Verantwortlich

Laufzeit

01.04.2020 - laufend

Institutionen der EUF

Finanzierung

Finanzierung durch die Professur der Theorie des Lernens, des Lehrens und der Bildung/Prof. Dr. Jürgen Budde


CoBiS – COVID-19-Corpus des Bildungssystems

Diskursive Definitionskämpfe und Konstruktionen im Bildungs- und ErziehungsSystems seit Beginn der COVID-19-Pandemie.

Stichworte

CoBiS, COVID-19, Erziehungssystem,Diskursanalyse, Gouvernementalität, Archiv

Beschreibung

Im Jahr 2019 entwickelte sich hervorgerufen durch ein neuartiges Coronavirus mit der Bezeichnung SARS-CoV-2 eine Epidemie, die seit Beginn des Jahres 2020 globale Ausweitung erfährt und zur gegenwärtigen COVID-19-Pandemie führt. Es handelt sich hierbei um ein historisches und globales Diskursereignis, insofern seither die Entwicklung der Ausbreitung des Virus von unterschiedlichen Akteuren bewertet, eingeordnet und problematisiert wird. Am 27.02.2020 schätzte das Robert-Koch-Institut (RKI) die Infektionsentwicklung als "gering bis mäßig" ein. Seither folgen politische Steuerungsbemühungen bei denen Diskursbewegungen angestoßen werden, die insbesondere erziehungswissenschaftliche Themenfelder und den Gegenstand des Pädagogischen betreffen, etwa: lernen, verantwortlich zu handeln; das Recht auf Bildung und Schulpflicht trotz räumlicher Distanz; die Schule als Subsystem der Gesellschaft; eine Kooperation von Familie und Schule; die Koproduktion von Erziehung und Bildung. Diese Diskursbewegungen gilt es durch einen Dokumenten-Corpus (zunächst in Deutschland) einzufangen, zu systematisieren, zu kategorisieren und mit diskursanalytischen Verfahren auszuwerten. Wir arbeiten in CoBis an der Zusammentragung dieses COVID-19-Corpus. Das COVID-19-Corpus verzeichnet beginnend mit dem 27.02.2020 fortlaufend jene Dokumente, die das Erziehungs- und Bildungssystem betreffen, dazu gehören: (1) allgemeine Corona-Rechtsverordnungen der Landesregierungen, (2) Verordnungen der Ministerien und Behörden (kulturelle Bildung) der Bundesländer, genauso wie (3) Infoschreiben der Behörden kultureller Bildung/Schulbehörden an Schulleiter*innen, Lehrer*innen und ggf. auch Eltern/Erziehungsberechtigte und Kinder/Schüler*innen, sowie (4) Pressemitteilungen die das Bildungs- und Erziehungssystem betreffen. Angestrebt wird eine umfassende diskursanalytische Rekonstruktion der Dokumente und Herausarbeitung jener Diskurse, Diskursverschiebungen und Transformationen die das Pädagogische der post-modernen Gesellschaft, resp. des gegenwärtigen Bildungs- und Erziehungssystems und die damit einhergehenden Praktiken und Subjektivierungsweisen betreffen. 

Projektmitarbeitende:

Alena Rauch (wissenschaftliche Hilfskraft seit September 2020)

Elisabeth Kornell (wissenschaftliche Hilfskraft ab Dezember 2020)