Laufende Projekte am ICES

Access Plus: Zugang zu sozialen Rechten in Deutschland und Frankreich (DFG gefördert)

Zugang zu sozialen Rechten in Deutschland und Frankreich: Ungleichheiten und Diskriminierungen, Geschlecht und Migration im jeux d’échelles des europäischen Raums
Das Projekt untersucht Europäisierungsprozesse, die die Bedingungen des Zugangs zu sozialen Rechten und Leistungen in Deutschland und Frankreich beeinflussen und dadurch die Kombination politischer Handlungsrepertoires in Bezug auf die Kompensation sozialer Ungleichheiten und den Kampf gegen Diskriminierungen verändern. Unser analytisches Raster bildet das Konzept des social citizenship, worunter wir (i) eine Narration über soziale Kohäsion, (ii) die Beziehung zwischen individueller Teilhabe, sozialer Sicherheit und Statusnormen und (iii) eine territorial konstituierte politische Ordnung verstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Border Complexities (gefördert durch Deutsch-Französische Hochschule)

Border Complexities ist eine deutsch‐französisch-luxemburgische Workshopreihe. Die Reihe besteht aus fünf thematisch verbundenen Ateliers, an denen Nachwuchswissenschaftler_innen und etablierte Wissenschaftler_innen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg teilnehmen. Die Ateliers fokussieren auf jeweils einen spezifischen Analyseaspekt von Border Complexities und sollen einen erst wenig rezipierten Trend in der Grenzforschung weiterentwickeln. Die Ateliers finden 2019‐2021 an den Standorten der Partneruniversitäten statt, von denen sich vier in einer geographischen Grenzlage befinden. Die französisch‐deutsche, französisch‐luxemburgische, deutsch‐polnische und deutsch‐dänische Grenzlage wird genutzt, um die Themen der Ateliers anschaulich zu machen und zu vertiefen. Weitere Informationen finden Sie hier.

CODES: Kommunikation, kulturelle Diversität und Solidarität (Erasmus+)

CODES: Kommunikation, kulturelle Diversität und Solidarität

In dem Projekt CODES: Kommunikation, kulturelle Diversität und Solidarität geht es um Interkulturalitätsdiskurse in verschiedenen europäischen Ländern. Interkulturalitätsdiskurse, so wie sie von verschiedenen Organisationen konstruiert werden. Die Frage nach der kulturellen Diversität ist dabei getragen von einer Kernfrage: Wie können Studierende für die kulturelle Diversität ausgebildet werden in Übereinstimmung mit den aktuellen Diskursen und Praktiken im Feld, um ein besseres Verständnis der verschiedenen Kulturen der europäischen Union zu ermöglichen und dann eine größere Integration der kulturellen Vielfältigkeit im professionellen Bereich, in Berufsfeldern zu erwirken? Weitere Informationen finden Sie hier.


DIREPA DICOME discourses of commemoration in media (gefördert durch: Auswärtiges Amt)

  • Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner
  • Gefördert durch: Auswärtiges Amt
  • Partner: Staatliche Universität Pensa (Dr. Tatiana  Razuvaeva), l’Université de Cergy-Pontoise (Dr. Luciana Radut-Gaghi)
  • Projektlaufzeit: 15.09.2020 - 31.12.2021

Das Projekt DIREPA DICOME discourses of commemoration in media widmet sich dem Gedenken an Europas konfliktreicher Vergangenheit in (sozialen) Online-Medien. Durch die Teilnahme von Dozierenden, Studierenden, Journalist_innen und Vertreter_innen der Zivilgesellschaft an den Projektaktivitäten werden Medienkompetenzen erworben, nationale / europäische Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken reflektiert sowie kritisches analytisches Denken in Bezug auf Vergangenheitsdiskurse befördert.

Weitere Informationen: https://www.uni-flensburg.de/ices/forschung/projekte/direpa-dicome/

EuKiD – Europabezogene Kompetenzen im Deutschunterricht (funded by the EU))

  • Projektleitung: Dr. Ivo Theele
  • Gefördert durch: Jean-Monnet (Erasmus+)
  • Partner: Jennifer Pavlik (Ass. Professorin für ethische und ästhetische Bildung an der Universität Luxemburg)
  • Projektlaufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2022

EuKiD erweitert den didaktischen Ansatz im Unterrichtsfach Deutsch von einer bisher nationalen um eine europäische Herangehensweise und beabsichtigt damit, hinsichtlich der Weiterentwicklung curricularer Vorgaben innovative Impulse zu setzen. Im Dialog mit Projektpartnern aus der Unterrichtspraxis, der fachdidaktischen Forschung und Institutionen der Bildungspolitik sollen europabezogene Kompetenzen formuliert, Lehrmaterialien entwickelt und Modellversuche in Primar- und Sekundarstufen von Regelschulen durchgeführt werden.

Lockdown of the Public Sphere? Value Contestation and Digital Mobilization during the COVID-19 Pandemic

Focusing on the emergent social and political conflicts surrounding COVID-19 and the role of social media in creating, disseminating and shaping conflict, this project analyses the dynamics of value contestation and political mobilization in European social media during the COVID-19 pandemic. It aims to understand the appeal of anti-lockdown protests and to propose (counter-)action scenarios that can strengthen the resilience of democratic public space. Using an innovative visual analysis approach, we carry out an in-depth study of a single social media platform (Instagram) for six countries across time, expecting the study to obtain new insights and methodological tools for tracking the patterns and resonance of digital mobilization patterns. (Further Information here)

LEMEL: L’Europe dans les médias en ligne (funded by Fondation de l'Université de Cergy-Pontoise)

  • Projektleitung: Prof. Dr. Hedwig Wagner
  • Gefördert durch: Fondation de l'Université de Cergy-Pontoise;  Laboratoire LDI UMR 7187; Université de Cergy-Pontoise
  • Partner: l’Université de Cergy-Pontoise (Luciana Radut-Gaghi), l’Ecole nationale d’études politiques et administratives, Bucarest (Denisa-Adriana Oprea); Université de Bologne; Université de Padoue, London College of Communication, Ecole nationale d’études politiques et administratives, Université de Varsovie, Université Pan-européenne de Bratislava, Nouvelle Université bulgare.
  • Projektlaufzeit: seit 2014
  • Mitarbeiter: Hedwig Wagner, Anna Grutza, Isabelle Chaplot

LEMEL ist ein europaweites Forschungsnetzwerk mit 8 Ländern, das darauf abzielt die Darstellung von Europa und die diskursive Rahmung von europäischen Auseinandersetzungen in ihrer Verhandlung in online-Medien aus der Perspektive mehrerer Länder zu erfassen. Damit wollen wir die verschiedenen Narrative über Europa, die in online news kursieren, identifizieren wie auch die europäischen Identitätsvorstellungen und die soziopolitischen Prinzipien, die sie in Umlauf bringen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Humboldt-Forschungspreis für Christopher Thornhill (gefördert durch Alexander-von-Humboldt Stiftung)

Humboldt-Forschungspreis für Christopher Thornhill

Christopher Thornhill wird sich in mehreren Forschungsaufenthalten an der EUF mit der Entwicklung eines neuen Verfassungsmodells beziehungsweise neuer Formen demokratischer Institutionenbildung unter dem Eindruck sich rasch verändernder gesellschaftlicher Bedingungen befassen. Gefragt werden soll, wie und unter welchen Bedingungen sich Verfassungen in Gesellschaften mit autoritären Neigungen (sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas), ebenso wie in Gesellschaften, die deutlich vom kolonialen Vermächtnis geprägt sind, entwickeln. Professor Christopher Thornhill wurde von Professorin Monika Eigmüller und Professor Hauke Brunkhorst (beide am Seminar für Soziologie) für den Humboldt-Forschungspreis vorgeschlagen. Weitere Informationen finden Sie hier.

MEWEB: Media of East/West European Border Traffic during the Cold War (funded by BMBF)

The overall objective of the project "Media of East/West European Border Traffic during the Cold War" is to strengthen research excellence in the European Research Area and to promote interdisciplinary research cooperation between Western Europe and Eastern, Central Eastern and South Eastern Europe. In particular, it investigated the relationship of the countries and satellite states of the former Soviet Union in the Cold War to European integration and the values of the European Union. In general, it will be analysed which relations can be established between social and institutional structures and discursive formations on both sides of the Iron Curtain in the Cold War and the history of European integration. The consortium will consist of thirteen excellent researchers from three Western and four Eastern European countries from cultural and social sciences, so that in addition to internationality, both the internal and external perspectives are guaranteed to be comparative, then integrative. This forms the basis for a comprehensive analysis of integrative, innovative and reflective societies in transition. Weitere Informationen finden Sie hier.

Paradoxien der EU-Personenfreizügigkeit (gefördert durch die DFG)

Paradoxien der EU-Personenfreizügigkeit. Präferenzbildungsprozesse für und gegen Europäische Integration

  • Projektleitung: Prof. Dr. Christof Roos
  • Gefördert durch: DFG (Sachmittelbeihilfe)
  • Partner: Dr. Martin Seeliger (Uni Hamburg)
  • Projektlaufzeit: 01.09.2021 - 31.08.2024

Effekte von EU-Personenfreizügigkeit in EU-Herkunftsländern sind wenig erforscht. Entlastung der dortigen Arbeitsmärkte durch EU-Migration und positive Effekte durch Rücküberweisungen werden zunehmend mit politisch-sozialen Fragen der Abwanderung (besonders junger EU-Bürger) aus Ost- und Südeuropa in Beziehung gesetzt. In diesem Zusammenhang thematisiert die EU-Ebene seit Ende der 2010er Jahre den sogenannten ‚Brain Drain‘, die ungleichen Wettbewerbsbedingungen der EU-Mitgliedstaaten für attraktive Löhne und Arbeitsplätze. Ziel des geplanten Projekts ist es, über Präferenzen von kollektiven Akteuren in EU-Herkunftsländern herauszufinden, ob und wie die Personenfreizügigkeit und deren Effekte den Prozess der europäischen Integration tatsächlich vorantreibt oder eher schwächt. Entgegen der integrationstheoretischen Annahme eines positiven Zusammenhangs von Personenfreizügigkeit und europäischer Integration sollen die möglichen Paradoxien des EU-Grundprinzips identifiziert werden.

ValCon: Value conflicts in a differentiated Europe: The impact of digital media on value Polarisation (funded by Volkswagen Stiftung)

The project will examine the role of digital social & news media in creating political value polarization among citizens & in promoting the rise of populism in Europe. It includes a comparative survey in 6 countries & qualitative analysis of debates conducted through social media. The overall aim of our research is to explain the growing tendency in and across Europe to contest the core values that anchor the European project, and clarify how this new trend relates to digital media usage. At a broader level, ValCon addresses the challenges posed by a deep crisis of liberal democracy in Europe and the world. This crisis, we assume, is a manifestation of increasing conflicts over liberal values, which—we further argue—social media both drives and amplifies.ValCon asks the following core question: To what extent can value conflicts, as expressed in polarized opinions and extremist political views among the public, be attributed to patterns of social media communication? To answer this question, we analyse the dynamics of online value conflicts and how they affect the legitimacy of political order. Is the EU as a community of value drifting apart? Weitere Informationen finden Sie hier.

European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution (BMBF-gefördert)

The European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution seeks to initiate a process of reconciliation (short Wasatia Graduate School, "wasatia" is an Arabic term for "moderation, balance and temperance").

This PhD-Programme creates an interdisciplinary framework for dialogical understanding of the structural nature of conflict and the development of sustainable conflict resolution strategies. The combination of practical elements with high standards for university education is what makes the wasatia Graduate School unique.

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Abgeschlossene Projekte am ICES

Buchmessen als Räume kultureller und ökonomischer Verhandlung (gefördert durch die DFG)

Das Forschungsprojekt untersucht internationale Buchmessen als kulturpolitische,  ästhetisch-mediale und ökonomische Verhandlungsräume und konzentriert sich dabei auf Spanien, Mexiko und Deutschland. Weitere Informationen finden Sie hier.

DIREPA: Diskurs und Repräsentation der konfliktreichen Vergangenheit Europas (funded by BMBF/Deutsch-Französische Hochschule)

Die Erforschung der Darstellung von Europa in der europäischen Online-Medienlandschaft ist eine der Schlüsselfragen der europäischen Integration. In einer Zeit, in der vornehmlich digital kommuniziert wird, werden sich Wissenschaftler_innen zunehmend ihrer eigenen Rolle im Gefüge der verschiedenen europäischen Akteure bewusst. Dieser Austausch findet in den Medien statt in Form diskursiver Verhandlungen. Heute ist sich die Politik mehr denn je bewusst, dass ihre mediale Präsenz einen wichtigen Einfluss auf den demokratischen Prozess hat. Weitere Informationen finden Sie hier.

International Project Paolo Prodi (gefördert durch: Erzbistum Hamburg/Bologna)

Internationales Projekt Paolo Prodi "Religion und öffentlicher Raum in Europa"

Das Projekt widment sich Fragen wie z.B.:
How do religion and European public reason interact in a time of deep changes and transformations? Which kind of cultural, constitutional, political, and juridical, adjustments do we need for a constructive presence of religion and religious beliefs in the European public square? Weitere Informationen finden Sie hier.