen #Online #Saisonal #Regional Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger (Teil 1) Aktion Den Teilnehmenden wird der Weg des jeweiligen Lebensmittels (z. B. Erdbeere, Milch) vom Acker bis zum Tel- ler veranschaulicht, direkt vor Ort auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Der Fokus liegt auf der Regionalität und den kurzen Lieferwegen von dem Ort der Lebensmittelproduktion bis zu uns nach Hause. Nachdem die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, sich die ersten Schritte der Lebensmittelproduktion anzusehen, wer- den die Lebensmittel gemeinsam — direkt vor Ort mit einer mobilen Küche — zu einem leckeren Gericht ver- arbeitet. Bestenfalls kann vorher sogar selbst geerntet werden. Die Aktion kann durch spielpädagogische Materialien ergänzt werden, um tiefer in das Thema Regionalität und Saisonalität einzusteigen und das Wis- sen zu festigen: z. B. durch die Spiele Saison-Domino, Jahreszeitenuhr oder Zutatensammelei. Bei dieser Aktion findet eine Kooperation mit einem regionalen landwirtschaftlichen Betrieb statt. Dabei sind enge Absprachen in der Planung wichtig. Die Aktion gestaltet sich je nach landwirtschaftlichem Betrieb und den räumlichen Gegebenheiten. So bietet sich beispielsweise auf einem Milchviehbetrieb eine Hofführung mit direktem Kontakt zum/zur Landwirt*in eher an als bei einem Erdbeerfeld zum Selbst-Pflücken. 60 min Aufbau 90-180 min Aktion 60 min Abbau Beim Lebens- mittelerzeuger, (mobile) Koch- gelegenheit Ab 6 Jahren Bis 20 Teilneh- mende 2-3 Betreuende, 1 Landwirt*in Betreuende: grundlegende Küchenfertigkeiten 53 Vorbereitung Im Vorfeld: • Ggf. Angebot bewerben • Rezeptauswahl, Einkauf • Ablauf mit Erzeuger gemeinsam planen Direkt vorher: • Ggf. Pavillon, mobile Küche und Tische als Ar- beitsfläche aufbauen • Küchenausstattung, Zutaten und Rezepte bereit- stellen • Ggf. Spielmaterial aufbauen Materialien • Rezepte • Küchenausstattung − Bestenfalls 1 Messer und 1 Schneide- brett pro Person − Gaskocher/elektrische Herdplatte − Weitere Ausstattung je nach Rezept − Behälter für übrig gebliebenes Essen • Ggf. Geschirr und Besteck zum Essen • Ggf. Spielmaterialien Ziele • Küchen-Fertigkeiten fördern: Die Teilnehmenden erweitern ihre Fertigkeiten durch das angeleitete Verarbeiten der frischen Lebensmittel. • Ernährungswissen erweitern und vertiefen: Wissen über die re- gionale Erzeugung von Lebensmitteln wird praktisch vermittelt. • Für Lebensmittelwertschätzung sensibilisieren: Durch den Ein- blick in die Lebensmittelproduktion entwickeln die Teilneh- menden ein Verständnis für die dahintersteckenden Arbeits- schritte. Varianten: • Mehrtägige Veranstaltung: z. B. an ver- schiedenen Tagen ernten und verarbeiten • Direkt vor Ort verarbeiten oder in einer Kü- che in der Nähe (z. B. Schulküche, VHS) • Lebensmittel-Haltbarmachung themati- sieren • Stationsarbeit: eine Hofführung für eine Gruppe und die Lebensmittelverarbeitung für die andere Gruppe im Wechsel Aktion: Mitmach-Aktion beim Erzeuger (Teil 2) Gespräch • Kennst du dieses Lebensmittel? Wie esst ihr es zu Hause? • Kennst du Möglichkeiten, Lebensmittel haltbar zu machen? • Wie entsteht Konfitüre/Joghurt/Saft etc.? • Welches Obst/Gemüse wächst jetzt gerade in deiner Umgebung? Fragen für die Suche nach einem landwirtschaftlichen Betrieb: 1. Welche Kontakte bestehen schon durch mich oder Teilnehmende? 2. Welche landwirtschaftlichen Betriebe finde ich in naher Umgebung zu meiner Einrichtung? 3. Liegt der Fokus auf einem pflanzlichen oder einem tierischen Produkt? 4. Möchte ich den Teilnehmenden den Arbeitsalltag eines konventionellen oder ökologisch, wirtschaftenden Betriebs zeigen? 5. Welchen Mehrwert hat der Betrieb bei einer Zusammenarbeit? 54 Zeit Aktion Material 0:00-0:15 (15 min) Begrüßung, Vorstellung des Ablaufs, kurzer Input zu den Vorteilen saisonaler Lebensmittel 7 Tipps 0:15-0:45 (30 min) Erdbeeren pflücken Körbe/Schalen zum Sammeln 0:45-1:45 (60 min) Vorstellung des Rezepts und der Zutaten, Erdbeeren zu Konfitüre einkochen, ggf. Gläser mit Etiketten versehen und dekorieren Rezepte, Zutaten, Koch- utensilien, Einmachglä- ser, mobile Küche Ggf. ergänzende KlimaFood-Spiele, z. B.: Einmal um die Welt, Sinnesparcours, Saison-Domino Spiele 1:45—2:15 (30 min) Verkostung: Erdbeeren pur und Konfitüre auf (Vollkorn-) Brot, über Geschmackserlebnisse sprechen Geschirr, Besteck 2:15-2:30 (15 min) Gemeinsamer Abschluss Hashtags #Aktion #Kochen #Saisonal #Regional #Lebensmittel_kennenlernen #Mobile_Küche Beispielablauf „Aktion auf dem Erdbeerfeld“ Spiel: Einmal um die Welt 20 min Aufbau 30-60 min Spiel 10 min Abbau Außengelände/ Halle/mehrere Räume Ab 8 Jahren Ab 4 Teilnehmenden 1-2 Betreuende Kontinente und ihre Lage Ablauf Auf einer großen Fläche wird das Spielfeld aufgebaut. Ein Startpunkt wird bestimmt und die Kontinente werden platziert, indem die Konti- nentkarten gut sichtbar aufgehängt werden. An den Kontinenten wer- den die zugehörigen Lebensmittelkarten platziert. Startpunkt und Kon- tinente werden mit Parcours-Strecken verbunden (siehe Abbildung). Die Teilnehmenden werden nun in Teams eingeteilt. Jede Gruppe er- hält die Checkliste, auf der verschiedene Gerichte und die dafür benö- tigten Zutaten aufgelistet sind. In jeder Runde versuchen die Teams, so schnell wie möglich alle Zutaten für ein Gericht einzusammeln und auf ihrer Checkliste abzuhaken. Dabei muss der Parcours durchlaufen werden. Es darf immer nur eine Person pro Team zur Zeit durch den Parcours laufen und nur ein Lebensmittel zur Zeit transportieren. Die schnellste Gruppe bekommt einen Punkt. Am Ende gewinnt die Gruppe mit den meisten Punkten. 55 Material • Parcours-Materialien: z. B. Hütchen, Seile… • 1x Lebensmittelkarten pro Gruppe • 1x Kontinentkarten • 1x Checkliste pro Gruppe (mit oder ohne Zuordnung zu den Kontinenten, je nach Schwierigkeitsgrad) • 1x Lebensmittelübersicht (für den Aufbau) • 1 Stift pro Gruppe (ggf. Folienstift) • Klebeband, Band u. Ä. zum Aufhängen der Kontinente Vorbereitung • Lebensmittelkarten, Kontinentkarten und Checklisten ausdrucken, Lebensmittelkarten ausschneiden, ggf. alles laminieren • Spielfeld mit Parcours-Strecken aufbauen Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass nicht jedes Obst und Gemüse in Deutschland wächst. Man- ches wächst hier nur zu bestimmten Jahreszei- ten, anderes überhaupt nicht. Deswegen be- kommen wir es aus anderen Ländern. Dazu kön- nen diese Fragen besprochen werden: • Welches Obst oder Gemüse wächst in Deutschland? Was wächst hier in Gärten oder auf Feldern? • Welche Obst- oder Gemüsesorten kommen aus anderen Ländern? Woher kommen sie? Nach dem Spiel können diese Fragen bespro- chen werden: • Welches Gericht war am schwierigsten zu sammeln? Welches am leichtesten? • Was hat euch überrascht? Was war neu für euch? • Dass wir Obst und Gemüse aus der ganzen Welt essen können, ist ja eigentlich praktisch. Welche Probleme könnten dadurch entstehen? Hashtags #Bewegungsspiel #Großgruppenspiel #Drau- ßen #Regional Varianten: • Parcours thematisch gestalten, z. B. auf Flugzeug- strecken darf der Boden nicht berührt werden. • Größeres Geländespiel: Kontinente und Lebensmittel- karten verstecken. Alle suchen gleichzeitig, jede*r darf nur ein Lebensmittel zur Zeit transportieren. • Wiederholung des Gelernten: In der zweiten Runde gewinnt, wer die Zutaten am schnellsten zurückbringt. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/einmal-um-die-welt/lebensmittelkarten-druckvorlage-einmal-um-die-welt.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/einmal-um-die-welt/kontinent-karten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/einmal-um-die-welt/einmal-um-die-welt-checklisten-einzeln-mit-kontinenten-.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/einmal-um-die-welt/einmal-um-die-welt-checkliste-gesamt-ohne-kontinente-.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/einmal-um-die-welt/einmal-um-die-welt-lebensmitteluebersicht.pdf Spiel: Zutatensammelei Ablauf Der/die Betreuende leitet das Spiel als Meister- koch bzw. Meisterköchin an. Er/Sie wählt ein Ge- richt aus und überlegt gemeinsam mit den Teil- nehmenden, welche Zutaten hineinkommen. Das Zusammentragen der Zutaten wird mit Bewegun- gen interaktiv ausgestaltet: Für jede Zutat wird die Herkunft mit einer Aktion verbunden, die alle Teil- nehmenden nachmachen. Nachdem alle Zutaten „geholt“ wurden, werden sie zusammen mit pas- senden Bewegungen „zubereitet“ und „verspeist“. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmenden spiele- risch mit der Herkunft von Lebensmitteln, werden sich der Zutaten bewusst und es wird eine Reflexion des eigenen Essverhaltens angestoßen. 15 min Spiel Platz für einen Stehkreis 6-12 Jahre 5-20 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 56 Material • Ausreichend Platz (die Grup- pe kann sich gut bewegen und die Betreuenden sehen) Vorbereitung • Gerichte auswählen (wenige Zutaten, einfache Zuberei- tungsschritte), die Herkunft der Zutaten klären, passende Bewegungen aussuchen • Beim Wunschkonzert: vorab entscheiden, wie mit unbe- kannten Zutaten und mit der Herstellung von Fleischge- richten umgegangen wird Gespräch Die Gruppenleitung führt in die Geschichte ein: „Ich möchte gemeinsam mit euch kochen. Mir kommen nur frische Zutaten in den Topf. Deshalb hole ich die Zutaten selber direkt da ab, wo sie herkommen. Wir kochen heute [Gericht], was brauchen wir dafür?“ - Die Teilnehmenden nennen eine Zutat. „Genau, und wo gibt es das?/Wo kommt das her?“ - Die Teilnehmenden nennen Herkunftsland/ Region/ Pflanze/... „Dann machen wir uns auf den Weg!“ Die Gruppenleitung beschreibt den Weg und gibt Bewegungen vor. Wenn alle Zutaten gesammelt sind: „Jetzt kommt alles zusammen, wir rühren (Bewegung) und probieren. Das ist ja lecker geworden!“ Danach können Inhalte aufgegriffen werden, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? • Gibt es dieses Gericht bei euch zu Hause? Habt ihr schon geholfen, es selbst zuzubereiten? Hashtags #Mini-Spiel #Eisbrecher #Bewegungsspiel #Lebensmittel_ kennenlernen #Großgruppenspiel #Regional #Saisonal Beispiel: Milchreis • Reis aus Asien: mit dem Schiff fahren (aus dem Raum laufen und wieder herein) • Milch vom Bauernhof: zum Hof gehen (um den Tisch laufen), melken • Zucker aus Zuckerrüben: zum Feld gehen, Rüben aus dem Feld ziehen, kochen und eindicken lassen • Kirschen vom Bauernhof: pflücken (dazu auf den Stuhl klettern) Mehr Beispiele sind in den Downloadmaterialien zu finden. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/zutatensammelei/zutatensammelei-beispiele.pdf Spiel: Roll-Duell (Jahreszeiten) Ablauf In diesem Spiel wird eingeschätzt, in welcher Jahreszeit verschiedene Ge- müse- und Obstsorten in Deutschland Saison haben. Dazu bekommen die Teilnehmenden Tischtennisbälle, die mit verschiedenen Obst-/Gemüse- sorten beschriftet sind, und dürfen sich kurz über die richtige Zuordnung zu den Jahreszeiten beraten. Ein Tisch wird an der kurzen Seite auf Büchern o. Ä. „aufgebockt“, sodass die Tischplatte schräg ist. An der hohen Tisch- kante sind Schilder oder beschriftetes Krepp-Klebeband mit den Jahres- zeiten befestigt. Darunter wird ein Streifen doppelseitiges Klebeband fixiert (s. Abb.). Die Teilnehmenden rollen nun die Tischtennisbälle von der nied- rigen Tischkante hoch, sodass sie am Klebeband vor der richtigen Jahres- zeit kleben bleiben. Pro richtig angeklebtem Ball gibt es einen Punkt. Noch mehr Spaß macht es, wenn es außerdem Punkte für Schnelligkeit gibt. Statt des doppelseitigen Klebebands können auch vier Behälter unter die erhöhte Tischkante gestellt werden, in die die Bälle gerollt werden. 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Tische, Platz zum Bewegen Ab 8 Jahren Bis 9 Teilnehmende (am besten in 2er– bis 3er-Gruppen) 1 Betreuer*in Begriff „Saisonalität“ und Beispiele 57 Material • 1 Tisch pro Team • Bücher o.Ä., um das Tisch-Ende zu erhöhen • Mind. 6 Tischtennisbälle pro Team • Geeigneter Stift zum Beschriften der Bälle • Krepp-Klebeband oder Karten und Filzstift zum Beschriften • Doppelseitiges Klebeband oder vier Behälter • Saison-Kalender als Lösung Vorbereitung • Tischtennisbälle beschriften • Einen Tisch pro Team an einer kurzen Seite erhöhen • Karten oder Krepp-Band an die erhöhten Tischkanten kle- ben und mit den Jahreszeiten beschriften • Einen Streifen doppelseitiges Klebeband auf den Tisch kle- ben oder Behälter unter die beschriftete Tischkante stellen • Eine Aufbauanleitung befindet sich im Downloadbereich. Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass jedes Obst und Gemüse eine Saison hat, also ei- ne Zeit im Jahr, in der es gut wachsen und geerntet werden kann. Dazu können Bei- spiele gesammelt werden, die die Gruppe z. B. aus dem Garten oder der Natur kennt. Nach dem Spiel werden die Ergebnisse re- flektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? • Im Supermarkt bekommen wir ja zu jeder Jahreszeit viele Obst- und Gemüsesor- ten, die eigentlich gar nicht Saison ha- ben. Wie geht das? • Dass wir Wege gefunden haben, um auch im Winter Erdbeeren essen zu kön- nen, klingt ja eigentlich praktisch. Was sind Gründe dafür, Obst und Gemüse trotzdem eher in der Saison zu essen? • Jetzt, wo ihr euch auskennt - was könn- tet ihr im Alltag anders machen? Hashtags #Mini-Spiel #Bewegungsspiel #Quiz #Saisonal Duell-Variante: Zwei Teams erhalten je- weils einen Tisch und ein Ball-Set. Beide Teams spielen gleichzeitig. Wenn ein Team fertig ist, stoppt das Spiel. Das Team mit den meisten richtig ange- klebten Bällen gewinnt. Beispiel Die Gruppe hat den Ball „Tomate“. Sie ist der Meinung, dass Toma- ten im Sommer geerntet werden. Daher rollt sie den Ball so, dass er bei der Beschriftung „Sommer“ kleben bleibt. https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/3488_2017_saisonkalender_posterseite_online.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/roll-duell-jahreszeiten/roll-duell-aufbauanleitung.pdf Spiel: 1, 2 oder 3 (Jahreszeiten) Ablauf Wie in der Kindersendung „1, 2 oder 3“ treten die Teilnehmen- den in Teams gegeneinander an. Es werden Quizfragen mit je drei Antwortmöglichkeiten gestellt. Die Nummer 1, 2 und 3 werden auf Schildern an einer Wand an- gehängt oder per Beamer an die Wand geworfen. Auf dem Bo- den vor der Wand ist je ein Feld markiert, das der Antwortmög- lichkeit zugeordnet ist. Der/die Betreuende stellt eine Frage und die Teilnehmenden laufen los, springen von Feld zu Feld und stellen sich schließlich auf das Feld der Antwort, die sie für richtig halten. Wer auf dem richtigen Feld steht, bekommt einen Punkt. Die Punkte werden per Strichliste gezählt oder es werden, wie beim Original „1, 2 oder 3“, kleine Bälle als Punkte ausgegeben. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Raum mit Platz zum Bewegen Ab 8 Jahren Bis 20 Teilnehmende 1 Betreuer*in Begriff „Saiso- nalität“ und Beispiele 58 Material • Beispiel für Fragen und Antworten • Zahlenschilder oder PowerPoint-Folien mit Fragen zum Anwerfen mit Beamer • Krepp-Klebeband oder Kreide zum Markieren der Antwort-Felder • Flipchart und Stift/Bälle zum Punktezählen • Ggf. Saisonkalender zum Prüfen der Lösungen • Ggf. Hintergrundmusik (siehe Tipps) Vorbereitung • Fragen und Antworten vorbereiten/ausdrucken • Antwortfelder auf dem Boden aufmalen/aufkleben • Zahlenschilder ausdrucken und aufhängen bzw. an die Wand werfen • Flipchart/Bälle zum Punkte-Zählen bereitstellen Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass jedes Obst und Gemüse eine Saison hat, also eine Zeit im Jahr, in der es gut wachsen und anschließend geerntet werden kann. Dazu können Beispiele gesammelt werden, die die Gruppe z. B. aus dem Garten oder der Natur kennt. Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, zum Beispiel mit diesen Fragen: • Welche Fragen waren leicht, welche schwieriger? Was hat euch überrascht? • Im Supermarkt bekommen wir ja zu jeder Jahreszeit alle möglichen Obst- und Gemüsesorten, obwohl sie eigentlich gar nicht Saison haben. Wie geht das? • Was könnten Gründe dafür sein, Obst und Gemüse trotzdem eher dann zu essen, wenn es Saison hat? • Jetzt, wo ihr euch auskennt - was • könntet ihr im Alltag anders • machen? Hashtags #Bewegungsspiel #Quiz #Mini-Spiel #Saisonal Tipps: • Die Musik läuft, während die Teilnehmenden hin- und herspringen. Wird die Musik gestoppt, müssen sich alle schnell für ein Feld entscheiden. • Das Spielprinzip kann für jedes beliebige Thema genutzt werden — z. B. zum Kennenlernen von Lebensmitteln mit Fragen wie „Welches Bild zeigt die Zwiebel?“ und drei Bildern von verschiedenen Gemüsesorten als Antwortmöglichkeiten. Ein weiteres „1, 2 oder 3“ zum Thema Bio-Label ist in dieser Sammlung zu finden. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-jahreszeiten/1-2-oder-3-jahreszeiten-beispielfragen-und-loesungen.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-jahreszeiten/1-2-oder-3-jahreszeiten-zahlenschilder.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-jahreszeiten/1-2-oder-3-jahreszeiten-powerpoint-folien.pptx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-jahreszeiten/1-2-oder-3-jahreszeiten-powerpoint-folien.pptx https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/3488_2017_saisonkalender_posterseite_online.pdf Spiel: Saison-Domino Ablauf Zu Beginn des Spieles zieht jede*r zufällig 6 Spielsteine. Der Rest wird als Nach- ziehstapel an den Rand des Spielfeldes gelegt. Der oberste Stein des Stapels wird als Start in der Mitte des Spielfeldes platziert. Die Person, die als Nächste Geburts- tag hat, beginnt und legt (wenn möglich) einen ihrer Steine an den Startstein an. Dabei müssen die Enden der Steine, die aneinander gelegt werden, zusammen- passen. Das bedeutet, jedes Obst oder Gemüse darf nur an eine Jahreszeit ange- legt werden, in der es Saison in Deutschland hat. Dann zieht die Person einen Stein vom Nachziehstapel und es geht im Uhrzeiger- sinn weiter: Jede*r legt reihum immer einen Stein an die immer länger werdende Kette an und zieht anschließend einen Stein nach. Wenn keiner der Dominosteine auf der Hand passt, wird stattdessen ein Stein vom Nachziehstapel gezogen und die nächste Person ist an der Reihe. Welches Obst/Gemüse in welcher Jahreszeit Saison hat, kann im Saisonkalender nachgesehen werden. Wer zuerst alle Steine abgelegt hat, gewinnt. 30 min Spiel Platz an einem Tisch Ab 10 Jahren Bis 5 Teilnehmende 1 Betreuer*in Verständnis der Bedeutung von „Saison“, Beispiele 59 Material • 42 Spielsteine • Saisonkalender Vorbereitung • Spielsteine beidseitig ausdrucken (grün- gelbes Muster auf die Rückseite), ausschnei- den, ggf. laminieren • Für längeres Spiel/ größere Gruppe: Karten doppelt ausdrucken Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass Obst- und Gemüsepflanzen zu unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen bzw. Früchte tragen und zu verschiedenen Zeiten geerntet wer- den. Zusammen werden Beispiele gesam- melt, die man aus Gärten oder von Feldern kennt (z. B. Erdbeeren oder Äpfel mit ihren typischen Erntezeiten, Spargelzeit etc.). Nach dem Spiel wird die Domino-Kette ange- schaut und reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Habt ihr etwas wiedergefunden, was ihr aus Gärten/von Feldern etc. kennt? • Was hat euch überrascht? Was war neu für euch? • Viele Obst– und Gemüsesorten gibt es ja trotzdem das ganze Jahr über im Super- markt zu kaufen. Wie geht das? (Manche werden gelagert, im Gewächshaus ange- baut, importiert…) Welche Vor- und Nach- teile hat es, Lebensmittel zu essen, wenn sie gerade Saison haben? Beispiel Die Karten-Schlange in der Abbildung wurde bereits gelegt. Die nächste Person hat jetzt die Möglichkeit, entweder • am linken Ende der Schlange ein Gemüse/Obst anzulegen, das im Winter (Schneeflocken-Symbol) Saison hat oder • am rechten Ende der Schlage die Jahres- zeit anzulegen, in der der dort abgebildete Stangensellerie Saison hat oder • eine Karte nachzuziehen, wenn keine der Handkarten passt. Jahreszeitensymbole: Frühling: März-Mai Sommer: Juni-August Herbst: September-November Winter: Dezember-Februar Hashtags # Gesellschaftsspiel #Mini-Spiel #Saisonal https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/saison-domino/saison-domino-spielsteine.pdf https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/3488_2017_saisonkalender_posterseite_online.pdf Spiel: Jahreszeitenuhr Ablauf Die Jahreszeitenuhr (Spielplan) wird in die Mitte des Ti- sches gelegt und die Lebensmittelkarten werden auf dem Tisch verteilt (Lebensmittel nach oben). Die Person, die als Nächste Geburtstag hat, beginnt und wählt eine Lebens- mittelkarte. Diese legt sie auf der Jahreszeitenuhr in der Jahreszeit ab, in der das Lebensmittel in Deutschland Sai- son hat. Wurde das Lebensmittel passend zur Jahreszeit ausgewählt, erhält die Person einen Punkt. Gewonnen hat, wer die meisten Punkte erspielt hat. Material • Jahreszeitenuhr • Lebensmittelkarten • Lösungsgrafik Vorbereitung • Lebensmittelkarten doppelseitig ausdrucken (grün-gelbes Muster auf der Rückseite), ausschneiden und ggf. laminieren • Jahreszeitenuhr ausdrucken, ggf. laminieren 10-20 min Platz an einem Tisch Ab 6 Jahren Ab 2 Teilnehmenden 1 Betreuer*in Verständnis des Begriffes „Saisonalität“, Beispiele 60 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/jahreszeitenuhr/jahrezeitenuhr-spielplan.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/jahreszeitenuhr/jahreszeitenuhr-lebensmittelkarten-klein.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/jahreszeitenuhr/jahreszeitenuhr-loesung.pdf Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass jedes Obst und Gemüse eine Saison hat, also eine Zeit im Jahr, in der es draußen im Freiland wächst, Früch- te trägt und anschließend geerntet werden kann. Dazu können Beispiele gesammelt werden, die die Gruppe z. B. aus dem Garten oder der Natur kennt. Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, bspw. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? Was kanntet ihr schon? • Im Supermarkt bekommen wir ja zu jeder Jah- reszeit viele Obst- und Gemüsesorten, obwohl sie eigentlich gar nicht Saison haben. Wie geht das? (Manche werden gelagert, im Gewächs- haus angebaut oder importiert…) • Dass wir Wege gefunden haben, wie wir außer- halb der Saison Obst und Gemüse bekommen können, klingt ja eigentlich praktisch. Was könnten Gründe dafür sein, Obst und Gemüse trotzdem eher dann zu essen, wenn es Saison hat? • Jetzt, wo ihr euch auskennt - was könntet im Alltag anders machen? Hashtags #Mini-Spiel #Saisonal #Interaktive_Lernmaterialien #Food_Literacy Spiel: Ja-/Nein-Spiel (Fangspiel) Ablauf Es werden zwei Teams gebildet, ein „Ja-Team“ und ein „Nein-Team“. Diese stehen, sitzen oder liegen sich in Blickrichtung gegenüber. Der/die Betreuer*in stellt nun eine Frage, die mit ja oder nein beantwor- tet werden kann. Ist die Antwort „Ja“, fängt das „Ja-Team“ das „Nein- Team“. Ist die Antwort „Nein“, fängt das „Nein- Team“ das „Ja - Team“. Das Team, das gefangen wird, muss versuchen, hinter eine vorher bestimmte Linie in seine Sicherheitszone zu gelangen. Für jede gefangene Person erhält das fangende Team einen Punkt. Am Ende des Spiels gewinnt das Team mit den meisten Punkten. 10 min Freie Fläche/ Sporthalle Alle ab 6 Jahren 2-10 Teilnehmende Kein Vorwissen nötig Sicherheitszone Team „JA“ Team „NEIN“ Laufrichtung bei Antwort „Ja“ Laufrichtung bei Antwort „Nein“ Si ch er he its zo ne 61 Material • Richtige und falsche Aussagen über Lebensmittel, Saisonalität und Regionalität (Beispielaussagen im Downloadbereich) Vorbereitung • Aussagen ausdrucken/notieren Gespräch Die Aussagen werden als Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche genutzt. Wenn Fra- gen und Diskussionen während des Spiels auf- kommen, sollten diese aufgegriffen und ver- tieft werden. Mögliche Fragen als Anstoß für Gespräche sind außerdem: • Was war neu für euch? Was hat euch über- rascht? • Welche der Lebensmittel, die im Spiel vorka- men, mögt ihr am liebsten? Was kann man daraus zubereiten? Welche habt ihr noch nie probiert? • Habt ihr das Obst/Gemüse aus dem Spiel schon einmal wachsen gesehen, z. B. auf ei- nem Feld oder in einem Garten? Wie wächst es? Zu welcher Jahreszeit wächst es? • Welche der Lebensmittel kommen aus an- deren Ländern? Woher? Hashtags #Mini-Spiel #Bewegungsspiel #Großgruppen- spiel #Draußen #Lebensmittel_kennenlernen #Saisonal #Regional #Fair #Bio #Themenfle- xibel https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/ja-nein-spiel/ja-nein-beispielaussagen-saisonal-regional.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/ja-nein-spiel/ja-nein-beispielaussagen-bio-und-fair.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/ja-nein-spiel/ja-nein-beispielaussagen-bio-und-fair.pdf Spiel: Wochenmarkt (Teil 1) Ablauf Als Erstes werden die Obst- und Gemüsekarten (mit dem Obst/ Gemüse nach oben), die Bauernkarten (mit dem Bild nach oben) und „Fun Fact“-Karten gemischt und beliebig auf den grauen Feldern des Spielplans verteilt. Einige Felder bleiben dabei leer. Nun wählen die Mitspielenden jeweils eine Farbe. Jede*r Mitspie- lende erhält drei Spielfiguren in dieser Farbe und stellt sie neben dem Startfeld in der eigenen Farbe auf. Ziel des Spiels ist es, 1. das Spielfeld mit allen drei Spielfiguren mindestens einmal zu umrunden und sie anschließend auf die drei Felder im eigenen Marktstand zu bringen. Dafür muss die Drehscheibe passend gedreht werden, d. h., es dürfen keine Schritte übrig bleiben. 2. fünf Obst-/Gemüsekarten zu sammeln. 30-45 min Platz an einem Tisch Alle ab 6 Jahren 2-4 Teilneh- mende Verständnis des Begriffes „Saisonalität“, Beispiele 62 Obstkarte: Bauernkarte: Fun Fact-Karte: Vorderseite Rückseite Wer als Nächste*r Geburtstag hat, fängt an und dreht die Drehscheibe. Er/sie darf nun eine Spielfigur auf das eigene Startfeld setzen und so viele Schritte gehen, wie die Drehscheibe anzeigt. „Vorwärts-Schritte“ gehen in Richtung der Pfeile auf dem Spielfeld, „Rückwärts- Schritte“ gegen die Pfeilrichtung. Wenn er/sie auf einem Feld mit einer Karte landet, folgt eine Aktion. • Obst-/Gemüsekarte: Der/die Spieler*in muss die Jah- reszeit nennen, in der das abgebildete Obst/Gemüse in Deutschland Saison hat. Anschließend wird die Kar- te umgedreht. Ist die Antwort richtig, darf er/sie die Karte behalten und vor sich ablegen. Ist die Antwort falsch, wird die Karte zurück auf das Feld gelegt. Manche der Obst-/Gemüsesorten haben in mehreren Jahreszeiten Saison. Dann reicht es, eine von ihnen zu nennen. • Bauernkarten: Diese Karte ist ein Joker. Der/die Spie- ler*in liest die Rückseite vor und behält die Karte. Sie zählt als gesammelte Obst-/Gemüsekarte. • Fun Fact-Karte: Diese Karten können nicht gesammelt werden, sondern liefern unterhaltsame Fun Facts über Obst und Gemüse. Die Karte wird vorgelesen und an- schließend vom Spielfeld genommen. Drehscheibe 1 Schritt vorwärts 2 Schritte rückwärts Der/die Spieler*in darf eine gelbe Figur auf dem Spielfeld mit einer be- liebigen anderen Figur auf dem Spielfeld tauschen. Spiel: Wochenmarkt (Teil 2) Jede Spielfigur muss das Spielfeld mindestens ein- mal in Pfeilrichtung umrunden, darf es aber auch mehrfach tun. Wenn es jemandem nicht möglich ist, die Aktion auf der Drehscheibe auszuführen (z. B. weil keine Figu- ren zum Tauschen auf dem Spielfeld stehen), setzt die Person aus und der/die Nächste ist an der Rei- he. Wenn eine Spielfigur auf einem Feld landet, auf dem bereits eine Figur steht, kann diese „rausgeschmissen“ werden. Das heißt, die Figur, die zuerst auf dem Feld stand, muss zurück an den Start und von vorne beginnen. Gewonnen hat, wer zuerst alle fünf Karten gesam- melt und alle drei Spielfiguren passend in den Marktstand gebracht hat. 63 Material • Spielplan (DIN A3 oder DIN A4) • Weitere Materialien zum Ausdrucken: 32 Obst–/Gemüsekarten, 16 beschriebene und 10 leere Fun Fact-Karten, 3 Bauernkarten, Drehscheibe und Zeiger • 1 Musterbeutelklammer zum Zusammensetzen der Drehscheibe • Jeweils 3 Spielfiguren in 4 Farben • (rot, gelb, grün, blau) Vorbereitung • Den Spielplan entweder in DIN A3 auf einer Seite ausdrucken oder in DIN A4 auf zwei Sei- ten ausdrucken und diese zusammenkleben • Alle weiteren Materialien drucken und aus- schneiden • Die 32 Obst-/Gemüsekarten und 3 Bauernkar- ten in der Mitte falten und ggf. zusammenkle- ben, sodass quadratische Karten mit be- druckter Vorder– und Rückseite entstehen • Materialien ggf. laminieren • Den Zeiger mit der Musterbeutelklammer so an der Drehscheibe befestigen, dass er sich gut drehen lässt Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass Obst- und Gemü- sepflanzen zu unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen bzw. Früchte tragen und zu verschiedenen Zeiten geern- tet werden. Zusammen können Beispiele gesammelt werden, die man aus Gärten oder von Feldern kennt (z. B. Erdbeeren oder Äpfel mit ihren typischen Erntezeiten, Spargelzeit etc.). Nach dem Spiel werden die gesammelten Karten ange- schaut und das Thema z. B. mit diesen Fragen vertieft: • Welche Obst-/Gemüsesorten waren leicht zuzuordnen, welche schwierig? • Was hat euch überrascht? Was war neu für euch? • Welche der Obst-/Gemüsesorten im Spiel habt ihr schon einmal am Baum/Strauch/… wachsen gesehen? Wann war das? Wie sah das aus? • Viele Obst– und Gemüsesorten gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt zu kaufen. Wie geht das? (Manche werden gelagert, im Gewächshaus angebaut, impor- tiert…) Welche Vor- und Nachteile hat es, Lebensmittel zu essen, wenn sie gerade Saison haben? Hashtags #Gesellschaftsspiel #Lebensmittel_kennenlernen #Saisonal #Regional https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wochenmarkt/wochenmarkt-spielplan-a3.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wochenmarkt/wochenmarkt-spielplan-a4.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wochenmarkt/wochenmarkt-karten-drehscheibe.pdf Arbeitsblatt: Wo kommen unsere Lebensmittel her? Ablauf Dieses Arbeitsblatt behandelt das Thema „Herkunft von Lebensmitteln“. Je nach Setting und Gruppe kann das Arbeitsblatt in Einzel-/Partner- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden. Die aufgelisteten Lebensmittel sollen mithilfe der Weltkarte und der aus- geschriebenen Namen in der Wörterbox beschriftet werden. Dabei wird sichtbar, aus welchen Ländern die Lebensmittel nach Deutschland ge- langen bzw. welche Lebensmittel in Europa/Deutschland produziert wer- den. Das Arbeitsblatt dient zur Veranschaulichung und Erklärung, welche Transportwege bestimmte Lebensmittel bis in den Supermarkt haben. Es bietet einen Anlass, darüber zu sprechen, warum es wichtig ist, saisonale und regionale Lebensmittel zu konsumieren. Die abgebildeten Herkunftsländer sind beispielhaft zu verstehen, da die Lebensmittel in unterschiedlichen Ländern produziert werden. Bspw. kön- nen wir Äpfel aus Deutschland oder Neuseeland kaufen. Ca. 20 min Platz an einem Tisch Ab 6 Jahren Bis 12 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 64 Gespräch Mögliche Fragen für das Gespräch im Rahmen des Arbeitsblattes sind zum Beispiel: • Ist euch das Eintragen der Lebensmittelnamen leicht gefallen mithilfe der Weltkarte und der Wörterbox? • Habt ihr gewusst, aus welchen Ländern/Kontinenten die Lebensmittel kommen? Was hat euch überrascht? • Welche Lebensmittel haben jetzt ihre Erntesaison in Deutschland? • Was sind die Vorteile von regionalen, saisonalen Lebensmitteln? • Welche Lebensmittel des Arbeitsblattes mögt ihr am liebsten? Welche habt ihr noch nie probiert? • Wo kauft ihr eure Lebensmittel für zu Hause meistens ein? Welche Transportwege und Transportmittel nutzt ihr dabei? • Welche Transportmittel bzw. Transportwege werden gebraucht, damit die Lebensmittel nach Deutschland gelangen? Hashtags #Arbeitsblatt #Regional #Food_Literacy Tipp: Das Arbeitsblatt lässt sich gut im Rahmen des Konzeptes „Lecker Deutsch“ zur Vor- oder Nachberei- tung einsetzen. Material • Stifte • Arbeitsblatt Vorbereitung • Ein Arbeitsblatt pro Teilnehmer*in ausdrucken • Ggf. thematische Einführung vorbereiten https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/lecker-deutsch/ab-wo-kommen-unsere-lebensmittel-her.pdf Aktion: Hip Hop & Food (Teil 1) Ablauf Am ersten Tag einer viertägigen Projektzeit erarbeiten sich die Teilnehmenden Wissen über die Zusammen- hänge von Ernährung und Klima und die Vorteile einer Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist. Auf spielerische Art lernen sie verschiedene Hülsenfrüchte als Alternative zu Fleisch kennen. Durch tägliches gemeinsames Kochen und Essen werden diese Inhalte praktisch vermittelt und die Teilnehmenden werden zur Umsetzung im Alltag befähigt. Am zweiten Projekttag wird die Gruppe geteilt: Eine Untergruppe lernt Grundlagen des Hip-Hop und des Song- schreibens kennen. Anschließend schreibt sie eigene Songzeilen auf Grundlage des Ernährungswissens, das sie sich am vorherigen Tag angeeignet hat, und nimmt diese auf. Dabei wird ein einheitlicher Beat und ggf. eine „Song-Schablone“ mit fertigem Refrain und festgelegter Strophenlänge genutzt. Begleitet wird sie dabei von einem bzw. einer Betreuenden mit Hip-Hop-Hintergrund, der/die die nötigen Fähigkeiten und Erfahrun- gen mitbringt, um die Methoden des Song-Schreibens zu vermitteln, die Aufnahme zu leiten und die Hip-Hop- Kultur authentisch zu verkörpern. Die zweite Teilgruppe kocht das Mittagessen für den Tag und erweitert ihr Ernährungswissen durch Spiele. Dabei wird sie von den anderen beiden Betreuenden angeleitet. Projektwoche: 4 Tage mit je 6 Stunden Gruppenraum, Küche, Raum für Tonaufnahmen 9-13 Jahre 8-12 Teilnehmende 3 Betreuende Keine Vor- kenntnisse 65 Ablauf Am dritten Projekttag wird getauscht: Nun kocht die erste Gruppe, während die zweite ihre Songzeilen schreibt und aufnimmt. Anschließend werden die aufgenommenen Songzeilen von den Betreuenden zu einem Song zusammengeschnitten, der als Rohversion genutzt werden kann. Zu dieser Rohversion wird an Projekttag vier mit allen Teilnehmenden ein Musikvideo gedreht. Teilnehmende, die gerade nicht am Dreh beteiligt sind, helfen an diesem Tag beim Kochen oder beschäftigen sich mit Lern- spielen. Im Nachgang werden Song und Video bearbeitet, fertiggestellt und von der Gruppe ihren Freunden und Fami- lien bei einer feierlichen Videopremiere vorgestellt. Material • Materialien − zur Vermittlung von Grundlagen des Hip-Hop und des Songschreibens − zur Erarbeitung des Ernährungswissens • Küchenausstattung, Kochschürzen • Rezepte • Lebensmittel zum Kochen • Spiele- und Lernmaterialien • Musikbox • Technisches Equipment für die Aufnahme (Laptop, Software, Interface, Kopfhörer, Mikrofon, mobile Aufnahmekabine) • Video-Kamera • PC und Software für Audio– und Videobearbeitung Ziele • Die Teilnehmenden erschließen sich Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klima und entdecken alltagstaugli- che, realistische Möglichkeiten für eine gesundheitsförderndere, klimafreundli- chere Ernährung. • Die Teilnehmenden vertiefen und re- flektieren die Inhalte, indem sie sie in kreativer Weise und in ihrer eigenen Sprache im Songtext formulieren. • Die Teilnehmenden werden durch die gemeinsame Lebensmittelzubereitung zur Umsetzung des Gelernten befähigt. https://www.uni-flensburg.de?54607 Vorbereitung • Beat oder Song-Schablone für den Song vorbereiten/ auswählen • Rezepte auswählen • Spiele und Lernmaterialien auswählen und ggf. vorberei- ten • Ggf. Storyboard für den Videodreh entwerfen Song– und Videobeispiele Aktion: Hip-Hop & Food (Teil 2) Gespräch Während der Erarbeitung des Hintergrundwissens und des Songschreibens können Gespräche z. B. mit diesen Fragen angestoßen werden: • Was weißt du schon über…? • Was findest du besonders wichtig? Welche Botschaft möchtest du dei- nen Freund*innen/der Welt gerne mitteilen? • Was überrascht dich? Worüber möchtest du mehr wissen? Beim Kochen helfen z. B. diese Fragen, um ins Gespräch zu kommen: • Hast du schon einmal gekocht? Was und mit wem? • Welche Zutaten kennst du von zu Hause? In welchen Gerichten kommen sie zu Hause vor? • Welche Zutat kennst du noch nicht? Wonach riecht und schmeckt sie? Was denkst du, was man damit machen kann? Während der gesamten Aktion sollten Fragen und Erzählungen der Teil- nehmenden aufgegriffen werden. Offene Fragen können gemeinsam be- antwortet werden, indem z. B. Ideen gesammelt, Internetrecherchen durchgeführt oder Fachexperten gefragt werden. 66 https://www.uni-flensburg.de?53387 Hashtags #Aktion #Bevorzugt_pflanzlich #Klima #Kochen #Kreativ-Werkstatt Tipp: Nutzen Sie den Hip-Hop, um die Teilnehmenden zu erreichen. • Schaffen Sie eine gemeinsame Ebene, auf der Teilnehmende und Betreuende auf Augenhöhe kommunizieren, indem Sie den Wortschatz des Hip-Hop verwenden. • Nutzen Sie positive Werte der Hip-Hop-Kultur und verbinden Sie diese mit dem Thema Ernährung. So können Sie Argumente für eine gesundheitsfördernde, nachhaltige Ernährung schaffen, die die Teilnehmenden ansprechen. Solche Werte können z. B. Fair- ness („Wir essen so, dass genug für alle da ist und Tiere fair be- handelt werden“), Respekt („Mit unserem Essen zeigen wir Res- pekt vor Mama Erde, die uns versorgt“), Kreativität („Gewohnt ist langweilig: Gerichte, die wir mit Fleisch kennen, gestalten wir kre- ativ neu“) und „Each one teach one“ („Jede*r bringt wichtige Kompetenzen mit und jede*r ist bereit, von allen zu lernen“) sein . Wichtig ist, sich nicht zu verstellen, sondern Hip-Hop-Vokabular nur so weit zu nutzen, wie man es authentisch vertreten kann. Sonst wirken Wortschatz und Hip-Hop-Werte für die Teilnehmenden auf- gesetzt und gezwungen. Spiel: Energie-Puzzle Ablauf Bei diesem Spiel wird geschätzt, wie viele Treibhausgase bei der Herstellung und beim Transport von Lebens- mitteln entstehen. Die grünen Karten zeigen links ein Lebensmittel und rechts die Menge an CO2, die durch Herstellung und Transport freigesetzt wird. Die Karten werden ausgedruckt und in der Mitte mit Zick-Zack- Kante oder welliger Kante auseinander geschnitten. So werden aus einer Karte immer zwei zusammenpas- sende Puzzleteile. Die Teile werden auf einem großen Tisch gemischt. Die Teilnehmenden haben nun die Auf- gabe, die Paare zu finden, richtig wieder zusammen zu puzzeln und nach der Menge der CO2-Emission aufstei- gend zu ordnen. In einer alternativen Version des Puzzles werden die Treibhausgas-Mengen übersetzt in etwas, das wir alle aus dem Alltag kennen: Video-Streaming-Stunden. Statt der CO2-Emission ist auf der rechten Kartenseite eine Stundenzahl abgebildet. Es gilt herauszufinden: Wie viele Stunden könnte ich online Serien streamen, um die gleiche Menge Treibhausgase zu produzieren, wie ein Apfel oder ein Brot verursacht? 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Platz am Boden oder an einem Tisch Ab 12 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Grundkenntnisse der Zu- sammenhänge von Treibhausgasemission und Klimawandel Material • Spielkarten mit Lebensmitteln und CO2-Äquivalenten oder mit Lebensmitteln und Streaming-Stunden 67 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/energie-puzzle/karten-energie-puzzle-co2-aequivalente.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/energie-puzzle/karten-energie-puzzle-streaming.pdf Vorbereitung Die Karten beidseitig drucken (grün-gelbes Muster als Rückseite) und mit unterschiedlichen „Zick-Zack- Linien“ in der Mitte auseinander schneiden, sodass sie später wieder zusammengepuzzelt werden können. Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Bevorzugt_pflanzlich #Klima #Treibhausgas Gespräch Vor dem Spiel wird kurz besprochen, • dass Treibhausgase den Klimawandel vorantreiben, • dass häufig Treibhausgase entstehen, wenn wir Strom erzeugen, unsere Autos Treibstoff verbrauchen etc., • dass Treibhausgase entstehen, wenn Lebensmittel hergestellt und zu uns transportiert werden — z. B. durch landwirtschaftliche Maschinen, Fabriken, Fahr– und Flugzeuge, • für die Video-Streaming-Version: dass Treibhausgase ausgestoßen werden, wenn wir Serien streamen. Es ist Strom notwendig, damit die Serien über das Internet bei uns ankommen, damit unser Laptop läuft etc. Aus dem Gespräch wird zum Spiel übergeleitet: Wie viele Treibhausgase entstehen durch Herstellung und Transport der verschiedenen Lebensmittel? Und ggf.: Wie viele Stunden könnte man seine Lieblingsserie streamen, um genauso viele Treibhausgase zu verursachen? Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was war leicht zuzuordnen, was war schwierig? Was hat euch überrascht? • Wenn wir uns ansehen, zu welchen Lebensmitteln viel CO2 gehört und zu welchen weniger – was fällt auf? Gibt es Gruppen/Gemeinsamkeiten? (Verarbeitete Lebensmittel verursachen mehr Treibhausgas als unver- arbeitete; tierische Lebensmittel verursachen mehr als pflanzliche) Woran kann das liegen? • Was könnt ihr im Alltag anders machen, um beim Essen weniger Treibhausgas zu verursachen? Was kön- nen wir als Gruppe (z. B. im Jugendzentrum, im Verein etc.) anders machen? Material • Puzzle-Karten oder • Lebensmittel(-ver- packungen) und Gegenstände zur Darstellung der Wassermengen (z. B. Becher, Murmeln…) • Lösungen Spiel: Wasser-Puzzle Ablauf Die blauen Karten zeigen links ein Lebensmittel und rechts die zugehörige Was- sermenge, die bei der Herstellung und Verarbeitung verbraucht wird. Die Karten werden ausgedruckt und in der Mitte mit Zick-Zack-Kante oder welliger Kante auseinander geschnitten. So werden aus einer Karte immer zwei zusammen- passende Puzzleteile. Die Teile werden auf einem großen Tisch oder auf dem Boden gemischt. Die Teilnehmenden haben nun die Aufgabe, die Paare richtig zusammen zu puzzeln und nach der Wassermenge aufsteigend zu ordnen. An- schließend wird die Lösung gezeigt und diskutiert. Um die Mengen begreifbarer zu machen, können statt der Karten echte Lebens- mittel(-verpackungen) genutzt und die Liter-Angaben mit Gegenständen ver- anschaulicht werden. Dafür können z. B. Becher (ein Becher pro 200 l Wasser) oder Glasnuggets/Murmeln (eine Murmel pro 100 l) genutzt werden. Die vorbe- reiteten Karten, die als Druckvorlage bereitstehen, verwenden „Wassereimer“ als Vergleichsgröße. Dabei entspricht ein Eimer immer 10 l Wasser. 15 min Spiel Platz am Bo- den oder an einem Tisch Ab 12 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 68 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wasser-puzzle/wasser-puzzle-wassereimer-karten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wasser-puzzle/wasser-puzzle-loesung.pdf Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Bevorzugt_pflanzlich #Wasserverbrauch Vorbereitung • Lebensmittel(-kärtchen) und Was- serverbrauchs-Karten gemischt auf dem Tisch/Boden verteilen • Die Lösungstabelle bereitlegen Gespräch Vor dem Spiel wird kurz besprochen, dass für die Herstellung von Lebensmitteln Wasser benötigt wird. Es gibt Lebensmittel, für die man viel Wasser braucht. Für andere braucht man nur wenig. Jetzt geht es darum, herauszufinden, welche Lebensmittel wel- cher Wassermenge zuzuordnen sind. Nachdem die Gruppe die Karten zugeordnet hat, wird gemeinsam das Ergebnis mit der Lösung verglichen. Die Ergebnisse werden dann z. B. mit diesen Fragen reflektiert: • Was hat euch überrascht? • Welche Karten waren leicht zuzuordnen, welche schwierig? • Wenn ihr euch anguckt, welche Lebensmittel viel Wasser brau- chen und welche wenig, was fällt euch auf? Gibt es Gruppen/ Gemeinsamkeiten? • Woran könnte das liegen? Wofür wird bei den einzelnen Lebens- mitteln Wasser verbraucht? • Was könntet ihr im Alltag anders machen, um für das Essen we- niger Wasser zu verbrauchen? Tipp: Das Spiel kann mit zusätzlichen Le- bensmitteln und anderen Konsumgü- tern erweitert werden. Zahlen zum Wasserverbrauch verschiedener Le- bensmittel gibt es z. B. hier: • Waterfootprint.org • „Klasse Wasser“ https://waterfootprint.org/en/resources/interactive-tools/product-gallery/ https://klassewasser.de/content/language1/downloads/klassewasser_Info%20virtuelles%20wasser_produktgalerie.pdf Ablauf Auf der Erde ist nur begrenzt Platz für Ackerflächen, auf denen man Lebensmittel für uns und Futtermittel für Nutztiere anbauen kann. Wenn man diese Fläche gleichmäßig unter allen Menschen verteilen würde, hätte jeder Mensch 4,2 m² Ackerfläche pro Tag für seine Ernährung zur Verfügung. Hier geht es darum, was diese 4,2 m² praktisch bedeuten — und dass pflanzliche Lebensmittel oft weniger Flächen-Ressourcen beanspruchen als tierische. Eine Fläche von 4,2 m² wird mit Kreide aufgemalt oder mit Heringen und Band abgesteckt. Die Teilnehmenden bekommen nun eine Auswahl verschieden gro- ßer bunter Karten oder Stoffstücke (gut eignen sich zerschnittene Bastel- Tischdecken), die mit unterschiedlichen Lebensmitteln beschriftet sind. Sie stel- len die Fläche dar, die für die Herstellung der Lebensmittel benötigt wird. Die Teilnehmenden stellen daraus einen Tages-Speiseplan zusammen und ver- suchen, ihn in die Ackerfläche zu puzzeln. Dann wird ausprobiert, wie sich der Flächenbedarf verändert, wenn man einzelne Lebensmittel austauscht. Spiel: Flächenverzehr 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Mind. 5 m2 Platz am Bo- den Ab 12 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Material • Kreide/Klebeband/ Heringe und Band • Verschiedenfarbige Bastel-Tischdecken, großer Tonkarton o. Ä. zum Ausschneiden der Lebensmittel-Flächen • Vorlage zum Aus- schneiden der Flächen • Marker zum Beschriften 69 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/flaechenverzehr/flaechenverzehr-vorlage.pdf Tipp: Ergänzen Sie das Spiel durch eigene Lebensmittel, die bei Ihren Teilnehmenden beliebt sind. Informationen zum Flä- chenbedarf verschiedener Lebensmittel gibt es beim Projekt 2000m2. Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Bevorzugt_pflanzlich #Flä- chennutzung #Draußen Vorbereitung • Lebensmittel-Flächen aus- schneiden und beschriften wie in der Vorlage • Markieren der 4,2 m²- Ackerfläche auf dem Boden Gespräch Vor dem Spiel wird gemeinsam besprochen: • Was braucht man, um Lebensmittel wie z. B. Getreide, Gemüse und Obst herzustellen? (z. B. Wasser, Felder, Maschinen…) • Eine Sache, die man braucht, ist Platz: Wenn man ein kleines Feld hat, kann man eine kleine Menge Essen anbauen, und wenn man ein gro- ßes Feld hat, kann man eine große Menge Essen anbauen. • Auf der Erde haben wir nur begrenzten Platz, um Essen herzustellen. Wir werden aber immer mehr Menschen, die alle etwas zu essen brauchen. Wenn die verfügbare Ackerfläche fair verteilt würde, hätte jede*r pro Tag 4,2 m² zur Verfügung. (Am besten wird die Fläche zusammen aus- gemessen und markiert, um sie begreifbar zu machen.) Wir sehen uns jetzt zusammen an, was man aus dieser Fläche für einen Tag heraus- holen kann. Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? • Welche Lebensmittel brauchen viel Fläche, welche besonders wenig? Woran kann das liegen? • Für Lebensmittel, die von Tieren kommen — also Fleisch, Käse usw. — braucht man mehr Fläche als für pflanzliche Lebensmittel. Woran kann das liegen? • Was können wir am besten essen, damit die Fläche für alle reicht und alle Menschen genug zu essen bekommen? • Was kannst du in deinem Alltag anders machen, damit dein Essen we- niger Fläche verbraucht? https://www.2000m2.eu/de/mym2/ Spiel: CO2-Waage Ablauf In diesem Spiel werden übliche Portionen verschiedener Lebensmittel hinsichtlich des Treibhausgas-Ausstoßes verglichen, der durch ihre Herstellung und ihren Transport entsteht. Pro Lebensmittel wird eine Dose (möglichst leicht) mit so viel Gramm Sand gefüllt, wie die CO2- Menge wiegt, die durch das Lebensmittel verursacht wird. Das Ge- wicht der Dosen entspricht damit dem Gewicht des ausgestoßenen CO2. Damit bei durchsichtigen Dosen nicht sofort erkennbar ist, wie schwer sie sind, wird das Innere durch Papier-Banderolen verdeckt. Die Banderole kann mit dem Bild des Lebensmittels bedruckt werden, welches mit der Dose dargestellt wird. Wie viel CO2 in der Portion ent- halten ist, wird auf einen Aufkleber an der Unterseite der Dose geschrieben. Nun wird eine Spielzeug-Waage mit zwei Waagschalen aufgebaut. Indem die Teilnehmenden die Dosen auf die beiden Waagschalen stellen, können sie nun die Lebensmittel miteinander vergleichen. 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Platz an einem Tisch Ab 12 Jahren Bis 6 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Grundkenntnisse über die Zusammenhänge von Treibhausgasemission und Klimawandel 70 Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Klima #Treibhausgas #Bevor- zugt_pflanzlich Gespräch Vor dem Spiel wird gemeinsam besprochen: • Was braucht man, um Lebensmittel herzustellen, wie z. B. Getreide, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fleisch? (z. B. Gewächshäuser, Wär- me, Maschinen, Ställe, Futtermittel…) An welchen Stellen wird da- bei Treibhausgas freigesetzt? • Was braucht man, um Lebensmittel zu verarbeiten, wie z. B. Ge- treide, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Futtermittel? (z. B. Maschi- nen, Transportmittel, wie Schiffe und entsprechenden Treibstoff…) An welchen Stellen wird dabei Treibhausgas freigesetzt? Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Welche Lebensmittel brauchen viel CO2, welche besonders wenig? Woran kann das liegen? • Für Lebensmittel, die von Tieren kommen — also Fleisch, Käse usw. – braucht man mehr CO2 als für pflanzliche Lebensmittel. Woran kann das liegen? • Was können wir am besten essen, damit wir möglichst wenig CO2 verursachen? • Gibt es etwas, was du in deinem Alltag anders machen kannst, damit für dein Essen weniger CO2 verursacht wird? Material • Vorlage mit Lebensmittelauswahl, Portionsgrößen und zugehörigen CO2-Mengen zum Befüllen der Do- sen • Kunststoffdosen (bzw. möglichst leichte, bestenfalls nicht durchsichtige Behälter) • Sand • Banderolen Teil 1 und Teil 2 zum Kennzeichnen der Dosen • Aufkleber zum Beschriften der Do- sen-Unterseiten Vorbereitung • Banderolen ausdrucken und Kunst- stoffdosen damit bekleben (oder Banderolen in den Dosenrand le- gen) • Dosen wie in der Vorlage mit Sand befüllen • Aufkleber mit den CO2-Mengen be- schriften und auf die Dosen- Unterseiten kleben • Waage aufbauen https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/co2-waage/co2-waage-vorlage.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/co2-waage/co2-waage-banderolen-teil-1-a4-.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/co2-waage/co2-waage-banderolen-teil-2-a3-.docx Spiel: Memory Ablauf Ein Memory-Spiel besteht aus vielen Karten, von denen immer zwei als Paar zusammengehören. Die Karten werden verdeckt gemischt und auf dem Tisch ausgelegt. Reihum dreht nun immer ein*e Teilnehmende*r zwei Karten um und versucht dabei, ein Paar zu finden. Wenn die beiden Karten zusammenpassen, darf der/die Teilnehmer*in die beiden Karten zu sich nehmen und ist danach direkt noch einmal an der Reihe, zwei weitere Karten umzudrehen. Passen die beiden Karten nicht zusammen, werden sie wieder umgedreht und zurückge- legt. Der/die Nächste ist nun an der Reihe. Wenn alle Paare gefunden sind, gewinnt die Person, die die meis- ten Paare gesammelt hat. Memorys sind gut zur spielerischen Annäherung an ein Thema geeignet. Im sprachsensiblen Bereich kann mit ihnen außerdem der Wortschatz aufgebaut und vertieft werden. Im KlimaFood-Downloadbereich sind drei verschiedene Memory-Spiele verfügbar: • Hülsenfrüchte: Bilder und Namen verschiedener Hülsenfrüchtesorten werden kennengelernt. • Pflanzliche Lebensmittel: Frucht und Pflanze werden einander zugeordnet. • Küchenutensilien: Bilder und Worte werden einander zugeordnet. 10-20 min Spiel Platz an einem Tisch Ab 6 Jahren 2-4 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 71 Material • Spielkarten für das Hülsenfrüchte-Memory, Pflanzliche Lebensmittel-Memory, Küchenutensilien-Memory oder eigene Memory-Karten Hashtags #Gesellschaftsspiel #Mini-Spiel #Lebensmittel_kennenlernen #Wenig-verarbeitet #Bevor- zugt_pflanzlich #Food_Literacy Gespräch Vor oder nach dem Spiel wird das Thema des Memorys gemeinsam reflektiert. Mögliche Fragen sind: Hülsenfrüchte • Welche Hülsenfrüchte kennt ihr? Welche Hülsenfrüchte habt ihr schon mal gegessen? • Was ist euer Lieblingsrezept mit Hülsenfrüchten? • Sind Hülsenfrüchte eine Alternative zu tierischen Produkten? Pflanzliche Lebensmittel • Welches Lebensmittel mögt ihr am liebsten? Wie schmecken die einzelnen Lebensmittel? • Wo wachsen die verschiedenen Lebensmittel? Küchenutensilien • Welche Küchenutensilien findet ihr in eurer Küche? Welches Küchenutensil darf in eurer Küche nicht fehlen? • Welches Gericht kannst du mit diesem Küchenutensil zubereiten? Vorbereitung • Spielkarten ausdrucken, ausschneiden und ggf. laminieren https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/memory/druckvorlage-huelsenfruechte-mit-artikel-.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/memory/druckvorlage-sinnesparcours-1-mit-artikel-.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/memory/druckvorlage-kuechenutensilien.pdf Aktion: Koch-Duell (Teil 1) Aktion Das Kochduell besteht aus zwei Teilen — Spiel und Kochaktion —, die direkt hintereinander oder mit etwas Abstand stattfinden können. Es werden 3 oder 4 Teams gebildet, die zuerst im Koch-Duell-Spiel gegeneinan- der antreten. Das Spiel wird von Anleitenden als Show-Master moderiert. Es gibt eine Aufgabenwand mit 5 Kategorien (s. Abb. auf der nächsten Karte), die jeweils 5 Aufgabenfelder in verschiedenen Schwierigkeits- stufen enthalten. Den Aufgaben sind Punktwerte von 1 bis 5 zugeordnet — je höher der Wert, desto schwieri- ger die Aufgabe. Das erste Team beginnt, indem es ein Aufgabenfeld auswählt. Hinter dem Aufgabenfeld verbirgt sich in der Regel eine Quizfrage, die dem Team nun vom Show-Master gestellt wird. Beantwortet die Gruppe die Frage richtig, gewinnt sie die Punkte, die das Aufgabenfeld wert ist. Schafft sie es nicht, bekommt das nächste Team (im Uhrzeigersinn) die Chance, die Frage zu beantworten und die Punkte zu gewinnen. Gelingt es ihm auch nicht, wird die Frage weitergegeben, bis alle Teams dran waren. Hinter einigen Aufga- benfeldern verbergen sich keine Quizfragen, sondern Action-Spiele. Hier spielen alle Teams gleichzeitig ge- geneinander um die Punkte. Ist eine Aufgabe erledigt, ist die nächste Gruppe dran und wählt das nächste Aufgabenfeld aus. So geht es weiter, bis alle Aufgabenfelder gespielt wurden oder bis die Show-Master das Spiel vorzeitig beenden. Es kann auch vorab festgelegt werden, wie viele Runden gespielt werden sollen. 30 min Aufbau 3 h Aktion 30 min Abbau Großer Raum und Küche (1 Kochmöglich- keit pro Team) Ab 14 Jahren 6-16 Teilnehmende (in max. 4er-Teams) 2-4 Anlei- tende 1 Betreuer*in Grundlegende Kochfertigkeiten 72 Aktion Wenn ein Team Punkte gewonnen hat, kann es diese sofort nutzen, um damit Zutaten zu kaufen. Es kann sei- ne Punkte aber auch sparen und zu einem späteren Zeitpunkt für Zutaten ausgeben, wenn es wieder dran ist. Die Zutaten sind auf einem Tisch aufgebaut und mit Schildern markiert, auf denen ihr Punktwert steht. Wenn eine Gruppe Zutaten kauft, holt sie sie vom Tisch ab und lagert sie bei sich, bis das Spiel beendet ist. Benötigt werden die Zutaten für den zweiten Teil des Koch-Duells: das Kochen. Wenn das Spiel beendet ist, haben die Gruppen einen festen Zeitrahmen (z. B. 45 min), in dem sie mit ihren erspielten Zutaten ein Gericht herstellen. Für die Gruppen ist es also von Vorteil, sich die Zutaten schon vor dem Spiel gemeinsam anzusehen und zu überlegen, was für ein Gericht sie machen möchten. Nach dem Kochen wird gemeinsam gegessen. Zum Abschluss geben sich die Gruppen gegenseitig Punkte für ihr Gericht. Dabei können einfach allgemein 1 bis 10 Punkte für jede andere Gruppe vergeben werden oder es werden Punkte in verschiedenen Kategorien verteilt (z. B. Geschmack, Aussehen, Kreativität, Nachhaltig- keit…). Die Gruppe, die die meisten Punkte erhält, gewinnt das Koch-Duell. Die in der Vorlage vorbereiteten Kategorien und Aufgaben beinhalten ganz unterschiedliche Themen rund um Ernährung und Nachhaltigkeit. Sie sind als Beispiel gedacht und können kreativ ausgetauscht, erweitert oder reduziert werden. Auch die Zutatenliste kann flexibel verändert und an die Teilnehmendenzahl ange- passt werden. Hashtags #Aktion #Kochen #Quiz #Großgruppenspiel #Wenig-verarbeitet #Themenflexibel #Mehrere_Themen #Lernen_durch_Anleiten Ziele • Entwicklung und Vertiefung von Ernährungswissen, Fertigkeiten zur Zusam- menstellung und Zubereitung von einfachen Gerichten aus verschiedenen Zutaten • Voneinander lernen beim gemeinsamen Spielen und Kochen in der Gruppe • Inspiration und Aktivierung zum Selber-Kochen • Verbindung von Kochen, Bewegung und Spaß beim Spiel Aktion: Koch-Duell (Teil 2) Materialien • Aufgabenwand (PowerPoint-Vorlage oder auf Flipchart/Pinnwand aufgemalt) • Ablaufplan mit Quizfragen und Lösun- gen (ausgearbeitete Beispiele mit je- weils 20 Fragen oder 25 Fragen) • Materialien für die Action-Spiele • Zutaten (siehe Ablaufplan) • Punkte-Schilder für die Zutaten • Ausreichend Arbeitsfläche, Koch- und/ oder Backmöglichkeiten für 3-4 Grup- pen • Küchenausstattung für die Teilnehmen- den (Schneidebretter, Messer, Spar- schäler, Schüsseln, Töpfe, Pfannen, Messbecher, Rührlöffel…) • Geschirr und Besteck zum Essen • Stifte und Zettel für die finale Punkte- vergabe Vorbereitung Im Vorfeld: • Fragen und Action-Spiele vorbereiten (oder Vorlage nutzen) • Zutaten wählen und einkaufen Direkt vor dem Koch-Duell: • Aufgabenwand, Sitzgruppen für die Teams, Zutatentisch mit Zutaten und zugehörigen Punktschildern, Arbeitsflächen und Kochmöglichkeiten (ggf. mobile Kochplatten) aufbauen • Quizfragen und Lösungen, Materialien für Action-Spiele und symbolische Punkte bereitlegen Aufgabenwand 73 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/koch-duell/koch-duell-aufgabenwand-25-beispielaufgaben-jugendliche-.pptx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/koch-duell/koch-duell-beispielablauf-20-aufgaben-und-loesungen-fuer-jugendliche.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/koch-duell/koch-duell-beispielablauf-25-aufgaben-und-loesungen-fuer-jugendliche.pdf Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:10 (10 min) Einstieg, Erklärung des Ablaufs und der Spielregeln 0:10-1:40 (90 min) Koch-Duell-Spiel (kann auch auf 60 min gekürzt werden) Aufgabenwand, Fragen und Lösungen, Zutaten, Punkte, Materialien für Action-Spiele 1:40-2:25 (45 min) Zubereitung der Gerichte in den Gruppen Koch-/Backmöglichkeiten, Küchenausstattung 2:25-2:55 (30 min) Gemeinsames Essen, Punktevergabe Geschirr, Besteck, Zettel, Stifte 2:55-3:20 (25 min) Gemeinsames Aufräumen 3:20-3:30 (10 min) Siegerehrung und Abschluss Gespräch Zum Abschluss können die verschiedenen Teile des Koch-Duells gemeinsam reflektiert werden. Mögliche Fragen dafür sind: • Was hat euch am meisten Spaß gemacht? • Was war schwierig/hat nicht so viel Spaß gemacht? Woran hat das gelegen? • Gab es beim Quiz etwas, was euch überrascht hat? Welche Fragen waren einfach/schwierig? • Mit welcher Strategie habt ihr eure Zutaten ausgesucht? • Konntet ihr euer Gericht so machen, wie ihr es geplant hattet? Gab es Schwierigkeiten dabei und wie seid ihr damit umgegangen? Seid ihr zufrieden mit eurem Gericht? Aktion: Snack-Station Aktion Die Anleitenden eröffnen eine Snack-Station, an der Veranstal- tungsbesucher*innen, Passant*innen o. Ä. ihren Snack selber herstellen können. Sie leiten die Teilnehmenden dabei an und zeigen ihnen, wie einfach und schnell man aus wenig verarbei- teten Zutaten selbst Snacks zubereiten kann. Zusätzlich können thematisch passende Spielestationen aufge- baut und von den Anleitenden moderiert werden. Vorher statten sich die Anleitenden mit dem nötigen Hintergrundwissen aus, um den Besucher*innen zu erzählen, worum es geht und warum der Snack eine gute Wahl ist. Die Snack-Station eignet sich gut als Stand auf einem Vereins-, Gemeinde- oder Stadtteilfest, Adventsmarkt oder bei ähnlichen Veranstaltungen. Individuell Stand mit mobiler Küche, drinnen oder draußen Ab 8 Jahren 2-8 Teilnehmende gleichzeitig 2-4 Anleitende 1 Betreuer*in Anleitende: Grundlegende Küchenfertig- keiten 74 Hashtags #Aktion #Kochen #Wenig-verarbeitet #Saisonal #Regional #Bevorzugt_pflanzlich #Lernen_durch_Anleiten #Mobile_Küche Vorbereitung Im Vorfeld: • Organisation des Standplatzes • Auswahl des Themas und des Snack-Rezepts • Ausprobieren des Rezepts • Lebensmitteleinkauf • Vorbereitung der Spiele und des Hintergrundwissens • Vorbereitung von zusätzlichem Material, z. B. Saisonka- lender-Plakat, Rezeptflyer zum Mitnehmen… Am Tag der Durchführung: • Aufbau des Stands Material • Mobile Küche • Küchenausstattung abhängig vom Rezept • Ggf. Geschirr und Besteck zum Essen • Behälter für übrig gebliebenes Essen • Ggf. Spielmaterialien Ziele • Entwicklung und Vertiefung von Ernäh- rungswissen und Küchenfertigkeiten der Anleitenden durch die Vermittlung an Teilnehmende • Inspiration der Anleitenden und Teilneh- menden zum Selber-Kochen • Erarbeitung und Vermittlung von alltags- tauglichen Tipps für gesundheitsfördern- de, nachhaltigere Ernährung Tipp: Die Anleitenden sollten Spiele und Rezepte vor- her ausprobieren. Dann können sie sie am bes- ten erklären und die Materialliste auf Vollstän- digkeit prüfen. Aktion: Bildung für alle (Teil 1) Aktion Im Mittelpunkt der Aktion steht das gemeinsame Kochen an der Mitmach-Küche. Dabei können Sie eine vorhandene sta- tionäre Küche nutzen oder eine mobile Küche genau dort auf- bauen, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält, z. B. vor der Kita, im Ju- gendzentrum oder an einem beliebten und belebten Platz im Stadtteil. Wegen des mobilen, aufsuchenden Charakters heißt die Aktion auch „Bildung für alle“. So kommt die Mitmach- Kochaktion in die Lebenswelten der ausgewählten Zielgruppe und erreicht auch Menschen, die sich nicht für einen Kochkurs anmelden würden. Alles, was Sie für die Durchführung brauchen, sind Kocherfahrungen der Betreuenden, ein paar Kochutensilien, ein schnelles und einfaches saisonales Rezept und ein paar Teilnehmende, die Lust haben, gemeinsam zu kochen. Individuell Stand mit mobiler Kü- che, drinnen oder draußen Ab 15 Jahren 4-10 Teilnehmende gleichzeitig 2 Betreuende Keine Vorkenntnisse 75 https://www.uni-flensburg.de?54358 Vorbereitung Im Vorfeld: • Organisation des Standplatzes • Auswahl des Themas und des Rezeptes • Ausprobieren des Rezeptes • Lebensmitteleinkauf • Vorbereitung von zusätzlichem Material, z. B. Spiele, Experimente, Saisonkalender-Plakat, Rezeptflyer zum Mitnehmen… Am Tag der Durchführung: • Aufbau der mobilen Küche und ergänzender Materia- lien Material • Lebensmittel (je nach Rezept) • Mobile Küche • Kochutensilien (je nach Rezept) • Geschirr und Besteck • Wasserzugang und Seife • Ggf. Haargummis, Schürzen, Einmalhand- schuhe • Ggf. eine Tafel oder Aufsteller für das Rezept oder Flyer, falls das Rezept vorher bekannt ist • Ggf. Pavillon (Wetterschutz) • Ggf. Sitzgelegenheiten zum Arbeiten und Es- sen Ziele • Zum Selber-Kochen inspirieren und aktivie- ren: Kochen macht Spaß, ist nicht schwer und bietet Raum für Kreativität und Experi- mente. • Erarbeitung und Vermittlung von alltags- tauglichen Tipps für gesundheitsfördernde, nachhaltigere Ernährung • Küchen-Fertigkeiten erwerben durch Aus- probieren Gespräch Während der Zubereitung und beim Essen können Sie mit Reflexionsfragen ein Gespräch zwischen den Teil- nehmenden anregen und damit zum Wir-Gefühl beitra- gen: • Welche Lebensmittel oder Zubereitungsschritte waren neu für euch? Was hat euch überrascht? • Welche Zubereitung kennt ihr aus eurem Elternhaus/ Heimatland? • Würdet ihr das Gericht nachkochen? Aktion: Bildung für alle (Teil 2) Zeit Aktion Material 0:00-0:30 (30 min) Vorbereitung • Ggf. Lebensmittel einkaufen (falls keine vorhanden sind oder keine von den Teilnehmenden mitgebracht werden) • Ggf. Flyer oder Aufsteller mit dem Rezept gestalten Ggf. Jutebeutel, Behältnisse, Lebensmittel PC, Drucker oder Aufsteller/ Tafel 0:30-1:00 (30 min) Aufbau • Mobile Küche aufbauen • Persönliche Hygiene einhalten • Lebensmittel bei Bedarf waschen und bereitlegen • Kochutensilien bereitlegen • Ggf. Rezept auslegen Mobile Küche, Kochutensilien (Töpfe, Pfannen, Besteck, Ge- schirr usw.), Handtücher, Mülleimer, Lebensmittel, Ge- würze, ggf. Pavillon, Rezept - Flyer, Aufsteller/Beach-Flag 1:00-1:10 (10 min) Einstieg • Zielgruppe (z. B. Passant*innen) ansprechen und das Inte- resse für die Koch-Aktion wecken • Kurze Hygieneunterweisung für Teilnehmende Wasserzugang, Seife, Desin- fektionsmittel, Einmalhand- schuhe, Haargummis (für lange Haare) Beispielablauf 76 Zeit Aktion Material 1:10-3:10 (2 Std.) Praxisphase • Das Rezept mit den Teilnehmenden besprechen • Das Gericht mit der Gruppe zubereiten • Das Essen appetitlich anrichten und bewusst genießen Mobile Küche, Kochutensilien (Küche, Töpfe, Pfannen, Be- steck usw.), Lebensmittel 3:10-3:20 (10 min) Reflexion und Gespräche Erfahrungen in der Gruppe reflektieren 3:20-3:50 (30 min) Abbau • Lebensmittelreste unter den Teilnehmenden aufteilen • Utensilien reinigen sowie die mobile Küche abbauen und für die Lagerung verstauen • Abfälle entsorgen Spülwasser, Lappen und Tro- ckentuch, mobile Küche, Le- bensmittel, Kochutensilien, ggf. Pavillon, Rezept-Flyer, Aufsteller oder Beach-Flag Beispielablauf Hashtags #Aktion #Kochen #Wenig-verarbeitet #Saisonal #Regional #Bevorzugt_pflanzlich #Mitmach-Küche #Mobile_Küche Aktion: Video-Dreh „Snack-Check“ Aktion Die Anleitenden erstellen gemeinsam kurze Videos (z. B. für Social Media), in denen ein beliebter Snack unter die Lupe genommen wird (z. B. eine beliebte Kekssorte, Chips, Eistee, Energy-Drinks, Riegel…). Die Anleitenden werden so zu Vermittler*innen von Ernährungswissen. Sie erarbeiten sich neues Wissen, reflektieren und ver- innerlichen es in besonderer Weise. Ggf. werden kleinere Teams gebildet, die sich jeweils mit einem Snack auseinandersetzen. Es wird auf Verpackungen nachgeschaut, welche Zutaten enthalten sind und wie das Nährwertprofil aussieht. Dann wird recherchiert, welche gesundheitlichen Vor- und Nachteile daraus entste- hen. Dabei sollte man sich nicht mit pauschalen Aussagen, wie „Zucker ist ungesund“, zufriedengeben, son- dern die Gruppe dazu motivieren, den Gründen auf die Spur zu gehen. Interessant ist es auch, sich darüber zu informieren, wie der Snack hergestellt wird (z. B. durch Videos der „Sendung mit der Maus“ und aus ähnlichen Formaten). Mit diesem Wissen werden Alternativ-Snacks gesucht, die besser für die Gesundheit sind. Jetzt überlegt die Gruppe, was sie im Video vermitteln möchte und wie sie ihre Botschaften darstellen will. Es emp- fiehlt sich, ein kleines Drehbuch zu schreiben, um den Videodreh möglichst stressfrei zu gestalten. Nun wird das Video gedreht, geschnitten, fertiggestellt und kann dann geteilt werden. Individuell Raum für den Video- dreh (passender Hintergrund, keine Störgeräusche) Ab 14 Jahren 2-10 Teilneh- mende 2-4 Anleitende 1-2 Betreuende Keine Vorkenntnisse 77 Hashtags #Aktion #Gesundheit #Wenig-verarbeitet #Themenflexibel #Lernen_durch_Anleiten Vorbereitung • Geeignete Recherche-Quellen für die Anleitenden aussuchen, hilfreich sind: − Bundeszentrum für Ernährung − FAQs der Deutschen Gesellschaft für Ernährung • Recherche möglicher Snacks und Video-Beispiele Snack-Check-Beispiele: − Cookies − Chips Ziele • Aufbau und Vertiefung von alltagspraktischem Ernährungswissen nach eigenem Interesse • Reflexion des Wissens durch den Austausch unter- einander sowie die Entwicklung kreativer Darstel- lungsweisen und verständlicher Botschaften • Inspiration und Aktivierung zur Auswahl gesund- heitsförderlicherer Snacks im eigenen Alltag Gespräch Bei der Auswahl der Video-Themen, der Entwicklung des Plans/Drehbuchs für Videos und beim Dreh können immer wieder Wissen, Erfahrungen und Mei- nungen in der Gruppe ausgetauscht und dadurch voneinander gelernt werden. Fragen für den Aus- tausch können z. B. sein: • Welche Snacks esst ihr gerne? Woher kennt ihr sie? Wann und wie esst ihr sie normalerweise? • Welche Fragen findet ihr interessant? • Was habt ihr herausgefunden, was besonders spannend war? • Wie kann man das Herausgefundene im Alltag umsetzen? Was ist realistisch/alltagspraktisch für euch? Was wäre dabei herausfordernd und wie kann man mit den Herausforderungen umgehen? Wichtig ist es, dabei nie dogmatisch zu werden oder belehrend miteinander zu sprechen. Alle Meinungen und Vorlieben haben hier einen Platz. Gemeinsam wird herausgefunden, was man im Alltag ändern möchte - nicht, was man ändern muss. Material • Kamera, Mikrofon etc. • Videobearbeitungsprogramm • Requisiten für den Dreh http://www.bzfe.de http://www.dge.de/wissenschaft/faqs/ http://www.instagram.com/p/Ca49VUeg7k_/ http://www.instagram.com/p/CanMaREpy8b/ Aktion: Café-Projekt Aktion Die Anleitenden organisieren ein Café-Angebot. Das kann z. B. ein regelmäßiges Angebot in der eigenen Einrichtung sein (z. B. monatlicher Café-Nachmittag oder Cocktail-Abende nach Ver- anstaltungen), ein Dienst für eine andere Gruppe (z. B. Unterstüt- zung des Seniorencafés im Familienzentrum) oder ein einmali- ges Angebot bei einem Event (z. B. Stand beim Gemeindefest). Je nach Alter und Kompetenzen entscheiden die Anleitenden gemeinsam, was sie anbieten möchten, planen den Ablauf und verteilen Aufgaben, suchen Rezepte aus, kaufen ein, bereiten Speisen zu und geben sie aus. Nach Bedarf werden sie dabei von Betreuenden unterstützt, sollten aber die Gelegenheit bekommen, sich auszuprobieren und voneinander zu lernen. Individuell Raum für das Café-Angebot, Küche Ab 14 Jahren Individuell 4-6 Anleitende 1-2 Betreuende Keine Vorkenntnisse 78 Hashtags #Aktion #Wenig-verarbeitet #Themenflexibel #Kochen #Lernen_durch_Anleiten Vorbereitung • Ggf. Recherche von möglichen Schwerpunktthemen und Rezepten • Ggf. Festlegen der Rahmenbedingun- gen, z. B.: Was ist der Anlass und die Zielgruppe des Café-Projekts? Wo, wann, wie oft soll es stattfinden? Material • Geeignete und ausreichende Möglich- keiten zum Kochen/Backen • Küchenausstattung • Geschirr und Besteck • Passende Räumlichkeiten für das Café- Angebot Ziele • Entwicklung von alltagspraktischem Ernährungswissen und Fertigkeiten zur Organisation von Verpflegung, Rezeptaus- wahl und Speisezubereitung durch Ausprobieren und Von- einander-Lernen • Entwicklung und Vertiefung von spezifischem Ernährungs- wissen zu ausgewählten Themen nachhaltiger Ernährung • Inspiration und Aktivierung zum Selber-Kochen Gespräch Während der Planung und Durchführung können Gespräche und Fragen genutzt werden, um zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Meinungen in der Gruppe anzuregen. So kön- nen die Teilnehmenden voneinander lernen. Im Anschluss an ein Café können die Erlebnisse gemeinsam reflektiert werden. Mögliche Fragen dazu sind z. B.: • Was hat bei der Vorbereitung und Durchführung Spaß ge- macht? • Was hat gut geklappt? • Was war herausfordernd/ist schiefgelaufen? Was könnt ihr daraus für die Zukunft mitnehmen? • Was war neu für euch? Was hat euch überrascht? Spiel: Supermarkt-Rallye Ablauf Im Supermarkt setzen sich die Teilnehmenden in der Alltagswelt mit Lebensmitteln auseinander – verbunden mit dem Wettkampf-Spaß einer Rallye. Zunächst werden die Teilnehmenden in Gruppen (2-3 Personen) aufgeteilt, die als Teams gegeneinander antreten. Dann werden die Laufzettel verteilt und — je nach Alter und Charakter der Gruppe — Spielregeln für den Supermarkt-Besuch besprochen (nichts unnötig anfas- sen etc.). Der vorbereitete Laufzettel ist für Gruppen im Grundschulalter gemacht und schneidet verschiedene Themen an, wie z. B. Regionalität und faire Lebensmittel. In ers- ter Linie werden hier aber viele Lebensmittel entdeckt und kennengelernt. Die Rallye lässt sich je nach Gruppe und Schwerpunktthema beliebig abwandeln. Im Supermarkt machen sich die Gruppen mit ihrem Laufzettel auf den Weg, um die Aufgaben zu lösen. Bei Herausforderungen mit den Aufgaben wie auch beim Lesen und Schreiben unterstützen sich die Gruppenmitglieder gegenseitig oder holen sich Hilfe bei den Betreuenden. Nach Abschluss der Rallye werden die Lösungen besprochen und die Gruppe mit den meisten richtig gelösten Aufgaben zu den Sieger*innen gekürt. Material • Laufzettel Vorbereitung • Einholen der Er- laubnis und Ab- sprache mit dem Supermarkt • Laufzettel erstel- len/ausdrucken 60 min Spiel Supermarkt Ab 6 Jahren Bis 12 Teilnehmende 2-3 Betreuende Keine Vorkenntnisse 79 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/supermarkt-rallye/supermarkt-rallye-laufzettel.pdf Gespräch Vor der Rallye kann besprochen werden, was, wie und wo selber oder in der Familie normalerweise einge- kauft wird. Wenn Sie als Betreuer*in ein bestimmtes Schwerpunktthema für die Rallye wählen, gehen Sie da- rauf ebenfalls vorbereitend im Gespräch oder in vorherigen Aktionen/Gruppenstunden/… ein. Nach der Rallye werden die Aufgaben gemeinsam reflektiert und Fragen, die währenddessen aufgekommen sind, aufgegriffen. Mögliche Fragen für die Reflexion sind: • Was hat euch besonders Spaß gemacht? • Was war schwierig? • Was kanntet/wusstet ihr schon? • Was hat euch überrascht? Was habt ihr Neues herausgefunden? • Welche Lebensmittel, die während der Rallye vorkamen, habt ihr noch nie probiert? Wenn während der Rallye Fragen zu Obst- oder Gemüsesorten aufkommen, die den Teilnehmenden unbe- kannt sind, können diese gekauft und zusammen probiert werden. Die Sinne der Teilnehmenden können gefördert werden, indem gemein- sam überlegt und benannt wird, wie das Lebens- mittel aussieht, schmeckt, riecht, sich anfühlt... Hashtags #Großgruppenspiel #Draußen #Wenig-verarbeitet #Lebensmittel_kennenlernen Tipps: • Die Planung der Supermarkt-Rallye kann im Rahmen des Konzepts „Lernen durch Anleiten“ z. B. an Jugendliche übertragen werden— entweder als Programm für Gleichaltrige oder für eine Gruppe mit jüngeren Teilnehmenden. Indem sie ein Schwerpunktthema auswählen, Aufgaben planen und sich evtl. eine Rahmenge- schichte für die Rallye ausdenken, setzen sich die Planenden besonders vertieft mit den Inhalten auseinander und erweitern zusätzlich ihre Organisations- und Leitungskompetenzen. • Die Rallye kann genutzt werden, um z. B. einen Bio- oder Unverpackt- Laden kennenzulernen. Spiel: Salzgehalte zuordnen Ablauf Auf den Karten sind verschiedene Lebensmittel und Salzgehalte abgebildet. Aufgabe der Teilnehmenden ist es, die Lebensmittel und Salzgehalte einander zuzu- ordnen und die Karten-Paare in eine Reihenfolge vom höchsten zum niedrigsten Salzgehalt zu bringen. In der Druckvorlage sind die Karten bereits in den rich- tigen Paaren angeordnet, sodass die Vorlage auch als Lösungsübersicht genutzt werden kann. Der Orientierungswert für die Speisesalzzufuhr liegt bei 6 g Speisesalz pro Tag.1 Material • Lebensmittel– und Salzgehaltkarten Vorbereitung • Lebensmittel– und Salzgehaltkarten doppelsei- tig ausdrucken (sodass das grün-gelbe Muster auf den Rückseiten der Karten zu sehen ist), ausschneiden und ggf. laminieren • Ggf. die Karten noch einmal als Lösungsüber- sicht ausdrucken 5-10 min Spiel Platz am Tisch für alle Teilneh- menden Ab 6 Jahren Bis 5 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 1DGE o. J.c 80 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/salzgehalt-zuordnen/salzgehalt-zuordnen-karten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/salzgehalt-zuordnen/salzgehalt-zuordnen-karten.pdf Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Gesundheit #Wenig-verarbeitet #Mini-Spiel Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass Salz als Geschmacksgeber und Konservierungsmittel für Lebensmittel eingesetzt wird, aber auch für den Körper eine wichtige Rolle spielt. Der Körper braucht z. B. Salz, um den Blut- druck und den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten. Dafür benötigt er allerdings die richtige Menge Salz — nicht zu viel, nicht zu wenig. Weil Salz in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, essen wir im Alltag schnell zu viel davon. Empfohlen werden maximal 6 g Speisesalz pro Tag, das ist ungefähr ein gestrichener Teelöffel. Nach dem Spiel können die Ergebnisse reflektiert werden, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? • Was kanntet ihr schon? • Woran kann man erkennen, wie viel Salz in einem Lebensmittel enthalten ist? Spiel: Schätzspiel Zucker 2 min Aufbau 5 min Spiel Platz an einem Tisch Alle ab 8 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Kenntnisse über metrische Skalen (Kilo, Gramm) Ablauf Dieses Spiel dient der Visualisierung von Zuckergehalten und der Einordnung von zuckerreichen Lebensmit- teln als Anteil in der Ernährung. Auf einem Tisch werden fünf verschiedene Lebensmittel aufgestellt. Pro Lebensmittel werden nun so viele Zu- ckerwürfel in jeweils eine kleine Schale gefüllt, dass sie dem Zuckergehalt des Lebensmittels entsprechen. Ein Zuckerwürfel enthält 3 g Zucker. Wenn ein Lebensmittel auf dem Tisch also z. B. 15 g Zucker enthält, werden dafür fünf Zuckerwürfel in ein Schälchen gelegt. Für jedes Lebensmittel gilt die gesamte Menge in der Verpa- ckung (also z. B. die ganze Dose Eistee statt 100 ml Eistee). Aufgabe der Teilnehmenden ist es nun, zu schätzen, wie viel Zucker in den Lebensmitteln enthalten ist, und ihnen die Zuckerwürfel in den Schälchen passend zuzuordnen. Als Vergleichswert werden außerdem 50 g Zucker (ca. 17 Würfelzucker) in eine Schale gelegt. Das ist der empfohlene Grenzwert für die maximale tägliche Aufnahme von freiem Zucker1. Das heißt: Mehr sollten wir am Tag nicht zu uns nehmen. Damit können die einzelnen Lebensmittel verglichen werden. 1Ernst et al. 2018 81 Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Mini-Spiel #Gesundheit #Wenig-verarbeitet Material • 6 Schalen oder Untertassen • Würfelzucker • Lebensmittel (z. B. Eistee, Cola, Trinkpäckchen, Nuss- Nougat-Creme, Kakao, Schokoriegel, Ketchup...) Vorbereitung • Lebensmittel aufstellen • Schalen oder Untertassen aufstellen • Würfelzucker in die Schalen/Untertassen ver- teilen Gespräch Die Auflösung des Spiels kann gemeinsam erarbeitet werden, indem die Nährwertangaben auf den Lebensmittelverpackungen gelesen und in Zuckerwürfel umgerechnet werden. Nach dem Spiel können die Ergebnisse reflektiert werden, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? Was habt ihr erwartet? • Wie viel von diesen Lebensmitteln könnte man essen, um die maximale Zuckermenge für den Tag auszu- schöpfen? Findet ihr das viel oder wenig? • Warum ist überhaupt in so vielen Lebensmitteln Zucker enthalten? • Warum gibt es überhaupt eine maximale Zuckermenge, die man am Tag nicht überschreiten sollte? Wieso soll man Zucker nur in kleinen Mengen essen? Ist Fruchtzucker gesund? Ist Rohrzucker besser als Rübenzucker? Und was ist eigentlich Birken- zucker? Antworten auf diese und andere Fragen rund um Zucker findest du z. B. beim Bundeszentrum für Ernährung. https://www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/suessende-lebensmittel-und-suessungsmittel/ https://www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/suessende-lebensmittel-und-suessungsmittel/ Spiel: Snacks laufen Ablauf Bei diesem Spiel geht es darum, beliebte Pausen-Snacks mit Ernährungswissen in Verbindung zu bringen. Jede*r Mitspielende wählt seinen/ihren Lieblingssnack aus den vorbereiteten Lebensmittelkarten (siehe Rückseite) aus. Es geht nun darum, vereinfacht zu veranschaulichen, dass die Snacks unterschiedlich viele Kalorien haben. Dafür befindet sich auf der Rückseite jeder Karte eine Zahl. Diese steht dafür, wie lange eine Bewegung ausgeführt werden muss. Die Form der Bewegung ist hierbei variabel: z. B. auf der Stelle laufen, Hampelmann oder hüpfen. Alle Mitspielenden starten gemeinsam. Die anleitende Person stoppt die Zeit und sagt an, wann die Zeit für die verschiedenen Snacks jeweils abgelaufen ist. Jede*r Mitspielende darf mit der Bewegung aufhören, wenn die Zeit für den eigenen Snack vorbei ist. 5 min Spiel Kleine Freifläche Alle ab 6 Jahren Ab 4 Personen 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Material • Lebensmittelkarten • Stoppuhr Vorbereitungen • Karten drucken und ausschneiden, ggf. laminieren • Stoppuhr auf Null setzen und bereitlegen 82 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/snack-laufen/snack-laufen.pdf Gespräch Je nach Thema kann der Zusammenhang von Ernährung und Bewegung so erklärt werden: Energie: Jedes Lebensmittel enthält Energie. Besonders fett- und zuckerreiche Lebensmittel haben mehr Ener- gie, deshalb können wir uns länger bewegen. Wenn wir zu viel von diesen Lebensmitteln essen, lagert unser Körper dieses Fett als Körperfett ein. Wir haben höhere Energiereserven und können bei Hungerzuständen da- von zehren. Aber auf Dauer ist das nicht gesund, da wir immer mehr zunehmen und unserer Gesundheit da- mit nichts Gutes tun. Es ist besser, regelmäßig niedrig- bis mittel-kalorische Lebensmittel (und ab und zu hochkalorische Lebensmittel) zu essen, um gesund und vital zu bleiben. Liste: Snacks und Bewegungszeit Ein Apfel: 20 Sekunden Ein Müsli-Riegel: 30 Sekunden Gemüse-Käse-Spieß: 40 Sekunden Ein Glas Kakao: 60 Sekunden Ein Rosinenbrötchen: 60 Sekunden Eine Snack-Wurst: 90 Sekunden Ein Nutella-Brot: 90 Sekunden Ein Schokoriegel: 90 Sekunden Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Gesundheit #Mini-Spiel #Bewegungsspiel #Wenig-verarbeitet Spiel: Vom Acker auf den Teller Ablauf Viele Lebensmittel durchlaufen einen langen Produktionsweg, bevor sie in den Supermarkt gelangen. Dafür sind verschiedene Arbeitsschritte nötig. Es werden Ressourcen, wie Energie, Wasser und Fläche, gebraucht und die Lebensmittel werden zu verschiedenen Stationen transportiert, wobei Treibhausgase entstehen. All diese Produktionsschritte haben Auswirkungen auf das Lebensmittel, die Umwelt und das Klima. „Vom Acker auf den Teller“ besteht aus verschiedenen Kartensets, die diese Produktionsschritte sichtbar und nachvollziehbar machen. Jedes Kartenset enthält Bildkarten, die die verschiedenen Schritte von Herstellung, Verarbeitung und Transport eines bestimmten Lebensmittels zeigen — z. B. von Äpfeln, von Kakao oder von Eiern. In der linken unteren Ecke jeder Karte befindet sich ein Symbol, das zeigt, zu welchem Set die Karte ge- hört (z. B. ein Apfel). Das Spiel kann beliebig durch weitere Lebensmittel und ihre Produktionsketten ergänzt werden. Alle Karten eines oder mehrerer Kartensets werden zunächst auf einem großen Tisch oder auf dem Boden verteilt. Aufgabe der Gruppe ist es, die Karten eines Sets in die richtige Reihenfolge zu bringen. 10-15 min Spiel Langer Tisch/ Fläche auf dem Boden Alle ab 8 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 83 Materialien • Spielkarten-Sets Vorbereitung • Karten ausdrucken, ausschnei- den und ggf. laminieren • Karten auf einem Tisch oder auf dem Boden verteilen Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Regional #Themenflexibel #Wenig-verarbeitet #Klima Gespräch Mögliche Fragen für das Gespräch über die gelegten Kartenreihen sind z. B.: • Was hat euch überrascht? Was war neu für euch? • Was ist euch beim Legen der Karten leicht- bzw. schwergefallen? • Habt ihr das Lebensmittel schon einmal auf dem Feld/am Baum/ im Garten… gesehen? • Esst ihr das Lebensmittel gerne? Wie wird es bei euch zu Hause ge- gessen? Was für Gerichte kann man daraus machen? • Wo kaufst du gerne ein? Wie transportierst du deinen Einkauf nach Hause? • Was wird für die einzelnen Produktionsschritte gebraucht? Bei wel- chen Karten (bzw. Produktionsschritten) wird Wasser verbraucht? Wo entstehen Abgase? Ablauf Dabei werden die Karten aneinander gelegt oder auf eine Schnur aufgefädelt. Zur Orientierung steht auf der Rückseite, welcher Schritt der Lebensmittelproduktion auf dem Bild zu sehen ist. Am Ende ergibt sich eine lange Bahn aus Karten, welche die komplette Produktionskette (Anbau, Transport und Verarbeitung) des Lebensmittels abbildet. Die Kartenreihen können genutzt werden, um über ganz unterschiedliche Aspekte der Lebensmittelproduktion zu sprechen, z. B. Regionalität (Wo kommen unsere Lebensmittel her?), verarbeitete Lebensmittel (Was ist in unserem Essen enthalten?) oder Umwelt und Klima (Welche Ressourcen braucht unser Essen und wie können wir sparsam mit ihnen umgehen?). https://www.uni-flensburg.de?54609 Spiel: Getreidesorten und ihre Ähren Ablauf Auf den Karten sind Getreidesorten und ihre Ähren abgebildet. Aufgabe ist es, Paare zu finden. In der Druck- vorlage sind die Getreide- und Ährenkarten immer in den Paaren nebeneinander angeordnet. Sie kann des- halb auch als Lösungsübersicht genutzt werden. Materialien • Getreide– und Ährenkarten • Lösungsblatt Vorbereitung • Karten beidseitig ausdrucken (grün-gelbes Mus- ter auf der Rückseite), ausschneiden und ggf. la- minieren • Lösungsblatt ausdrucken Gespräch Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? Was kanntet ihr schon? • Welche Lebensmittel esst ihr, die aus Getreide be- stehen? Wisst ihr, aus welcher Getreidesorte diese Lebensmittel bestehen? • Was kann man aus den verschiedenen Getreides- orten außerdem machen? 5-10 min Spiel Platz am Tisch für alle Teilneh- menden Ab 6 Jahren Bis 5 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 84 https://www.uni-flensburg.de?54609 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/getreidesorten-und-ihre-aehren/getreideasorten-und-ihre-aehren-loesung-neu.pdf Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Wenig- verarbeitet #Lebensmittel_kennenlernen Spiel: Obstsalat Ablauf Die Teilnehmenden sitzen in einem Stuhlkreis. Gemeinsam werden drei bis fünf Obstsorten ausgesucht und den Teilnehmenden durch Abzählen zugeteilt (Beispiel: Person 1 ist eine Erdbeere, Person 2 ein Apfel, Person 3 eine Weintraube, Person 4 wieder eine Erdbeere, Person 5 ein Apfel usw.). Nun wird ein Stuhl aus dem Kreis herausgenommen, sodass eine Person keinen Sitzplatz hat. Diese Person steht in der Mitte und versucht, einen neuen Platz zu finden. Dazu ruft sie eine der Obstsorten auf. Nun stehen alle Teilnehmenden auf, die zur aufgerufenen Obstsorte gehören, und suchen sich einen neuen Platz. Die Per- son in der Mitte versucht, einen der freigewordenen Stühle zu ergattern, sodass jetzt jemand anderes ohne Sitzplatz in der Mitte stehen bleibt. Diese Person ruft die nächste Obstsorte auf usw. (Beispiel: Die Person in der Mitte ruft „Erdbeere“. Jetzt stehen alle Erdbeeren auf und suchen sich einen neuen, freien Platz.) Wenn die Person in der Mitte „Obstsalat!“ ruft, suchen sich alle Teilnehmenden einen neuen Platz. Durch das Spiel kann ein aktiver Einstieg in das Thema „Essen und Trinken“ gestaltet werden und es können verschiedene Obstsorten kennengelernt werden. 10-25 min Spiel Platz für einen Stuhlkreis Ab 8 Jahren Ca. 9-30 Teil- nehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 85 Materialien • Stühle Vorbereitung • Keine Hashtags #Bewegungsspiel #Eisbrecher #Großgruppenspiel #Wenig-verarbeitet #Saisonal #Regional #Lebensmittel_kennenlernen Gespräch Das Spiel kann genutzt werden, um anschließend über Obst bzw. Gemüse oder andere Lebensmittel ins Gespräch zu kommen. Es kann ebenfalls geeig- net sein, um einen Einstieg in das Thema „saisonal und regional“ zu gestalten. Dabei kann z. B. über diese Fragen gesprochen werden: • Welches Obst/Gemüse esst ihr am liebsten? • Wie esst ihr das Obst/Gemüse gerne? Was kann man noch daraus machen? • Welche Sorten, die im Spiel vorkamen, wachsen in Deutschland? Habt ihr sie schon einmal wachsen gesehen (z. B. auf dem Feld, im Garten etc.)? Zu welcher Jahreszeit kann man sie essen? • Welche Sorten kommen aus anderen Ländern? Wie kommen sie hierher? Welche Auswirkungen könnte das auf die Umwelt haben? Varianten: • Andere Lebensmittelgruppen: Statt Obst kann das Spiel auch mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Getränken etc. gespielt werden, um andere Lebensmittel- gruppen kennenzulernen bzw. zu thematisieren. • Obst-Eigenschaften: Anstatt dass die Obstsorten einfach aufgerufen werden, ruft die Person in der Mitte eine mögliche Eigenschaft von Obstsorten auf, z. B. „rot“, „sauer“, „alle Obstsorten, die am Baum wachsen“. Dann stehen alle Teilnehmenden auf, auf deren Obst die Eigenschaft zutrifft. Bei die- ser Variante können mehr verschiedene Obstsor- ten unter den Teilnehmenden verteilt werden, oder jede Person sucht sich zu Beginn des Spiels eine individuelle Obstsorte aus, damit es mehr Ab- wechslung im Spiel gibt. Auch diese Spielvariante kann z. B. auf Gemüsesorten erweitert werden. Spiel: Kometenkartoffel Ablauf „Kometenkartoffel“ ist ein gutes Spiel für den Beginn einer Aktion als Icebreaker und zum Kennenlernen. Jede Person nennt ein Lebensmittel mit dem Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens, bspw. Vanessa Vanille oder Lena Lauch. Wenn sich alle vorgestellt haben, bekommt die Person, die sich als Erste vorgestellt hat, eine Kartoffel von der Spielleitung. Sie sagt den Namen und das Lebensmittel einer beliebigen anderen Person und wirft ihr die Kartoffel zu. Diese Person nennt den Namen und das Lebensmittel einer anderen Person und wirft die Kartoffel weiter zu ihr. So wird das Spiel fortgesetzt, bis die Kartoffel wieder bei der ersten Person angelangt ist. Die Teilnehmenden prägen sich so spielerisch die Namen der anderen ein. In einer zweiten Runde kann eine Zwiebel in umgekehrter Namen-Reihenfolge geworfen werden. Diese Runde beginnt also bei der Person, die die Kartoffel als letzte bekommen hat, und endet mit der Person, die die Kar- toffel als erste geworfen hat. Um die Schwierigkeit weiter zu erhöhen, können gleichzeitig eine Kartoffel in die eine Richtung und eine Zwiebel in die andere Richtung geworfen werden. Wenn auch das gut klappt, kann gleichzeitig ein Apfel im Kreis herumgegeben werden. Auch dabei wird immer der Name und das Lebensmit- tel der Person genannt, an die der Apfel weitergegeben wird. Dieses Spiel schult die Koordination und kann als Vorübung zum Jonglieren eingesetzt werden. 10-15 min Spiel Platz für einen Kreis Ab 6 Jahren Ca. 5-15 Teil- nehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 86 Materialien • 1 Kartoffel • Ggf. 1 Zwiebel • Ggf. 1 Apfel Vorbereitung • Lebensmittel einkau- fen Hashtags #Mini-Spiel #Eisbrecher #Großgruppenspiel #Wenig-verarbeitet #Saisonal #Regional #Lebensmittel_kennenlernen #Lebensmittelverschwendung Gespräch Das Spiel kann genutzt werden, um anschließend über Gemüse oder andere Le- bensmittel ins Gespräch zu kommen. Es kann ebenfalls geeignet sein, um einen Einstieg in das Thema „saisonal und regional“ sowie „Lebensmittelverschwendung/-wertschätzung“ zu gestalten. Dabei kann z. B. über diese Fragen gesprochen werden: • Welches Obst/Gemüse esst ihr am liebsten? • Können die Lebensmittel, die wir gerade geworfen haben, noch gegessen wer- den? Welche Gerichte könnten wir daraus noch kochen? • Mit welchen Obst-/Gemüsesorten sollten wir dieses Spiel am besten nicht spie- len? (z. B. nicht mit Erdbeeren, weil sie zermatschen, wenn sie runterfallen) • Welche Lebensmittel bleiben zu Hause oft übrig? Welche Rezepte fallen euch ein, um diese Reste zu verwerten? • Wie sehen die Lebensmittel aus, die ihr gerade geworfen habt? Ggf. Überleitung dazu, dass Obst und Gemüse nicht perfekt aussehen muss, um zu schmecken. Spiel: Raumlaufen Ablauf Die Teilnehmenden verteilen sich im Raum und bekommen die Aufgabe, sich frei im Raum zu bewegen und mit der Aufmerksamkeit bei sich zu bleiben. Die Spielleitung gibt Anweisungen für die Gruppe. Die Anweisungen könnten so aussehen: 1. Runde: Gehe in Zeitlupe durch den Raum und spüre, wie deine Füße den Boden berühren. Werde langsam schneller und spüre, wie du dich dabei fühlst. Komme dann zu einem entspannten Gehen und überlege, wie es sich auf der Haut anfühlt, wenn du schneller oder langsamer gehst. 2. Runde: Nimm nun den Raum wahr. Was kannst du hören? Was kannst du sehen? Bewege dich nun wie eine matschige Tomate, ein lustiger Lauch, ein knackiger Salat, sprudelndes Wasser durch den Raum (die Bei- spiele können nacheinander genannt oder noch ergänzt werden). 3. Runde: Eine Person geht mit zwei Schalen mit einem regionalen und saisonalen Lebensmittel herum. Die Teilnehmenden haben die Aufgabe, diese mit all ihren Sinnen zu erkunden. Wie sieht das Lebensmittel aus, dass du in der Hand hältst? Wie riecht es? Macht es Geräusche? Wie fühlt es sich an? Wie schmeckt das Lebensmittel, wenn du es in Zeitlupe isst? In welcher Geschwindigkeit isst du normalerweise? 10-15 min Spiel Platz, um sich im Raum zu bewegen Ab 8 Jahren Ca. 5-15 Teil- nehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 87 Hashtags #Bewegungsspiel #Eisbrecher #Wenig-verarbeitet #Lebensmittel_kennenlernen #Saisonal #Regional #Sinne Gespräch Wichtig ist, dass die Teilnehmenden nach jeder Anweisung kurz Zeit bekommen, um die Übung auszuführen. Dieses Spiel lässt sich gut als Einführung für weitere Sinnesübungen oder für das Thema „regional und saiso- nal“ nutzen. Nach der Übung können sich die Teilnehmenden noch einmal im Kreis zusammenfinden, um sich über das Erlebte auszutauschen. Am Ende kann darüber gesprochen werden,… ...wie sich die Teilnehmenden bei der Übung gefühlt haben. ...ob sie die Lebensmittel vorher schon einmal gegessen haben. ...welches Lebensmittel ihnen besser geschmeckt hat. ...dass diese Lebensmittel gerade regional und saisonal verfügbar sind und was das bedeutet. Materialien • 2 regionale, saisonale Lebensmittel Vorbereitung • Lebensmittel einkaufen Spiel: Wer ist es? (Teil 1) Ablauf Bei diesem Spiel werden Obst– und Gemüsesorten kennengelernt. Zwei Teams treten gegeneinander an. Beide Teams haben je ein Spielfeld, in dem 20 Schilder in Reihen aufgestellt sind, auf denen jeweils ein Obst oder Ge- müse abgebildet ist. Die Schilder sind so aufgestellt, dass jedes Team die Bilder auf seinen eigenen Schil- dern sehen kann, die Bilder des gegnerischen Teams aber nicht. Das Spiel kann mit kleinen Schildern auf einem Tisch gespielt werden. Für mehr Spielspaß können die Schil- der auch auf stabiles Papier in DIN A3 oder DIN A4 ge- druckt/aufgeklebt werden, die in großen Spielfeldern auf dem Boden aufgestellt werden. 10-20 min Spiel Je nach Variante: Platz an einem Tisch oder auf einer großen Fläche (Boden) Ab 8 Jahren 2-6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Team A Team B Schilder von Team A Schilder von Team B 88 Ablauf Beide Teams erhalten außerdem eine Liste mit allen 20 Obst– und Gemüsesorten. Nun suchen sie sich jeweils ihr „geheimes Obst“ oder „geheimes Gemüse“ aus und schreiben es auf. Das Ziel des Spiels ist es, das geheime Obst/ Gemüse der anderen Gruppe zu erraten, indem man durch Ja-/Nein-Fragen ein Lebensmittel nach dem anderen ausschließt, bis das richtige übrig bleibt. Dazu stellen sich die Teams nun abwechselnd Fragen zu ihrem geheimen Lebensmittel, z. B. „Ist es ein Obst?“, „Kann es gelb sein?“, „Kann man es roh essen?“, „Hat es Kerne?“. Das gegnerische Team antwortet mit „ja“ oder „nein“. Die Gruppe, die die Frage gestellt hat, kippt nun alle Schilder in ihrem Spielfeld um, die sie durch die Antwort ausschließen kann. Dadurch bleiben die Schilder mit den Lebensmitteln stehen, die noch infrage kommen, das geheime Obst/ Gemüse der gegnerischen Gruppe zu sein. Wenn nur noch ein Schild übrig ist und es tat- sächlich das geheime Lebensmittel der gegneri- schen Gruppe zeigt, ist das Spiel gewonnen. Beispiel Das geheime Lebensmittel von Gruppe B ist Zucchini. Gruppe A hat in ihrem Feld noch vier Schilder stehen – Banane, Apfel, Ananas und Zucchini. Dementsprechend geht Gruppe A davon aus, dass eines dieser vier Lebens- mittel das geheime Lebensmittel von Gruppe B ist. Gruppe A fragt: „Kann man euer Lebensmittel mit Schale essen?“ Gruppe B antwortet mit „ja“. Gruppe A kippt des- halb die Schilder von Lebensmitteln um, die man nicht mit Schale essen kann – Banane und Ananas. Es bleiben also Apfel und Zucchini stehen. In der nächsten Runde versucht Gruppe A, eine Frage nach einer Eigenschaft zu stellen, die nur auf den Apfel oder nur auf die Zucchini zutrifft, um eins von beiden ausschließen zu können. Spiel: Wer ist es? (Teil 2) Materialien • Kleine Lebensmittelschilder für das Spiel am Tisch oder • Große Lebensmittelschilder in DIN A4 • Lebensmittelliste Vorbereitung • Lebensmittelliste und Lebensmittelschilder, ggf. durch ei- gene Obst– und Gemüsesorten erweitern/ersetzen und in doppelter Ausführung drucken • Die Schilder in der Mitte falten, sodass sie stehen können • Das Spielfeld aufbauen Tipp: Statt Schilder einzeln aufzustellen, kann man für das Spiel auch die Kunststoff-Rahmen aus ei- nem fertigen Personen-Ratespiel verwenden (wie links im Bild). Karten, die in die meisten die- ser Rahmen passen, sind ebenfalls im Down- loadbereich zu finden. 89 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wer-ist-es-/wer-ist-es-lebensmittelschilder-klein.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wer-ist-es-/wer-ist-es-lebensmittelschilder-a4.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wer-ist-es-/wer-ist-es-lebensmittelliste.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wer-ist-es-/wer-ist-es-lebensmittelkarten-fuer-originalspiel.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/wer-ist-es-/wer-ist-es-lebensmittelkarten-fuer-originalspiel.pdf Hashtags #Gesellschaftsspiel #Wenig-verarbeitet #Lebensmittel_kennenlernen #Saisonal #Regional Gespräch Das Spiel kann genutzt werden, um einen Einstieg in das Thema „Obst und Gemüse“ bzw. „Essen und Trinken“ allgemein oder in das Thema „saisonal und regional“ zu gestalten. Anschließend kann zum Thema überge- leitet werden, z. B. mit Fragen wie: • Welches Obst/Gemüse esst ihr am liebsten? • Wie esst ihr das Obst/Gemüse gerne? Was kann man noch daraus machen? • Wisst ihr, wo die Obst– und Gemüsesorten, die im Spiel vorkommen, herkommen? • Welche Sorten wachsen in Deutschland? Habt ihr es schon einmal wachsen gesehen (z. B. auf dem Feld, im Garten etc.)? Zu welcher Jahreszeit kann man das essen? • Welche Sorten kommen aus anderen Ländern? Wie kommen sie hierher? Welche Auswirkungen kann das auf die Umwelt haben? Spiel: Finde die Lieferkette (Staffel-Spiel) Ablauf Es werden zwei bis vier Teams gebildet, denen jeweils eine Farbe zugeordnet wird (Rot, Gelb, Grün, Blau). Auf der einen Seite der Fläche wird für jedes Team ein Startpunkt markiert. Auf der anderen Seite der Fläche wer- den die Spielkarten mit der Rückseite nach oben auf dem Boden verteilt. Die Spielkarten zeigen fünf verschie- dene Schritte der Lebensmittel-Wertschöpfungskette: Produktion, Verarbeitung, Transport, Verkauf und Ver- brauch. Aufgabe der Teams ist es, die fünf Karten der eigenen Team-Farbe zu sammeln und an ihrem Start- punkt in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die Teams stehen an ihrem Startpunkt. Nach einem Startsignal läuft jeweils eine Person aus jedem Team zu den verdeckten Karten. Pro Person darf nun eine Karte aufgedeckt werden. Findet der/die Spieler*in eine der fünf Karten in der eigenen Farbe, wird diese mit zum Startpunkt genommen. Wird eine Karte in einer anderen Farbe aufgedeckt, wird sie wieder umgedreht und der/die Spieler*in läuft ohne Karte zurück zum Startpunkt. Dort angekommen, klatscht er/sie mit der nächsten Person ab, die nun losläuft. Die Teammitglieder laufen abwechselnd so lange, bis sie alle Karten ihrer Farbe gesammelt haben. Anschließend werden die Karten in die richtige Reihenfolge gelegt. Das Team, dem das zuerst gelingt, gewinnt das Spiel. 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Freie Fläche/ Sporthalle Ab 8 Jahren Bis 20 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 90 Material • Spielkarten Vorbereitung • Spielkarten doppelseitig ausdrucken (KlimaFood-Muster auf der Kartenrückseite), aus- schneiden und ggf. laminieren Gespräch Vor dem Spiel wird das Prinzip der Lieferkette besprochen (Lebensmittel durchlaufen verschiedene Stationen, bevor sie bei uns ankommen). Dafür können die Karten bereits angeschaut und gemeinsam in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Nach dem Spiel werden die Lieferketten der Teams verglichen und das Thema wird vertieft, indem Lebensmit- tel-Beispiele besprochen werden (z. B.: Welche Schritte müssen durchlaufen werden, damit wir einen Apfel auf unserem Teller haben können? Welche Schritte sind notwendig für ein Glas Apfelmus?) Weiterführend können z. B. diese Fragen angesprochen werden: • Welche Personen oder Stationen könnten außerdem noch in der Lieferkette vorkommen? • Bei welchen Lebensmitteln besteht die Lieferkette aus ganz wenigen Schritten? Bei welchen besteht sie aus besonders vielen? • Welche Vor– und Nachteile kann eine Lieferkette mit vielen Schritten haben? Hashtags #Bewegungsspiel #Mini-Spiel #Großgruppenspiel #Draußen #Wenig-verarbeitet Variante: Das Spiel wird schwieriger und länger, wenn die Karten nicht erst zum Schluss sortiert wer- den, sondern bereits in der richtigen Reihen- folge gesammelt werden müssen. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/finde-die-lieferkette/druckvorlage-finde-die-lieferkette.pdf Spiel: Sinnesparcours (Teil 1) Ablauf Beim Sinnesparcours geht es darum, seine fünf Sinne (Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken) in einfa- chen Rätselaufgaben auf die Probe zu stellen und gleichzeitig seine Lebensmittelkenntnisse zu erweitern. 10 min Aufbau 5-10 min Spiel 5 min Abbau Großer Tisch Ab 5 Jahren 1-5 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Materialien • Lebensmittel-Memory bestehend aus 6 Paaren • 4 blickdichte Stoffsäckchen • 4 Arten getrocknete Hülsenfrüchte, z. B. Linsen, Kidneybohnen, Kichererbsen, grüne Erbsen etc. • 10 blickdichte Döschen (z. B. Filmdosen) • 5 trockene Lebensmittel, z. B. Salz, Haferflocken, Nüsse, Kürbiskerne, getrocknete Kidneybohnen • 4 Gewürze in blickdichten Dosen, z. B. mit Oregano, Rosmarin, Salbei, Zimt • 3 blickdichte Karaffen/Thermoskannen • Wasser und 3 frische Lebensmittel, z. B. Zitrone, Ingwer, Gurke, Minze, Basilikum, Orange etc. • Kleine Aufkleber in unterschiedlichen Farben, um die Lösung zu markieren • Becher 91 https://www.uni-flensburg.de?54609 Station Aufgabe Material Station 1 Sehen Lebensmittel-Memory: Die Teilnehmenden ord- nen die zusammengehörenden Bilder zu. 6 Memory-Paare (Apfelbaum und Apfel, Erdbeerpflanze und Erdbeere, Kartoffel- pflanze und Kartoffel, Möhrenpflanze und Möhre, grüne Haselnuss am Strauch und Haselnuss, Linsenfeld und Linsen) Station 2 Fühlen Hülsenfrüchte ertasten: Die Teilnehmenden be- tasten die blickdichten Säckchen und erraten, welche Hülsenfrüchte sich darin befinden. 4 blickdichte Säckchen, gefüllt mit z. B. Linsen, grünen Erbsen, Kidneybohnen, Ki- chererbsen (getrocknet) Station 3 Hören Geräusch-Memory: Die Teilnehmenden schüt- teln die Döschen am Ohr und finden die fünf Paare mit jeweils gleichen Geräuschen/ Lebensmitteln. Als Zusatzübung wird auch das Lebensmittel erkannt bzw. erraten. 10 blickdichte Döschen, davon sind immer zwei gleich gefüllt mit z. B. Salz, Haferflo- cken, Nüssen, Kidneybohnen, Kürbiskernen Station 4 Riechen Gerüche erkennen: Die Teilnehmenden riechen an den blickdichten Gewürzdosen und nennen bzw. erraten die Gewürze. 4 Gewürze in blickdichten Dosen, z. B. Rosmarin, Salbei, Oregano, Zimt Station 5 Schmecken Wasser mit Geschmack verkosten: Die Teilneh- menden probieren 3 verschiedene Varianten von Wasser, das mit einer oder zwei frischen Zutaten versetzt wurde, und erraten, um welche Zutaten es sich handelt. 3 blickdichte Karaffen/Thermoskannen mit Wasser und z. B. Minze und Gurke, Zitrone und Ingwer, Apfel und Zimtstange, Zitrone und Basilikum, Becher Spiel: Sinnesparcours (Teil 2) Vorbereitung Im Vorfeld: • Memory für Station 1 ausdrucken, ausschneiden und ggf. laminieren • Säckchen und Dosen für Station 2-4 befüllen • Die Dosen-Unterseiten mit Aufklebern markieren, die die Lösung anzeigen (z. B. Paare mit Aufklebern in der gleichen Farbe kennzeichnen) Direkt vor dem Spiel: • Karaffen mit Wasser und jeweils 1-2 der frischen Zutaten befüllen 92 Hashtags #Mini-Spiel #Sinne #Lebensmittel_kennenlernen #Wenig-verarbeitet Gespräch Aus dem Sinnes-Parcours ergeben sich viele Fragen und Gesprächsanlässe, die spon- tan aufgegriffen werden können. Gespräche können außerdem mit Fragen angestoßen werden wie z. B.: • „Kennst du dieses Lebensmittel?“ • „Hast du das Lebensmittel schon mal im Garten/am Baum/auf dem Acker gesehen?“ • „Wie fühlt sich das Lebensmittel an?“ • „Woher kennst du den Geruch oder den Geschmack?“ • „Erinnert dich der Geruch oder der Geschmack an etwas?“ Spiel: Rettet die Schokolade! (Teil 1) Ablauf „Rettet die Schokolade!“ ist ein kooperatives Spiel, in dem die Mitspielenden unterschiedliche geheime Rollen übernehmen, versuchen, die Rollen der anderen herauszufinden und mit ihren Verbündeten das Spiel zu ge- winnen – ähnlich wie im Spiel „Werwolf“. Dieses Spiel ist dazu geeignet, am Beispiel der Schokolade über das Prinzip der Wertschöpfungskette sowie über (un)faire Produktionsbedingungen ins Gespräch zu kommen. Spielaufbau Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Die Wertschöpfungskarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel auf dem Spielplan platziert. Eine Spielleitung wird bestimmt, die durch den Ablauf führt. Au- ßerdem wird eine beliebige Person als 1. Vorsitzender für den ersten Tag im Spiel bestimmt und erhält den „1. Vorsitzender“-Aufsteller. Der Aufsteller für den 2. Vorsitzenden wird bereitgelegt. Alle Mitspielenden (außer der Spielleitung) ziehen nun verdeckt eine Rollenkarte. Sie bestimmt ihre geheime Identität für das Spiel und darf von niemand anderem gesehen werden als von dem*der Mitspielenden selbst. Jede*r darf über seine Rolle lügen. 20-40 min Spiel Platz für einen Stuhlkreis um einen Tisch herum Ab 14 Jahren, für Menschen mit Spaß an kom- plexen Spielen Ca. 6-10 Teil- nehmende 1 Betreuer*in Grundverständnis vom Prinzip Wert- schöpfungskette 93 Rollen Alle Mitspielenden sind beteiligt an der Herstellung von und dem Handel mit einem wertvollen Gut: Schokola- de. Deshalb befinden sie sich alle gemeinsam auf dem Welt-Schokoladen-Kongress, wo darüber entschieden wird, wie der Schokoladen-Handel in Zukunft aussehen soll. Unter den Rollen gibt es zwei Gruppen mit gegensätzlichen Interessen: • Die Gangster wollen ihre Schokoladen-Firmen so führen, dass sie den größtmöglichen Profit einheimsen. Sie wollen sich verbünden, um eine unfaire Wertschöpfungskette zu ihrem Vorteil aufzubauen. • Die anderen Mitspielenden, die Gerechten, wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass Schokolade ge- recht hergestellt wird. Sie wollen den Gangstern das Handwerk legen. Spielende Rollen 6 2 Gangster, 4 Gerechte 7 2 Gangster, 5 Gerechte 8 2 Gangster, 6 Gerechte 9 3 Gangster, 6 Gerechte 10 3 Gangster, 7 Gerechte Je nach Anzahl der Mitspielenden wird folgendes Rollenverhältnis empfohlen: Spiel: Rettet die Schokolade! (Teil 2) Spielziel Ziel des Spiels ist es, mit den Wertschöpfungskar- ten eine vollständige faire oder unfaire Wert- schöpfungskette auf dem Spielplan zu legen und als Gruppe zu gewinnen. • Die Gangster gewinnen, wenn a) auf jedem Feld der unfairen (orangen) Wert- schöpfungskette auf dem Spielplan eine unfaire (orange) Wertschöpfungskarte liegt oder b) alle anderen Mitspielenden aus dem Spiel ausgeschieden sind. • Alle anderen Mitspielenden gewinnen, wenn a) auf jedem Feld der fairen (grünen) Wert- schöpfungskette auf dem Spielplan eine faire (grüne) Wertschöpfungskarte liegt oder b) alle Gangster aus dem Spiel ausgeschieden sind. Achtung: Es befinden sich doppelt so viele unfaire Karten im Spiel wie faire. 94 Spielplan Wertschöpfungs- karten unfair fair Wertschöpfungsketten fair unfair Spielphasen Das Spiel besteht aus zwei Phasen: • Tage, an denen die Kongress-Teilnehmenden über die Zukunft des Schokoladen-Handels abstimmen, • Nächte, in denen die Gerechten schlafen und die Gangster ihr Unwesen treiben. Nacht Nachdem die Teilnehmenden für den Welt-Schokoladen-Kongress angereist sind, beginnt das Spiel mit der ersten Nacht. Alle Mitspielenden schließen die Augen. Dann bittet die Spielleitung die Gangster, aufzuwachen und die Augen zu öffnen. Die Gangster wählen nun einen Gerechten aus, dessen Unternehmen sie sabotieren möchten, und zeigen auf die Person. So sieht die Spielleitung, für wen sie sich entschieden haben. Dabei soll- ten die Gangster keine Geräusche machen, um nicht von den Gerechten erkannt zu werden. Dann schließen die Gangster ihre Augen, die Spielleitung kündigt das Ende der Nacht an und alle Mitspielenden öffnen ihre Augen. Die sabotierte Person darf am kommenden Tag keine Aktion ausführen (Abstimmungen und Sitzun- gen), nicht sprechen und den Mitspielenden keine Hinweise geben. Nach der Sabotage ist sie nämlich den ganzen Tag damit beschäftigt, ihr Unternehmen zu retten und hat keine Zeit für den Kongress. Tag Ein Tag besteht aus 3 Schritten, durch die die Spielleitung führt: 1. Die Spielleitung verkündet, wer sabotiert wurde. 2. Eine Person wird für den ganzen Tag blockiert. Dazu besprechen zunächst alle aktiven Mitspielenden (die nicht sabotiert wurden oder ausgeschieden sind), wen sie für einen Gangster halten und wegen illegaler Handelspraktiken anzeigen möchten. Die Gangster sollten hier versuchen, den Verdacht von sich zu lenken. Nachdem sich die Mitspielenden auf zwei bis drei Verdächtige geeinigt haben, wird per Handzeichen ab- gestimmt, wer von ihnen blockiert wird. Bei Unentschieden wird niemand blockiert. Die blockierte Person darf für den restlichen Tag keine Aktionen mehr ausführen, nicht mehr sprechen und keine Hinweise geben. Spiel: Rettet die Schokolade! (Teil 3) 3. Drei Kongress-Sitzungen finden statt. Bei den Sitzun- gen wird über den Schokoladen-Handel entschieden. Die Entscheidungen treffen die beiden Vorsitzenden. • Der 1. Vorsitzende für die erste Sitzung des Spiels wur- de vorab festgelegt und hat bereits den entsprechen- den Aufsteller vor sich stehen. Nach jeder Sitzung gibt der 1. Vorsitzende seine Aufgabe und den Aufsteller an die Person links neben sich weiter. Diese Person ist nun 1. Vorsitzender für die nächste Sitzung. Blockierte, sa- botierte und ausgeschiedene Mitspielende werden übersprungen. Sie können nicht Vorsitzende werden. • Der 2. Vorsitzende wird vom 1. Vorsitzenden bestimmt und bekommt den passenden Aufsteller. Die beiden Mitspielenden, die in der letzten Sitzung Vorsitzende waren, können nicht ausgewählt werden. Außerdem dürfen keine blockierten, sabotierten und ausgeschie- denen Personen ausgewählt werden. Wenn es keine Person gibt, die 2. Vorsitzender werden kann, wird die aktuelle Sitzung vorzeitig beendet. 95 Arne Bahar Charlie Deniz Elia Filiz Gina 1 2 Sabotiert! Blockiert! Beispiel In der letzten Sitzung war Gina 1. Vorsitzende und Deniz 2. Vorsitzender. Am Anfang der nächsten Sitzung gibt Gina ihr Amt nach links weiter. Weil Arne blockiert und Bahar sabotiert ist, wird Char- lie 1. Vorsitzender. Er wählt nun den 2. Vorsitzen- den. Gina und Deniz kann er nicht wählen, weil sie in der letzten Sitzung Vorsitzende waren. Zur Auswahl stehen ihm deshalb nur Filiz und Elia. Jetzt haben die beiden Vorsitzenden die Möglichkeit, eine Wertschöpfungskarte in eine der beiden Wert- schöpfungsketten auf dem Spielplan zu legen und damit auf den Sieg ihrer Gruppe — der Gangster oder der Gerechten — hinzuarbeiten. Der 1. Vorsitzende zieht drei Karten vom verdeckten Nachziehstapel und schaut sie sich an. Eine der drei Kar- ten legt er/sie verdeckt auf den Ablagestapel. Die anderen beiden Karten werden verdeckt an den 2. Vorsit- zenden weitergegeben. Der 2. Vorsitzende schaut sich die beiden Karten an, legt eine verdeckt auf den Abla- gestapel und die andere offen auf das passende Feld in den Wertschöpfungsketten auf dem Spielplan. Faire (grüne) Karten werden in der fairen (grünen) Wertschöpfungskette abgelegt, unfaire (orange) Karten in der unfairen (orangen) Kette. Von dem Zeitpunkt an, wo der 1. Vorsitzende die drei Karten zieht, bis zu dem Zeitpunkt, wo der 2. Vorsitzende eine Karte offen auf den Spielplan legt, dürfen die beiden Vorsitzenden nicht sprechen und keine Hinweise darüber geben, welche Karten sie gezogen haben. Erst wenn die Karte gelegt wurde, dürfen beide über die Karten sprechen. Dabei dürfen sie auch lügen oder keine Auskunft geben. Wenn eine Karte gelegt wird, die bereits offen auf dem Spielplan liegt, kommt die Karte auf den Ablagestapel. Sie hat keine Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette. Damit ist die Sitzung beendet. Die Rolle des 1. Vorsitzenden wird nach links weitergegeben und die nächste Sitzung beginnt. Nach drei Sitzungen ist der Tag vorbei und es wird wieder Nacht. Wenn der Nachziehstapel leer ist, werden die Karten vom Ablagestapel gemischt und wieder verwendet. Ausscheiden von Mitspielenden Mitspielende scheiden aus dem Spiel aus, wenn sie a) zweimal sabotiert wurden. Ihr Unternehmen ist nun ruiniert. b) zweimal blockiert werden. Gegen sie wird polizeilich ermittelt und sie sind vom Kongress ausgeschlossen. c) einmal sabotiert und einmal blockiert wurden. Die Spielleitung sollte sich deshalb die Mitspielenden notieren, die sabotiert bzw. blockiert werden. Spiel: Rettet die Schokolade! (Teil 4) Beispiel Charlie und Filiz gehören beide zu den Ge- rechten, wissen aber nicht, welche Rolle der/die jeweils andere hat. Charlie ist 1. Vorsitzender und zieht drei Karten: zwei grüne (fair), eine orange (unfair). Er entscheidet sich, eine grüne Karte auf den Ablagestapel zu legen. Die anderen beiden gibt er an Filiz, die 2. Vor- sitzende, weiter. Er lässt ihr damit die Wahl, ob sie grün oder orange legt. Denn er möchte herausfinden, ob sie vielleicht zu den Gangstern gehört und orange legt. Filiz entscheidet sich aber für die grüne, faire Karte und legt sie in die faire Wertschöp- fungskette. Die orange Karte, die sie be- kommen hat, legt sie auf den Ablagestapel. 96 Charlie Filiz 1 2 Material • Spielkarten: Rollenkarten, Wertschöpfungs- Karten, Aufsteller für die Vorsitzenden • Spielplan DIN A3 & DIN A4 Vorbereitung • Spielkarten und Spielplan ausdrucken, ausschneiden, ggf. laminieren (Rollen– und Wertschöpfungskarten sollten auf dickes Papier oder Karton gedruckt/geklebt werden, damit die Farbe der Karte nicht durchscheint) • Aufsteller an den gestrichelten Linien falten Hashtags #Gesellschaftsspiel #Fair Gespräch Nach dem Spiel können z. B. diese Fragen zur Re- flexion genutzt werden: • Wie habt ihr euch in eurer Rolle gefühlt? • Welche Personen tragen alle dazu bei, dass wir Schokolade im Supermarkt kaufen kön- nen? • Angenommen eine Tafel Schokolade kostet einen Euro. Was schätzt ihr, wie viel davon die verschiedenen beteiligten Personen bekom- men? Wenn ihr darüber bestimmen könntet, wie viel würdet ihr den verschiedenen Perso- nen für ihre Mitarbeit geben? Recherchiert zu- sammen, wie die Verteilung in der Realität aussieht. • Wie stellt ihr euch eine faire und eine unfaire Schokoladenherstellung in der Realität vor? • Was können wir persönlich tun, um für faire Wertschöpfungsketten zu sorgen? (z. B. auf Fair Trade-Produkte achten, Produkte wie Schokolade seltener kaufen, auf das Thema aufmerksam machen…) Spielende Das Spiel endet, wenn entweder die Gangster oder die Gerechten gewonnen haben. Das passiert, wenn ihre Wertschöpfungskette mit allen fünf Karten vollständig ist oder wenn alle Spieler*innen der anderen Gruppe ausgeschieden sind. Optional: Zusatz-Fähigkeiten für Gerechte Wenn das Spiel noch etwas komplexer sein soll, können die Gerechten zusätzliche Fähigkeiten bekommen. Sie können frei erfunden und beliebig verteilt werden. Vorschläge gibt es hier: https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/rettet-die-schokolade/rettet-die-schokolade-karten-mit-rueckseiten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/rettet-die-schokolade/rettet-die-schokolade-spielplan-a3.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/rettet-die-schokolade/rettet-die-schokolade-spielplan-a4.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/rettet-die-schokolade/rettet-die-schokolade-zusatz-faehigkeiten.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/rettet-die-schokolade/rettet-die-schokolade-zusatz-faehigkeiten.docx Spiel: Stadt, Land, Lieferkette Ablauf Diese Version des Klassikers „Stadt, Land, Fluss“ bietet Gesprächsanlässe zum Thema Wertschöpfungskette mit ihren verschiedenen Schritten. Jede*r bekommt eine Vorlage mit den Kategorien, zu denen Begriffe gesucht werden. Zu Beginn jeder Spiel- runde fährt eine Person mit dem Zeigefinger und geschlossenen Augen über das abgedruckte Alphabet. Ein*e Mitspieler*in ruft „Stopp“. Der Buchstabe, auf dem der Zeigefinger in dem Moment liegt, wird nun als Anfangsbuchstabe für alle Begriffe der aufgeführten Kategorien genutzt. Nun ist Schnelligkeit gefragt! Wer zuerst in allen Kategorien einen passenden Begriff aufgeschrieben hat, ruft erneut „Stopp“. Die anderen Spieler*innen dürfen ihr Wort noch zu Ende schreiben. Anschließend ist die Run- de beendet und die Begriffe werden verglichen. Wörter, die unter allen Spieler*innen nur einmal aufgeschrie- ben wurden, geben 10 Punkte. Bei Mehrfachnennung erhalten die Spieler*innen nur jeweils 5 Punkte. Hat je- mand eine Kategorie als Einzige*r beantwortet, erhält diese Person für eine richtige Lösung 20 Punkte. Die ge- sammelten Punkte werden zusammengezählt und in die letzte Spalte eingetragen. Anschließend beginnt die nächste Runde. Gewonnen hat, wer nach allen Spielrunden die meisten Punkte gesammelt hat. 10-20 min Platz an einem Tisch Ab 9 Jahren 2-10 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 97 Material • Spielblatt • Stifte Vorbereitung • Vorlagen ausdrucken Gespräch Bereits während des Spiels kann es zu Diskussionen um korrekte Ant- worten kommen. Diese sollten zugelassen und auch gefördert wer- den. Auch nach dem Spiel können die Ergebnisse reflektiert werden, z. B. mit diesen Fragen: • Welche Siegel und Labels kanntet ihr schon bzw. noch nicht? Auf welchen Lebensmitteln sind sie euch schon einmal aufgefallen? • Welche Lebensmittel esst ihr, die aus anderen Ländern importiert werden? Kennt ihr die Ursprungsländer? • Welche Beteiligten entlang der Lieferkette fallen euch noch ein? • Inwiefern habt ihr euch schon mit den Wegen der Lebensmittel be- schäftigt, die ihr täglich konsumiert? Hashtags #Mini-Spiel # Gesellschaftsspiel #Fair #Tierwohl https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/stadt-land-lieferkette/stadt-land-lieferkette.pdf Spiel: Positionierungsspiel Ablauf Im Verlauf des Spiels trifft der/die Betreu- ende verschiedene Aussagen. Zu jeder Aussage positionieren sich die Teilneh- menden im Raum: Ein Ende des Raumes steht für „ich stimme voll zu“, das andere Ende für „ich stimme gar nicht zu“. Die Teilnehmenden können sich ihrer Mei- nung entsprechend frei im Raum aufstel- len. Wer eine starke Meinung hat, stellt sich ganz an den Enden des Raumes auf, wer unsicher ist, positioniert sich eher in der Raummitte. 10 min Spiel Raum zum Ste- hen für alle Teil- nehmenden Ab 8 Jahren 5-20 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Material • Zwei Papierblätter mit den Aufschriften „Ich stimme zu“ und „ich stimme nicht zu“, um die Raumenden zu kennzeichnen • Liste mit Aussagen Mögliche Aussagen zum Thema Tierwohl sind: • Konventionelle Tierhaltung ist für mich artgerecht. • Biologische Tierhaltung ist artgerecht. • Ich habe schon einmal artgerechte Tierhaltung in der Rea- lität gesehen. • 7 Legehennen pro Quadratmeter sind für mich artgerecht. • Ein Schwein pro Quadratmeter ist für mich artgerecht. • 15 Masthühner pro Quadratmeter sind für mich artgerecht. • Beim Essen ist mir egal, wie das Tier gehalten wurde. 98 Vorbereitung • Ggf. eigene Aussagen vorbereiten • Papierblätter mit „Ich stimme zu“ und „Ich stimme nicht zu“ im Raum aufhängen Gespräch Die Positionierungen der Teilnehmenden werden als Gesprächs- einstieg genutzt und können gemeinsam diskutiert, reflektiert und eingeordnet werden. Mögliche Fragen dazu sind: • Wieso hast du dich dort platziert? • Für Teilnehmende, die ganz am Ende des Raumes stehen: Was macht deine Antwort so eindeutig? Was spricht für dich für die- se Positionierung? • Für Teilnehmende, die sich mittig positioniert haben: Warum stehst du in der Mitte? Was spricht für die eine und für die an- dere Seite? • Wenn wir in einer perfekten Welt leben würden, wie würde Tier- haltung dann aussehen? Was können wir persönlich dazu bei- tragen, dass Tierhaltung mehr so wird wie in unserer perfekten Vorstellung? Hashtags #Mini-Spiel #Eisbrecher #Großgruppenspiel #Fair #Bio #Tier- wohl #Themenflexibel Spiel: Tier-Suche (wie Schiffe versenken) Ablauf Es wird einzeln oder in zwei Zweierteams gegeneinander gespielt. Beide Teams haben die ausgedruckte Spielfläche vor sich liegen. Zwischen ihnen wird ein Sichtschutz aufgestellt, sodass die gegnerische Spielflä- che nicht zu sehen ist. Auf der Spielfläche sind zwei Raster abgebildet, die den eigenen Stall („Mein Stall“) und den der Gegner*innen („Dein Stall“) darstellen. Beide Teams entscheiden nun, wie viele Tiere welcher Art sie in ihrem Stall unterbringen möchten. Auf der Vorlage ist aufgeführt, welche Tiere zur Wahl stehen und wie viel Platz sie im „Stall“ brauchen. Insgesamt sollen zwölf Kästchen des Rasters mit Tieren besetzt sein — wo und durch welche Tiere ist den Mitspielenden überlassen. Die Tiere möchten allerdings nicht dicht an dicht stehen, daher dürfen ihre Felder nicht direkt aneinander angrenzen (auch nicht diagonal). Die verschiedenen Tierarten sowie „Bio-“ und konventionell gehaltene Tiere dürfen mehrfach verwendet und im Stall gemischt werden. Die gewählten Tiere werden nun in den Stall eingezeichnet, indem die Felder markiert werden. Welche Tiere man gewählt hat, wird den Gegner*innen nicht verraten. Nun wird versucht, die Tiere im gegnerischen „Stall“ zu finden. Dazu fragen sich die Spielenden abwech- selnd nach Planquadraten im Stall (z. B. „Steht ein Tier auf G4?“) und markieren im Raster „Dein Stall“ die Kästchen, in denen sie Tiere gefunden haben. Wer zuerst alle Tiere gefunden hat, gewinnt. 10-15 min Spiel Platz an einem Tisch Alle ab 8 Jahren 2-4 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 99 Material • Spielblatt „Tier-Suche“ • Stifte, ggf. Folienstifte Vorbereitung • Vorlagen ausdrucken • Ggf. laminieren für mehrfache Nutzung Gespräch Mögliche Fragen, die im Anschluss an die Tier-Suche besprochen werden können, sind: • Habt ihr schon einmal einen Hühner-, Schweine– oder Kuhstall gesehen? Wie sah es dort aus? Was ist euch aufgefallen? • Was denkt ihr, wie viel Platz Tiere (Hühner, Schweine, Kühe) haben sollten? Wie und wo sollte man sie hal- ten, damit es fair für die Tiere ist? • Wie viel Platz haben die Tiere tatsächlich? Was ist gesetzlich vorgeschrieben? Was ist für Bio-Höfe vorge- schrieben? (Zu diesen Fragen kann kurz gemeinsam im Internet recherchiert werden. Greifbar wird es, wenn der Platz gemeinsam im Raum abgemessen wird.) • Welche Unterschiede könnte es außerdem zwischen konventioneller und Bio-Tierhaltung geben? Ist „Bio“ immer fairer und artgerechter für die Tiere? • Wie wäre eure Traumvorstellung von der perfekten Tierhaltung? Was können wir persönlich dafür tun, dass die Traumvorstellung mehr zur Wirklichkeit wird? Alternativ kann das Gespräch mit der Frage begonnen werden, mit welchen Tieren man das Spiel am besten gewinnen kann. In der Regel ist man im Spiel erfolgreicher, wenn man viele konventionell gehaltene Tiere auf seinem Spielfeld verteilt, statt wenige „Bio“-Tiere zu wählen. Von hier lässt sich die Brücke zur Tierhaltung schlagen: Hat man hier ebenfalls mehr Erfolg, wenn man Tiere weniger artgerecht hält? Und ist Erfolg haben und gewinnen das Wichtigste? Hashtags #Mini-Spiel #Gesellschafts- spiel #Fair #Bio #Tierwohl https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/tier-suche/tier-suche-spielblatt.pdf Spiel: 1, 2 oder 3 (Bio-Label) Ablauf Wie in der Kinder-Sendung „1, 2 oder 3“ treten die Teilneh- menden in Teams gegeneinander an. Es werden Quizfragen mit je drei Antwortmöglichkeiten gestellt. Die Nummern 1, 2 und 3 werden auf Schildern an einer Wand befestigt oder per Beamer angeworfen. Auf dem Boden vor der Wand ist je ein Feld markiert, das der Antwortmöglichkeit zugeordnet ist. Der/die Betreuende stellt eine Frage und die Teilnehmenden laufen los, springen von Feld zu Feld und stellen sich schließ- lich auf das Feld der Antwort, die sie für richtig halten. Wer auf dem richtigen Feld steht, bekommt einen Punkt. Die Punkte werden per Strichliste gezählt oder es werden, wie beim Ori- ginal-“1, 2 oder 3“, kleine Bälle als Punkte ausgegeben. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. 10 min Aufbau 10-15 min Spiel 10 min Abbau Raum mit Platz zum Bewegen Ab 10 Jahren Bis 20 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 100 Material • Beispiel für Fragen und Antworten • Zahlenschilder oder PowerPoint-Folien zum Anwerfen für Beamer • Krepp-Klebeband oder Kreide zum Markieren der Antwort-Felder • Flipchart und Stift/Bälle zum Punktezählen • Ggf. Hintergrundmusik (siehe Tipps) Vorbereitung • Fragen und Antworten vorbereiten/ausdrucken • Antwortfelder auf dem Boden aufmalen/aufkleben • Zahlenschilder ausdrucken und aufhängen bzw. an die Wand werfen • Flipchart/Bälle zum Punkte-Zählen bereitstellen Gespräch Vor dem Spiel werden (je nach Vorwissen der Gruppe) die verschiedenen Label besprochen (EU- und staatliches Siegel sind jeweils von der EU bzw. Deutschland gesetzlich geregelt, die Regeln von Bioland-, Demeter- und Naturland- Siegel werden von Anbauverbänden festge- legt). Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflek- tiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? Was war neu für euch? Was wusstet ihr schon? • Würdet ihr eher Lebensmittel mit den Bio- Siegeln oder ohne kaufen? Was spricht dafür/ dagegen? Für welche Siegel würdet ihr euch beim Einkaufen am ehesten entscheiden? Hashtags #Bewegungsspiel #Quiz #Mini-Spiel #Fair #Bio #Tierwohl Tipps: • Musik läuft, während die Teilnehmenden hin- und herspringen. Stoppt die Musik, müssen sich alle schnell für ein Feld entscheiden. • Das Spielprinzip kann für jedes beliebige Thema genutzt werden — z. B. zum Kennenlernen von Lebensmitteln mit Fragen wie „Welches Bild zeigt die Zwiebel?“ und drei Bildern von verschiedenen Gemüsesorten als Antwortmöglichkeiten. Ein weiteres „1, 2 oder 3“ zum Thema Saisonalität ist in dieser Sammlung zu finden. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-bio-siegel/1-2-oder-3-biolabel-beispielfragen-und-loesungen.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-bio-siegel/1-2-oder-3-bio-label-zahlenschilder.pptx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/1-2-oder-3-bio-siegel/1-2-oder-3-bio-label.pptx Spiel: Müllparcours Ablauf Auf einer großen Fläche wird eine Parcoursstrecke aufgebaut. Am Anfang des Parcours befindet sich der Startpunkt. Am Ende der Strecke stehen vier Behälter, die mit „Altpapier“, „Gelbe Tonne“, „Restmüll“ und „Altglas“ beschriftet sind. Die Teilnehmenden werden in gleich große Teams eingeteilt. Jedes Team erhält fünf bis zehn Lebensmittel- verpackungen, die in verschiedene Mülltonnen gehören, z. B. • Altpapier: Obst-Pappschalen, Müslikartons etc. • Gelbe Tonne/gelber Sack: Joghurtbecher und ihre Deckel (separat), Obst-Plastikschalen, Kunststoff- Brottüten, Konservendosen etc. • Restmüll: Backpapier, Servietten etc. • Altglas: Marmeladengläser etc. Dabei bekommt jede Gruppe gleichartige Verpackungen (z. B. jede Gruppe bekommt einen Joghurtbecher, einen Karton usw.). Die Verpackungen werden vorab mit verschiedenen Farben markiert, sodass zugeordnet werden kann, zu welchem Team sie gehören. 10 min Aufbau 15 min Spiel 10 min Abbau Freie Fläche in einem großen Raum / draußen Ab 8 Jahren 4-20 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 101 Material • Lebensmittelverpackungen (ggf. ausgewaschen) • Verschiedenfarbige Klebepunkte oder Stifte, um die Verpackungen den Teams zuzuordnen • Materialien für den Parcours • 4 Behälter als Mülltonnen mit Beschriftungen Vorbereitung • Verpackungen farbig markieren • Parcours und „Mülltonnen“ aufbauen Gespräch Je nach Vorwissen der Gruppe wird vor dem Spiel besprochen, welche verschiedenen Müll- tonnen es gibt und was in diese hineinkommt. Nach dem Spiel wird das Ergebnis reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was war leicht zuzuordnen? Was war schwer? • Was hat euch überrascht? • Wie läuft die Mülltrennung bei euch zu Hause ab? Welche Mülltonnen gibt es dort? • Warum wird Müll überhaupt getrennt? Hashtags #Bewegungsspiel #Mini-Spiel #Draußen #Großgruppenspiel #Verpackung Ablauf Aufgabe der Teams ist es nun, ihre Verpackungen durch den Parcours in die richtige Mülltonne zu brin- gen. Dabei darf immer nur ein Teammitglied durch den Parcours laufen und jeweils nur eine Verpackung zu transportieren. Wenn das erste Team alle seine Verpackungen in die Mülltonnen gelegt hat, ist das Spiel vorbei. Nun wird überprüft, welche Verpackungen in die verschiedenen Mülltonnen geworfen wurden. Das Team, das die meis- ten Verpackungen richtig einsortiert hat, gewinnt. Spiel: Für die Tonne (Teil 1) Ablauf In diesem Kartenspiel geht es darum, für umweltschädliche Verpackungen von Obst und Gemüse zu sensi- bilisieren und über Einsparungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen. Das Spiel umfasst 100 fortlaufend nummerierte Karten, auf denen Obst und Gemüse in verschiedenen Ver- packungen abgebildet ist. Zu Beginn werden die Karten gemischt. Dann erhält jede*r Mitspielende zehn Handkarten. Zusätzlich werden vier Karten offen untereinander in die Tischmitte gelegt. Die vier Karten sind jeweils der Beginn einer Kartenreihe. Die Reihen dürfen höchstens fünf Karten lang werden. In jeder Reihe müssen die Kartennummern aufsteigend sein, dabei dürfen jedoch Nummern übersprungen werden. Alle Mitspielenden wählen nun eine ihrer Handkarten aus, die sie an einer der vier Kartenreihen anlegen möchten. Diese legen sie verdeckt vor sich ab. Haben alle eine Handkarte abgelegt, werden die Karten gleichzeitig umgedreht. Dann wird die niedrigste der ausgelegten Karten zuerst an eine der Reihen angelegt. Manchmal passt diese Karte an mehrere Reihen, weil am Ende der Reihe jeweils eine Karte liegt, die niedri- ger als die Handkarte ist. Dann wird an die Reihe angelegt, die zu dem Zeitpunkt mit der höchsten Karte en- det. 30-45 min Spiel Platz an einem Tisch Ab 8 Jahren 2-9 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 102 Vorbereitung • Spielkarten ausdrucken, ausschneiden und ggf. laminieren Danach legt der/die Mitspielende mit der zweitniedrigsten Karte, dann der/die mit der drittniedrigsten usw. Haben alle ihre Karten angelegt, wählt jede*r Mitspielende erneut eine Handkarte, die er/sie ablegen will, und legt diese verdeckt auf den Tisch. Wieder werden die Karten gleichzeitig aufgedeckt und der/die Mitspielende mit der niedrigsten Karte beginnt, anzulegen. So geht es weiter, bis alle Mitspielenden ihre zehn Handkarten ausgespielt und angelegt haben. Wenn man die sechste Karte in eine Reihe legt, muss man die fünf Karten, die bereits in der Reihe lagen, auf- nehmen und als Stapel neben sich legen. Die gerade abgelegte Handkarte wird die Startkarte einer neuen Reihe. Wenn man eine Karte legen will, die an keine Reihe passt, weil sie zu niedrig ist, muss man eine beliebige Rei- he aufnehmen und als Stapel neben sich legen. Die abgelegte Handkarte wird nun ebenfalls die Startkarte für eine neue Reihe. Je nachdem, wie viel Verpackung auf den Karten abgebildet ist und wie umweltschädlich das Verpackungs- material ist, sind am oberen Rand der Karten bis zu fünf kleine Mülltonnen abgebildet. Die Mülltonnen sind Mi- nuspunkte. Eine Ausnahme sind die Gemüsenetze: Dadurch, dass man sein eigenes Gemüsenetz zum Einkau- fen mitnimmt, kann man aktiv Verpackungsmüll einsparen. Deshalb ist auf diesen Karten ein Stern abgebil- det, der als Pluspunkt zählt. Am Ende des Spiels zählt jede*r Mitspielende die Minuspunkte zusammen, die er/ sie aufnehmen musste. Wer die wenigsten Minuspunkte gesammelt hat, gewinnt. Material • Spielkarten Tipp: Das Spiel funktioniert nach dem Prinzip des Kartenspiels „6 nimmt!“. Zum Verständnis der Spielregeln können Erklärvideos für das Spiel „6 nimmt!“ hilfreich sein. https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/fuer-die-tonne/fuer-die-tonne-spielkarten.pdf https://www.youtube.com/watch?v=j364jrVCB88 Gespräch Nach dem Spiel kann z. B. mit diesen Fragen weiter auf das Thema Verpackungen eingegangen werden: • Warum haben einige Karten mehr und andere Karten weniger Minuspunkte? • Warum gibt das Gemüsenetz einen Pluspunkt? • Welche Vor– und Nachteile haben die verschiedenen Verpackungen für uns als Verbraucher*innen und für die Umwelt? • Welche Erfahrungen macht ihr im Alltag mit Verpackungen? Habt ihr schon einmal darauf geachtet, wie das Obst und Gemüse verpackt ist, das ihr kauft bzw. eure Familien kaufen? • Mit welchen Tricks kann man es schaffen, weniger Verpackung zu benutzen? Hashtags #Gesellschaftsspiel #Verpackung Spiel: Für die Tonne (Teil 2) 103 Spiel: Energiespar-Quiz Ablauf Die Teilnehmenden treten in Teams oder einzeln im Quiz gegeneinander an. Jedes Team bekommt vier Schilder mit jeweils einem A, B, C und D darauf. In der ersten Runde werden Multiple-Choice-Fragen mit vier Antwortmöglichkeiten gestellt. Die Spielleitung liest die Fragen vor und gibt den Teams etwas Zeit, um sich zu beraten. Auf ein Signal der Spielleitung hin halten alle Teams jeweils das Schild zu der Antwort hoch, die sie geben möchten. Nun nennt die Spielleitung die richtige Lösung und die Teams, die richtig geantwortet haben, bekommen einen Punkt. Wenn alle Multiple-Choice-Fragen beantwortet wurden, folgt die zweite Runde. Hier treten nur noch die bei- den Teams an, die bisher die meisten Punkte gesammelt haben, und kämpfen um den Sieg. In dieser Runde werden vier Entweder-Oder-Fragen gestellt, bei denen sich die Teams zwischen zwei Ant- worten entscheiden müssen. Auch hier können beide Teams gleichzeitig antworten, indem sie die A– und B- Schilder hochhalten, oder beiden Teams werden abwechselnd jeweils zwei der vier Fragen gestellt. Das Team mit den meisten richtigen Antworten in der zweiten Runde gewinnt das Quiz. 15-20 min Spiel Platz zum Zu- sammensitzen für vier Teams Ab 12 Jahren 4-20 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Etwas Vorwissen zum Thema Energie- nutzung im Haushalt 104 Material • Quizfragen (Beispielfragen) • 4 Schilder/Karten pro Team mit den Aufschriften A, B, C und D • Ggf. Preis für das Gewinner-Team Vorbereitung • Quizfragen vorbereiten oder ausgearbei- tete Beispiel-Fragen ausdrucken Gespräch Nach dem Spiel werden die Fragen und Antworten auf den Alltag übertragen, z. B. mit diesen Fragen: • Welche Energiespartipps kanntet ihr schon? Welche setzt ihr zu Hause um? • Was war neu für euch? Was hat euch überrascht? • Welchen Tipp würdet ihr gerne in Zukunft umsetzen? Wie würdet ihr das konkret machen? • Welchen Tipp sollten wir als Einrichtung/Gruppe/… umset- zen? Was können wir dafür konkret tun? • Warum ist es sinnvoll, Energie zu sparen? Hashtags #Mini-Spiel #Großgruppenspiel #Quiz #Energiesparen #Themenflexibel https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/energiespar-quiz/quizfragen-energiesparen-in-der-kueche.pdf Aktion: Kreative Reste-Challenge (Teil 1) Aktion Gemeinsam werden Lebensmittel aus einem Supermarkt o. Ä. „gerettet“, die dort nicht verkauft wurden und weggeworfen werden sollen. Die Aufgabe besteht darin, aus diesen Lebensmitteln ein Menü zuzubereiten. Dazu werden Teams eingeteilt (2-3 Personen), die für die verschiedenen Gänge des Menüs zuständig sind. Möglichst selbstständig suchen die Teams Rezepte aus, entscheiden untereinander über die Verteilung der Lebensmittel und bereiten sie zu. Zum Abschluss wird gemeinsam gegessen. Während der Aktion werden Lebensmittelwertschätzung, -verschwendung und das Wegwerfen von Lebens- mitteln im Alltag thematisiert. Dazu können als Einstieg Spiele zum Thema gespielt und es kann über persön- liche Erfahrungen gesprochen werden. Am besten kommen die Inhalte an, wenn Jugendliche aus der Gruppe die Spiele anleiten (siehe Konzept „Lernen durch Anleiten“). Sie können an der Auswahl der Spiele beteiligt werden oder sie vorher erklärt bekommen und dann die Rolle der „Spiel-Master“ übernehmen. Alternativ können Spielestationen aufgebaut werden, die in der Phase des Kochens von den Teams genutzt werden, wenn zwischendurch Leerlauf entsteht. 30-60 min Aufbau 5-6h Aktion und Essen 60 min Abbau Platz zum Kochen Ab 12 Jahren 8-12 Teilnehmende 2-3 Betreuende Erste Koch- erfahrung 105 Ziele • Zum Selber-Kochen inspirieren und aktivieren: Kochen macht Spaß, ist nicht schwer und bietet Raum für Kreativität und Experimente. • Küchen-Fertigkeiten erwerben durch Ausprobieren, Voneinander- Lernen und durch etwas Anleitung durch Betreuende • Zum Ausprobieren unbekannter Lebensmittel ermutigen • Für den Wert von Lebensmitteln und für Lebensmittelverschwendung im Alltag sensibilisieren • Alltagstaugliche Tipps zur Vermeidung von Verschwendung vermit- teln Materialien • Küchenausstattung − 1 Messer und 1 Schneidebrett pro Person − 1 Kochmöglichkeit pro Team (z. B. zusätzliche mobile Koch- platten) − Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Koch – und Rührlöffel, Besteck, Messbecher, Küchenwaage − Geschirr und Besteck zum Essen • Taschen/Kisten zum Lebensmit- teltransport • Behälter für Reste • Internetzugang für die Rezeptsu- che (ggf. auch Laptop/Tablet) • Spielmaterialien (z. B. Lagerungs- Puzzle, Haltbarkeits-Zeitstrahl, Roll-Duell) Vorbereitung Im Vorfeld: • Absprache mit einem Supermarkt/Marktständen/Tafel-Ausgabe, wo übrig gebliebene Lebensmittel von der Gruppe abgeholt werden können • Beschaffung von haltbaren Basis-Zutaten, wie Nudeln, Reis, Öl, Salz, Gewürzen etc., als Ergänzung Am Tag der Durchführung: • Aufbau von ausreichend Arbeitsfläche, Kochmöglichkeiten und Kü- chenausstattung • Aufbau der Spiele Hashtags #Aktion #Kochen #Lebensmittel- verschwendung #Lernen_durch_Anleiten Aktion: Kreative Reste-Challenge (Teil 2) Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:30 (30 min) Einstieg • Ggf. Vorstellungsrunde mit Einstiegsfrage(n), z. B.: Was ist dein Lieb- lingsessen? Was hast du schon einmal gekocht? • Überblick über Thema und Ablauf • Einteilung der Teams für die verschiedenen Gänge • Thematischer Einstieg mit Spielen Spielmaterialien 0:30-1:30 (60 min) Lebensmittel-Rettung Gemeinsames Abholen der Lebensmittel im Supermarkt ö. Ä., möglichst mit der ganzen Gruppe (individuelle Zeitplanung abhängig vom Weg) Tragetaschen/ Kisten 106 Beispielablauf Zeit Aktion Material 1:30-4:30 (3 Std.) Kochen • Lebensmittel gemeinsam auf einem Tisch ausbreiten und sortieren • Aufteilung der Lebensmittel unter den Teams und selbstständiges Aussuchen von Rezepten (mithilfe der Betreuenden bei Bedarf) • Freies Kochen: In erster Linie lernen die Teilnehmenden hier neue Zubereitungs- Fertigkeiten wie Schneide- oder Kochtechniken durch Ausprobieren und gegenseitiges Zeigen, Anleiten und Unterstützen. Die Betreuenden haben ein Auge darauf und unterstützen bei Bedarf. • Optional: Spielestationen Wenn beim Kochen zwischendurch Leerlauf entsteht, können die Spielestationen genutzt werden. Die Spiele werden zunächst von Be- treuenden angeleitet. Am besten wird an das Team, das das Spiel ge- rade gespielt hat, die Aufgabe weitergegeben, die anderen Teilneh- menden anzuleiten. Dadurch werden die Inhalte des Spiels noch ein- mal durchdacht und besser eingeprägt. Gerettete Lebensmittel, Küchenausstat- tung, Internetzugang 4:30-5:30 (60 min) Essen und Abschluss Gemeinsames Tischdecken und Essen Abschlussreflexion: Was hat Spaß gemacht? Was war nicht so gut? Was war neu für dich? Anschließendes Aufräumen und Abschluss Geschirr, Besteck, Behälter für Reste 30-60 min Aufbau 2 h Aktion und Essen 45 min Abbau Mobile Küche Jedes Alter 2-30 Personen 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen (Teil 1) Aktion Bei dieser Aktion kommt die Mitmach-Küche während der Tafelausgabe zum Einsatz. Hier sollen den Kund*innen der Tafel leckere und einfache Rezeptideen während der Mitmachkochaktion nähergebracht werden. Die Aktion findet bestenfalls während der Wartezeit der Kundschaft statt. Zum Kochen kannst du Lebensmittel der Tafelausgabe verwenden, die oft übrig bleiben und deshalb als „Ladenhüter" gelten. Um rechtzeitig von dem Angebot zu erfahren, wird die Kundschaft durch eine zielgruppengerechte Ansprache oder Öffentlichkeitsarbeit informiert. Dafür kannst du Aushänge und Flyer z. B. in deutscher, englischer und ara- bischer Sprache erstellen. Ist die Küche aufgebaut und liegen alle Lebensmittel bereit, können anwe- sende Kund*innen angesprochen und zum Mitkochen eingeladen werden. Tipp: Um die Verbindlichkeit zu erhöhen, ist es sinnvoll, ein- zelne Personen aus der Zielgruppe direkt zu den Aktionen einzuladen oder ihnen wichtige Aufgaben zu übertragen. 107 Ziele • Zum Selber-Kochen inspirieren und aktivieren: Kochen macht Spaß, ist nicht schwer und bietet Raum für Kreativität und Experimente • Küchenpraktische Fertigkeiten erwerben durch Ausprobieren, Voneinander-Lernen und durch die Anleitung des/der Betreuenden • Zum Ausprobieren unbekannter Lebensmittel ermutigen • Für den Wert von Lebensmitteln und für Lebensmittelverschwendung im Alltag sensibilisieren • Alltagstaugliche Tipps zur Vermeidung von Verschwendung vermitteln Materialien • Lebensmittel entsprechend dem Rezept • Mobile Küche • Kochutensilien entspre- chend dem Rezept • Geschirr und Besteck • Wasserzugang, Seife • Ggf. Haargummis, Schürzen, Einmalhandschuhe • Ggf. eine Tafel oder Aufstel- ler für das Rezept oder Flyer, falls es vorher bekannt ist • Ggf. Pavillon (Wetterschutz) • Ggf. Sitzgelegenheiten zum Arbeiten und Essen Vorbereitung • Die mobile Küche aufbauen und Lebensmittel bereitlegen • Rezept vorab auswählen oder am Aktionstag spontan mit den vorhan- denen Lebensmitteln festlegen • Ggf. zusätzliche Lebensmittel einkaufen • Ggf. Rezept-Flyer oder Aufsteller mit Anleitung gestalten Gespräch Während der Zubereitung sowie beim Essen können folgende Reflexions- fragen ein Gespräch zwischen und mit den Teilnehmenden anregen: • Was hat euch überrascht? • Welche Lebensmittel oder Zubereitungsschritte waren für dich neu? Wie bereitest du die Lebensmittel üblicherweise zu? • Welche Zubereitung kennst du aus deinem Elternhaus/Heimatland? • Würdest du das Gericht zu Hause nachkochen? Was würdest du an dem Rezept ändern? Aktion: Ladenhüter schmackhaft machen (Teil 2) Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:30 (30 min) Vorbereitung • Ggf. Rezept festlegen und Lebensmittel einkaufen (falls nicht spontan mit den Lebensmitteln der Tafel gekocht wird) ggf. Jutebeutel, Behältnisse, Lebensmittel 0:30-1:00 (30 min) Aufbau • Mobile Küche aufbauen • Persönliche Hygiene einhalten • Lebensmittel bei Bedarf waschen und bereitlegen • Kochutensilien bereitlegen • Ggf. Rezept auslegen Mobile Küche, Kochutensilien (Töpfe, Pfannen, Besteck, Ge- schirr usw.), Handtücher, Müll- eimer, Lebensmittel, Gewürze, ggf. Pavillon, Rezept-Flyer, Auf- steller/Beach-Flag 1:00-1:10 (10 min) Einstieg • Zielgruppe (z. B. Tafel-Kund*innen) direkt ansprechen und Interesse für die Aktion wecken • Kurze Hygieneunterweisung Wasserzugang, Seife, Desinfek- tionsmittel, Einmalhandschuhe, Haargummis (für lange Haare) 108 Hashtags #Aktion #Kochen #Lebensmittelverschwendung #Mobile_Küche #Mitmach-Küche Beispielablauf Zeit Aktion Material 1:10-3:10 (2-3 h) Praxisphase • Das Rezept mit den Teilnehmenden besprechen • Das Gericht mit der Gruppe zubereiten • Das Essen appetitlich anrichten und bewusst genießen Mobile Küche, Kochutensilien (Küche, Töpfe, Pfannen, Be- steck usw.), Lebensmittel 3:10-3:20 (10 min) Reflexion und Gespräche • Erfahrungen in der Gruppe reflektieren 3:20-3:50 (30 min) Abbau • Lebensmittelreste unter den Teilnehmenden aufteilen • Utensilien reinigen, die mobile Küche abbauen und für die Lagerung verstauen • Abfälle entsorgen Spülwasser, Lappen und Tro- ckentuch, mobile Küche, Le- bensmittel, Kochutensilien, ggf. Pavillon, Rezept-Flyer, Aufsteller oder Beach-Flag Aktion: Lebensmittel-Rettung (Teil 1) Aktion Am Tag vor der Aktion werden von bzw. mit den Anleitenden Lebensmittel aus einem Supermarkt o. Ä. „gerettet“, die dort nicht verkauft wurden und weggeworfen werden sollen. Die Anleitenden entscheiden, welche Gerich- te daraus gekocht werden sollen, und suchen die Rezepte aus. Zu Beginn der Aktion zeigen die Anleitenden der Gruppe die geretteten Lebensmittel und erzählen kurz von der Lebensmittelrettung. Nun wird die Gruppe in Teams eingeteilt, die an verschiedenen Aufgaben bzw. Rezep- ten arbeiten. Die Anleitenden betreuen die Teams. Abschließend wird ge- meinsam gegessen. Vor dem Kochen oder in Leerlaufphasen (z. B. während das Essen ggf. im Ofen ist) werden thematisch passende Spiele von den Anleitenden durchgeführt und das Thema Verschwendung wird weiter besprochen. 30-60 min Aufbau 2-3 h Aktion und Essen 60 min Abbau Platz zum Kochen und Bewegen Ab 12 Jahren 8-30 Teil- nehmende 3-5 Anleitende 1-2 Betreuende Anleitende: etwas Kocherfahrung, grundlegende Küchen-Fertigkeiten 109 Ziele • Zum Selber-Kochen inspirieren und aktivieren: Kochen macht Spaß und ist nicht schwer. • Küchen-Fertigkeiten erwerben durch gegenseitiges Anleiten und Ausprobieren • Zum Ausprobieren neuer Lebensmittel ermutigen, z. B. selten gegessene Obst– und Gemüsesorten • Für Lebensmittelwert und Lebensmittelverschwendung sensibilisieren • Alltagstaugliche Tipps zur Vermeidung von Verschwendung vermitteln Materialien • Küchenausstattung abhängig vom Re- zept, in der Regel: − 1 Messer und 1 Schneidebrett pro Per- son − Ausreichend Kochmöglichkeiten (z. B. Herd plus mobile Kochplatten) − Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Koch– und Rührlöffel, Besteck, Messbecher, Kü- chenwaage − Geschirr und Besteck zum Essen • Behälter für übrig gebliebenes Essen • Spielmaterialien (z. B. Lagerungs-Puzzle, Haltbarkeitszeitstrahl, Roll-Duell) Vorbereitung Im Vorfeld: • Absprache mit einem Supermarkt/Marktständen/Tafel- Ausgabe, wo übrig gebliebene Lebensmittel von der Gruppe abgeholt werden können • Abholung und Sichtung der Lebensmittel • Beschaffung von zusätzlich benötigten Zutaten • Vorbereitung („Wer sagt was?“) von Koch-Anleitung, Spie- len und Informationen zum Thema Verschwendung für die Gruppe Am Tag der Durchführung: • Aufbau von ausreichend Arbeitsfläche, Koch-Möglichkeiten und Küchenausstattung • Aufbau der Spiele Aktion: Lebensmittel-Rettung (Teil 2) Beispielablauf Zeit Aktion Material 0:00-0:15 (15 min) Einstieg • Zeigen der Lebensmittel und Erzählen von der Lebensmittelrettung • Einteilen der Teams und Aufgaben • Händewaschen und –desinfizieren Gerettete Lebensmittel 0:15-1:05 (50 min) • Zubereiten der Gerichte in den Teams Küchenausstattung 1:05-1:25 (20 min) • Gespräch und Spiele (z. B. Roll-Duell) zum Thema Lebensmittel- wertschätzung/-verschwendung; währenddessen kümmern sich einzelne Anleitende um das Essen im Ofen/auf dem Herd 1:25-2:00 (35 min) • Je nach Zubereitungsdauer der Gerichte ein Bewegungsspiel (z. B. Obstsalat) zur Überbrückung, bis das Essen fertig ist • Umbau, Tisch decken, gemeinsames Essen Ggf. Spielmaterialien, Geschirr und Besteck 2:00 • Abschluss 110 Hashtags #Aktion #Kochen #Lebensmittelverschwendung #Lernen_durch_Anleiten 30 min Aufbau 3 h Umsetzung 30 min Abbau Turnhalle oder ggf. Außenge- lände Kinder ca. 10 Teil- nehmende 2-3 Betreuende Betreuende: Kennt- nisse im Bereich Zirkus Aktion: Lebensmittel-Zirkus (Teil 1) Aktion Der Lebensmittel-Zirkus verbindet das Thema Ernährung mit Bewe- gung und Zirkusübungen. Die Aktion kann einmalig oder als Projektwo- che durchgeführt werden. Letzteres ist empfehlenswert, damit sich die Teilnehmenden als Gruppe finden können und ausreichend Zeit bleibt, um sich vertiefend mit den Themen zu beschäftigen. Die möglichen Zirkusübungen reichen von Boden-Akrobatik über Jonglieren bis hin zu kleinen Pyramiden. Auch das Turnen in der Luft, am Trapez oder am Vertikaltuch kann ausprobiert werden. Verknüpft werden die Übungen mit Spielen und theoretischen Inputs zum Thema Verpackungen, Lebensmittelverschwendung und Fairtrade. Zum Ende der Aktion soll eine kleine Zirkusaufführung eingeübt und aufgeführt werden. 111 Beispielhafter Wochenplan Zeit Aktion Montag Fokus: Ankommen und Kennenlernen Spiel: Kometenkartoffel, Kurzinput Lebensmittelwertschätzung, verschiedene Zirkusübun- gen ausprobieren Dienstag Fokus: Schokolade und Fairness Aufwärmspiel, Kurzinput Schokolade und Fairtrade, Spiel: Vom Acker auf den Teller Schoko- lade, Pyramiden bauen, Zirkusübungen und Proben für Aufführung Mittwoch Fokus: Regional, Saisonal und Lebensmittelwertschätzung Aufwärmspiel, Spiel: Raumlaufen, Spiel: Einmal um die Welt, Zirkusübungen und Proben für Aufführung Donnerstag Fokus: Verpackungen Spiel: Müllparcours, Kurzinput Verpackungen und Lebensmittelverschwendung, Jonglage– und Balanceübungen mit Verpackungen, Kartoffeln und Lauch, Zirkusübungen und Proben für Aufführung Freitag Fokus: Aufführung und Abschluss Generalprobe, Aufführung für Eltern und Freund*innen der Teilnehmenden, Abschluss Aktion: Lebensmittel-Zirkus (Teil 2) Ziele • Für die Herkunft sowie die Regionalität und Saisonalität von Lebensmitteln vom Acker auf den Teller sowie die Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette sensibilisieren • Für Lebensmittelwert und Lebensmittelverschwendung sensibilisieren • Alltagstaugliche Tipps zur Vermeidung von Verschwendung vermitteln • Die Sinne der Teilnehmenden für unverarbeitete Lebensmittel schulen • Spaß an Bewegung vermitteln Materialien • Materialien für Spiele • Lebensmittel • Matten • Materialien für Zirkusübungen Vorbereitung • Spielmaterialien ggf. drucken und aufbauen • Raum zum Einüben der Zirkusübungen vorbereiten • Ggf. Lebensmittel einkaufen, waschen, schneiden für Sinnesübungen und Jonglage 112 Hashtags #Aktion #Lebensmittelverschwendung #Sinne #Regional #Saisonal #Kreativ-Werkstatt #Bewegungsspiel Beispielhafter Ablauf Donnerstag Zeit Aktion 0:00-0:30 Ankommen und Aufwärmspiel Müllparcours Lebensmittelverpackungen Verschiedenfarbige Klebepunkte/Stifte Materialien für den Parcours 4 Behälter als Mülltonnen mit Beschriftung 0:30-0:45 Kurzinput zu Verpackungen und Lebensmit- telverschwendung. Gesprächsimpuls: Wie können Verpackungen eingespart werden? Ggf. Lebensmittelverpackungen zum Veran- schaulichen 0:45-1:00 Frühstückspause mit Gespräch über die mit- gebrachten Frühstücksdosen 01:00- 1:30 Jonglage– und Balanceübungen mit Verpa- ckungen und Lebensmitteln (z. B. Jonglieren mit Kartoffeln, Lauch balancieren) Kartoffeln, Lauch Ggf. Jonglage-Bälle Verpackungen 1:30-2:45 Zirkusübungen und Proben für Aufführung mit Hilfestellung durch die Betreuenden 2:45-3:00 Abschluss Spiel: Roll-Duell (Lebensmittelverschwendung) Ablauf Pro Jahr werfen wir in Deutschland 75 kg Lebensmittel pro Person weg. Oft ist uns das gar nicht bewusst: Es scheint in Deutschland alltäglich, dass Lebensmittel auch mal im Müll landen. Um sich besser vorstellen zu können, worum es dabei konkret geht, wird in diesem Spiel geschätzt, welche Lebensmittel am häufigsten weggeworfen werden. Dazu bekommt die Gruppe Tischtennisbälle, die mit Lebensmittelgruppen beschriftet sind. Ein Tisch wird an der kurzen Seite auf Büchern o. Ä. „aufgebockt“, sodass die Tischplatte schräg ist. An der hohen Tischkante werden Schilder mit Prozentzahlen befestigt. Sie entsprechen dem Anteil der Lebensmittelgruppen an den weggeworfenen Lebensmitteln. Darunter wird ein Streifen doppelseitiges Klebeband geklebt (siehe Abb.). Die Teilnehmenden sollen die Tischtennisbälle von der niedrigen Tischkante so hochrollen, dass sie am Kle- beband vor dem richtigen Schild kleben bleiben. Pro richtig angeklebtem Ball gibt es einen Punkt. Noch mehr Spaß macht es, wenn es außerdem Punkte für Schnelligkeit gibt. Dabei können auch zwei Teams an zwei separaten Tischen parallel gegeneinander spielen. Statt des doppelseitigen Klebebands können auch vier Behälter unter die erhöhte Tischkante gestellt werden, in die die Bälle gerollt werden müssen. 10 min Aufbau 10-15 min Spiel 10 min Abbau Tische, Platz zum Bewe- gen Ab 12 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Verständnis für die Bedeutung von Prozentwerten 113 Gespräch Nach dem Spiel wird das Thema im Gespräch auf den eigenen Alltag bezogen. Dazu eignen sich z. B. diese Fragen: • Stimmt das mit euren Erfahrungen überein? Was wird bei euch zu Hause am meisten weggeworfen? • Woran liegt es, wenn bei euch zu Hause Essen weggeworfen wird? Wie könnte man das verhindern? Dabei können Beispiele aus dem eigenen Alltag gesammelt wer- den (z. B. Gemüse wird auf Vorrat gekauft und nicht verbraucht, Reste werden oft weggeworfen…). Materialien • 1 Tisch (pro Gruppe) • Bücher o. Ä., um Tischbeine zu erhöhen • Lösungsübersicht • Prozentwert-Karten • 6 Tischtennisbälle • Geeigneter Stift zum Beschriften der Bälle • Doppelseitiges Klebeband oder sechs verschieden breite Behälter • Klebestreifen Vorbereitung • Tischtennisbälle mit Lebensmittelgrup- pen beschriften: Obst & Gemüse, Fleisch & Fisch, Brot & Backwaren, Fertigpro- dukte & Getränke, Zubereitetes, Milch- produkte • Prozentwert-Karten ausdrucken und ggf. laminieren • Karten und Klebeband wie in der Abb. am Tisch aufkleben bzw. Behälter unter der Tischkante aufstellen • Tisch an der beklebten Seite erhöhen • Fotos vom Aufbau befinden sich im Downloadbereich Hashtags #Bewegungsspiel #Mini-Spiel #Lebensmittelverschwendung https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/roll-duell-lebensmittelverschwendung/roll-duell-lebensmittelverschwendung-loesung.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/roll-duell-lebensmittelverschwendung/roll-duell-lebensmittelverschwendung-prozentwert-karten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/roll-duell-jahreszeiten/roll-duell-aufbauanleitung.pdf Spiel: Lagerungs-Puzzle Ablauf Es werden zwei Poster an die Wand gehängt. Darauf sind ein Kühlschrank und ein Küchenschrank abgebil- det. Auf dem Rand der beiden Poster werden kleine Le- bensmittelkärtchen befestigt, die durch abziehbare Klebepads auf den Postern haften. Aufgabe der Teilnehmenden ist es, die Lebensmittel- kärtchen an die Stelle im Schrank oder Kühlschrank zu kleben, an der das Lebensmittel am besten gelagert ist und am längsten hält. Anschließend wird die Lösung gemeinsam besprochen und die Lebensmittelkärtchen auf dem Plakat werden ggf. an die richtige Stelle verschoben. 5 min Aufbau 10-15 min Spiel 5 min Abbau Wand zum Aufhängen der Poster Ab 8 Jahren Bis 6 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 114 Materialien • Kühlschrank– und Küchenschrank-Plakat in DIN A1 oder DIN A3 • Lebensmittelkärtchen vom BZfE • Lösungsgrafik • Doppelseitige, abziehbare Klebepads Vorbereitung • Poster ausdrucken und ggf. laminieren (lassen) • Lebensmittelkärtchen ausdrucken, ausschnei- den und ggf. laminieren • Rückseiten der Lebensmittelkärtchen mit Kle- bepads versehen • Poster aufhängen und Lebensmittelkärtchen am Rand aufkleben Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Mini-Spiel #Lebens- mittelverschwendung #Lagerung Gespräch Nach dem Spiel kann das Thema im Gespräch auf den eigenen Alltag bezogen werden. Dazu eignen sich z. B. diese Fragen: • Wie kennt ihr das von zu Hause? Was lagert ihr ge- nauso, was lagert ihr anders? • Was hat euch überrascht? • Was könntet ihr in eurem Alltag bei der Lebensmittel- lagerung zu Hause umsetzen? Könnte man hier (in der Gruppe/in der Einrichtung/…) etwas aus dem Spiel umsetzen? https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/lagerungs-puzzle/lagerungs-puzzle-schrank-plakate-din-a1.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/lagerungs-puzzle/lagerungs-puzzle-schrank-plakate-din-a3.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/lagerungs-puzzle/lagerungs-puzzle-lebensmittelkaertchen.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/lagerungs-puzzle/lagerungs-puzzle-loesungsgrafik.pdf Spiel: Haltbarkeits-Zeitstrahl Ablauf Auf dem Boden befindet sich ein 3-6 Meter langer Zeitstrahl (mit Klebe- band aufgeklebt oder mit Kreide aufgemalt). Er beginnt mit dem Min- desthaltbarkeitsdatum (MHD) – also dem Tag, an dem ein Lebensmittel „abläuft“. Von da an läuft er weiter vorwärts. Das Ende des Zeitstrahls ist ein Jahr nach dem MHD. Aufgabe ist es, zu erraten, wie lange unter- schiedliche Beispiel-Lebensmittel nach Ablauf des MHD durchschnittlich noch haltbar sind, und sie dort auf den Zeitstrahl zu stellen. Das kann gemeinsam als Gruppe gemacht werden, wobei die Teilnehmenden un- tereinander diskutieren und Erfahrungen austauschen können. Alterna- tiv können zwei Personen/Teams gegeneinander antreten und abwech- selnd Lebensmittel auf den Zeitstrahl stellen. Wenn alle Lebensmittel stehen, wird das Ergebnis mit der Lösung verglichen und die Lebensmit- tel werden ggf. an die richtige Stelle gestellt. Materialien • Für den Zeitstrahl: Krepp- Klebeband und ausgedruckte Beschriftungen oder Straßen- kreide • Lebensmittel bzw. Verpackun- gen (z. B. Schinken, Weichkäse, Schnittkäse, Eier, Tiefkühlge- müse, Marmelade, Mehl, Reis, Nudeln, Dosen-Mais, Tomaten- soße) • Lösungen • Übersichtsplakat 10 min Aufbau 10-15 min Spiel 10 min Abbau 3-6 m lange, freie Fläche Ab 8 Jahren 1-4 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 115 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/haltbarkeitszeitstrahl/haltbarkeits-zeitstrahl-schilder.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/haltbarkeitszeitstrahl/haltbarkeits-zeitstrahl-beispiel-aufbau-und-loesung.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/haltbarkeitszeitstrahl/haltbarkeits-zeitstrahl-uebersichtsplakat.pdf Vorbereitung • Der Zeitstrahl (3-6 m) wird wie in der Abbildung entweder mit dem Klebeband auf den Boden geklebt oder mit Straßenkreide aufgemalt. Die Schritte auf dem Zeitstrahl sind erst klein und werden dann größer: Am Anfang sind sie wochenweise, später nur noch im Abstand von zwei Monaten. • Die Lebensmittel/-Verpackungen, Lösung und Übersicht werden bereitgestellt. Hashtags #Interaktive_Lernmaterialien #Mini-Spiel #Draußen #Lebensmittelverschwendung Gespräch Vor dem Spiel wird die Bedeutung von Haltbarkeitsdaten mit dem Unterschied zwi- schen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum kurz besprochen. Dazu können gemeinsam Haltbarkeitsdaten auf Verpackungen angesehen werden und Fragen besprochen werden, wie: • Von welchen Lebensmitteln kennt ihr Haltbarkeitsdaten? Was bedeuten sie? • Was macht ihr zu Hause mit Lebensmitteln, wenn sie abgelaufen sind? • Wie kann man erkennen, ob man Lebensmittel noch essen kann oder ob sie wirk- lich schlecht geworden sind? • Aus dem Gespräch wird zum Spiel übergeleitet: Wenn das Mindesthaltbarkeitsda- tum abgelaufen ist, sind viele Lebensmittel trotzdem noch erstaunlich lange essbar und lecker. Könnt ihr herausfinden, was man noch wie lange essen kann? Nach dem Spiel werden die Ergebnisse reflektiert, z. B. mit diesen Fragen: • Was hat euch überrascht? • Was könntet ihr jetzt, nachdem ihr euch mit den Haltbarkeitsdaten beschäftigt habt, zu Hause anders machen? Was können wir als Gruppe anders machen? 1-2 h Aufbau 4-5 h Aktion 1 h Abbau Außen- gelände Familien 20-100 Teil- nehmende 3-5 Betreuende Betreuende: Grundlegende Küchenfertigkeiten Aktion: Familienfest Aktion Beim Familienfest können unterschiedliche Aktionen und spielpädagogi- sche Materialien rund um das Thema klimafreundliche und gesundheits- fördernde Ernährung individuell und passend zur Institution zusammen- gestellt werden. Ein Beispiel: Bei einer Tafel wird ein Familienfest für Tafel-Kund*innen und Tafel-Aktive sowie deren Familien organisiert. Die Gäste können bei der Mitmach- Küche eigenständig Mehl mahlen und daraus Pancakes zubereiten. Dazu werden ein Sinnesparcours mit Rätselaufgaben und Spiele, z. B. zur Le- bensmittelwertschöpfungskette oder zur Saisonalität oder Regionalität von Lebensmitteln, angeboten. Wichtig ist, dass der Spaß nicht zu kurz kommt und das Thema Ernährung niederschwellig vermittelt wird. © Elena Heymann 116 Möglichkeiten für das Familienfest: Hashtags #Aktion #Kochen #Themenflexibel Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ 90 min Aktion Platz für einen Stuhlkreis Eltern von Kita– und Schulkindern 10-30 Teilneh- mende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse Ablauf Bei dieser Infoveranstaltung, die z. B. als Elternabend stattfinden kann, werden Eltern für das Thema gesund- heitsfördernde und klimafreundliche Ernährung sensibilisiert. Die Teilnehmenden • lernen die sieben KlimaFood-Tipps für eine klimafreundliche Ernährung kennen, • erhalten Anregungen und Beispiele dafür, wie sie bei Kindern beliebte Gerichte durch das Austauschen von Zutaten gesundheitsfördernder und nachhaltiger zubereiten können und • bekommen praktische Tipps und Inspiration für die Gestaltung gesunder und nachhaltiger Brotdosen. Anschließend wird das Gehörte praktisch umgesetzt, indem in Kleingruppen Beispiel-Brotdosen zusammen- gestellt und im Plenum besprochen und verkostet werden. Dadurch werden den Eltern Zweifel an der Umsetz- barkeit genommen und sie werden dazu motiviert, das Gelernte im Alltag anzuwenden. Wichtig ist dabei, nicht belehrend zu werden und zu betonen, dass nicht von heute auf morgen alles verän- dert und perfekt gemacht werden soll. Stattdessen geht es darum, herauszufinden, welche kleinen Verände- rungen im Alltag in der eigenen Familie möglich sind, um die Ernährung der Kinder gesünder und nachhalti- ger zu gestalten. 117 Ziele • Die Teilnehmenden können den Gesundheitswert und die Klimafreundlichkeit von Lebensmittel einschät- zen und haben Ideen, wie sie Gerichte gesundheitsfördernder und klimafreundlicher gestalten können. • Die Teilnehmenden wissen, wie sie die Brotdosen der Kinder abwechslungsreich, gesundheitsfördernd und nachhaltig gestalten können. Materialien • Grafik „7 Tipps“ • Checkliste zur gesunden und nachhaltigen Brotdose • Beispiele für Brotdosen • Beispiele zur gesünderen und nachhaltige- ren Zubereitung beliebter Gerichte • Lebensmittel für die Zusammenstellung der Brotdosen • Notwendige Küchenausstattung (z. B. Mes- ser und Schneidebretter) • Brotdosen • Ggf. Laptop und Beamer zum Anwerfen der Grafik Vorbereitung Im Vorfeld: • Grafik „7 Tipps“, Handout und Beispiele für die Teilnehmen- den ausdrucken • Zutaten (und ggf. Rezepte) für die Brotdosen auswählen und einkaufen Direkt vorher: • Küchenausstattung, Zutaten und ggf. Rezepte bereitstellen • Ggf. Beamer und Laptop aufbauen Hashtags #Aktion #Infoveranstaltung #Gesundheit https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/7-tipps-poster.png https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/nachhaltige-und-gesunde-brotdose/checkliste-gesunde-brotdose.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/nachhaltige-und-gesunde-brotdose/checkliste-gesunde-brotdose.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/nachhaltige-und-gesunde-brotdose/inspiration-brotdosen.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/mitmach-kueche/lieblingsrezepte-gesund-und-nach.pdf Aktion: Infoveranstaltung „Nachhaltige und gesunde Brotdose“ Zeit Aktion Material 0:00-0:30 (30 min) Begrüßung, Überblick über Thema und Ablauf • „7 Tipps“ vorstellen, erläutern und Grafik austeilen • Fragen und Diskussionsbedarf klären Grafik „7 Handlungsfelder“ 0:30—0:45 (15 min) Theoretische Einheit Vorstellung von Möglichkeiten für die gesundheitsfördernde und klimafreundliche Gestaltung von Brotdosen und beliebten Gerichten anhand des Handouts und der Beispiele Handout zur Brotdosen- gestaltung, Beispiele für Brotdosen und abgewandelte Gerichte 0:45-1:30 (45 min) Praktisches Zubereiten • Zubereitung von Beispiel-Brotdosen in Kleingruppen • Gegenseitiges Vorstellen der Brotdosen und Verkostung im Plenum • Gemeinsamer Abschluss Lebensmittel, Küchenutensilien, Brotdosen, ggf. Geschirr, Besteck Beispielablauf 118 Aktion: Actionbound Ablauf Actionbound1 ist eine Online-Anwendung, in der Rallyes erstellt werden können, die mit mehreren Personen gespielt werden können. Das kann man sich wie eine Schnitzeljagd vorstellen, die durch digitale Elemente unterstützt werden. Interaktiv können Anweisungen, Hinweise und Rätsel in Form von QR-Codes, Videos, Au- diodateien, Quizzen und kleine Spiele eingebettet werden. Bei dieser Aktion liegt der Fokus darauf, eigene Bounds mit den Teilnehmenden zu erstellen, bei denen es um ein Thema der 7 Tipps für gesundheitsfördern- de, klimafreundliche Ernährung geht. Je nach Gruppengröße können Sie einen Bound mit der Gesamtgruppe erstellen oder Unter- gruppen einteilen, die jeweils einen eigenen Bound erstellen oder einzelne Aufgaben entwi- ckeln, die später zu einer gemeinsamen Rallye zusammengesetzt werden. Für diese Aufgabe sollte genügend Zeit eingeplant werden. Es bietet sich z. B. an, die Bounds in einer Projektwo- che zu entwickeln oder über mehrere Wochen regelmäßig daran zu arbeiten. Ein Beispiel für einen Actionbound ist die Rallye „Food for future“. Individuell Innenraum Ab 14 Jahren 4-10 Personen 1-2 Betreuende Keine Vorkenntnisse 1Actionbound 2023 119 https://de.actionbound.com/bound/FoodforFuture Ziele • Thema „gesundheitsfördernde, klimafreundliche Ernährung“ spielerisch erarbeiten und kreativ umsetzen • Mehrwert für Dritte schaffen, indem das Actionbound auch von anderen gespielt werden kann • Digitale Kompetenzen der Teilnehmenden stärken • Teamarbeit üben Materialien • Laptop, Netzkabel • Ggf. Tablet • Smartphones - am besten nutzt jede Person das eigene Smartphone, wenn vorhanden • Ggf. Kreativmaterialien • Ggf. Flipchart/Pinnwand • Moderationskoffer Vorbereitung • Um den Teilnehmenden helfen zu kön- nen, sollten Sie sich als Betreuer*in mit der App „Actionbound“ und mit dem Ernährungs-Thema beschäftigen, auf dem der Fokus liegen soll. Schauen Sie sich dazu gerne die digitale Selbst- lerneinheit zu dem Thema an. • App „Actionbound“ herunterladen Am Tag der Durchführung: • Digitale Geräte prüfen — funktioniert alles? • Ggf. Kreativmaterialien bereitstellen für Brainstorming etc. Hashtags #Lernen_durch_Anleiten #Kreativ-Werkstatt #Draußen #Online #Themenflexibel #Aktion Ausgangsfragen für das Finden eines Themas: • Welches Thema der 7 Tipps spricht euch am meisten an? • Welcher Ort in der Umgebung passt zum Thema? Z. B. Hofla- den, landwirtschaftlicher Betrieb, Unverpackt-Laden, Markt…. Damit sich alle erst einmal mit dem Programm vertraut ma- chen können, kann zunächst an einem fiktiven Beispiel ge- arbeitet werden. https://www.uni-flensburg.de/evb/forschung/klimafood/digitale-selbstlernschulung https://www.uni-flensburg.de/evb/forschung/klimafood/digitale-selbstlernschulung Aktion: Escape-Spiel (Teil 1) Zwei KlimaFood-Escape-Spiele stehen zum Spie- len und als Inspiration zur Verfügung: 1. „Das einsame Schloss“ • Analoges Spiel mit Spielmaterialien zum Aus- drucken: Anleitung, Spielbrett, Codierscheiben, Zahlenkarten, Raumkarten, Kochbuch und Hil- fekarten (Achtung: Lesen Sie zuerst die Anlei- tung, bevor Sie sich die anderen Materialien ansehen!) • Themen: Lebensmittel kennenlernen, Saisonalität, Regionalität, Tischkultur, Rezepte anwenden Ablauf In einer Projektzeit (z. B. Projektwoche oder wöchentliche Termine) wird gemeinsam oder in Kleingruppen ein eigenes Escape- Spiel erstellt. Das Spiel kann analog oder digital sein. Es versetzt die Spielenden in eine Geschichte hinein, in der sie inner- halb einer begrenzten Zeit (z. B. eine Stun- de) aus einem (imaginären) Raum oder einer Situation entkommen bzw. ein Prob- lem lösen müssen. Dazu müssen Rätsel gelöst werden. Ernährungsthemen können in die Hintergrund-Geschichte des Spiels und in die einzelnen Rätsel eingebunden werden. Individuell Innenraum Ab 14 Jahren Ab 3 Teilnehmenden 1 Betreuende*r Keine Vorkenntnisse/ themenabhängig 120 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/anleitung-das-einsame-schloss.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/spielplan-fuer-din-a4-druck.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/codierscheiben.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/zahlenkarten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/raumkarten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/kochbuch.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/hilfekarten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/escape-spiel-das-einsame-schloss-/hilfekarten.pdf Vorgehen zur Gestaltung des Escape-Spiels: 1. Als Erstes sollte das Format des Spiels festgelegt werden (z. B. Onli- ne-Spiel, kartenbasiertes Spiel, Brettspiel…). Möglichkeiten für die di- gitale Gestaltung bietet z. B. das Programm H5P. Inspiration für ana- loge Spiele kann in Escape-Spielen für zu Hause gesammelt werden. 2. Themen bzw. Botschaften zu gesundheitsfördernder und nachhal- tiger Ernährung werden gewählt, die das Spiel beinhalten soll. Um die Teilnehmenden zu inspirieren, kann es helfen, als Betreuer*in einen größeren Themenbereich vorzuschlagen und gemeinsam Fragen da- zu herauszuarbeiten und zu beantworten, die die Gruppe besonders wichtig und interessant findet. 3. Nun wird die Hintergrundgeschichte festgelegt und ein Grundgerüst festgehalten: • Was ist das Problem, das die Spielenden lösen müssen, bzw. der Grund, warum sie ausbrechen müssen? • Welche und wie viele Meilensteine müssen sie dazu erreichen? (z. B. mehrere Schlösser öffnen, mehrere Be- standteile einer Karte finden, Zutaten sammeln…) • Wie viele Rätsel werden gebraucht und welches Format müssen die Lösungen haben? (z. B. dreistellige Zah- lencodes, Passwörter, Farbcodes…) • Was ist das Ziel des Spiels? Wie wird die Geschichte aufgelöst, wenn das Ziel erreicht wurde? 4. Die einzelnen Rätsel werden in Kleingruppen entwickelt. 5. Die Kleingruppen tauschen ihre Rätsel untereinander, um sie testen zu lassen. 6. Die Rätselmaterialien und ggf. Karten, Spielpläne, digitale Elemente, Videos, Bilder… werden erstellt und zu einem Spiel zusammengefügt. Abschließend wird das Spiel gemeinsam mit Freund*innen, Familien, Gruppenmitgliedern etc. ausprobiert. https://www.uni-flensburg.de/?id=49751 Aktion: Escape-Spiel (Teil 2) Ziele • Ein Teilthema im Bereich „gesundheitsfördernde, klima- freundliche Ernährung“ spielerisch erarbeiten • Das Thema reflektieren, indem Botschaften für Dritte formuliert und kreativ umgesetzt werden • Mehrwert für Dritte schaffen, in- dem das Escape-Spiel auch von anderen gespielt werden kann • Digitale Kompetenzen, Kreativität und Teamarbeit schulen 121 Materialien • Papier, Stifte und ggf. Moderationskoffer für die Ideensammlung • PCs/Tablets und Internetzugang für Recherchen und ggf. zur Er- stellung des digitalen Spiels • Ggf. Programme für die Gestaltung von digitalen Spiel- Elementen (z. B. H5P) und Grafiken, Spielkarten etc. (z. B. Canva) • Ggf. Bastelmaterialien zur Gestaltung analoger Spielmaterialien Vorbereitung • Ggf. Hintergrundrecherche und Aus- wahl eines Themenbereichs • Ggf. Ausprobieren der PC-Programme Hashtags #Aktion #Kreativ-Werkstatt #Lernen_durch_Anleiten #Themenflexibel Aktion: App-Gestaltung Aktion Zusammen mit Betreuenden, die Expert*innen in der App-Gestaltung und -Programmierung sind, erstellen die Teilnehmenden eine eigene App oder einen App-Bereich für sich, ihre Freunde, ihre Jugendgruppe o. Ä., wodurch spielerisch Ernährungswissen und Alltagstipps vermittelt werden. Das kann z. B. durch Herausforderungen geschehen, die die Nutzer*innen dazu motivieren, gesundheitsför- dernde und nachhaltige Ernährungs-Verhaltensweisen auszuprobieren, sowie durch Quizfragen, Rätsel, Re- zepte und ähnliche interaktive Inhalte. Die Teilnehmenden recherchieren zunächst und entscheiden, welche Botschaften und Themen ihnen beson- ders wichtig sind. Dann wird eine gemeinsame Struktur festgelegt, die notwendigen Ernährungsinformatio- nen werden zusammengestellt und die Inhalte erarbeitet. Mit Unterstützung der Betreuenden werden die Ent- würfe der Teilnehmenden in die App eingepflegt und zum Leben erweckt. Anschließend wird die App bei ei- nem feierlichen App-Release Freund*innen, Gruppenmitgliedern etc. präsentiert und ausprobiert. Projektwoche oder regelmäßige Pro- jektzeiten Gruppenraum Ab 14 Jahren 3-8 Teilnehmende 1-2 Betreuende Keine Vorkenntnisse 122 Hashtags #Aktion #Themenflexibel #Kreativ-Werkstatt Ziele • Die Teilnehmenden erarbeiten sich Ernährungswissen nach eigenem Interesse. • Das Wissen wird reflektiert und vertieft, indem es mit anderen Teilnehmenden geteilt und als App-Inhalte aufbereitet wird. Materialien • Smartphones und PCs/Tablets zur Recher- che von Informationen, zur Gestaltung der App-Inhalte und zum Ausprobieren der App • Ggf. notwendige Programme Vorbereitung • Ggf. Auswahl möglicher Themen und Rubri- ken für die App (wie z. B. Quizfragen, Rezepte etc.) als Vorschläge und Inspiration für die Teilnehmenden • Ggf. Vorbereitung von Templates, in die die Teilnehmenden ihre Inhalte einpflegen kön- nen https://humans-on-planet.earth/ Spiel: Treibhauseffekt-Spiel Ablauf Es wird ein Spielfeld mit zwei Linien an den Enden und einer Mittellinie markiert (siehe Abb.). Eine oder zwei Personen werden als CO2-Moleküle (Fänger*innen innerhalb des Spiels) ausgewählt. Sie stellen sich an der Mittellinie auf. An ei- nem Ende des Spielfelds befinden sich alle anderen Mitspielenden, die nun „Sonnenstrahlen“ sind. Ziel des Spiels ist, dass die Sonnenstrahlen das gegen- überliegende Ende des Spielfelds erreichen, ohne vom CO2-Molekül gefangen zu werden. Die CO2-Moleküle dürfen sich frei auf der Mittellinie bewegen und ver- suchen, so viele Sonnenstrahlen wie möglich zu fangen. Wurde eine Person ge- fangen, verwandelt sie sich in ein CO2-Molekül, stellt sich ebenfalls auf die Mit- tellinie und versucht, in der nächsten Runde ebenfalls weitere Sonnenstrahlen zu fangen. Je mehr CO2-Moleküle es gibt, desto schwerer ist es für die Sonnen- strahlen, auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen. Das Spiel ist vorbei, wenn nur noch drei Sonnenstrahlen übrig sind. Sie sind die Gewinner*innen. Materialien Drei Seile o. Ä. (Holzklötze, Schlauch, Kreide…), um drei Linien zu markieren Vorbereitung Auf einem großen Gelän- de/einer Wiese werden in einem Abstand von ca. 10 m drei Linien parallel zueinander markiert. Die Linien sollten mindestens 3 m lang sein. 5 min Aufbau 15 min Spiel 5 min Abbau Freie Fläche/ Sporthalle ö. Ä. Ab 10 Jahren 10-25 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 123 Gespräch Vor dem Spiel wird (je nach Vorwissen der Gruppe) besprochen, dass CO2 ein Gas in der Atmosphäre ist, die die Erde wie eine Hülle umgibt. Das CO2 ist wie ein Wächter in der Atmosphäre. Es lässt die Sonnenstrahlen von draußen hinein zur Erde. Wenn die Sonnenstrahlen aber von der Erdoberfläche zurück in die Atmosphäre reflektiert werden, werden sie teilweise vom CO2 eingefangen und festgehalten, sodass sie nicht wieder aus der Atmosphäre heraus ins Weltall kommen. Genauso ist es im Spiel: Die Sonnenstrahlen versuchen, über die Mittellinie (die Atmosphäre) zu kommen, und werden von den CO2-Molekülen eingefangen. Nach dem Spiel kann die Aktivität weiter auf das Klima bezogen werden, z. B. mit diesen Fragen: • In den letzten Jahren hat sich immer mehr CO2 in unserer Atmosphäre angesammelt. Was passiert dann auf der Erde? (Es wird wärmer.) Welche Folgen kann die Erwärmung der Erde haben? • Wo kommt das CO2 eigentlich her? • Was können wir dagegen tun, dass sich immer mehr CO2 in der Atmosphäre sammelt? Hashtags #Bewegungsspiel #Mini-Spiel #Großgruppenspiel #Draußen #Klima #Treibhausgas Spiel: Chaos-Spiel Ablauf Das Chaos-Spiel ist eine Mischung aus Geländespiel und Brettspiel. Auf dem Spielplan führt ein Weg aus nummerierten Feldern vom Start zum Ziel. Die Nummern der Felder finden sich auf Karten wieder, die vorab auf dem Gelände/im Gebäude versteckt werden. Jedem Feld ist außerdem eine Aufgabe zugeordnet. Das kann z. B. eine Quizfrage, ein Mini-Spiel oder eine andere Herausforderung sein. Die Teilnehmenden werden in Gruppen von bis zu 6 Personen aufgeteilt. Jede Gruppe erhält eine Spielfigur. Ziel der Teilnehmenden ist es, mit ihrer Spielfigur als Erste das Ziel auf dem Spielplan zu erreichen. Dazu würfelt jede Gruppe und zieht mit ihrer Spielfigur um die gewürfelte Augenzahl auf dem Spielfeld vor. Nun muss sie die versteckte Karte mit der Nummer des Feldes suchen, auf dem sie gelandet ist. Auf der Rück- seite der Karte befindet sich ein Bild. Das merkt sich die Gruppe, läuft zurück zum Spielplan und nennt der Spielleitung ihre Feldnummer und das zugehörige Bild. Wenn das richtige Bild genannt wurde, bekommt die Gruppe die Aufgabe, die zu dem Feld gehört, auf dem sie steht. Wenn sie die Aufgabe richtig gelöst hat, wür- felt die Gruppe erneut. Sie geht auf dem Spielplan vor, sucht die nächste Karte usw. Wenn sie die Aufgabe nicht richtig lösen konnte, muss die Gruppe ein Feld auf dem Spielplan zurückgehen, die zugehörige Karte... 30 min Aufbau 60 min 30 min Abbau Viel Platz im Gelände oder im Gebäude Ab 6 Jahren 4-20 Teilnehmende 2-3 Betreuende Keine Vorkenntnisse 124 Ablauf ...suchen und die Aufgabe lösen. Dabei spielen alle Gruppen gleichzeitig. Je nach Teilnehmendenzahl sollten also ausreichend Betreuende als Spielleitung zur Verfügung stehen, um lange Wartezeiten der Gruppen zu vermeiden. Außerdem sollte darauf ge- achtet werden, dass Gruppen, die eine Aufgaben noch nicht gelöst haben, die Lösungen nicht von an- deren Gruppen mitbekommen. Materialien • Spielbrett • Zahlenkarten zum Verstecken • Würfel und Spielfiguren • Aufgaben und Lösungen (ausgearbeitetes Bei- spiel) • Zusätzliches Material für Aufgaben im Spiel (z. B. Regenbogenkarten) Das ausgearbeitete Beispiel umfasst 40 Aufgaben für Grundschulkinder zu verschiedenen Themen rund um gesundheitsfördernde und klimafreundli- che Ernährung. Sie können flexibel und kreativ an verschiedene (Alters-)Gruppen und Schwerpunkt- themen angepasst, gekürzt oder erweitert werden. Auch der Spielplan ist für 40 Aufgaben ausgelegt und muss deshalb ggf. ebenfalls verändert werden. Vorbereitung • Zahlenkarten drucken, ausschneiden und ggf. la- minieren • Zahlenkarten auf dem Gelände/im Gebäude ver- stecken (so viele, wie es Felder auf dem Spielplan gibt), draußen windsicher befestigen • Spielplan, Spielfiguren, Würfel, Aufgaben, zugehöri- ge Materialien und Lösungen bereitgelegen Hashtags #Bewegungsspiel #Großgruppenspiel #Draußen #Themenflexibel #Mehrere_Themen Gespräch Nach dem Spiel sollten Fragen und Diskussionen, die sich während des Spiels in den Gruppen ergeben ha- ben, mit der ganzen Gruppe besprochen werden. Au- ßerdem können die Themen, die im Spiel angespro- chen wurden, z. B. mit diesen Fragen vertieft werden: • Was war am spannendsten? Was hat euch über- rascht? • Welche Aufgaben waren einfach? Welche waren schwer? • Welche Aufgabe hat am meisten Spaß gemacht? https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/chaosspiel/chaosspiel-spielbrett.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/chaosspiel/chaosspiel-zahlenkarten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/chaosspiel/chaosspiel-fuer-juengere-kinder.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/chaosspiel/chaosspiel-fuer-juengere-kinder.docx https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/chaosspiel/regenbogen-lebensmittelkarten.pdf Spiel: Malen nach Zahlen Ablauf Die Gruppe wird in Teams aufgeteilt. Jedes Team erhält Buntstifte und einen Ausmalbogen mit verschiedenen Lebensmitteln. Ziel des Spiels ist es, alle Lebensmittel auszumalen. Das Team, das als Erstes damit fertig ist, ge- winnt. Die Reihenfolge, in der die Lebensmittel ausgemalt werden, kann jedes Team frei wählen. Um ein Lebensmittel ausmalen zu dürfen, muss allerdings immer zuerst eine Bewegungsaufgabe bewältigt werden. Die Schwierigkeit der Auf- gaben ist abhängig davon, wie viel CO2 die Herstellung der entsprechenden Lebensmittelportion verursacht: Viel CO2 bedeutet eine schwierige Aufgabe, wenig CO2 eine einfache. Welche Aufgabe das Team lösen muss, erfährt es erst, wenn es sich für ein Lebensmittel entschieden hat. Alternativ zu unterschiedlichen Aufgaben können auch für jedes Lebensmittel Runden gelaufen werden — je größer die CO2-Menge, desto mehr Runden. 15 min Aufbau 15-30 min Spiel 15 min Abbau Freie Fläche/ Sporthalle Ab 8 Jahren Bis 25 Teilnehmende 1 Betreuer*in pro Team Keine Vorkenntnisse 125 Material • Ausmalbogen • Beispielaufgaben • Ggf. Materialien, die für die Aufgaben benötigt werden (für die Beispielaufgaben: Material für einen Hin- dernisparcours, Tischtennisbälle, Löffel) • Buntstifte Vorbereitung • 1 Ausmalbogen pro Team ausdrucken • Beispielaufgaben ausdrucken oder eigene erstellen • Materialien für die Aufgaben aufbauen Gespräch Vor dem Spiel wird besprochen, dass bei der Herstellung von Lebensmitteln CO2 entsteht. Fragen, die dazu angesprochen werden können, sind z. B.: • Was ist eigentlich CO2? Was passiert, wenn wir Menschen einen hohen CO2-Ausstoß verursachen? • Wodurch entsteht CO2 generell? Wodurch entsteht CO2 bei der Herstellung von Lebensmitteln? Nach dem Spiel sollten eventuelle Fragen aus der Gruppe zu den Lebensmitteln und/oder zur Zuordnung der Aufgaben aufgegriffen werden. Anschließend wird gemeinsam reflektiert, welche Lebensmittel mit schwierigeren Aufgaben und höherem CO2-Ausstoß verbunden waren als andere. Mögliche Fragen für das Gespräch sind: • Welche Aufgabe war am leichtesten? Welche war am schwersten? • Was denkt ihr, welche Lebensmittel viel und welche wenig CO2 verursachen? • Woran könnte das liegen? Hashtags #Bewegungsspiel #Großgruppenspiel #Draußen #Klima #Treibhausgas #Gesundheit #Flächennutzung #Wasserverbrauch https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/malen-nach-zahlen/malen-nach-zahlen-ohne-artikel.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/malen-nach-zahlen/malen-nach-zahlen-beispielaufgaben.docx Spiel: Rätselgeschichten Ablauf Rätselgeschichten (auch bekannt als „Black Stories“) beginnen damit, dass die Spielleitung eine kurze Ge- schichte vorliest, in der eine rätselhafte, teilweise skurrile Situation beschrieben wird. Aufgabe der Teilneh- menden ist es nun, herauszufinden, welche Umstände und Geschehnisse zu dieser Situation geführt haben. Dazu dürfen die Teilnehmenden jedoch nur Fragen stellen, die die Spielleitung mit „ja“ oder „nein“ beantwor- ten kann (z. B. „Hat es in der Geschichte geregnet?“ statt „Wie war das Wetter in der Geschichte?“). In den Downloadmaterialien stehen Beispiele für Rätselgeschichten zur Verfügung, die mit verschiedenen Themen der sieben KlimaFood-Handlungsfelder verbunden sind. Sie eignen sich als Themeneinstieg, um das Interesse und die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden zu gewinnen. Um die Geschichten spannend zu ma- chen, sind die beschriebenen Situationen allerdings oft überzogen und dramatisch. Im anschließenden Ge- spräch sollte das klargestellt und gemeinsam überlegt werden, welche Inhalte der Geschichte relevant sind und wo sie sich im Alltag wiederfinden. 5-15 min Spiel Keine räumlichen Anforderungen Ab 10 Jahren Bis 10 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 126 Material • Rätselgeschichten Vorbereitung • Ggf. Hintergrundrecherche zum Thema der Geschichte Gespräch Die Rätselgeschichten können genutzt werden, um anschließend das Thema gemeinsam herauszuarbeiten, z. B. mit diesen Fragen: • Welchen Fehler hat die Person in der Geschichte gemacht? Wie hätte man das Problem in der Geschichte vermeiden können? • Was aus der Geschichte war unrealistisch? Was können wir daraus trotzdem für unseren Alltag mitneh- men? • Was könnte das Thema unserer heutigen Gruppenstunde/unseres Treffens/… sein? • Welche Fragen ergeben sich aus der Geschichte? Hashtags #Mini-Spiel #Eisbrecher #Mehrere_Themen #Themenflexibel https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/raetselgeschichten/raetselgeschichten-beispiele.pdf Spiel: Fruchtalarm (Teil 1) Ablauf In diesem Quizspiel treten Teilnehmende einzeln oder (bei mehr als 5 Personen) in Teams gegeneinander an und ver- suchen, Karten mit möglichst vielen verschiedenen Obst- sorten zu sammeln. Die Obstsorten sind auf den Rückseiten der Spielkarten abgebildet. Auf der Vorderseite befindet sich eine Quizfrage mit meh- reren richtigen Antworten. Sie sind unter der Frage aufge- listet. Einige der Antworten sind in Lila hervorgehoben. Sie sind etwas schwieriger zu finden und heißen Fruchtalarm- Antworten. Wenn es im Kampf um eine Karte zum Gleichstand kommt, herrscht Fruchtalarm. Dann wird die Fruchtalarm-Frage unten auf der Karte gestellt. Das ist eine Schätzfrage, mit der sich entscheidet, wer die Karte gewinnt. 15-45 min Spiel Platz zum Schreiben Ab 10 Jahren 3-20 Teilnehmende 1 Betreuer*in Keine Vorkenntnisse 127 Ablauf Alle Karten werden gemischt und mit der Obst-Seite nach oben auf dem Tisch gestapelt. Jede Person erhält einen Zettel und einen Stift. Die Teams sind abwechselnd an der Reihe, die Spielleitung zu übernehmen, eine Karte zu ziehen und die Fra- gen vorzulesen. Nun haben alle anderen Teams 30 Sekunden Zeit, um so viele mögliche Antworten auf die Frage aufzuschreiben, wie ihnen einfallen. Wenn die 30 Sekunden abgelaufen sind, nennt ein Team nach dem anderen im Uhrzeigersinn jeweils eine Antwort, die es aufgeschrieben hat. Das Team links von den aktuellen Spielleiter*innen beginnt. Die Spielleiter*innen prüfen die Antworten auf der Karte: • Ist die Antwort falsch, ist das Team für diese Frage ausgeschieden. (Es darf erst wieder mitraten, wenn die nächste Karte gezogen und die nächste Frage gestellt wird.) • Hat das Team keine Antwort aufgeschrieben, die noch nicht genannt wurde, ist es ebenfalls für diese Fra- ge ausgeschieden. • Ist eine Antwort richtig, bleibt das Team im Spiel. Es darf erneut antworten, wenn es wieder an der Reihe ist. • Ist die Antwort richtig und eine lilafarbene Fruchtalarm-Antwort, muss das Team in dieser Runde keine weiteren Antworten geben, sondern ist direkt für das Stechen am Ende der Runde qualifiziert. Es werden so lange reihum Antworten gegeben, bis a) nur noch ein Team eine richtige Antwort nennen kann und alle anderen Teams ausgeschieden sind. Die- ses Team gewinnt die Karte. b) alle Teams entweder ausgeschieden oder durch eine Fruchtalarm-Antwort für das Stechen qualifiziert sind. Die qualifizierten Teams treten nun im Stechen um die Karte gegeneinander an. c) nur noch ein Team eine richtige Antwort nennen kann und sich mindestens ein anderes Team durch eine Fruchtalarm-Antwort für das Stechen qualifiziert hat. Diese Teams treten nun im Stechen um die Karte ge- geneinander an. d) alle richtigen Antworten gegeben wurden. Alle Teams, die noch nicht ausgeschieden sind oder sich für das Stechen qualifiziert haben, treten nun im Stechen gegeneinander an. Materialien • Fertige Spielkarten • Druckvorlage für eigene Spielkarten • 1 Stift und 1 Zettel pro Person • Stoppuhr Vorbereitung • Spielkarten aus den fertigen Beispielen auswählen • Spielkarten beidseitig drucken (grün-gelbes Muster auf der Rück- seite), ausschneiden und ggf. laminieren oder • Eigene Fragen vorbereiten • Karten-Vorlage ausdrucken und ausschneiden, Fragen eintragen und Karten ggf. laminieren Spiel: Fruchtalarm (Teil 2) Ablauf Im Stechen wird die Fruchtalarm-Frage gestellt. Alle teilnehmenden Teams haben 30 Sekunden Zeit, um ihre Antwort auf die Frage aufzuschreiben. Wer der richtigen Antwort am nächsten ist, gewinnt die Karte. Nun wird die Rolle der Spielleitung im Uhrzeigersinn weitergegeben und die nächste Karte wird gezogen. Das Spiel endet, wenn ein Team eine vorab festgelegte Anzahl verschiedener Obstsorten (z. B. drei) gesammelt und damit gewonnen hat. 128 https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/fruchtalarm/fruchtalarm-beispielkarten.pdf https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/2-spiele/fruchtalarm/fruchtalarm-vorlage-fuer-eigene-karten.pdf Gespräch Während des Spiels sollten Fragen und Diskussionen, die sich ergeben, aufgegriffen werden. Dazu können Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht und es kann gemeinsam im Internet recherchiert werden, um Fragen zu klären. Nach dem Spiel können die Themen, die im Spiel angesprochen wurden, z. B. mit diesen Fragen vertieft wer- den: • Was war am spannendsten? Was hat euch überrascht? • Welche Fragen waren einfach? Welche waren schwer? • Was hat euer Interesse geweckt? Worüber würdet ihr gerne mehr wissen? Hashtags #Gesellschaftsspiel #Quiz #Großgruppenspiel #Mehrere_Themen #Themenflexibel www.in-form.de Küchenpraxis Tipps rund ums Kochen Kochen mit Gruppen Gemeinsames Kochen und Essen lohnt sich. Es bereitet Freude, schult die Teamarbeit und schafft Gemein- schaft. Außerdem wird durch das praktische Tun viel über Ernährung gelernt. Kochen ist der perfekte Aus- gangspunkt, um über Essen und Trinken ins Gespräch zu kommen, sich über Essgewohnheiten auszutau- schen und über Nachhaltigkeit zu diskutieren. Oft ergeben sich Fragen ganz von selbst aus der Gruppe her- aus, die man aufgreifen kann. 130 Hashtags #Einkaufen #Kochen #Low_Budget Kostengünstig einkaufen und kochen: Lebensmittel kosten Geld. Oftmals werden mit einer gesunden und nachhaltigen Ernährung auch hohe Kos- ten verbunden. Es gibt jedoch ein paar Tipps und Tricks für die Essensplanung, den Einkauf, die Lagerung und die Verwertung von Lebensmitteln, die es möglich machen, Geld einzusparen. So kommen auch mit knappen finanziellen Ressourcen gesunde Mahlzeiten auf den Tisch. Hier finden Sie Tipps für die Essens– und Einkaufsplanung1,2: 1 Verbraucherzentrale NRW 2023a, 2 Verbraucherzentrale NRW 2023b Einkaufsliste schreiben • Welche Vorräte habe ich noch zu Hause? Was muss ich ein- kaufen? • Tipp: Ordnen Sie die Lebens- mittel auf der Einkaufsliste nach Lebensmittelgruppen und schreiben Sie sie in der Reihen- folge auf, in der Sie sie im La- den finden (z. B. Obst und Ge- müse zusammen und direkt an den Anfang) Wie finde ich gute Rezepte? Manchmal scheint es, als ob ein Rezept alles auf einmal können muss: Es soll allen schmecken, schnell ge- hen, kostengünstig sein, sich für große Gruppen eignen, ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Mit-Kochenden bieten, außerdem noch möglichst nachhaltig sein… Wie kann man alles unter einen Hut brin- gen und das passende Rezept finden? Hier sind ein paar Tipps, wie Sie an die Suche herangehen können: 131 http://www.inform-rezepte.de/ http://www.eatbetter.de/ http://www.slowlyveggie.de/ https://www.uni-flensburg.de?54358 Hashtags #Kochen #Rezepte https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/abteilungen/ernaehrung/bilder/klimafood/materialseite-neu/1-konzepte-materialien/konzepte-und-materialien/mitmach-kueche/lieblingsrezepte-gesund-und-nach.pdf Planung für kostengünstiges Kochen Bei der Essenszubereitung können mit diesen Tipps Kosten gespart werden: • Grundnahrungsmittel verwenden: Fertigprodukte sind oftmals deutlich teurer als die selbst zubereitete Variante des Gerichts (z. B. Kartoffelpüree, Pancakes, Porridge). Die Zutatenliste von Fertigprodukten ist häufig lang. Dabei lassen sich viele Fertigprodukte ganz einfach selbst zubereiten und sind somit für die Gesundheit und den Geldbeutel besonders günstig. Am besten achtet man darauf, eine Vielfalt an Le- bensmitteln zu verwenden. Kochen Sie nach dem Regenbogen-Prinzip: je bunter, desto besser. • Weniger Fisch und Fleisch verwenden: Fisch und Fleisch sind vergleichsweise teure Lebensmittel. Gute Al- ternativen sind Hülsenfrüchte, z. B. für einen Linsenbolognese. Fisch und Fleisch sollten am besten nur ein bis zweimal in der Woche auf dem Teller landen. • Größere Mengen zubereiten: Es spart Zeit und Geld, wenn Speisen in größerer Menge zubereitet und ent- weder eingefroren oder für das nächste Mittagessen eingeplant werden. Es lohnt sich auch, Saisonware in größerer Menge einzukaufen und zu verarbeiten oder einzufrieren, z. B. Kohlrabi einfrieren, Erdbeeren zu Marmelade einkochen oder aus Äpfeln in der Saison Apfelmus auf Vorrat kochen. • Meal Prepping1: So lassen sich Kosten für regelmäßige Kantinenbesuche reduzieren. Außerdem sparen Sie in der Woche Zeit und können Lebensmittelverschwendung reduzieren. 1Schon 2020 132 https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/meal-prepping/ Idee für einen Wochenspeiseplan: Montag: Spaghetti mit Linsenbolognese Dienstag: Couscous-Salat Mittwoch: Hafer-Bratlinge mit Dip Donnerstag: Gemüsesuppe (z. B. Kürbis) mit Vollkornbrot Freitag: Reste-Tag Samstag: Pfannkuchen-Wrap mit Gemüse Sonntag: Chili sin Carne Die Rezepte finden Sie im Downloadbereich: Hashtags #Kochen #Einkaufen #Low_Budget #Rezepte https://www.uni-flensburg.de?54358 Snacks „to go“ planen Jede*r kennt‘s: Man ist unterwegs und plötzlich überrascht einen der Hunger oder auch der Durst. Da greift man doch gerne mal zum belegten Bröt- chen beim Bäcker oder kauft eine Limo am Kiosk. Die Preise für solche Snacks „to go“ sind oftmals hoch. Besser ist es deshalb, die eigene kosten- günstige Zwischenmahlzeit parat zu haben. Dafür eignen sich Snacks, die ohne Kühlung aus- kommen und sich (in einer Dose verstaut) gut transportieren lassen. Snacks für unterwegs: gut und kostengünstig • Belegtes Brot/Brötchen • Obst, z. B. Apfel, Birne, Weintrauben,... • Gemüse, z. B. Möhre, Gurke, Paprika, Radieschen, Tomaten, … • Nüsse, Trockenfrüchte, … • Schichtmüsli im Glas, z. B. mit Hafer- flocken, Nüssen, Haferdrink, Früchten etc. • Schichtsalat im Glas, z. B. mit Couscous, Gemüse, Rucola, Nüssen etc. • Selbstgemachte Müsliriegel 133 Getränke „to go“ planen Um ausreichend Getränke parat zu haben, ist es außerdem gut, stets eine eigene Trinkflasche oder einen Thermobecher im Gepäck zu haben, gefüllt z. B. mit: • Leitungswasser, • Saftschorle aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser, • „Infused water“, z. B. mit ein paar Scheiben Zitrone, Ingwer oder Gurke, einer kleinen Hand voll Beeren oder einem Stängel Minze oder • dem favorisierten Heißgetränk (z. B. Tee, Kaffee). Hashtags #Kochen #Low_Budget Kostengünstiges Einkaufen (Teil 1) # Um kostengünstig einzukaufen, können diese Tipps helfen1: • Eigenmarkenprodukte/No-Name-Produkte: Diese Produkte sind oft kostengünstiger als Markenprodukte. • Bück- und Streckware: Die günstigen Produkte stehen meist ganz oben oder ganz unten im Supermarktre- gal. • Quengelware an der Kasse: Die Produkte werden bewusst dort präsentiert und sind im Einzelpack meist sehr teuer. Ein voller Magen und bewusstes Wegschauen können helfen. • Spontaneinkäufe vermeiden: Schreiben Sie eine Einkaufsliste und halten Sie sich beim Einkaufen daran. Auch hier der Tipp: Nicht mit leerem Magen einkaufen gehen. • Wochenmarkt: Auf dem Wochenmarkt werden Obst und Gemüse kurz vor Verkaufsschluss oft besonders günstig angeboten, da die Händler*innen ihre Ware gerne noch verkaufen möchten. • Reduzierte Lebensmittel einkaufen: Lebensmittel mit bald ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) werden meist günstiger verkauft, sind aber noch einwandfrei essbar. • Angebote wahrnehmen: Schauen Sie Wochenangebote oder Prospekte durch und berücksichtigen Sie An- gebote beim Einkauf. 1BMEL 2022c 134 Saisonal einkaufen: Obst und Gemüse aus der Saison sind oft kostengünstiger aufgrund des Überangebots und schmecken be- sonders lecker. Welches Obst und Gemüse zu welcher Jahreszeit in Deutschland Saison hat, kann z. B. im Saison-Kalender des Bundeszentrums für Ernährung (BzfE) nachgesehen werden. Saisonkalender als Print2: Saisonkalender als App: Apple3: Android4: 2BZfE 2020e, 3BZfE 2021a, 4BZfE 2021b https://www.bzfe.de/fileadmin/resources/import/pdf/3488_2017_saisonkalender_posterseite_online.pdf https://apps.apple.com/de/app/saisonkalender/id507424639 https://play.google.com/store/apps/details?id=de.appmagine.saisonkalender Kostengünstig Einkaufen(Teil 2) Lebensmittel kann man teils sehr kostengünstig oder kostenlos erhalten… wenn man weiß, wie. Hier kommen ein paar Initiativen und Plattformen, die es sich zu kennen lohnt! Mundraub Die Online-Plattform „mundraub.org“ besteht bereits seit 2009. Ihr Herzstück ist die Mundraub-Karte. Auf der Karte sind öf- fentlich zugängliche Obst- und Nuss- Bäume und -Sträucher sowie Kräuter kartiert. Mundraub will damit das Entde- cken und Nutzen erleichtern und gleich- zeitig ein Bewusstsein für Regionalität und Saisonalität schaffen.1 Alle Informationen gibt es unter: https://mundraub.org ...zum Beispiel Pflaumen sammeln und zu Marmelade einkochen oder Äpfel pflücken und einen Vorrat an Apfelmus zubereiten. 1Mundraub o. J. 135 http://www.mundraub.org/ 2Too Good To Go o. J., 3foodsharing 2022 Hashtags #Kochen #Low_Budget #Einkaufen http://www.foodsharing.de/ http://www.toogoodtogo.de/ Auf die richtige Lagerung von Lebens- mitteln sollte man achten, denn sonst verderben die schneller und landen viel- leicht sogar in der Tonne. Dann wurde ganz umsonst Geld für sie ausgegeben. Es gibt einige Tipps zur richtigen Lage- rung von Lebensmitteln, z. B. Kartoffeln dunkel und kühl lagern, Äpfel und Toma- ten separat von anderem Obst und Ge- müse aufbewahren. Weitere Tipps gibt es hier1: Lebensmittellagerung 1BZfE 2020d, 2Verbraucherzentrale 2021 136 https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/lebensmittel-richtig-lagern/ Woran erkenne ich, dass ein Lebensmittel schlecht ist?3 3BZfE 2022b Hashtags #Kochen #Lagerung #Lebensmittelverschwendung Beim pädagogischen Kochen gelten nicht die gleichen Hygiene- Regeln, wie in Lebensmittelbetrieben. Dennoch ist es wichtig, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Der Grund dafür ist, dass bei der Zu- bereitung von Essen mit mehreren Leuten leicht Krank- heitserreger übertragen werden können. Als Leiter*in oder Betreuer*in übernimmt man ein Stück weit Verant- wortung dafür, dass es allen Teilnehmenden gut geht und sie vor Infektionen durch Lebensmittel geschützt sind. Davon abgesehen lernen die Teilnehmenden dadurch einen guten und verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln kennen.1 Personen, die regelmäßig mit anderen Menschen kochen, müssen an einer Hygiene- schulung teilnehmen. Das ist im Infektionsschutzgesetz (§ 43) festgelegt1. Die Hygienebelehrungen werden vom örtlichen Gesundheitsamt regelmäßig angeboten. Sicherheit und Hygiene (Teil 1) Grundvoraussetzungen:2 • Die Erstbelehrung nach Infektionsschutz- gesetz (§ 43) liegt vor. • Wasser, Seife und Papiertücher zum Hän- dewaschen sowie Mittel zur Händedesin- fektion sind vorhanden. • Kühlmöglichkeiten (Kühlschrank, Kühlta- sche) für leicht verderbliche Lebensmittel (insbesondere Fleisch, Fisch, Milchproduk- te) sind vorhanden. Auch ein Thermome- ter, um die Temperatur zu kontrollieren, sollte angeschafft werden. • Speisen werden nur gemeinsam verzehrt und nicht an Dritte abgeben. 1BZfE 2022a, 2BMJ o. J. 137 https://www.bzfe.de/bildung/praxiswissen-schule/hygiene-beim-paedagogischen-kochen/ Personalhygiene • Ringe, Armbänder und Uhren abnehmen • Hände gründlich mit Seife waschen und mit Papiertüchern abtrocknen und ggf. desinfizieren (bevor es mit dem Kochen losgeht, nachdem rohes Ei/Fleisch/Fisch oder ungewaschenes Obst/Gemüse angefasst wur- de, nachdem eine Pause gemacht wurde oder man auf der Toilette war, nach dem Finger ablecken, Husten, Niesen, etc. ) • Wunden mit einem Pflaster abkleben und darüber Einmalhandschuhe tragen • Lange Haare zusammenbinden und ggf. hochstecken • Zum Probieren immer einen sauberen Löffel verwenden • Wer krank ist (also z. B. Bauchschmerzen, Durchfall oder eine Erkältung hat), kann beim Kochen leider nicht mitmachen, um andere nicht anzustecken. Sicherheit & Hygiene (Teil 2) Umgang mit Messern: • Messerübergabe durch Ablegen und Aufnehmen • Messerübergabe mit Griff nach vorne und Schneide nach unten • Nicht mit Messer herum laufen • Vom Körper weg und nicht zum Körper hin schneiden Arbeitsplatzhygiene • Arbeitsflächen vor und nach dem Kochen mit Wasser und Spülmittel reinigen • Flächen, die mit rohem Fisch, Fleisch oder Eiern in Kontakt gekommen sind, gründlich säubern und danach am besten desinfizieren • So wenig Holz wie möglich in der Küche verwen- den (Bretter, Messer etc.), da sich in den aufquel- lenden Rillen Keime festsetzen können Hier gibt‘s den Hygiene- Check als Rap1: 1BZfE 2020b 138 https://www.youtube.com/watch?v=VJAPGsrM4Cs https://www.youtube.com/watch?v=VJAPGsrM4Cs Umgang mit Lebensmitteln • Obst und Gemüse vor der Zubereitung waschen. • Lebensmittel, die in den Kühlschrank gehören, sollten nach der Verwendung direkt zurück in den Kühl- schrank gestellt/gelegt werden. • Bei rohem Fleisch, Fisch und Eiern besteht besondere Gefahr durch Krankheitserreger. Deswegen… ...beim Kochen immer komplett durcherhitzen. ...die rohen und gegarten Lebensmittel nicht mit einander in Kontakt bringen (z. B. nicht nachei- nander auf den gleichen Teller legen). • Lagerfähige Produkte, wie z. B. Mehl, regelmäßig auf Schädlingsbefall überprüfen und gut verschlossen aufbewahren. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist regelmäßig zu prüfen. • Gekochtes Essen sollte bald gegessen oder gut ver- packt im Kühlschrank verstaut werden (nach dem Auskühlen). Weitere Informationen zur hygienischen Zubereitung von Lebensmitteln finden Sie hier2: 2BZfE 2020c, 3BZfE 2020a Hashtags #Kochen #Hygiene Einkauf Damit kühlpflichtige Lebensmittel, wie z. B. Fleisch und Milchprodukte, durch- gehend gekühlt bleiben, sollten sie in einer Kühltasche transportiert und die Lagertemperatur dokumentiert werden. Auch eine Kühlmöglichkeit in der mobi- len Küche sollte bedacht werden. Nach dem Einkauf sollten die Lebensmittel di- rekt im Kühlschrank verstaut werden. Weitere Tipps zur Lagerung gibt es hier3: https://www.bzfe.de/lebensmittel/hygiene/lebensmittel-hygienisch-zubereiten/ https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/haltbares-aus-der-eigenen-kueche/kuehlen/ Mobile Küchen: Fahrradküche Für viele KlimaFood-Konzepte und -Aktionen be- nötigen Sie Kochutensilien oder Küchen für die Umsetzung. Falls Sie keine Küche zu Verfügung ha- ben, können mobile Küchen eine Lösung für Sie sein. Auf den folgenden Karten stellen wir Ihnen drei verschiedene Küchen inkl. ihrer Vor- und Nachteile und der Beschaffungsmöglichkeiten vor. Die Fahrradküche ist eine Küche auf einem Lasten- fahrrad, -dreirad oder -anhänger (Cargo-Bike). Im Projekt KlimaFood haben wir einen Lastenfahr- radanhänger gewählt. Dieser Anhänger kann mit dem Fahrrad zum Einsatzort gezogen und vor Ort ausgeklappt und in Betrieb genommen werden. Im folgenden Video bekommen Sie einen Einblick in unser KlimaFood-Bike. 139 https://youtu.be/dTnKhK2XgtU Hashtags #Kochen #Mobile_Küche Mobile Küchen: Mobiler Küchenblock Der mobile Küchenblock ist ein Block auf Indust- rierollen, der mit einer Arbeitsfläche, zwei Koch- stellen sowie Schubladen für Besteck und weite- res Zubehör ausgestattet ist. Der mobile Küchenblock kann an den Haushalts- strom angeschlossen werden, um die Kochstel- len zu nutzen. Zusätzlich beinhaltet er ein bis zwei weitere Steckdosen für elektrische Geräte (z. B. Pürierstab oder Waffeleisen), die ebenfalls durch den Anschluss mit Strom versorgt werden. Der Küchenblock ist für den Indoor-Betrieb aus- gelegt. Deshalb beinhaltet er keinen eigenen Wasseranschluss — die Waschbecken vor Ort sollten genutzt werden. Für möglichst gute Beweglichkeit ist der Block maximal 80 cm breit und 120 cm lang. 140 Je nach Hersteller sind die kleinen mobilen Küchenblöcke echte Stau- raumwunder. Mit der entsprechen- den Beschriftung auf den Schubla- den oder Kisten finden auch alle Be- teiligten auf Anhieb alle benötigten Arbeitsmaterialien. Hashtags #Kochen #Mobile_Küche Mobile Küchen: Baukasten-Küche Die Baukasten-Küche kann aus verschiedenen Ele- menten individuell zusammengestellt werden. Für das Kochen im Freien eignet sich ein Gaskocher und eine Küche aus dem Campingbedarf. Dabei handelt es sich um einen Kochschrank, der aus Aluminiumstangen, einer strapazierfähigen Textilbespannung und einer Arbeitsfläche aus einer Aluminium-Rollplatte besteht. Dadurch ist die Küche zusammenklappbar und nimmt wenig Platz ein. Mit zusätzlichen klappbaren Tischen und Bänken (z. B. Bierzeltgarnitur) sowie weiteren Ko- chutensilien (z. B. Töpfe, Schneidebretter und Messer) ist die Küche einsatzbereit. Zur besseren Organisation eignen sich transparente Kunststoffboxen, sodass der Inhalt schnell zu erkennen ist. Als Wetterschutz kann ein Pavillon die Küche er- gänzen. Zum Waschen von Lebensmitteln oder Hän- den eignen sich Waschbecken in angrenzenden Räu- men oder alternativ eine mobile Waschstation. 141 Hashtags #Kochen #Mobile_Küche Mobile Küchen: Übersicht und Vergleich Küche Fahrradküche Baukasten-Küche Mobiler Küchenblock Platzbedarf Groß (z. B. Schuppen, Garage) Gering (z. B. Abstellkammer, Lagerraum) Mittel (z. B. Raumecke, Flur) Anschaffungskosten 15.000-21.000 € 550-3.200 € 5.000-8.000 € Vorteile • Autark • Hingucker • Viel Arbeitsfläche • Sehr flexibel • Einfacher Transport • Niedrige Kosten • Viel Stauraum • Schneller Aufbau Nachteile • Transport nur inner- halb eigener Stadt • Hohe Kosten • Nur begrenzt Wasser • Schwieriger Transport • Benötigt Stromzugang • Benötigt zusätzlich ein Waschbecken • Benötigt Zusatz- ausstattung (z. B. Tisch, Waschstation) Hashtags #Kochen #Mobile_Küche 142 Gesundheitsfördernd und nachhaltig kochen Tipps und Rezepte www.in-form.de Paprika-Frischkäse Zutaten • 200 g Frischkäse • 15 g Schnittlauch • ½ Paprika • 2 EL Ajvar • Salz • Pfeffer Material • Schneidebrett • Küchenmesser • Schüssel • Löffel • Waage Anleitung 1. Paprika und Schnittlauch waschen. 2. Die Paprika in sehr feine Würfel schneiden. 3. Den Schnittlauch fein kleinschneiden. 4. Frischkäse, Schnittlauch, Paprika und Ajvar in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. 5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 1DGE o.J.d 144 Zutaten • 200 g Frischkäse • 15 g (3 EL) Schnittlauch • 15 g (3 EL) Petersilie • Ca. 10 g (2 EL) Kresse • Salz • Pfeffer Material • Schneidebrett • Küchenmesser • Schüssel • Löffel • Waage Anleitung 1. Schnittlauch, Petersilie und Kresse waschen und möglichst fein schneiden. 2. Frischkäse und Kräuter in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. 3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2BMEL 2021 3BLE o.J.e 4DGE 2019c Kräuter-Frischkäse Frischkäse-Sandwiches Zutaten für zwei Sandwiches • 4 Scheiben Vollkornbrot • Ca. 90 g Kräuter- oder Paprika- Frischkäse • Ca. 40 g Gurke (10 dünne Scheiben) • Für Kräuterfrischkäse-Sandwiches zusätzlich ca. 40 g Tomate (4 dünne Scheiben) Material • Schneidebrett • Besteckmesser • Löffel • Waage Anleitung 1. Gurke und ggf. Tomate waschen und in möglichst dünne Schei- ben schneiden. 2. Ein bisschen Frischkäse auf die jeweils obere Brotscheibe des Sandwiches streichen, den Rest auf die jeweils untere Scheibe. 3. Die untere Brotscheibe mit Gurke und ggf. Tomate belegen, die Brotscheiben zusammenklappen und in der Mitte durchschnei- den. 145 1DGE 2019a 2DGE 2019b Hummus Zutaten • 400 g gekochte Kichererbsen (selbst gekocht aus 250 g getrockneten Kichererbsen oder aus der Dose) • 1-2 Zehen Knoblauch • Saft einer halben Zitrone • 3 EL Olivenöl • 2 EL Tahini (Sesam-Mus) • ½ TL Salz • Kreuzkümmel • Pfeffer Material • Große Schüssel • Hoher Kochtopf • Sieb • Hohe Schüssel zum Pürieren • Pürierstab • Zitronenpresse • Kleines Küchenmesser Anleitung 1. Wenn getrocknete Kichererbsen verwendet werden, werden sie zuerst für 12 Stunden in einer großen Schüssel mit viel Wasser eingeweicht. Anschließend werden sie in einen hohen Topf gegeben, mit Wasser bedeckt und eine Stunde gekocht. Vorsicht: Es entsteht viel Schaum, der leicht überkocht. 2. Die Kichererbsen werden zum Abtropfen in ein Sieb gegeben und kurz abgespült. 3. Kichererbsen, geschälten Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl, Tahini, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel werden in einer hohen Schüssel püriert, bis eine cremige Masse entsteht. 146 1BLE 2020f 2BLE o.J. Hummus-Sandwiches Zutaten für zwei Sandwiches • 4 Scheiben Vollkornbrot • ¼ Zucchini (mittelgroß) • Handvoll Rucola • 2-3 EL Hummus • 1 TL Rapsöl zum Braten • Salz • Pfeffer Anleitung 1. Den Rucola waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. 2. Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben oder Streifen schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. 3. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die geschnittene Zucchini darin von beiden Seiten je ca. zwei Minuten anbraten. 4. Die Brotscheiben mit dem Hummus bestreichen, mit Rucola und Zucchini belegen und zu Sandwiches zusammenklappen. 147 Material • Sieb • Schneidebrett • Besteckmesser • Esslöffel • Pfanne • Waage 1Leitzmann & Keller 2010 Tomatiger Linsenbrotaufstrich Zutaten • 50 g rote Linsen • 1 Tomate • 5 getrocknete Tomaten • 1 Zwiebel • 1 Knoblauchzehe • 1 TL Olivenöl oder Rapsöl • 150 ml Gemüsebrühe • 1 Prise Cayennepfeffer • 1 EL Kräuter der Provence • 1 EL Tomatenmark • 1 Prise Paprikapulver • 1 EL frischer Basilikum Material • Sieb • Schneidebrett • Küchenmesser • Schüssel • Löffel • Kleiner Topf • Pürierstab Anleitung 1. Die Linsen abwiegen und in einem Sieb waschen. 2. Tomate und getrocknete Tomaten in kleine Stücke schneiden. 3. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in heißem Öl in einem Topf anbraten. 4. Linsen und geschnittene Tomaten hinzugeben und mit Gemüsebrühe ablöschen. Dann 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen. 5. Trockene Gewürze und Tomatenmark hinzufügen und mit einem Pürierstab mixen. 6. Zum Schluss das frische Basilikum gehackt unterheben. 148 1BZfE 2022a Zutaten • 150 g Möhrengrün • 1-2 Zehen Knoblauch • 50 g Hartkäse, z. B. Parmesan • 150 g Nüsse/Kerne, z. B. Mandeln oder Cashewnüsse • 120 ml Öl (Oliven- oder Rapsöl) • Salz und Pfeffer • Zitronensaft Material • Sieb • Evtl. Salatschleuder • Schneidebrett • Küchenmesser • Reibe • Messbecher • Standmixer Anleitung 1. Das Möhrengrün in einem Sieb abwaschen und möglichst tro- cken schütteln. Wenn vorhanden, kann das Möhrengrün in der Salatschleuder trockengeschleudert werden. 2. Das Möhrengrün grob kleiner schneiden und in den Standmixer geben. 3. Den Käse reiben und dazugeben. 4. Die Nüsse/Kerne hinzufügen und alles pürieren. 5. Das Öl dazugeben und kurz mitpürieren. 6. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. 7. Das Pesto in heiß ausgewaschene Schraubgläser füllen und im Kühlschrank lagern. Wenn das Pesto zum Schluss mit einer dün- nen Schicht Öl bedeckt wird, ist es luftgeschützt und hält länger. Möhrengrün-Pesto 149 1Leitzmann & Keller 2012 Schüttel-Brot Zutaten • 700 g Vollkornmehl • 2 TL Salz • Ggf. 1 TL Gewürze (z. B. Brot- gewürz, Kräuter, Muskatnuss …) • ½ Liter lauwarmes Wasser • 1 Würfel frische Hefe • 1 TL Zucker • Etwas Öl Material • Getreidemühle (optional) • Teelöffel • Große verschließbare Dose • Kleine verschließbare Dose • Messbecher • Backform (Kasten) • Ggf. Teigschaber Anleitung 1. Hefe mit dem Zucker in einer kleinen durchsichtigen verschlosse- nen Dose flüssig schütteln (bei acht Personen ca. drei Runden je 10– bis 20-mal schütteln). 2. Mehl, Salz und Gewürze in einer durchsichtigen großen Schüssel vermischen und flüssige Hefe mit dem lauwarmen Wasser hinzu- geben. Mit dem Deckel gut verschließen und erneut schütteln (bei acht Personen ca. 10– bis 20-mal pro Person in zwei Runden). 3. Teig kurz durchkneten und mit den Händen oder dem Teigscha- ber in die geölte Brotbackform geben. 4. Teig kurz gehen lassen (ca. 15-30 Minuten; kann bei Zeitmangel auch ausgelassen werden). 5. Im nicht vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober– und Unterhitze) 1 Stunde backen. 150 1DGE 2019b Pfannenbrot Zutaten für ca. 6 Portionen • 300 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen) • 1 TL Backpulver • 1 TL Salz • 1 EL Oliven- oder Rapsöl • 200 ml Wasser • Oliven- oder Rapsöl zum Braten Material • Waage • Messbecher • Große Schüssel • Esslöffel • Teelöffel • Nudelholz • Unterlage zum Teigausrollen • Pfanne • Pfannenwender • Küchenrolle • Teller Anleitung 1. Mehl und Backpulver in einer großen Schüssel verrühren. 2. Salz, Wasser und 1 EL Öl hinzugeben. 3. Alle Zutaten zu einem Teig verrühren. 4. Den Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen. 5. Ausrollunterlage und Nudelholz mit etwas Mehl bestäuben. 6. Den Teig in acht Portionen teilen. Jede Portion mit dem Nu- delholz zu einem dünnen Fladen ausrollen. 7. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen. 8. Die Herdplatte auf mittlere Hitze herunterdrehen und die Brotfladen nacheinander in der Pfanne von beiden Seiten braten, bis sie braun werden. Vorsicht: Die Brote können schnell anbrennen. 9. Einen Teller mit einem Blatt Küchenpapier auslegen und die fertigen Brote darauf ablegen. So wird überschüssiges Öl vom Papier aufgesaugt. Anschließend am besten warm ser- vieren. 151 1Maschkowski & Rempe 2022 Fladenbrot Zutaten für ca. 1 Brot • 220 ml lauwarmes Wasser • ½ Würfel Frischhefe • 1 EL Zucker • 2 EL Rapsöl • 360 g Vollkornmehl • 1 TL Salz • Etwas Olivenöl • Etwas Milch Material • Waage • Messbecher • Große Schüssel • Esslöffel • Teelöffel • Backblech • Backpapier Anleitung 1. Die Hefe in das lauwarme Wasser bröseln und mit dem Zucker zu- sammen darin auflösen. Dazu ggf. vorsichtig umrühren. 2. Mehl, Öl und Salz in einer Schüssel vermischen. 3. Das Hefe-Wasser-Zucker-Gemisch dazugeben und alles in ca. 7 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. 4. Den Teig zu einer Kugel formen, mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 Minuten gehen lassen. 5. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. 6. Den Teig noch einmal kurz kneten und dann auf dem Backblech mit den Händen zu einem Fladenbrot auseinanderziehen. Der Teig soll- te dann ca. 1,5 cm dick sein. 7. Den Teig mit etwas Milch und Olivenöl bestreichen und ggf. mit Sesam bestreuen. 8. Noch einmal 30 Minuten auf dem Backblech gehen lassen. 9. 8-10 Minuten bei 200 °C Umluft oder 230 °C Ober-/Unterhitze ba- cken. 152 1Buyken 2004 2Leitzmann & Keller 2010 Vielleicht kennen Sie das: Sie essen einen Schokoriegel und fühlen sich kurze Zeit später müde und schlapp. Das liegt daran, dass der hohe Zuckergehalt unseren Blutzu- cker stark ansteigen und schnell wieder abfallen lässt. Je mehr Zu- cker wir essen, desto stärker steigt und fällt der Blutzuckerspiegel.1,2 Burger-Brötchen Zutaten für ca. 8 kleinere Brötchen • 250 g Dinkelmehl • 250 g Dinkelvollkornmehl • 2 TL Salz • 1 EL Zucker • 20 g frische Hefe • 200 ml lauwarmes Wasser • 80 g weiche Margarine • Etwas Milch • evtl. Sesam zum Bestreuen Material • Große Schüssel • Waage • Esslöffel • Teelöffel • Messbecher • Geschirrtuch • Backblech • Backpapier • 2 kleinere Schüsseln zum Abwiegen von Zutaten Anleitung 1. Das lauwarme Wasser in einem Messbecher abmessen, die Hefe dazu bröseln, den Zucker dazugeben. Die Hefe soll sich im Wasser auflösen, ggf. vorsichtig umrühren. 2. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. 3. Die Margarine dazugeben. 4. Das Wasser mit Zucker und Hefe mit in die Schüssel ge- ben und alles in 10 Minuten zu einem glatten Teig ver- kneten. 5. Zugedeckt bei Raumtemperatur 1 Stunde gehen lassen. 6. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. 7. Den Teig in 8 Portionen teilen und zu runden Brötchen formen. Die Brötchen aufs Backblech setzen und zuge- deckt weitere 30 Minuten gehen lassen. 8. Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 9. Die Brötchen kurz flachdrücken, mit etwas Milch bestrei- chen. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schie- ne ca. 20 Minuten backen. 153 1Buyken 2004 2Leitzmann & Keller 2010 Falafel-Burger-Patties Zutaten für 4 Stück • 250 g gekochte Kichererbsen (selbstgekocht oder aus der Dose) • 1 Zwiebel • 1 Zehe Knoblauch (optional) • 3 EL kleingeschnittene Petersilie • 1 TL Kreuzkümmel • 1 TL Koriander-Pulver • ½ TL Kurkuma • Salz und Pfeffer • 9 EL Mehl (Weizen-/Dinkelvollkorn) • 1 gestrichener TL Backpulver • Rapsöl zum Braten Material • Sieb • Schneidebrett • Kleines Messer • Hohe Schüssel zum Pürieren • Pürierstab • Löffel • Pfanne • Pfannenwender • Küchenpapier • Teller Anleitung 1. Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. 2. Petersilie waschen und kleinschneiden. 3. Zwiebel und Knoblauch schälen und in Stücke schneiden. 4. Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Kreuzkümmel, Koriander-Pulver und Kurkuma in einen Messbecher (oder eine hohe Schüssel) geben, mit einem Pürierstab pürieren. 5. Die Masse in eine Schüssel füllen, das Mehl nach und nach dazugeben und unterrühren. Zum Schluss das Backpulver untermischen, bis ein glatter Teig entstanden ist. 6. Zu Burger-Patties formen und plattdrücken (die Patties wer- den beim Braten noch etwas höher). 7. Rapsöl in eine Pfanne geben, sodass der Boden gerade so bedeckt ist, und auf dem Herd auf hoher Stufe erhitzen. 8. Wenn das Öl heiß ist, den Herd auf mittlere Hitze herunter drehen, die Patties in die Pfanne legen und einige Minuten von beiden Seiten braten, sodass sie von außen knusprig sind. 9. Die Patties aus der Pfanne nehmen und auf einen mit Kü- chenpapier ausgelegten Teller legen. Das Küchenpapier saugt überschüssiges Öl auf. 154 1Jukanti et al. 2012 Kichererbsen gehören zu den Hülsenfrüchten, genau wie Linsen und verschiedene Bohnensorten. Sie sind gute Quellen für Eiweiß. Eiweiß besteht aus verschiedenen Bausteinen, die je nach Lebensmittel un- terschiedlich zusammengesetzt sind. Weil unser Körper alle verschiedenen Bausteine braucht, ist es wichtig, ab- wechslungsreich zu essen. So können wir alle unterschiedlichen Eiweiß-Bausteine bekommen.1 Kidneybohnen-Burger-Patties Zutaten für 4 Stück • 250 g gekochte Kidneybohnen (selbstgekocht oder aus der Dose) • 1 Zwiebel • 1 Zehe Knoblauch (optional) • 60 g zarte Haferflocken • 25 g Vollkornmehl • 2 TL Sojasauce und 2 TL Senf • 2 TL Paprikapulver • 1 TL Kreuzkümmel • 1/8 TL Pfeffer • Rapsöl zum Braten Material • Große Schüssel • Schneidebrett • Knoblauch- presse • Küchenmesser • Gabel • Sieb • Teelöffel • Löffel • Pfanne • Pfannenwender Anleitung 1. Die Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen. Anschlie- ßend in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, sodass eine Masse entsteht. 2. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. 3. Den Knoblauch schälen, durch die Knoblauchpresse pressen. 4. In einer Pfanne ca. 1 Esslöffel Rapsöl erhitzen und die Zwiebel- würfel darin einige Minuten anbraten, bis sie leicht bräunlich werden. Den Knoblauch dazugeben und noch einmal ca. eine Minute braten. 5. Zwiebel und Knoblauch zu den Kidneybohnen in die Schüssel geben. Haferflocken, Mehl, Sojasauce, Senf, Paprikapulver, Kreuzkümmel und Pfeffer dazugeben. 6. Alles zu einer Masse verkneten und dann 4 Patties formen. 7. Rapsöl in eine Pfanne geben, sodass der Boden gerade so be- deckt ist, und auf dem Herd auf hoher Stufe erhitzen. 8. Wenn das Öl heiß ist, den Herd auf kleine Hitze herunter- drehen, die Patties in die Pfanne legen und ca. 10 Minuten von beiden Seiten braten, sodass sie von außen knusprig sind. 9. Die Patties aus der Pfanne nehmen und auf einen mit Küchen- papier ausgelegten Teller legen. Das Küchenpapier saugt über- schüssiges Öl auf. 155 1Wang et al. 2010 Gemüsespieße Anleitung 1. Champignons putzen, Paprika waschen, Zwiebel schälen. 2. Paprika und Zwiebel in mundgerechte Stücke schneiden, Champig- nons bei Bedarf halbieren. 3. Das Gemüse in eine Schüssel geben, Öl und Balsamico-Essig, etwas Salz, Pfeffer und Estragon dazugeben. 4. Den Knoblauch schälen, durch eine Knoblauchpresse pressen und mit in die Schüssel geben. 5. Alles vermischen und möglichst eine Weile durchziehen lassen (ca. 30 Minuten). 6. Das marinierte Gemüse auf die Grillspieße/Schaschlikspieße auf- spießen. 7. Die Spieße 10-20 Minuten grillen ODER in der Pfanne auf dem Herd braten ODER 20-30 Minuten im Ofen backen. Zutaten für 4 Spieße • 16 Champignons • 3 Paprika • 1 Zwiebel • 3 EL Raps- oder Olivenöl • 1 EL Balsamico-Essig • 1 Knoblauchzehe • Salz, Pfeffer, Estragon Material • Schneidebrett • Messer • Knoblauchpresse • Grillspieße/Schaschlikspieße • Große Schüssel • Teller zum Ablegen der Spieße 156 1DGE 2022 2Teichmann et al. 2007 3DGE 2012 Champignons enthalten Mag- nesium. Das brauchen un- sere Muskeln, um sich zu bewegen, und die Nerven in unserem Gehirn, damit wir denken können.1 Hafer-Gemüse-Bällchen Zutaten für 2 Portionen • 160 g Haferflocken • 200 ml heißes Wasser • 50 g geriebene Möhre • 50 g geriebene Zucchini • Pfeffer und Salz • Kräuter/Gewürze nach Wahl • Öl Material • Korn-Quetsche (optional) • Küchenwaage • Wasserkocher • Messbecher • Schüssel • Sparschäler • Messer • Reibe • Löffel • Pfanne • Pfannenwender Anleitung 1. Heißes Wasser und Haferflocken in eine Schüssel geben und ca. 5-8 Minuten einweichen lassen. 2. Möhren schälen und fein reiben. Zucchini waschen und ebenfalls fein reiben. 3. Fein geriebene Möhren und Zucchini zu den Haferflocken geben, mit einem Löffel vermengen und nach eigenen Vorlie- ben mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und Kräutern verfeinern. 4. Mit angefeuchteten Händen Bällchen formen. 5. Reichlich Öl in der Pfanne erhitzen und die Bällchen von allen Seiten goldbraun backen. 157 1Maschkowski & Rempe 2022 Kürbissuppe Zutaten für 6 Portionen • 1,4 kg Hokkaido-Kürbis • 3-4 kleine Kartoffeln • 4 Möhren • 1 Pastinake • 2 Zwiebeln • 1 L Wasser • 2 EL Mehl • 2 EL Öl • 200 g (pflanzliche) Sahne • Salz, Pfeffer, Paprikapulver Material • Küchenwaage • Kochtopf • Sparschäler • Pürierstab • Kochlöffel • Suppenkelle • Messer • Schneidbrett • Esslöffel Anleitung 1. Kürbis waschen, in 4 Teile teilen, entkernen und klein schneiden. 2. Kartoffeln, Pastinaken und Möhren waschen, schälen und klein schneiden. 3. Zwiebeln schälen und klein schneiden. 4. Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln im Öl anbraten. 5. Kürbis, Kartoffeln, Möhren und Pastinake in den Topf geben und rühren. 6. Mehl über das Gemüse verteilen und umrühren. 7. Wasser und (pflanzliche) Sahne in den Topf gießen. Die Suppe ca. 25 Minuten bei geringer Hitze mit Deckel köcheln lassen. 8. Die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver wür- zen. 9. Die Suppe in eine Schüssel geben und nach Geschmack mit den Toppings bestreuen. 158 1DGE 2020 Türkische Linsensuppe Zutaten für 2 Portionen • 1 Zwiebel • 1 Knoblauchzehe • 1 Möhre • 2 große Tomaten • 125 g rote Linsen • Etwas Oliven- oder Rapsöl • 75 g Tomatenmark Material • Schneidebrett • Küchenmesser • Sparschäler • Waage • Feines Sieb • Messbecher • Esslöffel • Teelöffel • Großer Kochtopf mit Deckel • Kochlöffel Anleitung 1. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. 2. Möhre und Tomaten waschen, die Möhre schälen und beides in kleine Stücke schneiden. 3. Die roten Linsen im Sieb abwaschen. 4. Wenn Minze gewünscht ist, die Minze waschen. 5. Etwas Öl im Kochtopf erhitzen und die Zwiebelstücke darin anbraten. 6. Knoblauch, Tomatenstücke, Tomatenmark und die Hälfte der Minze dazugeben und mitbraten. 7. Möhrenstücke, Kreuzkümmel und Paprikapulver dazugeben. Alles ca. 5 Minuten anbraten. Häufig umrühren. 8. Linsen und Wasser/Gemüsebrühe dazugeben und alles mit geschlossenem Deckel 15-20 Minuten kochen. 9. Die Suppe pürieren. 10. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit der restlichen Minze garnieren. 159 • 750 ml Wasser oder Gemüsebrühe • 1 EL Zitronensaft • ½ TL Kreuzkümmel • 1 TL Paprikapulver • Salz und Pfeffer • 1 Handvoll frische Minze 1BZfE o.J. Zu den Hülsenfrüchten zählen Kichererbsen, Linsen, Erbsen und Bohnen. Besonders günstig kann man sie oft in getrockneter Form kaufen. Aber wie bereitet man getrocknete Hülsenfrüchte zu? Als Faustregel gilt: Bohnen, Erbsen und Kichererb- sen werden über Nacht mit der dreifachen Menge Wasser eingeweicht. Danach wird das Wasser weggegossen. Geschälte Linsen und Erbsen müs- sen nicht eingeweicht werden. Dann werden die Hülsenfrüchte wieder mit der dreifachen Menge Wasser in einem großen Topf (wichtig, denn beim Kochen schäumt es sehr stark) gekocht. Die Gar- zeit hängt von der Größe der Hülsenfrüchte ab. Ro- te Linsen brauchen nur etwa 10 Minuten, Kicher- erbsen bis zu 2 Stunden.1 Couscous-Schicht-Salat Zutaten für 1 Portion Für den Salat • 50 g Couscous • ½ TL Salz • 1 TL Olivenöl • 50 ml kochendes Wasser • ½ Rote Beete • ½ Gurke • 1 Möhre • Salat, z. B. Feldsalat, Rucola, Spinat Für das Dressing • ½ EL Essig • 1 EL Olivenöl • ½ TL Honig • Salz • Pfeffer • Petersilie • Schnittlauch Material • Schüssel • Wasserkocher • Esslöffel • Gefäß für Dressing • Schneidebrett • Küchenmesser • Schneebesen • Ggf. Sieb Anleitung 1. Den Couscous mit Salz und Olivenöl in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Den Couscous ca. 5 Minuten quellen lassen und anschließend mit einer Gabel auflockern. 2. Das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden. 3. Abwechselnd den Couscous und das Gemüse in einem hohen Glas schichten. 4. Für das Dressing den Essig in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen das Öl unter Rühren zugeben. Gut verquirlen und mit ¼ TL Salz, Pfeffer, Kräutern und Honig würzen und abschmecken. 160 1BZfE 2019 2 DGE 2015 3Çelik et al. 2004 In der roten Beete sind viele gesundheitsförder- liche sekundäre Pflanzen- stoffe enthalten. Pflanzen bilden diese Stoffe, um sich z. B. gegen Schädlinge und Krankheiten zu schützen. Wenn wir diese Pflanzen oder ihre Früchte essen, nehmen wir auch diese Stoffe zu uns. Dann können wir auch von ihrer Schutzwirkung profitieren. Zum Beispiel können uns sekundäre Pflanzenstoffe gegen Krebs schützen.1,2 Herzhafter Porridge Zutaten für 4 Portionen • 1 Zwiebel • 1 EL Pflanzenöl (z. B. Rapsöl) • 400 g Pilze (z. B. Champignons) • 300 g Spinat • 200 g Haferflocken (zart oder kernig) • 700 ml Wasser oder Haferdrink oder Gemüsebrühe • Salz, Pfeffer, Muskat • 100 g Feta Material • Schneidebrett • Küchenmesser • Schüssel(n) • Topf • Kochlöffel • Messbecher • Durchschlag • Probierlöffel Anleitung 1. Zwiebel schälen und klein schneiden. 2. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin kurz anschwitzen. 3. Die Pilze putzen, klein schneiden und zu den Zwiebeln geben. Kurz mit anschwitzen lassen. 4. Den Spinat waschen (oder auftauen), ebenfalls dazugeben und kurz mit dämpfen lassen, bis er etwas in sich zusammenfällt. Ggf. anfallende Flüssigkeit abschöpfen. 5. Die Haferflocken in den Topf geben, das Wasser, den Haferdrink oder die Gemüsebrühe dazu gießen und zum Kochen bringen. 6. Bei niedriger Hitze bis zur gewünschten Konsistenz einköcheln lassen. 7. Mit Salz, Pfeffer und Muskat oder weiteren Gewürzen abschmecken. 8. Den Feta zerbröseln und unter das Gericht mischen. 161 1BZfE 2020 Was ist der Unterschied zwischen Feta, Hirtenkäse und Schafskäse? Der Begriff „Feta“ ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung, was be- deutet, dass Feta immer in bestimmten Ge- bieten in Griechenland erzeugt wird. Feta be- steht größtenteils aus Schafsmilch, darf aber auch bis zu 30 % Ziegenmilch enthalten. Schafskäse hingegen besteht zu 100 % aus Schafsmilch. Im Gegensatz dazu wird Hirten- käse, häufig auch Balkankäse genannt, aus Kuhmilch hergestellt und schmeckt milder.1 Gemüserösti Zutaten für 2 Portionen • 300 g Kartoffeln • 200 g Gemüse (z. B. Möhre, Pastinake, Sellerie) • 2 EL Vollkornmehl • 1-2 EL Leinsamen • 3-5 EL Flüssigkeit (z. B. Wasser oder Sud von Kichererbsen) • Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika, Chili usw.) • Öl zum Braten (z. B. Rapsöl) Anleitung 1. Gemüse und Kartoffeln waschen, schälen und raspeln. 2. Geraspeltes Gemüse und Kartoffeln in eine Schüssel geben und mit Mehl, Leinsamen und etwas Flüssig- keit zu einem Teig verarbeiten. 3. Die Konsistenz anpassen (z. B. mehr Mehl oder Flüssigkeit hinzugeben). 4. Mit Gewürzen abschmecken. 5. Die Pfanne auf dem Kochfeld mit etwas Öl erhitzen. 6. Den Teig in kleinen Portionen in die Pfanne geben. Nach etwa 4-5 Minuten den Gemüserösti wenden. 7. Wenn beide Seiten angebraten sind, den Gemüserösti aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller mit Küchenkrepp ablegen. Das Küchenkrepp saugt überschüssiges Fett auf. 8. Auf einem Teller anrichten. Material • Messer • Sparschäler • Schneidebrett • Gemüsereibe • Schüssel • Löffel • Pfanne • Pfannenwender 162 1BZfE 2022b 2BZfE 2021 Pfannkuchen-Wraps Zutaten für ca. 20 Wraps • 480 g Dinkelvollkornmehl • 120 g (Mais-)Stärke • 2 TL Salz • 1,2 l Sprudelwasser • 4 EL Oliven- oder Rapsöl • Rapsöl zum Anbraten • 500 g Speisequark • 600 g Naturjoghurt • 5 Möhren • 2 Bund Radieschen • 175 g Rucola • 6 Frühlingszwiebeln • Ca. 2 Bund gemischte Kräuter • 4 EL Rapsöl • 5-6 TL Senf • Salz • Pfeffer Material • Schüssel • Schneidebrett • Kleines Messer • Schneebesen • Pfannenwender • Großes Messer • Reibe • Sparschäler • Teelöffel (TL) • Esslöffel (EL) • Suppenkelle • Pfanne • Großer Teller • Kleiner Teller Anleitung Für den Teig 1. Mehl, Stärke, Salz und Öl abwiegen und in der Schüssel vermengen. 2. Sprudelwasser hinzugeben und verrühren. 3. Teig glatt rühren und kurz quellen lassen. 4. Rapsöl in der Pfanne erhitzen und portions- weise Teig in die Pfanne geben und den Teig ausbacken. 5. Pfannkuchen-Wrap einmal wenden. 6. Auf einem Teller auskühlen lassen. 163 Für die Füllung 1. Kräuter waschen, klein schneiden und hacken. 2. Quark, Joghurt, Senf, Öl und Kräuter verrühren. 3. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. 4. Möhren waschen, schälen und reiben. 5. Frühlingszwiebeln, Radieschen und Rucola waschen und klein schneiden. 6. Pfannkuchen mit dem Quark-Aufstrich bestreichen. 7. Gemüse gleichmäßig auf dem Pfannkuchen-Wrap vertei- len und den Wrap aufrollen. 1DGE 2019c 2DGE 2013 Chili sin Carne Material • Schüssel • Messbecher • Esslöffel • Sieb • Schneidebrett • Kleines Küchenmesser • Großer Kochtopf • Kochlöffel Anleitung 1. Die Sojaschnetzel mit der Sojasauce in eine Schüs- sel geben. Mit 500 ml heißem Wasser übergießen. Etwa 15 Minuten ziehen lassen, bis das Wasser auf- gesogen ist und die Sojaschnetzel weich geworden sind. 2. Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden. 3. Rapsöl in einen großen Topf geben und erhitzen. Die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 1-2 Minuten dünsten. 4. Knoblauch, Paprikapulver und Tomatenmark hin- zugeben und kurz anbraten. 5. Die eingeweichten Sojaschnetzel dazugeben und einige Minuten anbraten. 6. Mit 250 ml Gemüsebrühe ablöschen. Die gehackten und passierten Tomaten hinzugeben und auf mittlerer bis kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen. 7. Mais und Bohnen in einem Sieb abspülen und ab- tropfen lassen. Mit in den Topf geben und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Zutaten für ca. 6 Portionen • 200 g Sojaschnetzel (fein) • 6 EL Sojasoße • 1 Zwiebel • 1 Knoblauchzehe • 2 EL Rapsöl • 800 g gehackte Tomaten • 250 ml passierte Tomaten • 1 Dose Mais (400 g) • 800 g Kidneybohnen (selbst gekocht oder aus der Dose) • 400 g schwarze Bohnen (selbst gekocht oder aus der Dose) • 250 ml Gemüsebrühe • 3 TL Tomatenmark • 2 TL Paprikapulver • Salz und Pfeffer 164 1Kraut et al. 1981 2Jungbluth et al. 2016 Unser Körper braucht jeden Tag Nahrung mit Eiweißen. Eiweiße beste- hen aus verschiedenen Bausteinen, die unser Körper benutzt, damit unsere Or- gane ihrer Arbeit nachgehen und ihre Funktion erfüllen können. Weil die Orga- ne unterschiedlich aufgebaut sind und unterschiedlich funktionieren, brauchen sie auch unterschiedliche Bausteine. Deshalb ist es sinnvoll, abwechslungs- reich zu essen.1,2 Linsen-Bolognese Zutaten für 6 Portionen • ½ Zwiebel • 1 Knoblauchzehe (optional) • 200 g Gemüse der Saison (z. B. Möhren, Lauch und Knollensellerie im Winter) • 2 EL Rapsöl • 70 g Linsen • 200 g gehackte Tomaten • 400 g passierte Tomaten • 250 ml Gemüsebrühe • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum • Parmesankäse (optional) Material • Schneidebrett • Messer • Sparschäler • Kochlöffel • Messbecher • Feines Sieb • Reibe Anleitung 1. Das Gemüse waschen und putzen. Den Lauch in feine Ringe schneiden. Die Möhren und den Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. 2. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. 3. Das Öl im Topf erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hit- ze glasig andünsten. Den Knoblauch dazugeben und mitdünsten. Dann das Gemüse ebenfalls dazugeben und mitdünsten. 4. Die Gemüsebrühe sowie die gehackten und passierten Tomaten dazugeben. 5. Die Linsen abwiegen, in einem Sieb unter heißem Wasser abspülen und mit in den Topf geben. Alles kochen lassen, bis die Linsen weich geworden sind (ca. 20-35 Mi- nuten je nach Sorte der Linsen). Mit Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum abschmecken. 6. Mit Nudeln anrichten und nach Wunsch mit geriebenem Parmesankäse bestreuen. 165 1DGE 2014 2Rienks et al. 2018 3Watzl 2011 Pancakes mit Apfelmus Zutaten für 2 Portionen Für den Teig • 120 g Vollkornmehl • ¼ TL Backpulver • 1 Prise Salz • 100 ml Pflanzendrink (z. B. Hafer) • Rapsöl (zum Braten) Für das Apfelmus • 2 Äpfel • 100 ml Apfelsaft • 1 Messerspitze Zimt • 2 EL Zucker Material • Esslöffel • Große Schüssel • Schüttelbecher • Teelöffel • Bratpfanne • Pfannenwender • Getreidemühle • Schneidebrett • Schneidemesser • Sparschäler • Kochtopf • Kochlöffel • Kartoffelstampfer • Schraubglas Anleitung Für die Pancakes 1. Getreide mit der Getreidemühle mahlen. 2. Alle Zutaten in einen Schüttelbecher geben und gut durchschütteln. 3. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Teig ausbacken. Zwischendurch wenden. Für das Apfelmus 1. Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden. Dann die Apfelstücke zusammen mit dem Apfelsaft in einen Topf geben, zugedeckt aufkochen und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. 2. Die Äpfel so lange (ca. 5 Minuten) weich dünsten, bis die Flüssigkeit etwas verdampft ist und sich das Kompott mithilfe eines Kartoffelstampfers leicht zerdrücken lässt. 3. Das Kompott mit Zimt und Zucker (je nach ge- wünschter Süße) verfeinern, ins Schraubglas füllen und abkühlen lassen. 166 1Lobitz o.J. Apple Crumble Zutaten für 4 Portionen • 4 Äpfel • 140 g Mehl (z. B. Dinkelmehl) • 70 g Zucker • 70 g Margarine • Zimt Material • Küchenwaage • Sparschäler • Küchenmesser • Schneidebrett • Auflaufform • Schüssel • Löffel Anleitung 1. Die Äpfel waschen und schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und die Äpfel in kleine Stücke schneiden. Die Apfelstücke in die Auf- laufform füllen. 2. Mehl, Zucker, Margarine und etwas Zimt in die Schüssel geben und mit den Händen zu Streuseln verkneten. 3. Die Streusel über den Äpfeln verteilen. 4. Bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten backen. 167 1Buchter-Weisbrodt 1998 2Carr 2018 3DGE o.J.d 168 Schüttel-Pancakes Zutaten für 1 Portion Für den Teig • 60 g Vollkornmehl • 1/8 TL Backpulver • 1 Prise Salz • 50—70 ml Pflanzen- drink (z. B. Hafer) • Rapsöl (zum Braten) Anleitung 1. Getreide mit der Getreidemühle mahlen. 2. Alle Zutaten in einen Schüttelbecher geben und gut durchschütteln. 3. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Teig ausbacken. Zwischendurch wenden. Material • Esslöffel • Große Schüssel • Schüttelbecher • Teelöffel • Bratpfanne • Pfannenwender • Getreidemühle Tipp Die Pancakes schmecken herzhaft mit einem Frischkäse- Kräuter-Dip und Salat oder in der süßen Variante mit Apfelmus oder Beerenkompott (je nach Saison). www.in-form.de Organisatorisches Bei Ernährungsbildungsaktionen können Kosten entstehen, die auf den ersten Blick als Hürde erscheinen. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen! Es gibt vielfältige Mög- lichkeiten, Ernährungsbildung zu finanzieren. Möglichkeiten der Finanzierung Wodurch können Kosten entstehen? • Hygienebelehrungen gemäß § 43 IfSG • Lebensmittel • Küchenausstattung (kleine Kü- chengeräte, Geschirr, Besteck…) • Feste oder mobile Küche (z. B. Campingküche oder Fahrradküche) • Lern– und Spielmaterialien (z. B. auch Druckkosten) • Bezahlung von zusätzlichem Perso- nal, das Ernährungsbildungs- aktionen durchführt/unterstützt • Standgebühren o. Ä. bei Aktionen außerhalb der eigenen Einrichtung • Versicherungen 170 Woher kann man finanzielle Mittel bekommen? Fördermöglichkeiten Auf Bundes-, Landes-, Kreis– und kommunaler Ebene gibt es viele För- dermöglichkeiten. Ansprechpartner sind die Verwaltungen. • Eine Datenbank für Förderprogramme des Bundes gibt es hier. • Die Förderstrukturen sind in jedem Bundesland unterschiedlich. In Schleswig-Holstein gibt es z. B. eine Förderplattform für gemeinnützige Projekte aller Art. • Gibt es vor Ort Ernährungs- bzw. Klimaräte o. Ä.? Hier kann nach Unter- stützung gefragt werden. • Infos über lokale Fördermöglichkeiten gibt es oft bei zielgruppenspezifi- schen Verbänden, z. B. bei den Jugendringen für Kinder- und Jugend- arbeit. • Eine Internetrecherche mit dem Begriff „Förderprogramme“ der Region und Zielgruppe hilft, um einen ersten Überblick zu bekommen. Sponsoren Fördervereine (z. B. Service Clubs) und Unternehmen (z. B. Banken) vor Ort geben oft Geld zu sozialen Projekten dazu. Crowdfunding … ist eine Möglichkeit, online Spenden zu sammeln. Platt- formen dafür sind z. B. hier zu finden. Stiftungen & Sozialorganisationen … fördern Projekte für verschiedenste Zielgruppen und Zwecke. Ein bundes- weites Beispiel ist „Aktion Mensch“. Hashtags #Finanzen #Versicherung Weitere Tipps: • Wenn es mit einer Förder- möglichkeit nicht auf An- hieb klappt, sollte man es im nächsten Jahr wieder versuchen! • Es gibt viele Möglichkeiten, Lebensmittel günstig zu be- kommen. Tipps dazu sind im Kapitel „Küchenpraxis“ zu finden. http://www.foerderdatenbank.de http://www.wir-bewegen.sh/seite/so-gehts http://www.wir-bewegen.sh/seite/so-gehts https://www.betterplace.org/c/hilfe/welche-crowdfunding-plattform-passt-zu-meiner-projektidee Öffentlichkeitsarbeit Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit umfasst die Wer- bung für Aktionen, aber auch die Absprachen und Genehmigungen zur Erstellung und Nutzung von Foto-, Video- und Tonaufnahmen sowie das Be- richten über Aktionen, z. B. auf Social Media oder der eigenen Webseite. Bevor Foto-, Video- oder Tonaufnahmen im Rah- men einer Aktion gemacht werden, sollten alle Teil- nehmenden eine Einwilligungserklärung ausfüllen und unterschreiben. Damit Fotos, Videos oder Tonaufnahmen, die von den Teilnehmenden angefertigt werden, von der Institution oder der durchführenden Person genutzt werden können, ist es notwendig, dass alle beteilig- ten Personen eine Nutzungsvereinbarung ausfüllen und unterschreiben. Für Videoaufnahmen ist je nach Drehort ggf. eine schriftliche Drehgenehmigung von dem/r Inha- ber*in des Drehortes einzuholen. 171 Hashtags #Öffentlichkeitsarbeit Regeln für die Anfertigung von Fotos bzw. Videos können von jeder Institution individuell vorgegeben werden. Hier sind einige Beispiele: • Personen dürfen vollständig abgebil- det werden. • Personen dürfen nur von hinten ab- gebildet werden. • Hände dürfen abgebildet werden, aber keine Gesichter. • Es dürfen keinerlei Merkmale von In- dividuen abgebildet werden, auch keine Kleidung oder Körperteile, die zugeordnet werden können. Instagram: Verlinke unser Projekt @klimafood_in_form, wenn du auf Instagram von Aktionen berichtest, oder schicke uns Fotos per E-Mail (evb@uni- flensburg.de) und wir posten diese auf unserem Instagram-Kanal (Einwilligungserklärung muss vorliegen). https://www.instagram.com/klimafood_in_form/ Quellenverzeichnis Actionbound GmbH (Hrsg.) (2023). 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Auflage, Stand November 2024 Ausführende Stelle Europa-Universität Flensburg Fakultät I Abteilung Ernährung und Verbraucherbildung Auf dem Campus 1 24943 Flensburg Web: https://www.uni- flensburg.de?50700 E-Mail: evb@uni-flensburg.de Lektorat: Ingrid Kalali Logogestaltung: Julia Vicentini Druck & Box-Gestaltung: Johannes Medienmanufaktur GmbH, Bianca Claußen Alle Rechte vorbehalten. Autor*innen Edwina Ludewig Vanessa Lüder Lisa Rück Katrin Lütjen Marion Jensen Elena Stiel Ulrike Johannsen Piktogramme: Bild Schüssel: Made by Made Premium Bild Glühbirne: Freepik Unter Mitarbeit von: Lina Bader Paul Denkhaus Pauline Falke Jonna Gander Duong Hai Ngoc Nguyen Hannah Hattemer Annika John Friederike Korte Lena Kruit Bernadette Lange Emma Langner Tristan Ludwigkeit Marvin Marx Andrea Petzold Josefine Reimer Bente Schmidt Irina Tabarentseva Projektleitung Frau Prof. Dr. Ulrike Johannsen Projektlaufzeit 01.11.2020 - 14.05.2024 Gefördert und finanziert durch: Das IN FORM-Projekt, welches durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlus- ses des Deutschen Bundestages gefördert wird. 182 https://www.uni-flensburg.de?50700 https://www.uni-flensburg.de?50700 a%20href=%22https:/www.flaticon.com/de/kostenlose-icons/gesunde-ernahrung%22%20title=%22gesunde%20ernährung%20Icons%22%3eGesunde%20ernährung%20Icons%20erstellt%20von%20Made%20by%20Made%20Premium%20-%20Flaticon%3c/a a%20href=%22https:/www.flaticon.com/de/kostenlose-icons/gesunde-ernahrung%22%20title=%22gesunde%20ernährung%20Icons%22%3eGesunde%20ernährung%20Icons%20erstellt%20von%20Made%20by%20Made%20Premium%20-%20Flaticon%3c/a a%20href=%22https:/www.flaticon.com/de/kostenlose-icons/konzept%22%20title=%22konzept%20Icons%22%3eKonzept%20Icons%20erstellt%20von%20Freepik%20-%20Flaticon%3c/a Über IN FORM: IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesmi- nisterium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhal- ten der Menschen dauerhaft zu verbessern. weitere Informationen unter: www. In-form.de
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