Willkommen auf den Seiten des trilateralen Promotionsprojekts European Wasatia Graduate School

Die innen- und außenpolitischen Herausforderungen an die deutsche Politik werden unmittelbar nach der Corona-Krise wieder sichtbar. Dazu gehören auch der israelisch-palästinensische Konflikt und seine Rückwirkungen auf internationaler Ebene. Welche diplomatischen Lösungsansätze künftig verfolgt werden – sie werden nur im Kontext eines Prozesses der Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern tragfähig sein. Ohne Versöhnung kann es kein friedliches Zusammenleben geben – unter welchen diplomatischen Konstruktionen auch immer. Die Zukunft Europas und Deutschlands ist mit jeder denkbaren Lösungsperspektive des Nahostkonflikts sowohl in äußerer wie innerer Dimension eng verknüpft: Die Fluchtbewegung aus dem Nahen Osten nach Europa ist ein geradezu dramatisches Symptom für die umfassende krisenhafte Gesamtsituation. Die innenpolitischen Rückwirkungen der Fluchtbewegung im Allgemeinen und der Verschärfung des Palästinakonflikts im Besonderen sind bereits schmerzhaft spürbar: Populistische und fremdenfeindliche Bewegungen und Parteien spalten und polarisieren die deutsche Gesellschaft. Und der Hass unter – insbesondere jüngeren – Mitbürger*innen mit familiären Wurzeln im Nahen Osten ist eine Triebkraft der – unter "Antisemitismus" nur bedingt zutreffend verorteten – Gewalt gegen Juden auf deutschen Straßen.   

Deutschland hat eine besondere Verantwortung, einen auf langfristige Versöhnung ausgerichteten Trialog zu stiften – aus historischen Gründen, aber auch weil Deutschland sich intensiv um die Aufarbeitung der Vergangenheit und um die Aussöhnung mit Israel bemüht hat.