ZeBUSS JAHRESbEricht 2023/2024 0 ZEBUSS JAHRESBERICHT 2023/2024 Berichtszeitraum 06/2023 – 05/2024 ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 1 Inhalt Zusammenfassung .................................................................................................................................. 2 1. Struktur, Aufgaben und Ziele des ZeBUSS ................................................................. 3 1.1 Struktur des ZeBUSS ........................................................................................................... 4 1.2 Zentrale Forschungsfelder im ZeBUSS .................................................................... 6 2. Tätigkeitsbericht zu den drei Aufgabensäulen Forschungsförderung, Nachwuchsförderung und Vernetzung ............................................................................... 7 2.1 Forschungsförderung ........................................................................................................... 7 2.2 Nachwuchsförderung ........................................................................................................... 10 2.3 Vernetzung .............................................................................................................................. 11 3. Forschungsprojekte am ZeBUSS .......................................................................................... 12 4. Publikationen aus den Forschungsprojekten im Berichtszeitraum........... 17 ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 2 Zusammenfassung Das Zentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung (ZeBUSS) hat seine Arbeit im Jahr 2016 mit dem Ziel und dem Auftrag aufgenommen, die bildungswissenschaftliche Profilierung der EUF in der Forschung zu erweitern und zu vertiefen. Mittlerweile bietet das ZeBUSS erstklassige Rahmen- bedingungen für Forschende im Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsbereich, was sich in der Bilanz der vergangenen Jahre niederschlägt. Im Berichtszeitraum waren am ZeBUSS 20 Forschungs- und Transferprojekte angesiedelt (darunter drei Nachwuchsforschungsgruppen und mehrere Verbundprojekte). Hauptdrittmittelgeber der Projekte am ZeBUSS ist das BMBF (insges. 9 Projekte). Weitere Mittelgeber sind das Land Schleswig-Holstein, die EU, Stiftungen, die DFG sowie die Privatwirtschaft. Drei Projekte erhielten eine Anschubförderung durch das ZeBUSS zur Vorbereitung größerer Forschungsvorhaben. Es wurden 35 Forschungsanträge begleitet und eingereicht, davon 26 Verbundanträge. Insgesamt wurden Drittmittel i.H.v. 4.635.487 € über das ZeBUSS eingeworben. Die Weiterbildung von Wissenschaftler:innen in Qualifikationsphasen wird unter dem Dach der For- schungsakademie Bildung mit verschiedenen Angeboten gefördert (z.B. ZeBUSS Winter School, Work- shops, DFG Initiative, Publikationsförderungen). Durch die finanzielle und administrative Unterstützung wissenschaftlicher Veranstaltungen an der EUF leistet das ZeBUSS zudem einen Beitrag zur Vernetzung der Forschenden innerhalb und außerhalb der Universität. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 3 1. Struktur, Aufgaben und Ziele des ZeBUSS Das Zentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung (ZeBUSS) ist eines der drei profilgebenden Forschungszentren der Europa-Universität Flensburg (EUF). Ziel und Auftrag des ZeBUSS ist es, die bildungswissenschaftliche Ausrichtung der EUF auf Seiten der Forschung zu erweitern und zu vertiefen. Durch die Vernetzung von Wissenschaftler:innen und Disziplinen sowie die Bündelung von Res- sourcen bietet das ZeBUSS erstklassige Rahmenbedingungen für Forschende zu wissenschaftlichen Fragen von Bildung, Unterricht, Schule und Sozialisation und ist somit in der Lage, exzellente, relevante und in- novative Forschungsvorhaben anzustoßen, zu fördern und zu realisieren. Ziele und Aufgaben des ZeBUSS im Bereich Bildung, Unterricht, Schule und Sozialisation: I Forschungsförderung: das ZeBUSS unterstützt die Wissenschaftler:innen an der EUF in allen for- schungsrelevanten Angelegenheiten. II Nachwuchsförderung: das ZeBUSS unterstützt Promovierende und Postdocs in allen Fragen der wissenschaftlichen Qualifikation. III Vernetzung: das ZeBUSS vernetzt Forschende und Forschungsprojekte der EUF sowohl innerhalb der eigenen Universität als auch im nationalen und internationalen Diskurs. (Langfristige) Ziele und Aufgaben des ZeBUSS außerhalb der EUF: IV Steigerung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der EUF V Impulse für interne, regionale und inter-/nationale Diskurse setzen Abbildung 1: Ziele des ZeBUSS innerhalb und außerhalb der EUF Für die EUF ist das ZeBUSS eine Serviceeinrichtung der Forschungsförderung, welche die Wissenschaft- ler:innen der Universität in allen Belangen und im Sinne der Stärkung von Forschung im Bereich Bildung, Unterricht, Schule und Sozialisation an der EUF individuell unterstützt und fördert. Ziel der Außenwirkung ist es, das ZeBUSS als national und international renommiertes Forschungszentrum mit einem innovativen Profil weiter zu stärken und zu etablieren und somit auch die Sichtbarkeit der EUF in der Forschungslandschaft zu erhöhen. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 4 1.1 Struktur des ZeBUSS Umgesetzt werden die Ziele und Aufgaben vom Direktorium des ZeBUSS, der Wissenschaftlichen Koordi- natorin und durch das Engagement der Mitglieder sowie des administrativen Personals. Das Direktorium berät und entscheidet in allen Angelegenheiten des ZeBUSS. Es besteht aus mindestens drei und bis zu fünf hauptamtlichen Professor:innen und mindestens einer/einem und maximal zwei wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen. Ein wissenschaftlicher Beirat berät das ZeBUSS in wissenschaftlichen und organisato- rischen Fragen. Abbildung 2: Struktur und Aufgaben des ZeBUSS Direktorium Folgende hauptamtliche Professor:innen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter:innen sind gegenwärtig im Direktorium des ZeBUSS tätig (s. Abbildung 3): - Prof. Dr. Jürgen Budde (Professur für Theorie der Bildung, des Lehrens und Lernens) - Prof. Dr. Ilona Ebbers (Professur für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik) - Prof. Dr. Marie-Christine Vierbuchen (Professur für Sonderpädagogik des Lernens) - Prof. Dr. Anja Steinbach (Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik des Primarbereichs) - Prof. Dr. Simone Pülschen (Juniorprofessur für Pädagogik und interdisziplinäre Kooperation im Kontext sexueller Gewalt) Als Vertreter:innen des wissenschaftlichen Mittelbaus fungieren: - Dr. Lea Schulz (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik - Dr. Magnus Frank (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft) ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 5 Abbildung 3: Das Direktorium des ZeBUSS (J. Budde, I. Ebbers, S. Pülschen, A. Steinbach, M.-C. Vierbuchen, M. Frank, L. Schulz) Aus den Reihen der Direktoriumsmitglieder wurde Prof. Dr. Jürgen Budde nach Ablauf seiner dritten Amts- zeit von der Mitgliederversammlung und dem Direktorium im September 2023 erneut für zwei Jahre in seinem Amt als geschäftsführender Direktor bestätigt, vertreten wird er von Prof. Dr. Ilona Ebbers. Wissenschaftliche Koordinatorin ist Dr. Simone Onur. Im Sekretariat wird das Team des ZeBUSS von Britta Lietz unterstützt. Der wissenschaftliche Beirat (s. Abbildung 4) berät das ZeBUSS Direktorium. Er wird einmal jährlich zur Strategiesitzung des ZeBUSS eingeladen, um über die Entwicklung, Ziele, Perspektiven und Planungen des Zentrums zu diskutieren. Er besteht aus - Prof. Dr. Merle Hummrich, Fachbereich Jugend und Schule, Goethe-Universität Frankfurt am Main, - Prof. Dr. Georg Breidenstein, Arbeitsbereich Grundschulpädagogik, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, - Prof. Dr. Jan Erhorn, Arbeitsbereich Sport und Erziehung, Universität Osnabrück. - Prof. Dr. Michael Grosche, Rehabilitationswissenschaften mit Förderschwerpunkt Lernen, Bergi- sche Universität Wuppertal Abbildung 4: Wissenschaftlicher Beirat des ZeBUSS: M. Hummrich, G. Breidenstein, J. Erhorn Mitglieder Mitglieder des ZeBUSS haben die Möglichkeit, sich auf verschiedenste Weise einzubringen und damit das Zentrum mitzugestalten. Sie erhalten Unterstützung im Sinne der Forschungsförderung, Vernetzung und Nachwuchsförderung. Alle zwei Jahre wird aus den Reihen der Mitglieder das Direktorium gewählt. Zum Ende des Berichtszeitraums hatte das ZeBUSS 113 Mitglieder aus 25 unterschiedlichen Abteilungen der EUF. Davon sind 33 Professor:innen, 35 Postdocs und 45 Promovierende. Darüber hinaus hat das ZeBUSS 39 assoziierte Mitglieder von anderen Forschungseinrichtungen. Die Mitglieder des ZeBUSS sind berechtigt, alle Angebote des Zentrums kostenfrei zu nutzen und auf die Infrastruktur des Zentrums zuzugreifen. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 6 Infrastruktur Das ZeBUSS stellt seinen Mitgliedern im Rahmen der Möglichkeiten neben zeitlich begrenzten Arbeits- plätzen und technischer Ausstattung vor allem Seminar- und Besprechungsräume – auch für kleinere Ver- anstaltungen – zur Verfügung. Zudem können im ZeBUSS Räume und Arbeitsplätze von Gastwissenschaft- ler:innen, Research Fellows, Stipendiat:innen und Hilfskräften genutzt werden, sofern freie Kapazitäten vorhanden sind. Ressourcen Personell setzt sich das ZeBUSS aus seinen Mitgliedern, gewähltem Direktorium, ernanntem Beirat sowie eigenen Personalressourcen (Wissenschaftliche Koordinatorin und Sekretariat) zusammen. Das ZeBUSS erhält zur Umsetzung seiner Aufgaben einen festen Etat von 25.000 € p.a. aus dem Grundhaushalt der EUF sowie Anteile des Overheads aus den über das Zentrum eingeworbenen Drittmittelprojekten. Dar- über hinaus verfügt das ZeBUSS in RIGA 5 über insgesamt 19 Arbeitsplätze. Diese werden von der wissen- schaftlichen Koordinatorin und vorrangig von Mitarbeiter:innen aus am ZeBUSS angesiedelten For- schungsprojekten genutzt sowie - bei freien Kapazitäten - zudem Stipendiat:innen, Gastwissenschaft- ler:innen und studentischen/ wissenschaftlichen Hilfskräften zur Verfügung gestellt. Das ZeBUSS ist mit einer vollen Stelle im Wissenschaftsmanagement zur Erfüllung und Umsetzung der Aufgaben des Zent- rums (Forschungs- und Nachwuchsförderung, Vernetzung) sowie einer 0,25-Sekretariatsstelle ausgestat- tet, welche um weitere 12,5 % aus eigenen Mitteln aufgestockt wurde. 1.2 Zentrale Forschungsfelder im ZeBUSS Am ZeBUSS werden bildungswissenschaftliche Forschungs- und Wissenstransferprojekte mit quantitati- ver und qualitativer Ausrichtung umgesetzt. Dabei ist die Forschung dezidiert theorie- und methodenplu- ral aufgestellt. Die trans- und interdisziplinären Aktivitäten am ZeBUSS verbinden Theorie und Praxis und nutzen vielfältige wissenschaftliche Ansätze, um wissenschaftliche Grundlagen für eine umfassende, nachhaltige und zukunftsorientierte Bildung zu generieren. Im Frühjahr 2024 hat das Direktorium die bestehende inhaltliche Ausrichtung überarbeitet und vier Schwerpunkte identifiziert, um das Profil des ZeBUSS zu schärfen. Differenz und Inklusion Anspruch ist es, Bedingungen und Barrieren in pädagogischen Institutionen, Praktiken und Diskursen zu identifizieren, die auf der Basis von Differenzen ungleiche Teilhabe befördern. Erforscht und entwickelt werden Möglichkeiten zur Gestaltung inklusiver und diversitätssensibler Bildungsräume auf individueller wie struktureller Ebene. Gewalt und Diskriminierung Phänomene von Gewalt und Diskriminierung werden in (in)formellen und institutionellen Bildungskon- texten erforscht. Dabei werden theoretische und empirische Perspektivierungen zur Analyse unterschied- licher Formen von Gewalt (z.B. physische, psychische, sexualisierte, institutionalisierte, strukturelle, epis- temische, symbolische Gewalt) aufgegriffen und weiterentwickelt sowie das relationale Verhältnis von Gewalt und Diskriminierung (z.B. Sexismus, Rassismus, Linguizismus, Klassismus, Ableismus, Adultismus) untersucht. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 7 Kompetenzförderung und Professionalisierung Professionalisierungsforschung des Lehrberufs fokussiert auf die Analyse von Lehrprozessen und subjek- tive Theorien mittels berufsbiographischer sowie strukturtheoretischer Ansätze. Lernseitig wird erforscht, welche Kompetenz benötigt, aufgebaut und gefördert wird und wie der Lernerfolg gemessen werden kann. Dies steht im Mittelpunkt der didaktischen Lernforschung. Medialität und Digitalität Digitale Transformation und situiert-adaptive Mediennutzung fordern differenzierte Kommunikationskul- turen und sozio-ethische Reflexionen. Für eine nachhaltige Medienbildung, unter besonderer Berücksich- tigung von Künstlicher Intelligenz und Algorithmik, werden theoretische Konzepte, empirische Analysen und praktische Perspektiven adaptiert. Dabei steht Zweierlei im Zentrum: zum einen die Integration ver- schiedener Lerntechniken und gesellschaftlicher Diversität und zum anderen die Förderung von Gestal- tungs-, Wissens- und Persönlichkeitskompetenzen (Digital Empowerment). 2. Tätigkeitsbericht zu den drei Aufgabensäulen Forschungsförderung, Nachwuchsförderung und Ver- netzung 2.1 Forschungsförderung Administration Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im ZeBUSS liegt im Bereich der Antragsberatung und der Administration von Antragsverfahren. Diese Beratung und Begleitung erfolgt stets individuell mit Blick auf das einzelne Projekt und der entsprechenden Passung zum Förderprogramm. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 35 Drittmittelanträge bis zur Einreichung begleitet. Davon waren 17 Projektskizzen und 18 Vollanträge. Sechs Anträge wurden positiv beschieden, neun Anträge wurden abgelehnt und 21 befanden sich zum Ende des Berichtszeitraums noch in der Begutachtung. Zwei Projekte, darunter eine Nachwuchsfor- schungsgruppe, wechselten durch Berufungen an die EUF. Diese Wechselprozesse wurden vom ZeBUSS administrativ unterstützt und begleitet. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Drittmittel in Höhe von 4.635.487 € eingeworben. Bewerbungen bei Drittmittelgebern und Bewilligungen Tabelle 1 zeigt die Anzahl der im Berichtszeitraum durchgeführten Antragsberatungen sowie die Differen- zierung nach Fördermittelgebern. Mehr als die Hälfte aller Anträge (54%, n=19) Anträge bewarben sich auf Bundesmittel (BMBF). Sechs Anträge (17%) wurden an das Land Schleswig-Holstein gerichtet und fünf Bewerbungen auf Drittmittel (14%) gingen an Stiftungen. Weitere Anträge wurden an EU-Fördermitteltöpfe (9 % (n=3); Interreg) gerichtet. Ein Antrag wurde bei der DFG eingereicht und eine Bewerbung auf Fördermittel bei der der Stadt Linz (Österreich) begleitet. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 8 Tabelle 1: Antragsberatungen von 06/2023 - 05/2024 inkl. Differenzierung nach Fördermittelgebern Anträge total eingereicht (in Begutachtung) erfolgreich Antragsberatungen 35 35 (21) 6 davon Verbundforschung 26 26 (16) 3 Nach Fördermittelgebern - BMBF 19 19 (19) - - DFG 1 1 (1) - - Stiftungen 5 5 (4) - - EU (Interreg, Erasmus +) 3 3 (3) - - Land SH 6 6 (0) 5 - sonstige 1 1 (0) 1 Im Berichtszeitraum sind fünf Projekte gestartet und zwei wurden abgeschlossen. Für ein Projekt wurde eine Anschlussförderung eingeworben. Kick off Veranstaltungen Um einen möglichst reibungslosen administrativen Ablauf der Projekte während der jeweiligen Projekt- laufzeit zu gewährleisten, werden bei Bedarf durch das ZeBUSS für die forschenden Projektleitungen Kick off-Gespräche mit den beteiligten Verwaltungseinheiten organisiert (v.a. Finanzabteilung). Dies hat sich als äußerst effektiv erwiesen, da schon vor oder mit dem Start der Projekte etwaige Fragen und Ansprech- partner:innen geklärt werden können. Im Berichtszeitraum hat das ZeBUSS zwei Kick-off Veranstaltungen durchgeführt. Diversität der Fördermittelgeber in den laufenden Projekten Abbildung 5 zeigt die Diversität der Förde- rer der im Berichtszeitraum am ZeBUSS angesiedelten Projekte (n=20). 45% der am ZeBUSS geförderten Forschungsvorha- ben erhielten eine Förderung vom Bund (BMBF). Je zwei Projekte (10%) wurden vom Land Schleswig-Holstein, von der EU (Interreg, Erasmus +) und von Stiftungen gefördert. Ein Projekt (5%) war DFG-finan- ziert und drei Projekte (15 %) erhielten eine hausinterne Anschubfinanzierung (ZeBUSS). Bei diesen Projekten handelt es sich um zehn Verbund- und zehn Einzel- projekte. Vier der Verbundprojekte wur- den von der EUF koordiniert. Abbildung 5: Diversität der Förderer der am ZeBUSS angesiedelten Projekte BMBF Land SH EU Stiftungen DFG ZeBUSS Wirtschaft ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 9 Instrumente zur Forschungsförderung am ZeBUSS Das ZeBUSS wurde 2016 mit der Intention gegründet, schnelle, unkomplizierte und bedarfsbezogene Un- terstützung für Forschende anzubieten. Leitende Prinzipien der Forschungsunterstützung sind Bedarfsori- entierung, wissenschaftliche Qualität, Transparenz, inhaltliche Begründungen anstelle formaler Kriterien sowie Flexibilität. Das ZeBUSS unterstützt seine Mitglieder mit zwei Förderlinien (I. Wissenschaftsförde- rung universell und II. ZeBUSS Publikationsförderung) bei der Durchführung von Forschungsaktivitäten. Diese Förderinstrumente wurden in 05/2023 eingeführt und werden in 05/2025 evaluiert. I. Wissenschaftsförderung universell Um die Vorteile der bisherigen Praxis der Forschungsförderung am ZeBUSS zu stärken, die Eindeutigkeit der Förderformate zu erhöhen und zugleich Überschneidungen der Instrumente zu anderen Förderange- boten der EUF zu minimieren, hat das ZeBUSS mit der Wissenschaftsförderung universell ein Fördermodell eingeführt, welches die drei inhaltlichen Säulen des ZeBUSS abbildet. Im Zentrum der Förderung stehen die begründeten Bedarfe der Wissenschaftler:innen. Es gibt drei verschieden umfangreiche Förderlinien entlang der drei Säulen „Forschung“, „wissenschaftli- cher Nachwuchs“ und „Vernetzung“, auf die sich laufend beworben werden kann. Für alle drei Förder- schwerpunkte wird eine max. Fördersumme pro Jahr festgelegt. Antragsberechtigt sind Mitglieder des ZeBUSS. Das Thema des Vorhabens muss einen Bezug zu den For- schungsschwerpunkten des ZeBUSS haben. Mit jeder Bewilligung ist die Auflage verbunden, dass Ergeb- nisse der Förderung in geeigneter Weise ins ZeBUSS zurückgespielt werden, II. ZeBUSS Publikationsförderung Zur Steigerung der Publikationsaktivitäten werden alle ZeBUSS-Mitglieder in gleichem Umfang auf Antrag finanziell bei Publikationsvorhaben unterstützt. Jedes Mitglied im ZeBUSS kann sich auf eine Förderung von wissenschaftlichen Publikationen bewerben. Jedes Mitglied kann eine Summe von max. 3.000 € in einem Zeitraum von drei Jahren beantragen. Diese Summe kann einmalig ausgeschöpft oder auf mehrere Publikationen verteilt werden, darf jedoch nicht überschritten werden. Im Berichtszeitraum geförderte/durchgeführte Maßnahmen • zwei Anschubprojekte • sieben wissenschaftliche Veranstaltungen (Tagungen, Arbeitstagungen, Fachtage, Symposien) • drei Fortbildungen für Nachwuchswissenschaftler:innen • 6. ZeBUSS Winter School • einen Methodenworkshop • eine Transferveranstaltung • DFG Initiative (peer to peer-Beratung, Podiumsdiskussion) • sechs Publikationsförderungen • Forschungssoftware Weitere Angebote und Aktivitäten im Rahmen der Forschungsförderung am ZeBUSS Am ZeBUSS angesiedelte Forschungsprojekte erhalten Unterstützung in den Bereichen Administration und Projektdurchführung sowie bei der Organisation und Durchführung von projektinternen und ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 10 -externen Veranstaltungen. Sie können auf das Sekretariat zugreifen und Büroarbeitsplätze für Projekt- mitarbeiter:innen1 in Anspruch nehmen. Zudem steht ihnen die wissenschaftliche Koordinatorin in allen Belangen beratend und unterstützend zur Seite. Der monatlich erscheinende ZeBUSS Newsletter infor- miert umfassend über aktuelle Fördermöglichkeiten und wird an alle Forschenden der EUF verschickt. Zusätzlich ist dieser über die ZeBUSS Homepage einsehbar. Kooperationen mit Dritten Des ZeBUSS arbeitet in Bezug auf Forschungsförderung an der EUF eng mit dem Forschungsreferat und dem ICES zusammen (z.B. durch die regelmäßige Organisation von Infoveranstaltungen und des Tags der Forschungsförderung). 2.2 Nachwuchsförderung Das ZeBUSS engagiert sich in der Förderung von Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen. Hierfür werden am ZeBUSS erfolgreich Strukturen etabliert, die Promovierende sowie Post-Doktorand:innen ziel- führend mit Blick auf den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualifikationsvorhaben unterstützen. Veranstaltungen und Förderprogramme ZeBUSS-Veranstaltungen für Promovierende Ein besonderer Schwerpunkt liegt in Angeboten zu methodologischen und methodischen Fragen. Die För- derung von sich in der Qualifizierung befindenden Wissenschaftler:innen geschieht unter anderem durch Workshops, Nachwuchskolloquien, Projektetage sowie Veranstaltungsreihen. Seit 2019 organisiert das ZeBUSS jährlich die ZeBUSS Winter School, im Rahmen derer junge Wissenschaftler:innen der EUF eben- falls von einem breit angelegten Angebot aus wissenschaftlichem Arbeiten und Methodik und Methodo- logie profitieren können. Im Rahmen der 6. ZeBUSS Winter School, die im Februar 2024 stattgefunden hat, wurden acht verschiedene Workshops angeboten (je vier überfachliche und methodologisch/ metho- dische), die von insgesamt 35 Pre- und Postdocs zur Weiterqualifizierung genutzt wurden. Kooperationen mit Dritten Darüber hinaus hat das ZeBUSS in Kooperation mit dem Forschungsreferat der EUF, dem ICES und dem ZWW das Qualification Programme for Early Stage Researchers (QP) an der EUF entwickelt und etabliert, um vor allem die überfachlichen Kompetenzen der sich in der Qualifizierung befindenden Wissenschaft- ler:innen zu stärken. Das hier aufgelegte Programm bietet den jungen Wissenschaftler:innen die Möglich- keit, sich in übergreifenden Schlüsselqualifikationen in den Bereichen Methodik, Selbstorganisation und Selbstreflexion weiter zu qualifizieren und sich darüber hinaus universitätsweit und interdisziplinär mit Gleichgestellten zu vernetzen. Gemeinsam mit dem ICES organisiert das ZeBUSS im jährlichen Rhythmus zudem ein „Welcome Forum“ für Forschende, die im Laufe des Jahres an die EUF gekommen sind, sowie gemeinsame Informationsver- anstaltungen für promotionsinteressierte Masterstudierende sowie für Promovierende und Postdocs zu Fördermöglichkeiten an der EUF. 1 Sofern freie Bürokapazitäten vorhanden sind. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 11 Forschungsakademie Bildung (FAB) Die FAB unterstützt das strategische Ziel der EUF, Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen nachhaltig zu fördern und weiter zu qualifizieren. Hier werden neu zu etablierende als auch bereits vorhandene Angebote des ZeBUSS unter einem Dach gebündelt. Zielgruppe des Angebots sind Promovierende und Postdocs der am ZeBUSS angesiedelten Projekte. Die Angebote stehen darüber hin- aus Stipendiat:innen und anderen Mitgliedern des ZeBUSS in Qualifizierungsphasen offen. Die Angebote der Forschungsakademie Bildung adressieren fachliche sowie methodologische und methodische As- pekte. Umgesetzt werden: - ZeBUSS Winter School: 3-tägige Qualifikationsveranstaltung zu methodologischen, methodischen und überfachlichen Aspekten von Bildungsforschung (jährlich). - Veranstaltungsreihe bestehend aus Qualifikant:innenkolloquium (in der Vorlesungszeit 3-4 Termine pro Semester) und Vortragsreihen (in der Vorlesungszeit 3-4 Termine pro Semester). Die Veranstal- tungsreihe bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fachvorträge zu diskutieren, sich zu vernetzen, ihre Qualifikationsarbeiten zu präsentieren und offene Fragen zu diskutieren. - Workshops zu methodologischen und methodischen Kompetenzen (unregelmäßig nach Bedarf). - Peer-to-Peer Veranstaltungen, z.B. Schreib- und Interpretationswerkstätten. Qualifikant:innen Im Berichtszeitraum befanden sich 20 Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen im Rahmen von Forschungsprojekten am ZeBUSS in der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung. Diese Gruppe teilt sich in 18 Pre- und einen Postdoc sowie zwei Juniorprofessor:innen auf. Durch den Einsatz von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften in Forschungsprojekten konnten zudem weitere potentielle Nach- wuchswissenschaftler:innen gefördert werden. 2.3 Vernetzung Das ZeBUSS vernetzt die Wissenschaftler:innen der EUF innerhalb der eigenen Institution sowie im natio- nalen wie internationalen Diskurs. Über Tagungen wird die Forschung, die am ZeBUSS stattfindet, in wis- senschaftliche Diskurse eingespeist. Ziel der Vernetzungsmaßnahmen ist die Initiierung wissenschaftlicher Diskurse zu Bildung, Unterricht, Schule und Sozialisation mit regionaler, nationaler und internationaler Perspektive sowie die Initiierung von Themen und Forschungsvorhaben. Die interdisziplinäre und institutsübergreifende Vernetzung erfolgt durch - Projekttreffen, Workshops, nationale und internationale Konferenzen und (Arbeits-) Tagungen, - Räume für Gastwissenschaftler:innen, (Forschungs-) Stipendiat:innen, - Mitgliederversammlungen und Beiratstreffen. ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 12 3. Forschungsprojekte am ZeBUSS Nachwuchsforschungsgruppe „Gender 3.0 in der Schule: Herausforderungen und Handlungsbedarfe im Bereich Lehrkräfteausbildung zur Anerkennung von Gender- Diversität unter besonderer Berücksichtigung des Perso- nenstands divers“ Seit 2019 gibt es in Deutschland den dritten Personen- stand divers (§ 22 Absatz 3 PStG). Das Forschungsprojekt untersucht die Frage, welche Bedarfe sich daraus im Be- reich Schule für die Inklusion geschlechter-diverser Schü- ler:innen ergeben. Systematisch analysiert wird der Zu- sammenhang von Geschlechter-Diversität, Schule und gleichberechtigter Bildungsteilhabe. Leitung: Jun. Prof. Dr. Tamás Jules Fütty Laufzeit: 05/2021 – 04/2026 Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 1.935.914 € Nachwuchsforschungsgruppe „RP SKM - Zusatzausbil- dung „Referenzperson für schulisches Handeln im Kon- text sexuellen Kindesmissbrauchs“ Die besondere Stellung von Bildungseinrichtungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ge- walt ist unumstritten. Schulen schöpfen ihr Potential im Hilfeprozess allerdings noch nicht voll aus. Es mangelt an Handlungssicherheit im Verdachtsfall. Um Schulen darin zu unterstützen, noch bessere Schutzorte zu werden, braucht es qualifizierte Fachkräfte, die v. a. Gespräche im Verdachtsfall führen und den zügigen Zugang zu Hilfen or- ganisieren. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwick- lung und Evaluation eines Curriculums für eine Zusatzqua- lifikation begleitend zum Lehramtsstudium. Leitung: Jun. Prof. Dr. Simone Pülschen Laufzeit: 07/2021 – 06/2026 Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 1.642.573 € Nachwuchsforschungsgruppe „KoNIR - Kontinuitäten und Neuformierungen von institutionellem Rassismus in der Schule“ Rassismus wird als ein gesamtgesellschaftliches Phäno- men und Strukturprinzip gesellschaftlicher Verhältnisse verstanden, das häufig in subtilen Formen auftritt und nicht zwangsläufig mit rassistischen Absichten einzelner Akteur*innen verbunden ist. Dieses gesellschaftliche Strukturprinzip prägt auch institutionelle Strukturen und Handlungsbezüge. Um Institutionellen Rassismus in der Schule besser zu erkennen und abzubauen, braucht es Wissen zu seinen Bedingungen, Mechanismen, Formen und Ausprägungen, die im Rahmen der NWG untersucht und herausgearbeitet werden sollen. Durch einen verbin- denden Ansatz ethnografischer Schul- und Rassismusfor- schung wird die NWG an inhaltlichen sowie methodisch- methodologischen Fragen arbeiten und darüber zur Wei- terentwicklung des Fachdiskurses beitragen. Leitung: Dr. Magnus Frank und Prof. Dr. Anja Steinbach Laufzeit: 01/2023 – 12/2027 Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 1.677.229 € „Sprachenbildung in Kitas“ – Fortbildungs- und For- schungsprojekt zur Qualifizierung und Qualitätssiche- rung im Bereich der Alltagsintegrierten Sprachbildung in Schleswig-Holstein - Anschlussförderung Ziel des Projektes „Sprachenbildung in Kitas“ ist einerseits die Entwicklung konzeptioneller Leitlinien für eine Fortbil- dungsmaßnahme zur Qualifizierung und Qualitätssiche- rung im Bereich der Sprachenbildung in der Kita, und an- dererseits die Durchführung konkreter Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung, -steuerung und -sicherung im Hin- blick die Professionalisierung von pädagogischen Fach- kräften in Schleswig-Holstein. Es soll eine wissenschaftlich fundierte zweistufige Fortbildung in Schleswig-Holstein konzipiert, entwickelt, durchgeführt und empirisch vali- diert werden, die das konkrete pädagogische Handeln in Bezug auf die Sprachenbildung in der Kita verbessert. Leitung: Prof. Dr. Solveig Chilla Laufzeit: 01/2023 – 06/2025 Drittmittelgeber: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Hol- stein Fördersumme: 636.291 € Verbundprojekt „DaF-L - Digitale alltagsintegrierte För- derdiagnostik: Lesen in der inklusiven Bildung“ Das Projekt DaF-L leistet einen Beitrag zur digitalen för- derbezogenen Diagnostik und daten-basierten Förderpla- nung im Bereich Lesen in der inklusiven Grundschule. Ziel ist es, ein test-ökonomisches, adaptives, digitales, kompe- tenzorientiertes Lesescreening und darauf abgestimmte Fördereinheiten auf der Onlineplattform 'Levumi' als OER bereitzustellen. Leitung & Verbundleitung: Prof. Dr. Kirsten Diehl Laufzeit: 09/2021 – 08/2024 Verbundpartner:innen: Christian Albrechts Universität Kiel, Universität Leipzig, Universität Regensburg Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 882.268 €, davon 228.078 € für die EUF Verbundprojekt „AIES - Antisemitismusforschung im eu- ropäischen Schulunterricht“ Das Verbundprojekt erforscht Dynamiken, Erscheinungs- formen und Wirkungen des Antisemitismus in Europa und entwickelt digitale Unterrichtsmaterialien zur Antisemi- tismusprävention im fächerübergreifenden europäischen Schulunterricht. Es erfolgt eine Kooperation mit dem Fritz-Bauer-Institut und der Hebrew University sowie mit ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 13 Schulen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumä- nien. Weitere Praxispartner sind Mahn- und Gedenkstät- ten, NS-Dokumentationszentren sowie Jüdische Museen als außerschulische Lernorte. Das Projekt zielt daher da- rauf ab, Schülerinnen und Schülern eine nachhaltig veran- kerte Wertehaltung zu vermitteln, die sie befähigt, radi- kalen Positionen, Verhaltensweisen und Verschwörungs- mythen entschlossen entgegenzuwirken. Leitung & Verbundleitung: Prof. Dr. Iulia-Karin Patrut & Prof. Dr. Marco Thomas Bosshard Laufzeit: 08/2021 – 07/2025 Verbundpartner:innen: Heinrich-Heine Universität Düs- seldorf Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 998.706 €, davon 677.220 € für die EUF Verbundprojekt „ViContact 2.0 - Erstgespräche bei Ver- dacht auf sexuellen Missbrauch – Professionalisierung von Erstbefragenden verschiedener Professionen durch Übung in virtuellen Szenen“ Um Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Miss- brauch zu schützen und situationsangemessene Hilfsan- gebote machen zu können, müssen Lehrkräfte und an- dere pädagogische Fachkräfte für den Umgang mit Ver- dachtsfällen geschult werden. Während Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler bereits kennen und meist auf eine bestehende Vertrauensbeziehung aufbauen können, finden Erstgespräche mit Kindern und Jugendlichen durch Fachkräfte im Kinderschutz in der Regel unter anderen Bedingungen statt. Bei der Konzeption eines Trainings für Lehrkräfte und Fachkräfte im Kinderschutz müssen ent- sprechende Unterschiede berücksichtigt werden, um den jeweiligen Bedingungen und den spezifischen Herausfor- derungen an die Gesprächsführung gerecht zu werden. Leitung: Jun. Prof. Dr. Simone Pülschen Laufzeit: 10/2021 – 09/2024 Verbundpartner:innen: Psychologische Hochschule Ber- lin (Verbundleitung), Georg-August-Universität Göttingen Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 1.086.724 €, davon 379.035 € für die EUF ‚Study as you are! (STUDYasU)‘ – Anforderungsdesign und Umsetzungsstrategie barriere-sensibler Hochschul- lehre am Beispiel inklusiv-digitaler Sprachenpädagogik Digitales Lernen wird an der Europa-Universität Flensburg als innovativer institutioneller Transformationsprozess hin zu einem barriere-sensiblen, niederschwelligen und inklusiven Modell von Blended Learning mit einer grund- legend gewandelten Lern-, Arbeits- und Wissenschafts- kultur in der digitalen wissensbasierten, inklusiven Netz- werkgesellschaft verstanden. Eine explizite strategische Verzahnung von Digitalisierung und Diversität existiert in der hiesigen Hochschullandschaft bisher nicht. Leitung: Prof. Dr. Christian Filk & Prof. Dr. Solveig Chilla Laufzeit: 08/2021 – 07/2024 Drittmittelgeber: Stiftung Innovation in der Hochschul- lehre Fördersumme: 998.000 € AIEduLab - Artificial Intelligence enhanced education Lab Die Zielsetzung des Konzeptions- und Umsetzungspro- jekts „‚Artificial Intelligence enhanced Education Lab‘ – Anforderungsdesign und Umsetzungsstrategie barriere- sensibler Lehrkräftebildung mittels Künstlicher Intelligenz am Beispiel Medienbildung“ (AIEduLab) besteht darin, KI- Bildung über einen niederschwelligen, partizipatorischen, spielerischen und emanzipatorischen Ansatz der Kompe- tenzvermittlung in den grundständigen Modulen der Me- dienbildung für alle Lehramtsstudiengänge an der Eu- ropa-Universität Flensburg (EUF) zu verankern und dar- über hinaus KI-Bildung für alle an der EUF Lernenden und Lehrenden zu öffnen. AIEduLab vereint folgende Kompo- nenten: 1. Stärkung der Medien-, Digital- und Datenkom- petenzen von Lehramtsstudierenden in grundständigen Modulen der Medienbildung; 2. Einrichtung eines hoch- schulweit zugänglichen „Artificial Intelligence enhanced Education Labs“ zur innovativen, emanzipatorischen For- schung und Lehre; 3. Sensibilisierung und Qualifizierung von (angehenden) pädagogischen und akademischen Fachkräften in digitalen und KI-unterstützten Lehr-, Me- thoden- und Gestaltungskompetenzen in Kooperation mit weiteren EUF-Einrichtungen. Alle AIEduLab-Maßnahmen sind dem primären Ziel verpflichtet, Selbst-, Methoden- respektive Reflexionskompetenzen von Studierenden und Dozierenden beim individuellen bzw. kooperativen Lernen zu fördern (Digital Empowerment). Leitung: Prof. Dr. Christian Filk Laufzeit: 08/2022 – 01/2025 Drittmittelgeber: Ministerium für Allgemeine und Beruf- liche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Fördersumme: 750.000 €; davon 598.000 € aus Zielver- einbarungsmitteln und 152.000 € aus HSP-Mitteln der EUF Verbundprojekt ILEA-Basis-T – Individuelle Lernentwick- lungsanalyse von Basiskompetenzen in der inklusiven Transition Kita – Schule Das Projekt ILEA-Basis-T nimmt den Übergang von der Kita in die Schule in den Blick. Fokussiert werden dabei Kinder mit erheblichen domänenspezifischen Lern- und Entwicklungsherausforderungen (ELE), deren Kompeten- zen von den bereits vorhandenen Materialien in ILEA T (Individuelle Lernentwicklungs-Analyse im Übergang von der Kita in die Schule) nicht abgebildet werden können. Ziel ist es, die Kompetenzen dieser Kinder in den schulre- levanten Bereichen aufzuzeigen und passgenaue Förder- anregungen zu entwickeln. Dazu werden Verfahren zur Erfassung und Förderung der Kompetenzen in den Domä- nen Frühe Literalität und Frühe Mathematik sowie des psychosozialen Wohlbefindens erarbeitet. I Leitung & Verbundleitung: Prof. Dr. Steffen Siegemund- Johannsen Laufzeit: 09/2021 – 08/2024 Verbundpartner:innen: Universität Leipzig Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 225.223 € ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 14 Verbundprojekt GerDa – Triple A Sustainability Unter der Leitung der EUC Syd setzt GerDa den Fokus auf Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) im Sinne eines Whole-School-Approaches (WSA). Durch die- sen ganzheitlich-partizipativen Ansatz wird eine nachhal- tige Veränderungskultur in den Bildungseinrichtungen an- gestrebt, um somit langfristig eine nachhaltige Denkweise zu entwickeln und zu stärken. Im Sinne der, von den Ver- einigten Nationen (UN) vereinbarten 17 Nachhaltigkeits- zielen (Sustainable Development Goals, SDGs) sollen da- bei sowohl die ökonomische als auch die ökologische so- wie soziale Dimension von Nachhaltigkeit thematisiert werden. Übergeordnetes Ziel dieses Projektes ist es, ein nachhaltiges Mindset in den Berufsbildenden Schulen und regionalen Unternehmen der Grenzregion zu entwi- ckeln und zu stärken. Leitung: Prof. Dr. Axel Grimm Laufzeit: 04/2023 – 03/2026 Verbundpartner:innen: EUC Syd (Verbundleitung), RBZ Eckener-Schule Flensburg, RBZ Hannah-Ahrendt-Schule Flensburg, Berufsbildungszentrum Schleswig, HLA – die Flensburger Wirtschaftsschule, International Business College (IBC), Fredericia Maskinmesterskole Drittmittelgeber: EU/Interreg Fördersumme: 3.710.620 €, davon 500.286 € für die EUF Verbundprojekt EuVIS - Die App zur Diagnostik von Lern- ausgangslagen und der Gestaltung von passgenauem Schwimmunterricht Die Förderung der Schwimmfähigkeit ist eine gesamtge- sellschaftliche Herausforderung. Immer mehr Kinder im Grundschulalter können nicht sicher schwimmen. Die Vermittlung der Schwimmfähigkeit ermöglicht Kindern den Bewegungsraum Wasser für eine (lebenslange) Teil- habe zu erschließen und leistet gleichzeitig einen ent- scheidenden Beitrag zur Ertrinkungsprävention dieser vulnerablen Gruppe. Um den Lehrprozess effizienter und gleichzeitig nachhaltiger zu gestalten, wurde an der Deut- schen Sporthochschule Köln ein Instrument zur akkuraten Diagnose der Lernausgangslagen für Lehrpersonen und Eltern entwickelt, dass die Auswahl passender Methoden für die Lernenden unabhängig von ihren Anforderungsbe- dingungen (Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion) ermöglicht. Im Rahmen des Projekts „EuViS: Die App zur Diagnostik von Lernausgangslagen und der Gestaltung von passgenauem Schwimmunterricht“ soll dieses Instru- ment zur zeitgemäßen und effizienten Vermittlung im Sinne einer echten Bildungsinnovation validiert werden. Das Ziel ist ein nachhaltiger Wissens- und Technologie- transfer zugunsten einer verbesserten Schwimmfähigkeit aller. Leitung: Dr. Nele Schlapkohl Laufzeit 07/2023 – 06/2026 Verbundpartner:in: Deutsche Sporthochschule Köln (Ver- bundleitung) Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme: 1.448.110 €, davon 60.941 € für die EUF Verbundprojekt Hybrid Elevate - Hybrid Teaching: Em- powering Educators for the Future Das Projekt zielt darauf ab, akademisches Personal (Hoch- schulsektor) und Ausbilder*innen (Berufsbildungssektor) mit Hilfe von sechs Mikrozertifikaten für den flexiblen hybriden Unterricht weiterzubilden und das erworbene Wissen durch ein Mikrozertifizierungssystem zu beschei- nigen. Dafür wird das lehrende und ausbildende Personal in die Lage versetzt werden, in hybriden Klassenzimmern mit einem flexiblen und anpassungsfähigen Ansatz zu un- terrichten, um gleiche Lernerfahrungen für Online- und Offline-Studierende bzw. Auszubildende zu gewährleis- ten. Zudem werden die Projektpartner*innen (LT, DE, PT) ein Mikrozertifizierungssystem für akademisches Perso- nal in der Online-Lehre an ihren Institutionen entwickeln und verankern. Leitung: Prof. Dr. Axel Grimm Laufzeit: 11/2023 – 10/2025 Verbundpartner:innen: Vilniaus Technologiju ir dizaino Kolegija (Verbundleitung), Stichning NHL Stenden Hoge- school, ATEC – Associacao de Formacao para a Portugal Industria Drittmittelgeber: EU /Erasmus plus Fördersumme: 250.000 €, davon 86.395 € für die EUF ViTEPE - Video-Teaching Examples in Physical Education Experiment Angehende Lehrkräfte sind vielfach dazu aufgefordert, di- daktisch-methodische Vorgehensweisen vor dem Hinter- grund unterrichtlicher Prinzipien begründet zu planen. In- wieweit dafür notwendiges Planungswissen effektiv auf- gebaut werden kann, ist bis dato jedoch eine unzu- reichend beantwortete Frage. Im Projekt wird erstmals die Wirksamkeit von videobasierten Unterrichtsbeispie- len (VUBs) auf die Entwicklung des anwendungsbezoge- nen und negativen Planungswissens untersucht. Die VUBs zeigen auf, wie bezüglich verschiedener Unterrichtsziele ein problemorientiertes Lernen im Sportunterricht umge- setzt werden kann. Neben der Frage, inwieweit derartige Lernumgebungen klassischen Lernumgebungen überle- gen sind, wird auch nach der Wirksamkeit spezifischer Ge- staltungs- und Instruktionsbedingungen gefragt: Alle of- fenen Fragen sollen durch drei Experimente im Rahmen der Sportlehrerbildung beantwortet werden. Es werden zudem spezifische Drittvariablen erhoben. Insgesamt er- möglicht es das Projekt, kausale Wirkmechanismen von VUBs an sich sowie bezüglich der betrachteten Gestal- tungs- und Instruktionsprinzipien auf das Planungswissen zu ergründen. Leitung: Prof. Dr. Dr. Tim Heemsoth Laufzeit: 06/2023 - 05/2026 Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Fördersumme: 408.192 € Verbundprojekt MOBAK DigiKo - Digitales Kompetenz- zentrum für motorische Basiskompetenzen Das Projekt MOBAK-DigiKo zielt auf die Adaptation, den Einsatz und die Implementation bestehender digitaler ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 15 Tools ab, die (angehende) Sportlehrkräfte bei der Durch- führung des Verfahrens zur Diagnostik von motorischen Basiskompetenzen ("MOBAK") in Qualifizierungsmaßnah- men im sportwissenschaftlichen Studium und in Fort- und Weiterbildungsangeboten befähigen können. Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Schwier Laufzeit: 07/2023 – 02/2026 Verbundpartner:innen: Universität Hamburg (Verbund- leitung), Goethe Universität Frankfurt Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördersumme:721.986 €, davon 215.239€ für die EUF Dysmate - Diagnostik schriftsprachlicher Fähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I – Adap- tion des norwegischen Testverfahrens Dysmate und Normierung für den deutschsprachigen Raum Ziel: Transfer und Adaption des international eingesetz- ten Testverfahrens Dysmate zur frühzeitigen Erkennung von Schülerinnen und Schülern mit Risiko für Lese-Recht- schreib-Schwierigkeiten in der Sekundarstufe I Forschungsbegleitende Fragestellungen: 1) Kann anhand des aus dem Norwegischen adaptierten Testverfahrens Dysmate auch im Deutschen zuverlässig zwischen Schüle- rinnen und Schülern der Sekundarstufe I mit und ohne Ri- siko für Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten anhand der Erstellung von Profilen verschiedener Subskalen differen- ziert werden? 2) Zeigen deutschsprachige Schülerinnen und Schüler mit einem Risiko für Lese-Rechtschreib- Schwierigkeiten der Sekundarstufe I ähnliche Profile wie gleichaltrige Schülerinnen und Schüler in Norwegen und England? Projektleitung: Prof. Dr. Marie-Christine Vierbuchen Laufzeit seit 01/2021 Drittmittelgeber: Dysmate (Norwegen) Fördersumme: 82.632 € Kooperationsprojekt SANSCHO – Schulbesuch und Schulabbruch in Schleswig-Holstein Das Projekt SANSCHO untersucht die aktuelle Lage von Schulbesuchen und Schulabbrüchen an Schulen in Schles- wig-Holstein und ist in fünf Module aufgeteilt, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen: Modul 1: Dokumentenanalyse zur aktuellen Lage von Schulbesuchsproblemen und Schulabbrüchen Modul 2: Fragebogenerhebung im Prä-/Post-Design von Schulbesuchsproblemen und Dropout in den verschiede- nen Schulformen sowie jährliche Analyse der Prävalenzen und Verteilungen anhand von Schuldaten. Modul 3: Einzel- und Gruppeninterviews zur vertiefenden Analyse der Erwartungen und Bewertungen sowie der Er- fassung subjektiver Positionen von relevanten Beteilig- tengruppen hinsichtlich der gegenwärtigen Lage bei Schulbesuchsproblemen. Modul 4: Einzelfallanalysen zur Herausarbeitung von Stär- ken und Schwächen der gegenwärtigen Verfahren des Umgangs mit Schulabsentismus und -abbruch an Einzel- fällen und Ableitung von Änderungsbedarfen und Emp- fehlungen für schulische und außerschulische Unterstüt- zungssysteme. Modul 5: Wissenschaftliche Begleitung und Förderung der Schulentwicklung zur Optimierung von präventiven und interventiven schulischen Zugängen zur Förderung von Anwesenheit und schulischer Partizipation an ausge- wählten Schulen. Projektleitung: Prof. Dr. Marie-Christine Vierbuchen Laufzeit: 05/2024 – 12/2027 Gesamtprojektleitung: Universität Leipzig (Prof. Ricking) Drittmittelgeber: Ministerium für allgemeine und Berufli- che Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Fördersumme: 691.321 €, davon 250.000 € für die EUF Netzwerk Diklusion – phasen- und länderübergreifende professionelle Lerngemeinschaft für digital-inklusive Bil- dung in der Lehrer:innenbildung Ziel des Netzwerks ist es, mit verschiedenen Expertisen im transdisziplinären Team diklusive Lehr- und Lernszenarien als digital-inklusive OER-Modulbausteine für die Leh- rer:innenbildung zu entwickeln. Innerhalb der professio- nellen Lerngemeinschaften erweitern die Expert:innen (Hochschuldozent:innen, Studierende, Lehrkräfte, Medi- enberater:innen, Studienleiter:innen) ihre eigene profes- sionellen Kompetenzen und erarbeiten Konzepte für die Umsetzung in ihren Seminaren für (angehende) Lehr- kräfte und erproben diese. Die Bausteine umfassen Mo- dule zur Kompetenzentwicklung für einen digital-inklusi- ven Unterricht für Schüler:innen mit Beeinträchtigung (Sehen, Hören, Sprache, Motorik, Kognition, …). Das Netz- werk trifft sich über drei Jahre hinweg zu digitalinklusiven Themen, die durch Barcamps erarbeitet, weiterentwickelt und evaluiert werden. Projektleitung: Dr. Lea Schulz Laufzeit: 04/2023 – 03/2026 Drittmittelgeber: Stiftung Innovation in der Hochschul- lehre Fördersumme: 379.857 € SEN-T3 - Special Educational Needs (in regular Schools) – Train the Teacher Trainer Ziel des Projekts ist das Generieren von Kompetenzen im Bereich Sonderpädagogik und Inklusion für die Lehrenden der irakischen Partneruniversitäten (Mossul, Kufa, Kar- min, Dohuk und Zakho). Aktuelle Inhalte für die Umset- zung von Inklusion im schulischen Bereich sollen verstärkt in die Lehrveranstaltungen der irakischen Universitäten implementiert werden. Die Lehrenden setzen sich vertieft mit relevanten Inhalten auseinander und übertragen die Inhalte auf die eigene Region, die eigene Universität und die eigene Lehre. Hierzu wird stark partizipativ und ko- operativ gearbeitet. Eine digitale und inklusive Lernplatt- form wird um kollaborative Elemente ergänzt und weiter- entwickelt, um in der Lehre im Irak genutzt werden zu können. Daneben werden diese Elemente auch in kleinen Projekten der Studierenden der irakischen Partneruniver- sitäten in Kooperationen mit Schulen und Lehrkräften der ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 16 Regionen in heterogenen Klassen erprobt. Diese Pro- jekterfahrungen können dann wiederum reflexiven Ein- gang in die Lehrveranstaltung der Studierenden finden. Leitung: Prof. Dr. Marie-Christine Vierbuchen Laufzeit: 01/2022 – 12/2023 Drittmittelgeber: Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD) Fördersumme: 179.290 € Pilotstudie Bildungsprozesse am Beispiel des Pen-and- Paper-Rollenspiel Elems Balladen (ELBA-P) In dem Projekt wird das Pen-and-Paper-Rollenspiel Elems Balladen im Hinblick auf seine Einsetzbarkeit in schuli- schen Kontexten zur Förderung von Bildungsprozessen, insbesondere den Erwerb sozialer und kommunikativer Kompetenzen evaluiert werden. Hierzu wird eine Pilot- studie in Zusammenarbeit zwischen Spielentwicklern und Forschenden an einer ausgewählten Sekundarschule durchgeführt. Es handelt sich um eine ethnografisch an- gelegte, qualitative Evaluationsstudie. Ziel ist dabei zum einen, die grundsätzliche Einsetzbarkeit zu prüfen und zum anderen, die Beobachtungsparameter und Fragestel- lungen für eine umfassendere Studie zu präzisieren, die auch die Etablierung des Spiels in schulpädagogischen Settings zum Ziel haben könnte. Die Zielsetzung des Pilot- Projektes ELBA-P bestehen darin, eine valide Erhebungs- heuristik für eine Teilnehmende Beobachtung im Längs- schnittdesign zu bilden. Darüber hinaus stellen die konk- ret avisierten Ergebnisse der Pilotstudie die Vorbereitung eines umfangreichen Projektantrags beim BMBF oder ei- ner einschlägigen Stiftung sowie einer Förderung durch das Ministerium dar. Projektleitung: Prof. Dr. Anke Wischmann & Dr. Michael Meier-Sternberg Laufzeit: 08/2023 – 02/2024 Mittelgeber: ZeBUSS Fördersumme: 17.830 € 17 4. Publikationen aus den Forschungsprojekten im Berichtszeitraum Nachwuchsforschungsgruppe KoNir Alkis, S., Frank, M., Steinbach, A., Tilch, A. (2023): Schule im Rassismus. In: Praxis Politik & Wirtschaft, 6/2023. Frank, M. (2023): Beobachten im Lehramtsstudium. Überlegungen zur pädagogischen Professionalisierung am Beispiel einer Grundschulethnographie. In: Schnitzer, Anna et al. (Hrsg.): Schulische Praktiken unter Beobach- tung. Studien zur Schul- und Bildungsforschung, Wiesba- den, S. 207-225 Steinbach, A., Tilch, A. (2023): Schule ohne Rassismus? Migrationspädagogische und organisationstheoretische Perspektiven auf die (De-)Thematisierung von Rassismus in der Schule. Erscheint in: Organisation und jetzt!? Aktu- elle Herausforderungen der Organisationspädagogik. Jahrbuch Organisationspädagogik 2023. Steinbach, A., Ivanova-Chessex, O. (2023): Institutionali- sierter Rassismus? Perspektiven für eine rassismus- und institutionentheoretische Schulforschung. Zeitschrift für Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM). Heft 1/2023: Zum Verhältnis von Theorie, Methodologie und Empirie in der erziehungswissenschaftlichen Rassis- musforschung. Bestandsaufnahmen, Justierungen und Ausblick (S. 56-74). Tilch, A. (2023). Das Phantasma der „Festung Europa“ – Eine abwehr- und emotionstheoretische Analyse migrati- onsgesellschaftlicher Prozesse. In: Koopman, U., Schrie- ver, C. (Hrsg.). Intersektionale Perspektiven auf Flucht und Anerkennung. (S.23-44). Baden-Baden: Nomos Ver- lag. Nachwuchsforschungsgruppe RP SKM Eilfgang, J., Pülschen, D. & Pülschen, S. (2023). Kindliche Opferzeuginnenbefragung, interdisziplinäre Kooperation und Synergieeffekte im Zusammenhang mit der Ver- dachtsabklärung bei sexuellem Kindesmissbrauch (S. 735-754). In M. S. Staller, B. Zaiser & S. Koerner (Hrsg.), Handbuch Polizeipsychologie. Berlin: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-40118-4_37. Eilfgang, J., Bayer, L., Cigelski, M., Mensing, F., von See- ler, I., Sewald, H. & Pülschen, S. (2024). Collaboration be- tween Criminal Justice and Child Protection in Cases of Child Sexual Abuse: Unveiling Inhibiting and Facilitating Factors. Child Abuse Review, 33(2), DOI: https://doi.org/10.1002/car.2868. Lämmerhirt, L. S., Cigelski, M., von Seeler, I. & Pülschen, S. (2024). Elterliche Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung als Anknüpfungs- punkt für die Prävention sexuellen Missbrauchs. Empiri- sche Sonderpädagogik, 16(1), 3-17. Pülschen, S. (2024). Sexueller Kindesmissbrauch – Päda- gogisches Handeln im Kontext Schule. In W. H. Honal, D. Graf, F. Knoll, U. Killi & C. Prücklmayer (Hrsg.), Handbuch der Schulberatung (S. 1-32). München: MGO. Pülschen, S., Kühl-Frese, H., Teske, H. & Holz, H. (2023). Handlungsleitfaden zum Umgang mit sexueller Gewalt in Schule. Verfügbar unter https://publikatio- nen.iqsh.de/neuheiten/id-11-2023.html ViContact 2.0 Krause, N., Gewehr, E., Barbe, H., Merschhemke, M., Mensing, F., Siegel, B., Müller, J. L., Volbert, R., Fromber- ger, P., Tamm, A. & Pülschen, S. (2024). How to prepare for conversations with children about suspicions of sex- ual abuse? Evaluation of an interactive virtual reality training for student teachers. Child Abuse & Neglect, 149, DOI: https://doi.org/10.1016/j.chiabu.2024.106677 Mensing, F., Gewehr, E., Merschhemke, M. & Pülschen, S. (2024). Measuring teacher’s capabilities: Development of the CSA-SE scale for assessing teachers’ self-efficacy in addressing suspected cases of child sexual abuse. Child Protection and Practice, 2, DOI: https://doi.org/10.1016/j.chipro.2024.100049. Gewehr, E., Tamm, A., Volbert, R. & Pülschen, S. (2023). Verdacht auf sexuellen Missbrauch bei Kindern und Ju- gendlichen. So kann es Lehrkräften gelingen, ein Erstge- spräch mit Kindern und Jugendlichen zu führen. Verfüg- bar unter https://www.empirische-bildungsforschung- bmbf.de/de/Verdacht-auf-sexuellen-Missbrauch-bei-Kin- dern-und-Jugendlichen-2373.html SEN-T3 Bartels. F., Vierbuchen, M.-C. & Hillenbrand, C. (Eds., 2024). Inclusive (Teacher) Education after War. Waxmann. https://www.waxmann.com/in- dex.php?eID=download&buchnr=4660 Bartels, F., Vieregg, N. Mauf-Clausen, C. & Vierbuchen, M.-C. (im Druck). LAYA im Einsatz für inklusive (Grund- schul-) Lehrkräftebildung im Irak: Eine digitale Lösung für barrierefreies Lernen in Krisenzeiten (S. 468-473). In Flü- gel, A., Lange, J. Müller-Naendrup, B. & Wiesemann, J. (Hrsg.), Grundschulforschung meets Kindheitsforschung reloaded. Jahresband der DGfE-Kommission Grundschul- forschung und Pädagogik der Primarstufe. MOBAK-DigiKo Vicék, P., Sallen, J., Ennigkeit, F., Schole, L., Niehues, M., Egerer, M., Czogalla, J., Schwier, J., Heim, C. & Gerelach, E. (2024). Digital competence centre for basic motor competencies – MOBAK DigiKo. In A. Sääkslathi, & T. Jaakkola (Eds), The 2024 AIESEP International Confer- https://doi.org/10.1007/978-3-658-40118-4_37 https://doi.org/10.1002/car.2868 https://publikationen.iqsh.de/neuheiten/id-11-2023.html https://publikationen.iqsh.de/neuheiten/id-11-2023.html https://doi.org/10.1016/j.chiabu.2024.106677 https://doi.org/10.1016/j.chipro.2024.100049 https://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/Verdacht-auf-sexuellen-Missbrauch-bei-Kindern-und-Jugendlichen-2373.html https://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/Verdacht-auf-sexuellen-Missbrauch-bei-Kindern-und-Jugendlichen-2373.html https://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/Verdacht-auf-sexuellen-Missbrauch-bei-Kindern-und-Jugendlichen-2373.html https://www.waxmann.com/index.php?eID=download&buchnr=4660 https://www.waxmann.com/index.php?eID=download&buchnr=4660 ZeBUSS Jahresbericht 2023/2024 18 ence “Past meets the Future”. Book of Abstracts. Univer- sity of Jyväskylä, 13.-17.05.2024 (pp. 500-502). http://urn.fi/URN:ISBN:978-952-86-0158-6 Vlček, P., Schole, L., Niehues, M., Egerer, M., Schwier, J., Heim, C., Gerlach, E., & Sallen, J. (2024). Digitales Kom- petenzzentrum für motorische Basiskompetenzen (MOBAK-DigiKo). In U. Gebken, M. Pfitzner, & D. Wiesche (Hrsg.), Grenzen und Entgrenzungen sportpäda- gogischen Handelns. Abstractband (S. 250-251). https://www.uni-due.de/imperia/md/content/sport- und-bewegungswissenschaften/2024_05_29_abstract- band_dvs.pdf Nachwuchsforschungsgruppe Gender 3.0 Busche, M., Hartmann, J. (2024). Intersektionalität in Fortbildungen pädagogischer Fachkräfte. Reflexionen zu Bildungsimpulsen und Lernsettings in Angeboten zu ge- schlechtlicher und sexueller Vielfalt, in: Empirische Päda- gogik 2/2024 Busche, M. (2023). Vom Sinn und Unsinn von Pronomen- runden. In: Referat Jugend (Hg.): jugendarbeit: gleichge- stellt und geschlechtergerecht, Verlag für Jugendarbeit und Jugendpolitik Graz. Busche, M., Fütty, T. J., Hartmann, J. (2023). Gender 3.0 in der Schule. In: alice - Magazin der Alice Salomon Hochschule Berlin, ASH Berlin Dehler, S. B., Fedorchenko, A. (2024). Teilhabe von trans*, inter* und nicht-binären Schüler*innen am Sportunterricht ermöglichen – Handlungsspielräume im Umgang mit zweigeschlechtlichen Zuweisungspraxen. Sportunterricht, 73(4). Dehler, S. B. (2024). Zur (Un-)Möglichkeit, intersektional zu forschen. Entwicklung eines Fragenkatalogs zur Refle- xion epistemischer Gewalt, GENDER – Zeitschrift für Ge- schlecht, Kultur und Gesellschaft, S. 71-87. Fedorchenko, A. (2024). „Acceptance of diversity“…but not too much? (Restricted) Pathways towards transgender and intersex inclusivity in European and German sex education curriculum guidelines. The Curric- ulum Journal. Fedorchenko, A., Frohn, J., Heckemeyer, K., Möhwald, A. (2024). Geschlechtliche Vielfalt im Sportunterricht (Ein- leitung). Sportunterricht, 73(4). Fedorchenko, A., Haase, R.K. (2024). Hilfen für den (Sport)Unterricht – Anlaufstellen und Ressourcen im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt. Sportunterricht, 73(4). Fütty, T.J. (2024). „Staat und Gewalt – die Kolonialität von Geschlecht und Gewalt als ›(post)koloniale Maske der Demokratie‹“. In: Ludwig, Gundula/Sauer, Birgit (Hg.): „Das kälteste aller kalten Ungeheuer? Annäherun- gen an intersektionale Staatstheorie“, Campus-Verlag. Fütty, T.J. (2023). „Anerkennung und Gewalt gegen trans*, nicht-binäre und inter* Menschen. Konturen ei- nes mehrdimensionalen und intersektionalen (anti)Ge- waltbegriffs“. In: Ingrid Jungwirth et al (Hg.): „Revisiting Forum Frauen- und Geschlechterforschung: Impulse aus den letzten 20 Jahren“, Sektion Frauen- und Geschlech- terforschung der Deutschen Gesellschaft der Soziologie, Barbara Budrich Verlag Fütty, T.J. (2023). „Un_mögliche Körper denken - Einlei- tung. In: Bauer, Robin/ de Silva, Adrian/ Schirmer, Utan (Hg.) Von Fröschen, Einhörnern und Schmetterlingen. Trans*_queere Wirklichkeiten und visuelle Politiken. Schriften von Josch Hoenes (1972–2019)“. Melusina Press Luxemburg, 40-47 DaF-L Ebenbeck, N.; Jungjohann, J.; Gebhardt, M. (2023): Test- beschreibung des Lesescreenings LES-IN-DIG für dritte inklusive Klassen. Version 1. DOI: 10.5283/epub.53204 Ebenbeck, N., & Gebhardt, M. (2024). Personalized, Effi- cient, Accurate and Digital: Using Computerized Adap- tive Testing for the Assessment of Different Low-Per- forming Student Groups. Journal of Special Education Technology. Ebenbeck, N., Zentel, P., & Gebhardt, M. (eingereicht). Examining the Impact of Special Needs Status, Disability Severity, and Grade Level on the Reading Proficiency of Students with Intellectual Disabilities using Digital Read- ing Assessments. Journal of Intellectual Disability Re- search. Ebenbeck, N., Anderson, S., Jungjohann, J., & Gebhardt, M. (2024). Diagnostik als Teil pädagogischer Handlungen. Voraussetzungen, Chancen und Grenzen des adaptiven Testens in der Grund- und Förderschule. Zeitschrift für Heilpädagogik. Junger, R., Hanke, J., Liebers, K. & Diehl, K. (2023). Digi- tale alltagsintegrierte Förderdiagnostik mit DAF-L – Ein Ansatz für nachhaltige Diagnostik und Förderung? In M. Haider, R. Böhme, S. Gebauer, C. Gößinger, M. Munser- Kiefer & A. Rank (Eds.), Nachhaltige Bildung in der Grundschule (S. 203–208). Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. Jungjohann, J., Ebenbeck, N., Liebers, K., Diehl, K. & Gebhardt, M. (2023). Das Lesescreening LES-IN für inklu- sive Grundschulklassen: Entwicklung und psychometri- sche Prüfung einer Paper-Pencil-Version als Basis für computerbasiertes adaptives Testen (CAT). Empirische Sonderpädagogik. 141-156. Schröter, A., Capovilla, D., Diehl, K., Link, P.-C., Scheer, D., Schmid, A.C., Schurig, M., Sticca, F. & Gebhardt, M. (2023). Konzepte von Behinderung als latentes Kon- strukt. Ein Fragebogen für die Lehrer*innenausbildung. 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Maidanjuk (Hrsg.): Diversität und Digitalität in der Hochschullehre: Innovative Formate in digitalen Bil- dungskulturen. Schröder, L. & Schulz, L. (eingereicht, 2023). Online Lern- module zur Gestaltung eines diklusiven Unterrichts für die Lehrkräftebildung. In M. Jungwirth, J. Haarmann, N. Harsch, F. Haupts, J. Marks, Y. Noltensmeier (Hrsg.): Wegmarken für eine zeitgemäße Lehrkräftebildung – Konzeptionelle Ansätze im Fokus. Tagungsband des 16. Bundeskongresses der Zentren für Lehrer*innenbildung. Münster: WTM. Zusammenfassung 1. Struktur, Aufgaben und Ziele des ZeBUSS 1.1 Struktur des ZeBUSS 1.2 Zentrale Forschungsfelder im ZeBUSS 2. Tätigkeitsbericht zu den drei Aufgabensäulen Forschungsförderung, Nachwuchsförderung und Vernetzung 2.1 Forschungsförderung 2.2 Nachwuchsförderung 2.3 Vernetzung 3. Forschungsprojekte am ZeBUSS 4. Publikationen aus den Forschungsprojekten im Berichtszeitraum
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