Rechtsextremismus als Provokation für "Freiheit" - eine Suche nach Umgangsmöglichkeiten in der Schule

über die Veranstaltungsreihe

Rechtsextremismus hat viele Ausprägungen. Auf der einen Seite deuten rassistische und antisemitische Elemente in Texten, Reden und anderen Äußerungen auf eine rechte Orientierung hin, auf der anderen Seite prägen Überzeugungen über die Zugehörigkeit zu einer Nation oder Rasse verbunden mit einem autoritären Staatsverständnis, in dem Elemente der demokratischen Staatsordnung fehlen, das Bild der rechten Szene. Eine Ablehnung des Fremden geht mit diesem Verständnis einher, so dass Themen wie die Zuwanderung Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Überzeugungen bilden. Aber wo genau ist die Grenze zwischen der demokratischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemlagen und rechten Überzeugungen zu ziehen? Sind neue Parteien mit starker nationaler Ausprägung automatisch verdächtig, rechtsextrem orientiert zu sein? Was bildet zwischen "rechts" und "links" denn "die Mitte"? Ist die von vielen Parteien angemahnte Auseinandersetzung mit dem Ankommen von Geflüchteten 2015 notwendig oder ein Fingerzeig auf neue, extreme Orientierungen?  Tatsächlich werden manche alltagsrassistische Positionen von jeder vierten Person in Deutschland geteilt.

Schulen sind Orte, in denen die Auseinandersetzung mit Staat und Demokratie von besonderer Bedeutung ist, zugleich ist diese Auseinandersetzung ein Auftrag jeder Schule. Schulen bilden Räume, in denen auch rechtsextreme Gruppen um Anhängerschaft werben. Über 160 rechtsextreme Gruppen in Deutschland suchen jungen Nachwuchs. Der Einstieg in das rechtsextreme Milieu vollzieht sich durch entsprechende Orientierungen meist in Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Hier gilt es genauer zu schauen, welche Äußerungen in welcher Szene und zu welchen Anlässen vertreten werden.

Die Inhalte der Veranstaltungsreihe stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ, des BAFzA oder des LDZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Referentinnen und Referenten sowie die Ausrichtenden der Veranstaltungsreihe die Verantwortung.

Die Veranstaltungsreihe wird ausgerichtet vom Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung, dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Europa-Universität Flensburg und der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Schleswig-Holstein e.V.