Verantwortlich

Prof. Dr. Cornelia Hamann

Tel.:
+49 441 798-2342
cornelia.hamann-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uol.de

Laufzeit

01.04.2017 - 31.12.2019

Projektmitarbeitende

Partnerinnen und Partner

Institutionen der EUF

Finanzierung

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG 2017-2019 CH1112/4-1).


Flyer zum Projekt

bilisat-flyer-neu.pdf

Datum:
30.11.2018
Datei:
288 KB (PDF)
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BiliSAT: Bilinguale Sprachentwicklung von Kindern und Jugendlichen im Schulalter mit und ohne Sprachentwicklungsstörungen mit Arabisch und Türkisch als Erstsprachen

Die Zahlen des aktuellen Bildungsberichtes belegen, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland mehrsprachig aufwachsen. Aktuell sprechen 63 Prozent der in Kitas betreuten Vier- bis Fünfjährigen mit Migrationshintergrund zuhause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch, unter ihnen sind immer mehr Schülerinnen und Schüler mit eigener Zuwanderungsgeschichte.

Stichworte

Bilingual, Sprachentwicklung, Sprachentwicklungsstörung, arabisch, türkisch

Beschreibung

Da über den Zugang zu spezifischer Förderung oder Therapie massiv auf die Bildungsbiografie von Kindern und Jugendlichen eingewirkt wird, ist die Abgrenzung von Phänomenen des Zweitspracherwerbs (L2) Deutsch von Ausprägungen einer Spezifischen Spracherwerbsstörung (SSES) essentiell. Das neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "BiliSAT: Bilingual Language Development in School-age Children with/without Language Impairment with Arabic and Turkish as first languages" untersucht daher über eine Laufzeit von 30 Monaten den Spracherwerb und den Verlauf von SSES bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen in ihrer Herkunftssprache (L1) und ihrer L2. Kontaktalter und Kontaktlänge zur Zweitsprache, der Erwerbskontext für die Erstsprachen sowie die spezifische Erwerbssituation der Geflüchteten werden besonders berücksichtigt. So wird in den Untersuchungen mit einbezogen, ob die Erstsprachen in einem Minderheiten- (Deutschland) oder im Mehrheitenkontext (u.a. Türkei, Palästina, Syrien) erworben wurden und untersucht, welche Bedeutung diese Faktoren ggf. für den mehrsprachigen Erwerb haben können. 

Unter Rückgriff auf in eigenen Drittmittelprojekten gewonnene Ergebnisse für jüngere Kinder und bereits entwickelte linguistisch kontrollierte Testverfahren will das Forschungsteam um Prof. Dr. Cornelia Hamann von der Universität Oldenburg und Prof. Dr. Solveig Chilla von der Europa Universtität Flensburg stabile Kriterien für SSES bei mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern identifizieren. 

Durch die gezielte Untersuchung von Türkisch und Arabisch als Herkunftssprachen können sowohl sprachvergleichende als auch sprachunabhängige theoretische Erkenntnisse und Kriterien für erfolgreichen mehrsprachigen Erwerb und die Eigenschaften von SSES erarbeitet werden.

Wissenschaftliche Hilfskraft: Juliane Hinnerichs