'Grammatikalisierungs- und Sprachwandelprozesse in der Verbdomäne' (Arbeitstitel)

Ausgangspunkt der Überlegungen bilden die sog. Doppelperfekt- und Doppelplusquamperfektformen (ich habe das Buch gelesen gehabt, ich hatte das Buch vergessen gehabt), die zunehmend von Sprachpflegern als Ausweitung von schlechtem Deutsch kritisch bzw. negativ bewertet werden. Dass diesen Konstruktionen in letzter Zeit verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist der Tatsache geschuldet, dass sich das Doppelperfekt in der gesprochenen Sprache auszuweiten scheint. Das Projekt will einen Beitrag zur Vermittlung leisten, indem gezeigt wird, wie sich die Diskus-sion von Sprachwandel-Prozessen im Unterricht der höheren Klassen nutzen lässt, um so einerseits zu einem besseren Verständnis der Systemhaftigkeit von Sprache zu gelangen und andererseits die Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache beispielhaft zeigen zu können.

Kurzübersicht

Stichworte
Germanistische Sprachwissenschaft, Sprachdidaktik
Laufzeit
01.01.2013 - laufend
Institutionen der EUF
Department of German Studies, Institute of Language, Literature and Media

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