EMERGE Collaborative Initiative Call
Kollaborative Initiativprojekte 2026
Mit dem ersten EMERGE Collaborative Initiative Call wurden Studierende, Hochschulmitarbeitende und externe Partnerinnen und Partner dazu eingeladen, gemeinsame Ideen in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die ausgewählten Initiativen spiegeln die zentralen Werte von EMERGE wider: Nachhaltigkeit, Inklusion und Resilienz, Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt sowie Solidarität und gesellschaftliches Engagement.
Für die Förderung im Jahr 2026 wurden fünf Projekte ausgewählt. Jedes Projekt bringt die Europa-Universität Flensburg mit lokalen oder internationalen Partnerinnen und Partnern zusammen und erhält eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1.000 Euro. Darüber hinaus profitieren die Projekte vom Zugang zum EMERGE-Netzwerk und von Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit.
Die Projekte werden von September 2026 umgesetzt. Gemeinsam zeigen sie, wie Zusammenarbeit positive Veränderungen auf dem Campus, in der Region und in ganz Europa bewirken kann.
Wie kann Bildung zu einem gerechten Zugang zu gesunder und nachhaltiger Ernährung beitragen?
Dieses von Studierenden mitgestaltete Projekt bringt Lernende und Lehrende aus Deutschland, Irland und Frankreich zusammen, um sich mit Ernährungsgerechtigkeit, nachhaltigen Ernährungssystemen und Gesundheitsförderung auseinanderzusetzen. Die Studierenden arbeiten in Forschungsgruppen, bei Online-Treffen und im Rahmen einer internationalen Online-Konferenz zusammen.
Im Projekt entstehen mindestens vier Bildungsmodule, mehrsprachige Lehr- und Lernmaterialien sowie praxisorientierte Lehrkonzepte. Diese Ressourcen werden als offene Bildungsmaterialien, sogenannte Open Educational Resources, veröffentlicht. Dadurch können Schulen, Hochschulen und Fachkräfte aus dem Ernährungsbereich die Materialien auch über die Projektlaufzeit hinaus nutzen.
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Johannsen und Prof. Dr. Birgit Peuker, Abteilung Ernährung und Gesundheit, EUF
Partnerinnen und Partner: Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, University of Limerick, Université Bretagne Sud, IQSH sowie regionale Schulen und Organisationen.
Der Bicycle Day bringt konkrete Maßnahmen für eine sichere und nachhaltige Mobilität auf den Campus der EUF.
Die in Zusammenarbeit mit dem ADFC Flensburg und weiteren lokalen Partnern organisierte Initiative verbindet Informationen mit praktischen Angeboten, die Radfahrende direkt vor Ort nutzen können. Dazu gehören eine kostenlose Fahrradcodierung, Sicherheitschecks, eine Fahrradlichtaktion, Informationsstände und ein Fahrradparcours.
Das Projekt soll das Risiko von Fahrraddiebstählen verringern, die Sichtbarkeit und Verkehrssicherheit verbessern und das Fahrrad als klimafreundliche Alternative zum motorisierten Verkehr fördern. Darüber hinaus soll der Bicycle Day langfristig als wiederkehrende Veranstaltung auf dem Campus etabliert werden.
Projektleitung: Simon Laros, Energie- und Klimaschutzmanager der EUF
Partnerinnen und Partner: ADFC Flensburg, AStA der EUF, Jens Thiesen und lokale Fahrradgeschäfte
Bildvorschlag: Fahrradcodierung, Sicherheitscheck oder Studierende beim Fahrradparcours.
Vorgeschlagene Bildunterschrift: Der Bicycle Day fördert sicheres Radfahren und nachhaltige Alltagsmobilität an der EUF.
Das Projekt „Kunstunterricht in Bewegung“ nutzt künstlerische Praxis, um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte erfahrbar zu machen.
Kunststudierende der EUF entwickeln Kunstwerke, die als Ausgangspunkt für Unterrichtsaktivitäten zu Nachhaltigkeit, visueller Kompetenz und Bildung für nachhaltige Entwicklung dienen. Workshops, eine öffentliche Ausstellung sowie die Zusammenarbeit mit der University of Limerick und dem IQSH bringen Studierende, Lehrkräfte und internationale Partnerinnen und Partner zusammen.
Im Rahmen des Projekts entstehen deutsch- und englischsprachige Unterrichtsentwürfe, Lehr- und Lernmaterialien sowie ein frei zugänglicher digitaler Werkzeugkasten, der von Schulen und Hochschulen genutzt und an ihre jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden kann.
Projektleitung: Prof. Dr. Friederike Rückert, Abteilung Kunstpädagogik, EUF
Partnerinnen und Partner: IQSH, University of Limerick, Abteilung Kunst und visuelle Medien der EUF sowie Kunststudierende der EUF
Verlässliche Informationen können die Ankunft und das Einleben in einem neuen Land erheblich erleichtern.
NRB Germany entwickelt eine mehrsprachige digitale Plattform für internationale Studierende, qualifizierte Zugewanderte, Ehepartnerinnen und Ehepartner sowie andere Menschen, die neu nach Deutschland kommen. Die Plattform stellt praktische und geprüfte Informationen zu Themen wie Wohnungssuche, Hochschulangelegenheiten, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung, Spracherwerb und öffentliche Verwaltung bereit.
Das Projekt plant die Veröffentlichung von Informationsbeiträgen, Lernvideos, Interviews, Webinaren und herunterladbaren Leitfäden. Zunächst richtet sich das Angebot insbesondere an Menschen aus Bangladesch und anderen südasiatischen Ländern. Langfristig soll die Plattform zu einer umfassenderen Informationsquelle für internationale Studierende, Forschende sowie Migrantinnen und Migranten in Deutschland ausgebaut werden.
Projektteam: Md. Anower Hossain Sagor, Absolvent der EUF, und Mansi Mishra, Masterstudentin an der EUF
Externer Partner: Podmoney GmbH
Das Projekt „Demokratie gemeinsam erleben“ bringt Studierende der EUF und geflüchtete Frauen zusammen, um demokratische Institutionen und politische Teilhabe durch gemeinsame Erfahrungen kennenzulernen.
Die Teilnehmenden besuchen Workshops, die Flensburger Ratsversammlung, Einrichtungen der dänischen Minderheit und den Schleswig-Holsteinischen Landtag. In gemeinsamen Reflexionsrunden tauscht sich die Gruppe über ihre Erfahrungen aus und entwickelt eine praxisorientierte Methode für die politische Bildungsarbeit.
Um eine möglichst barrierearme Teilnahme zu ermöglichen, können bei Bedarf Sprachunterstützung und Kinderbetreuung angeboten werden. Das daraus entstehende Konzept und die Empfehlungen werden dokumentiert, damit das Projekt auch von anderen Hochschulen innerhalb der EMERGE-Allianz übernommen und an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden kann.
Projektleitung: Prof. Dr. Felix Butzlaff, EUF, und Soraya El Janabi, Flüchtlingshilfe Flensburg e. V.
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Anke Wischmann, EUF
Möchten Sie in Ihrer Gemeinschaft – oder auch darüber hinaus – etwas bewirken?
Der EMERGE Collaborative Initiative Call lädt Studierende, Mitarbeitende und externe Partner dazu ein, gemeinsam Initiativen zu entwickeln, die folgende Themen stärken:
- Nachhaltigkeit
- Inklusion und Resilienz
- Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt
- Solidarität und gesellschaftliches Engagement
Bringen Sie Ihre Ideen ein und entwickeln Sie diese gemeinsam mit anderen weiter.
Veränderung gestalten. Innovation vorantreiben. Die Zukunft formen.
Was wir bieten
Ausgewählte Initiativen erhalten:
- Bis zu 1.000 € finanzielle Unterstützung (gesamt stehen 5.000 € für alle ausgewählten Projekte zur Verfügung)
- Mentoring und Begleitung durch das EMERGE-Netzwerk
- Zugang zu EMERGE-Ressourcen sowie Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit
Wer kann sich bewerben?
Wir freuen uns über Bewerbungen von:
- Studierenden
- Universitätsmitarbeitenden
- Externen Partnern
Bitte beachten Sie:
- Jeder Vorschlag muss mindestens ein Universitätsmitglied und einen externen Partner einbeziehen
- Mitglieder des Auswahlgremiums sind von der Bewerbung ausgeschlossen
Wichtige Hinweise zur Bewerbung
- Die einzelnen Abschnitte des Bewerbungsformulars enthalten kurze Erläuterungen zur Orientierung
- Besonders willkommen sind kollaborative, kreative und wirkungsorientierte Ansätze
- Die Initiativen sollten sich an den zentralen Werten von EMERGE orientieren
Inklusive Teilnahme
Bei EMERGE hat Inklusion einen hohen Stellenwert.
Wenn Ihre Initiative von Menschen mit Behinderungen, Angehörigen von Minderheiten oder marginalisierten Gruppen getragen wird oder diese einbezieht, stellt das EMERGE-Team zusätzliche Unterstützung bereit, um eine gleichberechtigte Teilnahme und Barrierefreiheit zu ermöglichen.
Die Europa-Universität Flensburg setzt sich dafür ein, Vielfalt in ihren Initiativen hinsichtlich Herkunft, Geschlecht und Kompetenzen zu fördern. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen und ihnen gleichgestellten Personen werden bei entsprechender Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Einreichungsfristen
- Start der Ausschreibung: 30. März 2027
- Einreichungsfrist: 30. Juni 2027
- Bewertung & Auswahl: 1. Juli – 31. August 2027
- Umsetzungszeitraum: 1. September 2027 – 28. Februar 2028
- Nächste Ausschreibung: März 2028
Hinweis: Falls mehr Zeit benötigt wird, erläutern Sie dies bitte.
Kontakt für Fragen:
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