Trans Pro

Transition Processing – Pädagogische Rationalitäten in personenbezogenen Dienstleistungen zur Begleitung und Beratung von Übergängen in Arbeit

Ein Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Flensburg - Prof. Dr. Ilona Ebbers; Hildesheim - Prof. Dr. Inga Truschkat, Prof. Dr. Wolfgang Schröer; Luxemburg - Prof. Dr. Ute Karl; Tübingen - Prof. Dr. Barbara Stauber und Frankfurt - Prof. Dr. Andreas Walther.

Projektleitung: Prof. Dr. Ilona Ebbers

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Heike Chyle, Diplom-Pädagogin

Laufzeit: 01.02.2015 – 31.01.2018

Im Zentrum des von der DFG geförderten Forschungsprojekts steht die Frage nach der Prozessierung von pädagogischen Rationalitäten in personenbezogenen Dienstleistungen zur Beratung und Begleitung am Übergang in Arbeit. Es wird also danach gefragt, wie Übergänge in Arbeit sozial prozessiert werden, wie dabei gesellschaftliche und politische Diskurse zur Geltung kommen und von den Akteur*innen verhandelt werden. Das Sample der Forscher*innengruppe ist in Bezug auf die Lebenslage und das Lebensalter der Nutzer*innen dieser Angebote sowie auf die organisationale Struktur der Anbieter*innen kontrastiv angelegt. Vergleichend analysiert werden personenbezogene Dienstleistungen am Übergang von der Schule in den Beruf und am Übergang von Arbeit in Arbeit. Diese Dienstleitungen sind für den Übergang Schule in den Beruf die Berufsorientierung an Schulen, die Berufsberatung und (aufsuchende) Beratungsangebote für frühe Schulabgänger*innen. Für den Übergang von Arbeit in Arbeit sind das Angebot einer Transfergesellschaft sowie Coaching für (höher)qualifizierte Erwerbstätige im Sample aufgenommen. Das Spektrum der organisationalen Struktur der Anbieter*innen umfasst öffentlich-rechtliche Institutionen, privatwirtschaftliche und gemeinnützige Anbieter*innen sowie Kooperationen zwischen den genannten Strukturen. Nachdem im ersten Schritt über eine Feldanalyse (Diskursanalyse, Sekundäranalyse, Marktanalyse) ein Zugang zum Feld geschaffen wurde, befindet sich die Forscher*innen gruppe nun in der zweiten Projektphase, der Fallanalyse, nämlich in der Auswertung des Datenmaterials. Erhoben wurden Beobachtungsprotokolle, biografisch-narrative Interviews, Aufzeichnungen von Beratungs- und Coachingsitzungen sowie Expert*innen-Interviews. Methodisch folgt das Projekt dem interpretativ-rekonstruierenden Forschungsparadigma. In der dritten Projektphase, der Strukturanalyse, werden die Ergebnisse der Feld- und der Fallanalyse zusammengeführt und aufeinander bezogen.