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Cyber-Mobbing

Prävention, Intervention und Reflexion zum riskanten Medienkonsum

Mobile Geräte prägen heute den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Der Umgang mit sozialen Beziehungen und deren Veränderung beim Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen gehört allerdings auch ohne digitale Medien zu den Entwicklungsaufgaben des Erwachsenwerdens und bleibt im Erwachsenenalter als Handlungsmuster wirksam. Wie gestaltet man soziale Beziehungen, wann offenbart man sich, wann grenzt man sich ab?

Im Kontext der Gestaltung sozialer Beziehungen kann es auch zu abgrenzenden, negativen Handlungen kommen. Es können z.B. falsche Behauptungen aufgestellt werden, intime Informationen öffentlich gemacht werden oder unangemessene Kritik geäußert werden. Dies kann traumatisierende Folgen für davon Betroffene haben. So fand beispielsweise ein Schüler aus Nördlingen (Bayern) Ende 2019 seine eigene Todesanzeige in der Augsburger Allgemeinen. Sie wurde per Internet in Auftrag gegeben. Bezeichnet wird die missbräuchliche Form der Nutzung als Cyber-Mobbing. Durch das Versenden z.B. von Nachrichten in Gruppen, von anonymen Botschaften, das "faken" von Bildern oder heimlich aufgenommener Videos hat diese Form des Mobbings neue Ausprägungen gefunden, mit denen sich auseinandergesetzt werden sollte. Die Formen des Phänomens sind vielfältig (z.B. Ausschluss, Bedrohung, Beleidigung, Beschimpfung, Verleumdung).

Ziel dieser Tagung ist es, sich dem Thema des Cyber-Mobbings durch verschiedene Herangehensweisen zu nähern und in verschiedenen Zielgruppen zu diskutieren. So soll sich mit dem Thema der Prävention bei der Nutzung digitaler Medien (z.B. durch die Schulung einer positiven, weltoffenen, aber auch ethisch vertretbaren Nutzung digitaler Medien, durch das Vermeiden von Daten oder dem Schutz vor der falschen Verwendung vorhandener Daten) auseinandergesetzt werden. Eine andere Facette ist der Umgang mit beobachtetem Cyber-Mobbing (z.B. durch die Schulung von Personen, die eine falsche Verwendung digitaler Daten wahrnehmen). Letztlich kann auch überlegt werden, wie durch die Beratung und Begleitung von Personen, die von Cyber-Mobbing betroffen sind, eigene Erfahrungen aufgearbeitet werden können oder Cyber-Mobbing unterbunden werden kann.