Lehrveranstaltungsevaluation (LVE)

Die Europa-Universität Flensburg ist durch das Hochschulgesetz verpflichtet, die Lehre evaluieren zu lassen. Hierfür hat der Senat der EUF eine Evaluationssatzung beschlossen.

Die Evaluationssatzung der EUF legt fest, dass jede*r Lehrende jedes Semester mindestens eine ihrer*seiner Lehrveranstaltungen mit einem zentral angebotenen LVE-Fragebogen durch die Studierenden evaluieren lässt.

Dafür kommen an der EUF zwei verschiedene Fragebogentypen zum Einsatz:

· Der lernergebnisorientierte Fragebogen beruht auf dem BEvaKomp-Instrument. Er befragt die Studierenden hauptsächlich dahingehend, wie gut sie in der absolvierten Lehrveranstaltung das angestrebte Lernergebnis erreicht haben – also welchen Kompetenzgewinn sie erlangt haben. Auf dieser Grundlage können Sie Ihre Lehrveranstaltung weiterentwickeln und im nächsten Durchgang betrachten, ob erwünschte Veränderungen eingetreten sind. Zugleich bietet dieser Fragebogen den Studierenden Anreize, selbst ihren Kompetenzgewinn zu reflektieren.

· Der lehrprozessorientierte Fragebogen beruht auf dem HILVE2-Bogen. Hiermit bekommen Sie hauptsächlich ein Feedback der Studierenden darüber, wie sie Sie als Lehrkraft einschätzen. Mit Hilfe dieses Fragebogens können Sie unter verschiedenen Gesichtspunkten Ihre Selbstwahrnehmung mit der Rückmeldung der Studierenden abgleichen. Sie erhalten außerdem eine Gesamtbewertung Ihrer Veranstaltung.

Es stehen jeweils zwei Varianten dieser Fragebogentypen zur Verfügung: eine für Vorlesungen, die andere für Seminare und vergleichbare Veranstaltungsformen.

Alle Fragebögen liegen in deutscher und in englischer Sprache vor. Bei den digitalen Fragebögen wählen die Studierenden die Sprache direkt in EvaSys.

Die Fragebögen werden spezifisch für Ihre Lehrveranstaltung ausgestellt, sodass die Bögen auch nur für die jeweilige Lehrveranstaltung verwendet werden können. Dafür wird im Kopfbereich der Bögen der Lehrveranstaltungsname explizit ausgewiesen.

Wenn Sie eine Veranstaltung evaluieren lassen möchten, nutzen Sie bitte ausschließlich unser Beantragungsformular

Tipps:

  1. Wichtig für eine sinnvolle Lehrveranstaltungsevaluation ist, dass die Erhebung
    • wenigstens eine Gesamtzahl von zehn Befragten umfasst und
    • der Rücklauf der Evaluationsbögen nicht unter 25 Prozent liegt.
  2. Die Erfahrung zeigt, dass es vorteilhaft ist, eine Lehrveranstaltung nicht erst in der letzten Sitzung des Semesters evaluieren zu lassen. Dann sind oft nicht viele Studierende anwesend und die Prüfungswochen stehen kurz bevor. Es ist im Allgemeinen empfehlenswert, die LVE im Herbstsemester zwischen Mitte November und Anfang Dezember durchführen zu lassen, im Frühjahrssemester zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. So haben Sie die Möglichkeit, die Ergebnisse der LVE mit den Studierenden zu besprechen und ggf. noch im laufenden Semester Veränderungen umzusetzen.
  3. Beachten Sie bitte, dass die Erstellung der Evaluationsbögen bis zu einer Woche dauern kann.
  4. Sofern Sie die LVE in Papierform durchführen, sollten Sie als Dozent*in nach dem Ausfüllen der Fragebögen nichts mehr mit diesen zu tun haben, damit die Anonymität der Befragung gesichert und für alle zu erkennen ist.

Hinweis: Um den Studierenden die Anonymität ihrer Daten zusichern zu können, müssen sich mehr als vier Teilnehmer*innen beteiligt haben. Ist dies nicht der Fall, so wird die Umfrage nicht ausgewertet und Sie bekommen eine entsprechende Mitteilung per E-Mail. Sollten Sie also einen Kurs mit vier oder weniger Studierenden haben, so bitten wir Sie, einen anderen Kurs evaluieren zu lassen.

Die Fragebögen sind im System auch in englischer Sprache hinterlegt. Die Sprachversion kann von den Teilnehmer*innen nach Bedarf selbst eingestellt werden.

Hinweis

Diese Evaluationsbögen sind nur MUSTER und können nicht für eine Lehrevaluation benutzt werden.

Mit der pandemie-bedingten Umstellung auf digitale Lehre wurde auch die LVE vom Papier- auf das Digitalformat umgestellt. Im Sinne der Ressourcenschonung wird auch bei Lehre in Präsenz die Nutzung der Online-LVE dringend empfohlen. Zur Erhöhung der Rückläufe in der Online-LVE gibt es verschiedene Maßnahmen.

- Auf Wunsch kann die LVE früher als üblich geschlossen werden. Regulär ist jede Online-LVE vier Wochen lang offen; wenn Sie einen kürzeren Zeitraum sinnvoll finden, können Sie dies auf dem Anforderungsformular angeben (zwei Wochen Laufzeit).

- Die Studierenden erhalten häufigere und frühere Erinnerungsmails: die erste nach einer Woche, anschließend zwei weitere Erinnerungsmails, je nachdem, welche Laufzeit Sie für die LVE auswählen.

- Legen Sie den Zeitpunkt der LVE fest: Gerne schalten wir die LVE zu einem festgelegten Zeitpunkt frei, so dass Sie die LVE besser in Ihre Veranstaltung einbinden können.

- Online-LVE funktioniert auch in Präsenzveranstaltungen: Der Rücklauf ist deutlich höher, wenn Sie auch die Online-LVE während eines Veranstaltungstermins ausfüllen lassen. Das dauert meist fünf bis zehn Minuten. Wir gehen davon aus, dass alle Studierenden über die technischen Voraussetzungen verfügen, da die LVE auch mit einem Smartphone möglich ist.

- In kleinen Veranstaltungen können Sie auf Wunsch Papier-Fragebögen einsetzen: wenn die Zahl der Teilnehmenden klein ist (unter 20 Studierende) und Sie sich von Papierfragebögen einen höheren Rücklauf erhoffen, können Sie auch künftig Papierfragebögen erhalten. Damit wird der Papier- und Tonerverbrauch geringgehalten, aber für einige kleine Veranstaltungen die LVE erleichtert.

Onlineumfrage

Bei der Onlineumfrage handelt sich um eine anonyme webbasierte Befragung der Studierenden.
Damit jede*r Studierende genau eine Stimme hat, werden in EvaSys Transaktionsnummern (TANs) erzeugt, welche an die Studierenden gemailt werden. Der Onlinefragebogen sollte von den Studierenden in zehn Minuten auszufüllen sein. Die Teilnahme an der Umfrage ist in der Regel vier Wochen lang möglich (vgl. vorheriger Punkt). Die Ergebnisse werden den Dozierenden per E-Mail zugestellt.

Papierumfrage (Paper & Pencil)

Bei der Papier-Umfrage handelt sich um eine anonyme schriftliche Befragung der Studierenden. Dazu fordern die Lehrenden Evaluationsbögen beim EvaSys-Team an, die sie in Papierform über die Hauspost erhalten. Die Lehrenden lassen die Bögen in ihren Veranstaltungen von den Studierenden ausfüllen und von einer Studentin oder einem Studenten wieder einsammeln. Die Studentin oder der Student schickt die ausgefüllten Fragebögen dann – in einem Umschlag – über das Postfach 187 an das mit der Auswertung der Bögen beauftragte EvaSys-Team.

Ablauf der Papierumfragen:

  1. Wenn eine Veranstaltung für Sie erhoben werden soll, so nutzen Sie bitte ausschließlich unser Antragsformular
  2. Die Bögen werden für die jeweilige Veranstaltung angefertigt und der*dem Lehrenden per Hauspost in einem unverschlossenen Umschlag zugestellt.
  3. Der*die Lehrende lässt dann die Veranstaltung erheben, indem
    1. die Bögen den Studierenden übergeben werden,
    2. auf die Ausfüllhinweise auf dem Fragebogenkopf hingewiesen wird,
    3. jemand von den Studierenden angewiesen wird, die Bögen selbstständig einzusammeln,
    4. in den mitgelieferten Umschlag zu stecken und diesen zu verschließen und
    5. in das Postfach Nummer 187 zu werfen oder,
    6. falls aufgrund hoher Stückzahl zu dick, in der Poststelle zu hinterlegen.
  4. Die Auswertung wird der*dem Lehrenden innerhalb weniger Tage persönlich per E-Mail zugestellt.

Hinweis

Für die Lehrenden: Um eine einwandfreie Lehrevaluation zu gewährleisten ist es notwendig, dass ausschließlich Evaluationsbögen verwendet werden, die auch eigens für die jeweilige Lehrveranstaltung erstellt wurden. Denn die Evaluationsbögen werden mit einer Seriennummer generiert, die es dem System anschließend bei der Auswertung erlaubt, die Evaluationsbögen mittels Seriennummer der jeweiligen Veranstaltung zuzuordnen.

Für die Studierenden: Die Freitextfelder, die von den Studierenden handschriftlich ausgefüllt werden, werden direkt vom System übernommen. Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihre Rückmeldung anonym formuliert und lesbar ist.

Entscheidend für eine erfolgreiche LVE ist der Zeitpunkt der Aufforderung zur Teilnahme an der LVE, denn damit schaffen Sie Verbindlichkeit. Wenn die Online-LVE zu einer Aufgabe unter vielen im Tagesablauf der Studierenden wird und zudem noch gänzlich losgelöst vom Veranstaltungsgeschehen passieren soll (per E-Mail zugesandt, in der Lehrveranstaltung kein Bezug dazu hergestellt), ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sie Rückmeldungen erhalten, die sich konzentriert auf Ihre Veranstaltung beziehen – sollten Sie überhaupt Rückmeldungen erhalten.

Betten Sie die LVE zeitlich in Ihren Veranstaltungsverlauf ein! Räumen Sie zehn Minuten im ersten Drittel ihrer Lehrveranstaltung an Tag X dafür ein und die Rückmeldequote für Ihre Online-LVE wird mindestens genauso sein wie bei Papierumfragen! Gerne schalten wir die LVE zu einem festgelegten Zeitpunkt frei, damit Sie diese besser in Ihre Veranstaltung einbetten können.

Darüber hinaus können Sie die Laufzeit der LVE selbst wählen und die Studierenden erhalten im Wochenrhythmus eine Erinnerung zur Teilnahme.

Wir gehen davon aus, dass sämtliche Studierende über eine technische Ausstattung verfügen, die die Teilnahme an der Online-LVE in Ihrer Veranstaltung möglich macht. Die Online-LVE stellt für Sie keinen zusätzlichen Aufwand dar – im Gegenteil: Sie werden weniger Arbeit haben mit der LVE. Sie müssen keine Papierbögen mehr verteilen und eine Person für die Abwicklung des Rücklaufs finden. Auch können die Bögen nicht mehr vergessen werden oder verloren gehen.

An der Europa-Universität Flensburg wird das elektronische Lehrevaluationssystem EvaSys der EvaSys GmbH verwendet.

Die Auswertung der Lehrevaluationsbögen verläuft nach folgendem Schema:

Bei Online-Befragungen wird den Studierenden per E-Mail eine TAN zugesendet, die eine einmalige Teilnahme an der Befragung ermöglicht. Diese TAN ist ab Zusendung in der Regel vier Wochen gültig – die Teilnahme an der Befragung also vier Wochen lang möglich. Nach Ablauf der Zeit wird der Bericht automatisch an die Lehrenden gesendet.

Bei Befragungen auf Papier werden die Evaluationsbögen nach Beantragung den Lehrenden zugestellt. Die Studierenden erhalten in der Veranstaltung die Möglichkeit, diese Bögen auszufüllen und ein*e Student*in sendet die gesammelten Bögen im verschlossenen Briefumschlag per Hauspost an die Lehrevaluation/EvaSys-Team (Postfach Nr. 187). Die Bögen werden mittels Dokumentenscanner erfasst und automatisch ausgewertet. Der Auswertungsbericht wird automatisch erstellt und geht den Lehrenden direkt per E-Mail zu, sobald die Erfassung der Bögen abgeschlossen ist.

Die LVE bildet bestehende Prozesse, Abläufe und vorhandene Strukturen ab und ermöglicht damit eine Bewertung. Sie dient dabei nicht dem Selbstzweck, sondern ist Hilfe für die Verbesserung und Beurteilung der eigenen Lehre, nicht aber Werkzeug zur Verurteilung. In Deutschland sind Evaluationen im Hochschulbereich inzwischen selbstverständlich. Sie dienen der Verbesserung der Lehrangebote und der Positionierung im nationalen wie internationalen Vergleich.

  • Sie bieten den Lehrenden die Möglichkeit, Schwächen in der eigenen Lehre erkennen und abstellen zu können (Qualifikationsmodell) und insbesondere Stärken auszubauen.
  • Sie fördern die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden über die Lehre (Kommunikationsmodell)
  • Sie helfen den Studierenden bei der Kurswahl (Transparenzmodell)
  • Sie bieten den Hochschulen ein Qualifikationsmaß bei Bleibe-, Gehalts- und Berufungsverhandlungen (Steuerungsmodell).
  • Sie ermöglichen einen Vergleich zwischen den Hochschulen (Transparenzmodell)


Das alles dient einer nachhaltigen Qualitätssicherung.

Die Veröffentlichung der LVE-Ergebnisse obliegt den Lehrenden, die Ergebnisse werden der*dem Lehrenden direkt per E-Mail zugestellt. Das Ergebnis sollte als Besprechungsgrundlage für den Dozenten oder die Dozentin mit den Studierenden der entsprechenden Lehrveranstaltung dienen.

Seit dem Wintersemester 2007/2008 werden für jedes Semester Universitätsweite Evaluationsberichte pro Semester erstellt, die Ihnen hier in elektronischer Form zur Verfügung stehen. Zum Abrufen der Berichte benötigen Sie die Zugangsdaten zum Intranet der Europa-Universität Flensburg. Weiter zu den Berichten

Gesetzliche Grundlage

Das Schleswig-Holsteinische Hochschulgesetz benennt in Paragraph 5 Evaluation und Studierendenfeedback als zentrale Elemente der Qualitätssicherung.

Auszug Paragraph 5 Absatz 1:

Die Qualität der Studienangebote sichert das Präsidium durch Akkreditierung und Studierendenfeedback; es gewährleistet eine regelmäßige Bewertung von Lehre, Forschung, wissenschaftlicher Weiterbildung sowie Technologietransfer durch interne und externe Evaluation.

Die Lehrveranstaltungsevaluation ist in diesem Sinne ein Instrument, mit dem die Studierenden den Lehrenden Feedback geben. Die Lehrenden können dieses Instrument nutzen, um die Qualität ihrer Lehrveranstaltungen zu reflektieren und stetig weiter zu entwickeln.

Die jeweils aktuelle Fassung des Schleswig-Holsteinischen Hochschulgesetzes finden Sie hier: Landesrecht

Datenschutz

Die Fragebögen wie auch die Erhebungsdaten werden vertraulich behandelt. Die Fragebögen, die für Umfragen auf Papier genutzt wurden, werden bis höchstens zum Anfang des darauf folgenden Semesters archiviert. Die genutzten Fragebögen werden nach dieser Zeit datenschutzgerecht entsorgt.

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