Heute aber ist die herrschende Vorstellung,
daß jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf
herumtragen soll, und das nennt man dann allgemeine Bildung. Heinrich von Treitschke (1834 - 1896), deutscher Historiker

 

 

Mitteilungen

 

Dissertation

Am 09.06.2021 verteidigte Herr Patric Schaubrenner erfolgreich seine Dissertation an der Europa-Universität Flensburg.

In seiner Forschungsarbeit

"Bewältigung inklusiver Unterrichtssettings - Bedarfsgerechte und individualisierbare Fortbildung von Techniklehrkräften"

bearbeitete er ein wissenschaftliches Problem mit engem Bezug zur schulischen Realität, dessen didaktische Konsequenzen nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in der Bildungslandschaft der Bundesrepublik Deutschland insgesamt von hoher Relevanz sind.

Wir, die Kolleginnen und Kollegen der ATD gratulieren Herrn Schaubrenner sehr herzlich zu seinem Erfolg und wünschen ihm für sein weiteres privates wie berufliches Leben alles erdenklich Gute und viele weitere Erfolge.

 

 

Forschungsbericht zum Projekt NATtA

Nachhaltigkeit durch Abfalltrennung als Teil einer technischen Allgemeinbildung - eine deutsch-dänische Vergleichsstudie

Jeder Mensch verursacht in seinem Leben eine Vielzahl an Abfällen. Einige Arten davon können nicht, oder nur nach einer sehr langen Zeit von der Natur abgebaut werden. Um diesen Anteil so gering wie möglich zu halten werden, regional und länderspezifisch, administrative Vorgaben erteilt, wie die Abfalltrennung in privaten Haushalten erfolgen soll.

Im Rahmen des Forschungsprojekts NATtA haben Wissenschaftler der Abteilung Technik und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg zusammen mit Schüler*innen des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade den Einfluss dieser regional unterschiedlichen Vorgaben zur Abfalltrennung auf das Nachhaltigkeitsempfinden privater Haushalte, übergreifend im deutsch-dänischen Grenzgebiet um Flensburg und Apenrade erforscht.

Neben der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen administrativen Vorgaben, dem Nachhaltigkeitsempfinden und der bewussten Umsetzung der Mülltrennung durch die Menschen in ihrem Alltag, ging es auch um die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern, als Nachwuchswissenschaftler von Morgen, in ein konkretes Forschungsprojekt. Dieser Zieldualismus prägte das Projekt NATtA vom ersten Tag der Arbeit daran.

Trotz Corona bedingten Einschränkungen konnte das Projekt erfolgreich zu Ende geführt werden. Die erreichten Ergebnisse werden im vorliegenden Forschungsbericht vorgestellt.

Download der deutschen Version des Forschungsberichts klicken Sie hier.

Download der dänischen Version des Forschungsberichts klicken Sie hier.

 

Maus Türöffner Tag

Die Abteilung für Technik und ihre Didaktik öffnete am 3. Oktober 2019 ihre Türen für Kinder im Alter zwischen 6 und 8 Jahren, um Faszination im Umgang mit Technik anzubahnen.

Als Ergebnis entstanden nicht nur außerirdische Tierchen, die, angetrieben über einen Motor und eine Batterie, zu wackeln begannen und dann über die Tischflächen bebten. Viel eindrucksvoller waren die hochkonzentrierten Gesichter der Kinder, die mit zusammengekniffenen Lippen oder Denkfalten auf der Stirn an ihrer kniffeligen Aufgabe arbeiteten – und dann schließlich strahlende Kinderaugen, wenn das Ergebnis "funktionierte".

Im Umgang mit den zur Verfügung gestellten Handwerkzeugen zeigten die Kinder nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch viel Fantasie. Nur die Grundform des Aliens war vorgegeben. Alles andere wurde von den Kindern selbst gedanklich entworfen und umgesetzt. So entstanden Ameisen, Schlitten, Flugzeuge oder Autos mit unterschiedlichsten Antennen, Augen, Schwänzen oder Ohren.

Besser als viele Worte zeigt die kleine Auswahl von Fotos, mit welcher Freude und Begeisterung die Kleinen am Werk waren. Unser Fazit: Technik kann begeistern.

 



DGTB Tagung 2019 an der Europa-Universität Flensburg

(20.09. - 21.09.2019)
Nach 14 Jahren fand erstmals wieder eine Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Technische Bildung (DGTB) an der Europa-Universität in Flensburg statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vor Ort von den Kolleginnen und Kollegen sowie den Studierenden der Abteilung für Technik und ihre Didaktik (ATD).

Das Tagungsthema lautete:

"Technikunterricht: handfest und geistreich.
Der Beitrag technischer Bildung zur kulturellen Bildung
"

Damit widmete sich die Tagung einem sehr kontrovers diskutierten Schwerpunkt
der Technikphilosophie,- Soziologie und –Didaktik. Problematisiert wurde die These, dass Technik neben der Sprache als wesentlicher Teil der "Menschwerdungskultur" zu verstehen ist. Somit gehört Technische Bildung zur kulturellen Bildung eines jeden Menschen.
Dabei spielt sie eine Sonderrolle: In der Technik zeigt sich in einzigartiger Weise der Mensch als geistiges und final handelndes Wesen. Über dieses Spannungsfeld wurde in den zwei Tagungstagen intensiv diskutiert. Besondere Impulse setzen zwei Keynotes, die das Programm einrahmten und interessante Diskussionsimpulse beisteuerten.
Zum einen der Vortrag von Prof. Dr. Max  Fuchs, u.a. Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, zum Thema:  "Technik als Kultur - Technische Bildung als kulturelle Bildung? Eine kulturpädagogische Annäherung".
Zum anderen der Vortrag von Prof. Dr. Hans Dieter Mutschler, Professor für Natur- und Technikphilosophie an der Hochschule Ignatianum in Krakau, Polen sowie seit 2017 Inhaber der Klaus Hemmerle-Stiftungsprofessur, zum Thema: "Technik zwischen Erlösungshoffnung und Innovation. Eine Frage der Kultur und Bildung?"

Den Abschluss der Tagung in Flensburg bildete das Nachwuchsforum der DGTB, auf dem junge Forscher auf dem Gebiet der Technikdidaktik die Möglichkeit hatten, den Stand ihrer Forschungsarbeit darzulegen und in einem breiten Rahmen zur Diskussion zu stellen.

Neben den interessanten wissenschaftlichen Veranstaltungsteilen gab es auch ein von den Teilnehmern als sehr gelungen eingeschätztes Rahmenprogramm. Besonders gefreut haben sich die Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz über die "Hinterhofführung in Flensburg", die den Besuchern die Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel, als sonst vielleicht üblich, näherbrachte. Auch das gemeinsame Abendessen im Restaurant Vertigo am ersten Tagungstag wurde für angeregte Gespräche und den wissenschaftlichen Meinungsaustausch genutzt.

Im Namen des Vorstandes der DGTB und in meinem eigenen Namen darf ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen sowie den Studierenden der Abteilung für Technik und ihre Didaktik sowie dem Präsidium und der Verwaltung der Europa-Universität Flensburg für die Unterstützung bedanken.

Prof. Dr. Andreas Hüttner

 

Kisten, die die Welt braucht!

(01.07.19) Im zweiten  Semester durchlaufen die Studierenden des Faches Technik das Modul "Maschinentechnik".
Im theoretischen Teil geht es darum, eine Maschine als System zu verstehen, Maschinenelemente kennenzulernen, aber auch Motoren und Getriebe in Ihrer Funktion zu analysieren.

Im praktischen Teil des Moduls geht es dagegen darum, mit Maschinen umzugehen, denn das wird im Berufsleben von einem angehenden Techniklehrer oder einer angehenden Techniklehrerin verlangt und vorausgesetzt.

Um die Kursteilnehmer*innen im Umgang mit Maschinen zu schulen, wurde eine Projektaufgabe gegeben. Die Studierenden sollten eine Werkzeugkiste konstruieren und fertigen. Dabei mussten bestimmte Maschinen zwingend zum Einsatz kommen um die Anforderungen, mindestens eine Nut, ein Falz und eine Gehrung in das Werkstück einarbeiten, zu erreichen. Und so wurden die Student*innen des zweiten Semesters im Verlauf der vergangenen Wochen zu Stammgästen an den Arbeitsplätzen der Formatkreissäge, des Abrichter-Dickenhobels, der Isel-Fräse und des Laser-Schneid-/Graviersystems. Diverse Handmaschinen hatten während dieser Zeit ebenfalls Hochkonjunktur.

Unsere Mindestanforderungen wurden weit übertroffen. Es entstanden Schubladen- und Einlagesysteme nach eigenem Wunsch, es wurden unterschiedlichste Griffe und Halterungen realisiert und es kam zur Fertigung von komplizierten Klappmechanismen und Schachtelsystemen.

Mit diesem Arbeitsergebnis hat man sich den Semesterabschluss verdient.

 
 

 

 

Popcornmaschine in der MAKE:

(04.07.18) Im Rahmen eines projektorientierten Seminars haben Studierende der Abteilung Technik und ihre Didakitk eine Popcornmaschine entwickelt und gebaut. Diese Maschine wurde auf der Maker Faire im Norden ausgestellt und kam so gut an, dass die Maker-Zeitschrift MAKE: einen Artikel dazu veröffentlicht hat.
Link zum Artikel (https://heise.de/-4024175)

 



Maker Faire im Norden

Am 18. und 19.11.2017 fand in Kiel die erste "Maker Faire im Norden" statt.

Die Abteilung für Technik und ihre Didaktik beteiligte sich mit einem eigenen Messestand, den Studierende und Dozierende gemeinsam betrieben.

Ausgestellt wurden eine Reihe an Exponaten, z.B. eine Popcorn-Maschine, die mit Heißluft Popcorn in der von den Messebesuchern gewünschten Geschmacksrichtung portionsweise zubereitet. Dieser Automat ist in einem projektorientierten Seminar im Rahmen der Techniklehrkraft-Ausbildung von Studierenden entwickelt und hergestellt worden und stieß auf der Messe auf großes Interesse.

Das taten aber auch die übrigen Exponate, z.B. die mit Schüler*innen entwickelte Klangorgel, die nach dem Prinzip eines Gitarrentonabnehmers funktioniert und mit Tasten aus vibrierenden Blechstreifen ein Solo-Instrument bildet, das geleitet von der ebenfalls ausgestellten und selbstgebauten E-Gitarre für die ein oder andere musikalische Einlage sorgte.

Viele Besucher wollten sich an den Messestand erinnern und ließen sich mit der von Studierenden konzipierten und gebauten Stempelmaschine eine Visitenkarte mit QR-Code herstellen, die – wie es sich für Technikbegeistere gehört – natürlich von einem Roboter ausgeteilt wurde.