Diagrammatik

„Theoretische Beschreibung in Verbund mit Fallstudien zur pragmatischen Relevanz“ - Das medien- und kulturwissenschaftliche Forschungsfeld der Diagrammatik umfasst einerseits die
Formen und Funktionen von Schaubildern in Vermittlungsdiskursen sowie andererseits die diagrammatischen
Operationen, die – angeregt durch Schaubilder – die Vorstellungstätigkeit des Menschen
strukturieren. Es handelt sich dabei insbesondere um die Operationen der Konfiguration und Rekonfiguration
von Sachverhalten und Ereignisfolgen, die jeweils in Wechselwirkung mit bestimmten
Verfahren des Designs (layout und display) stehen. Diagrammatische Operationen liegen einer Vielzahl
von Kulturtechniken und Medienprozessen zugrunde; theoretisch interessant ist vor allem die Frage
nach dem Verhältnis von Diagrammatik (Semiotik) und Grammatik (Linguistik), von verbal und nonverbal
vermittelten Prozessen des anschaulichen Denkens. Das Forschungsfeld wird im Hinblick auf die
Verfahren der Kartographie, Szenographie und Seismographie aufgefächert. Gegenwärtig liegt der
Schwerpunkt auf dem (Teil-)Projekt „Szenographie“.

Kurzübersicht

Stichworte
Semiotik, Kultur- und Medienwissenschaft
Laufzeit
01.01.2008 - laufend
Institutionen der EUF
Department of German Studies, Institute of Language, Literature and Media

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