Verantwortlich

Prof. Dr. Jürgen Budde

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Laufzeit

01.01.2018 - 31.03.2021

Projektmitarbeitende

Institutionen der EUF

Finanzierung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen FKZ 01SR1708A gefördert.


SaferSexting - Sexuelle Grenzverletzungen mittels digitaler Medien an Schulen – ein Beitrag zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Internet und digitale Medien stellen für Kinder und Jugendliche wichtige soziale, partnerschaftliche und sexuelle Erfahrungsräume dar und bilden ebenfalls einen zunehmend bedeutenden Aspekt schulischer wie außerschulischer pädagogischer Praxis.

Stichworte

SaferSexting, Grenzverletzung, Lehrerbildung, Internet, Medien

Beschreibung

In den letzten Jahren sind digitale Medien auch in Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten vermehrt in den Blick geraten. Gleichwohl besteht noch immer ein eigentümliches Anschlussproblem: Einerseits blendet die Literatur zu sexuellen Grenzverletzungen mittels digitaler Medien die Schule weitgehend aus. Andererseits verzichtet schulbezogene Forschung entweder auf eine gesonderte Betrachtung digitaler Medien in Zusammenhang mit sexuellen Grenzverletzungen oder auf eine ausführliche und eigenständige Analyse sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus scheinen die Themen digitale Medien wie sexuelle Grenzverletzungen in der Schule spezifischen Tabuisierungen zu unterliegen. So scheint die Betrachtung zweier ohnehin im öffentlichen Diskurs als problematisch wahrgenommener Einzelthemen (Umgang mit Sexualität bzw. sexualisierter Gewalt sowie Umgang mit Medienkonsum in der Schule) eine Art doppelten Verdeckungszusammenhang sexualisierter Gewalt und digitaler Medien zu provozieren.

An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt SaferSexting an. Das Vorhabenziel besteht darin, die Ausblendung von sexuellen Grenzverletzungen mittels digitaler Medien in pädagogischen Kontexten aufzubrechen, zu untersuchen, Lernmodule für die universitäre Ausbildung und die Fortbildung von Lehrenden an weiterführenden Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein zu erproben und mittelfristig zur bundesweiten Nutzung aufzubereiten.

Das Teilvorhaben Flensburg ist darauf ausgerichtet, in qualitativen Gruppendiskussionen die Orientierungen und Erfahrungen von Schüler_innen an weiterführenden Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein zu sexuellen Grenzverletzungen mittels digitaler Medien zu erfassen sowie – in Zusammenarbeit mit dem Verbundpartner Universitätsklinik Eppendorf, einem Praxisbeirat und jugendlichen Medienscouts – die angestrebten Module partizipativ zu entwickeln und zu pilotieren. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des professionstheoretischen Wissens sowie der Handlungs- und Reflexionskompetenzen von Lehr- und Führungskräften. 

Hilfskraft: Victoria Wesemann

Das Projekt ist Teil eines Verbundvorhabens mit Prof. Dr. Arne Dekker (UKE). Die Verbundleitung liegt bei Prof. Dr. Jürgen Budde. Prof. Dr. Maika Böhm (Hochschule Merseburg) ist Kooperationspartnerin des Flensburger Teilprojektes.