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UFaS - Ungleichheit in der Schnittmenge von Familie und Schule (Vorstudie)

In dem Forschungsprojekt wird die Schnittmenge von Familie und Schule bei der (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit genauer untersucht. Bisherige Studien stützen die These, dass Vorstellungen von Familie als ‚Transmissionsriemen‘ fungieren, in dem soziale Lage und schulische Performance zueinander moderiert werden. UFaS fragt, in welchem Übersetzungsprozess soziale Ungleichheiten entlang von Kategorien wie 'Gender', sozioökonomischer Status, Ethnizität oder Behinderung auf der Makroebene zur Mikroebenen schul- und unterrichtsrelevanter Differenzen wie Verhalten, Leistung und Arbeitsfähigkeit über Konstruktionen von Familie ins Verhältnis gesetzt werden (vgl. Abb. 1). Als schulische Performanz wird dabei die Positionierung zu den einzelschulischen Leistungs- und Verhaltensordnungen verstanden.

Abb. 1: Theoretische Modellierung der Vorstudie

Die Studie wählt einen praxistheoretischen Zugang, dessen Ausgangspunkt in der Annahme liegt, dass sich in den Praktiken der Akteur*innen soziale Ordnungen zeigen und diese insbesondere durch Ethnographien empirisch zugänglich gemacht werden können (Hammersley und Atkinson 1997; Troman et al. 2005; Hirschauer und Amann 1997, Schatzki 2012). Soziale Ordnungen konkretisieren sich erst in ihrem praktischen Vollzug, gleichsam in situ. Aus diesem Grund werden die Praktiken der Akteur*innen in Schule und Familie teilnehmend beobachtet (Breidenstein 2008; Tervooren et al. 2014). Zusätzlich werden mit den Akteur*innen ethnographische Gespräche und Interviews geführt, Dokumente, Dinge und Artefakte gesammelt und Raumanalysen durchgeführt. Dafür ist eine insgesamt dreijährige Studie avisiert, die in kontrastierenden Milieus die Perspektive auf Schnittmengen zwischen Schule und Familie richtet. Ausgewählt werden folgende Bereiche:

  • Alltägliche Bezugnahmen auf Familie in den Unterrichtspraktiken (z.B. Hausaufgaben, Disziplinarsituationen)
  • Explizite Kooperationsanlässe (z.B. Begrüßungsveranstaltungen, Elternabende, Schul- und Klassenfeste),
  • Thematisierungsanlässe (z.B. Zeugniskonferenzen, Lehrer*innenzimmer),
  • Schulkultureller Entwurf (z.B. Schulprogramme, Homepage),
  • Institutionalisierte Elterntreffen (z.B. Elternvertretung, Elternstammtisch),
  • Alltägliche Bezugnahmen auf Schule in den Familien (z.B. Hausaufgaben, Essensituationen).

Projektlaufzeit: seit 10/2015

Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Budde

Projektmitarbeiter: Dr. Martin Bittner, Johanna Geßner (M. Ed.)